{"id":235009,"date":"2025-07-01T23:58:13","date_gmt":"2025-07-01T23:58:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/235009\/"},"modified":"2025-07-01T23:58:13","modified_gmt":"2025-07-01T23:58:13","slug":"amtsgericht-wuppertal-zahnarzt-setzt-gewaltsam-behandlung-durch-freiheitsstrafe-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/235009\/","title":{"rendered":"Amtsgericht Wuppertal: Zahnarzt setzt gewaltsam Behandlung durch: Freiheitsstrafe"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Ein Wuppertaler Zahnarzt ist wegen gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung zu zwei Jahren Gef\u00e4ngnis ohne Bew\u00e4hrung verurteilt worden. Er hatte einen Patienten, der die Behandlung abbrechen wollte, mit den Worten \u00abSie gehen jetzt nirgendwo mehr hin, ich mach&#8216; das jetzt fertig!\u00bb in den Behandlungsstuhl gedr\u00fcckt.\u00a0\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/hamburg\/2025-06\/suchtkranke-hamburg-repsoldstrasse-drob-inn-psychiatriezentrum-uke\" data-ct-label=\"Suchtkranke in Hamburg: Neue Hoffnung f\u00fcrs Bahnhofsviertel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Suchtkranke in Hamburg:<br \/>\n                        Neue Hoffnung f\u00fcrs Bahnhofsviertel<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/26\/sepsis-wunde-herz-bakterien-symptome\" data-ct-label=\"Sepsis: Wie gef\u00e4hrlich ist ein roter Strich von einer Wunde bis zum Herzen?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Sepsis:<br \/>\n                        Wie gef\u00e4hrlich ist ein roter Strich von einer Wunde bis zum Herzen?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesundheit\/2025-06\/erkrankung-kiefergelenk-craniomandibulaere-dysfunktion-schmerzen-koerper\" data-ct-label=\"Erkrankung des Kiefergelenks: Der ganze K\u00f6rper zerknirscht?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Erkrankung des Kiefergelenks:<br \/>\n                        Der ganze K\u00f6rper zerknirscht?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dann habe er mit einem Skalpell einen Abszess im Mund aufgeschnitten, wozu er aus Sicht des Gerichts mangels Einwilligung des Patienten nicht mehr berechtigt war. Die von der Staatsanwaltschaft angeklagte Freiheitsberaubung sah das Gericht allerdings nicht: Der Patient habe durchaus die M\u00f6glichkeit gehabt, aufzustehen und zu gehen, sagte die Richterin.\u00a0\n<\/p>\n<p>                Auf Leben und Tod        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Er habe dem Patienten m\u00f6glicherweise das Leben gerettet, argumentierte der 64-j\u00e4hrige Dentist. \u00abIch habe gewisse Verpflichtungen und Verantwortungen gegen\u00fcber Patienten, es ging um Leben und Tod.\u00bb Der Patient sei mitten in der Nacht im Notdienst bei ihm erschienen und in desolatem Zustand gewesen. Es habe eine lebensgef\u00e4hrdende Sepsis, eine Blutvergiftung, gedroht.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abKommt es zu einer Sepsis, liegt die Verantwortung beim Arzt. Ich habe sofort behandelt\u00bb, sagte der Angeklagte. \u00abH\u00e4tte man das nicht gemacht, w\u00e4re er innerhalb von ein paar Tagen, salopp gesagt, draufgegangen.\u00bb\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abEr hatte Schiss ohne Ende, die Verantwortung war bei mir\u00bb, sagte der Arzt. Dass er den Patienten in den Stuhl gedr\u00fcckt habe, rechtfertigte er mit der zu erwartenden Schmerzreaktion: \u00abWenn ich den Abszess \u00f6ffne, geht der unter Umst\u00e4nden an die Decke.\u00bb Der Patient sei von einem Dritten beeinflusst worden, mutma\u00dfte der Zahnarzt. Er habe erst zwei oder drei Monate sp\u00e4ter Anzeige erstattet.\n<\/p>\n<p>        Patient: Erster Eindruck katastrophal        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abSchon der erste Eindruck war katastrophal\u00bb, schilderte der Patient. \u00abZwei Wurzeln sind entz\u00fcndet, die m\u00fcssen raus\u00bb, habe der Zahnarzt ihm gesagt. \u00abIch habe gesagt, ich will das nicht, ich habe Probleme mit Spritzen.\u00bb Der Arzt habe entgegnet, er sollte ihm nicht seinen Job erkl\u00e4ren, er w\u00fcrde ihm ja auch nicht rein reden. Dann habe er gesagt: \u00abSie gehen nirgendwo hin, ich entscheide hier.\u00bb Er habe sich nicht getraut zu gehen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abEs knackte und krachte in meinem Kiefer, hat h\u00f6llisch weh getan. Er sagte zu meiner Frau: &#8222;Abszess, f\u00fchlen Sie mal&#8220;. Sie sollte ohne Handschuh in meinen Mund greifen. &#8222;Stellen Sie sich nicht so an, das ist doch ihr Mann\u201c\u00bb, habe der Arzt gesagt. Am n\u00e4chsten Tag habe ein anderer Arzt gesagt, die Behandlung sei nicht korrekt gewesen, er h\u00e4tte chirurgisch behandelt werden m\u00fcssen.\u00a0\n<\/p>\n<p>        Instrumente nicht richtig gereinigt        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Gericht sah es auch als erwiesen an, dass der Mediziner in seiner Zahnarztpraxis unzureichend gereinigte Instrumente benutzt hatte. Dies war bei Kontrollen aufgefallen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Er habe die vorgeschriebene Ausstattung f\u00fcr die Reinigung nicht besessen und trotz Verbots die unzureichend gereinigten Instrumente weiter genutzt, hatte die Staatsanwaltschaft ihm vorgeworfen. Dadurch habe er seine Patienten in Gefahr gebracht.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Instrumente habe eine Firma gereinigt, behauptete der Angeklagte. Die Richterin entgegnete: \u00abDer Vertrag wurde bald wieder gek\u00fcndigt, die Firma sagt, von ihr wurden nie Ger\u00e4te gereinigt.\u00bb Das Urteil ist noch nicht rechtskr\u00e4ftig.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250701-930-744031\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Wuppertaler Zahnarzt ist wegen gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung zu zwei Jahren Gef\u00e4ngnis ohne Bew\u00e4hrung verurteilt worden. 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