{"id":234288,"date":"2025-07-01T17:21:18","date_gmt":"2025-07-01T17:21:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/234288\/"},"modified":"2025-07-01T17:21:18","modified_gmt":"2025-07-01T17:21:18","slug":"umstrittener-migrationsdeal-mittelmeerstaaten-beschweren-sich-bei-eu-kommission-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/234288\/","title":{"rendered":"Umstrittener Migrationsdeal: Mittelmeerstaaten beschweren sich bei EU-Kommission"},"content":{"rendered":"<p>  Von&amp;nbsp<a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/profile\/2428\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vincenzo Genovese<\/a>&amp;nbsp&amp;&amp;nbsp<b>Maria Psara<\/b><\/p>\n<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            01\/07\/2025 &#8211; 7:14 MESZ<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>Dicke Luft an der K\u00fcste: Die sogenannten &#8222;Med 5&#8220;-Staaten am Mittelmeer, bestehend aus Zypern, Griechenland, Italien, Malta und Spanien haben in einem Brief ein geplantes Migrationsabkommen zwischen Gro\u00dfbritannien und Frankreich kritisiert. In einem Brief an die EU-Kommission tun sie ihren Unmut kund. Darin werden &#8222;ernsthafte Bedenken \u00fcber die m\u00f6glichen Konsequenzen [des Abkommens] f\u00fcr andere EU-L\u00e4nder, insbesondere jene an der Frontlinie&#8220; ge\u00e4u\u00dfert, so EU-Quellen gegen\u00fcber Euronews.<\/p>\n<p>Das Schreiben weise auf Probleme mit der Tatsache hin, dass das Abkommen au\u00dferhalb des EU-Rahmens verhandelt werde, und dass es den Migrationsdruck an der S\u00fcdgrenze der EU erh\u00f6hen k\u00f6nnte, so die Quellen.<\/p>\n<p>Ein EU-Beamter sagte, dass Italien und Spanien die Hauptinitiatoren des Briefes seien, w\u00e4hrend Zypern und Griechenland ihn vor allem aus Solidarit\u00e4t mit den anderen Mittelmeerl\u00e4ndern unterst\u00fctzten w\u00fcrden.<\/p>\n<p><strong>Gro\u00dfbritannien und Frankreich wollen Abkommen<\/strong><\/p>\n<p>Die britische und die franz\u00f6sische Regierung verhandeln \u00fcber ein Pilotprojekt, bei dem Gro\u00dfbritannien irregul\u00e4re Migranten, die den \u00c4rmelkanal in kleinen Booten \u00fcberqueren, nach Frankreich zur\u00fcckschicken soll.<\/p>\n<p>Im Gegenzug w\u00fcrde Gro\u00dfbritannien Migranten aufnehmen, die sich derzeit in Frankreich aufhalten und eine Familienzusammenf\u00fchrung auf dem britischen Festland anstreben.<\/p>\n<p>Das franz\u00f6sische Innenministerium teilte mehreren Medien gegen\u00fcber mit, dass das Programm darauf abziele, Schlepperbanden zu entmutigen.<\/p>\n<p>Obwohl kein offizieller Zeitplan genannt wurde, befinden sich die franz\u00f6sischen und britischen Beh\u00f6rden laut EU-Quellen in der Endphase der Verhandlungen.<\/p>\n<p>Ein franz\u00f6sisch-britisches Gipfeltreffen, das w\u00e4hrend des Staatsbesuchs des franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron in Gro\u00dfbritannien vom 8. bis 10. Juli stattfinden soll, gilt als wahrscheinlicher Anlass.<\/p>\n<p>Die Partnerschaft soll den Druck auf das britische Asylsystem verringern und gleichzeitig Frankreich einen legalen Weg zur Umsiedlung von Migranten bieten, die sich bereits in seinem Hoheitsgebiet befinden.<\/p>\n<p>Andere EU-L\u00e4nder bef\u00fcrchten jedoch, dass Migranten, die aus Gro\u00dfbritannien nach Frankreich zur\u00fcckgeschickt werden, weiter nach S\u00fcden abgeschoben werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Nach EU-Recht m\u00fcssen irregul\u00e4re Migranten in dem ersten EU-Land, das sie betreten, Asyl beantragen. Viele derjenigen, die das britische Festland nach der \u00dcberquerung des Mittelmeers oder \u00fcber die Balkanroute erreichen, haben mehrere EU-L\u00e4nder durchquert, bevor sie in Frankreich ankamen.<\/p>\n<p>Diejenigen, die auf das europ\u00e4ische Festland zur\u00fcckkehren und sich entscheiden, innerhalb der EU Asyl zu beantragen, m\u00fcssten in ihrem ersten Einreiseland &#8211; wahrscheinlich einem der Med 5 &#8211; einen Antrag stellen, was bedeutet, dass die von Gro\u00dfbritannein abgelehnten Migranten von Frankreich in s\u00fcdeurop\u00e4ische Staaten umgesiedelt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Nach Angaben der britischen Regierung wurden in dem im M\u00e4rz 2025 endenden Jahr 44 125 irregul\u00e4re \u00dcberfahrten \u00fcber den \u00c4rmelkanal gez\u00e4hlt &#8211; ein Anstieg um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Beobachtungsstelle f\u00fcr Migration an der Universit\u00e4t Oxford berichtete, dass von Januar bis Mai 2025 etwa 14.800 kleine Boote den Kanal \u00fcberquerten, was die h\u00f6chste jemals in diesem Zeitraum verzeichnete Zahl darstellt.<\/p>\n<p>Die zentralen und westlichen Mittelmeerrouten f\u00fcr irregul\u00e4re Migration &#8211; die nach Italien bzw. Spanien f\u00fchren &#8211; verzeichneten laut Frontex in den ersten Monaten des Jahres 2025 einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (sechs bis sieben Prozent). Griechenland hingegen verzeichnete im gleichen Zeitraum einen deutlichen R\u00fcckgang der irregul\u00e4ren \u00dcberfahrten \u00fcber die \u00f6stliche Mittelmeerroute um 30 Prozent im Vergleich zu 2024.<\/p>\n<p>Nach den neuesten Daten von Eurostat meldete Frankreich im Jahr 2023 mit 48.724 die zweith\u00f6chste Zahl von Antr\u00e4gen um Verlegung von Asylbewerbern in andere EU-L\u00e4nder. Im Gegensatz dazu erhielt Italien von allen EU-L\u00e4ndern die meisten Ersuchen um Aufnahme in irregul\u00e4re M\u00e4rkte: 42 468.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von&amp;nbspVincenzo Genovese&amp;nbsp&amp;&amp;nbspMaria Psara Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 01\/07\/2025 &#8211; 7:14 MESZ WERBUNG Dicke Luft an der K\u00fcste: Die sogenannten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":233102,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,382,14,15,12,3995],"class_list":{"0":"post-234288","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-migration","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-vereinigtes-koenigreich"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114779133380666533","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/234288","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=234288"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/234288\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/233102"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=234288"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=234288"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=234288"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}