{"id":235745,"date":"2025-07-02T06:52:10","date_gmt":"2025-07-02T06:52:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/235745\/"},"modified":"2025-07-02T06:52:10","modified_gmt":"2025-07-02T06:52:10","slug":"nach-dem-ukraine-krieg-die-russen-haben-besseres-verdient","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/235745\/","title":{"rendered":"Nach dem Ukraine-Krieg: Die Russen haben Besseres verdient"},"content":{"rendered":"<p>Nach 1989 gab es in Russland eine gro\u00dfe Offenheit. Auch, weil die westliche Politik darauf nicht klug reagierte, wurde das Land zu dem, was es heute ist. Es wird Zeit, \u00fcber ein Verh\u00e4ltnis zu Russland nach dem Ukraine-Krieg nachzudenken.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Im Kriege selber ist das Letzte nicht der Krieg\u201c, konstatiert Octavio Piccolomini in Friedrich Schillers \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article242086665\/Daniel-Kehlmann-Die-Wallenstein-Gefahr.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article242086665\/Daniel-Kehlmann-Die-Wallenstein-Gefahr.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wallenstein<\/a>\u201c. Die schnellen Taten der Gewalt seien es nicht, \u201edie das Begl\u00fcckende, das ruhig, m\u00e4chtig Daurende erzeugen\u201c. Klugheit und Weitsicht gebieten es daher, schon im Krieg das nach dem Krieg dauerhaft zu Schaffende ins Auge zu fassen. Das taten US-amerikanische Beh\u00f6rden w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs sp\u00e4testens seit 1942. Sie entwickelten Ideen f\u00fcr ein besseres Deutschland. Solche Ideen br\u00e4uchte es heute auch im Umgang mit Russland. Doch diese Ideen gibt es nicht.<\/p>\n<p>Die (meisten) europ\u00e4ischen Staaten unterst\u00fctzen die Ukraine milit\u00e4risch in ihrem Kampf gegen den Aggressor Russland. Das allein gen\u00fcgt jedoch nicht. Solange in Russland Putin und seine Clique an der Macht sind, geht von ihnen eine existenzielle Bedrohung Europas aus. Auch wenn wir das in unserem geordneten Alltag nicht wahrnehmen: Unser Friede ist br\u00fcchig. Vor den Toren Europas steht eine Macht, deren F\u00fchrer unsere Sicherheiten, unseren way of life zerst\u00f6ren will. Und die \u00fcber das gr\u00f6\u00dfte Arsenal von Atomwaffen auf der Welt verf\u00fcgt. Es h\u00e4ngt f\u00fcr das \u00dcberleben der Demokratien in Europa einiges davon ab, dass es gelingt, Russland von diesem Weg abzubringen. Nur wie?<\/p>\n<p>Der US-Amerikaner William J. Donovan war ein energischer, umtriebiger und politisch ambitionierter Rechtsanwalt. In einer Zeit, in der man nicht nur auf der Karriereleiter vorankommen konnte, ernannte Pr\u00e4sident Franklin D. Roosevelt, ein Demokrat, den katholischen Republikaner Donovan 1941 zum Leiter des \u201eOffice of the Coordinator of Information\u201c (COI). Die USA standen kurz vor dem Eintritt in den Krieg gegen Deutschland. Das COI, der erste zentralisierte milit\u00e4rische Geheimdienst der USA, sollte unter anderem der Propaganda des Hitlerregimes eine effektive psychologische Kriegsf\u00fchrung entgegensetzen. <\/p>\n<p>Donovan kam schnell zu der naheliegenden, den amerikanischen Regierungsstellen bis dato aber fremden \u00dcberzeugung, dass es im Krieg gegen Hitlers Reich unbedingt notwendig sei, so viele Informationen \u00fcber Deutschland zu beschaffen und auszuwerten wie nur irgend m\u00f6glich. Daf\u00fcr schuf er das \u201eOffice of Strategic Services\u201c (OSS), aus dem nach dem Krieg die CIA hervor-ging. Der konservative Republikaner Donovan ging dabei unideologisch vor. Er stellte zahlreiche, meist linke Wissenschaftler ein, die aus Deutschland ins Exil geflohen waren und zum Teil noch als \u201eenemy aliens\u201c galten.<\/p>\n<p>Linkshegelianischer Weltgeist<\/p>\n<p>Donovan griff auch auf Mitarbeiter des Frankfurter Instituts f\u00fcr Sozialwissenschaften zur\u00fcck, das seinen Sitz inzwischen in New York hatte. So wurden unter anderem der Politologie Franz Neumann, der Philosoph <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article246227792\/Max-Horkheimer-Der-Freund-der-sogar-Adorno-Dummheiten-ausreden-konnte.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article246227792\/Max-Horkheimer-Der-Freund-der-sogar-Adorno-Dummheiten-ausreden-konnte.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Max Horkheimer<\/a>, der Soziologe Herbert Marcuse und der Staatsrechtler Otto Kirchheimer ab 1942 bezahlte Mitarbeit des OSS. Sie verfassten detaillierte Studien \u00fcber Deutschlands Gegenwart und Geschichte. Nicht zuletzt untersuchten sie Geschichte und Struktur des NS-Staates. Zwar nahmen die Regierungsbeh\u00f6rden die Arbeit dieser Gesellschaftsforscher nur selektiv zur Kenntnis. Es herrschte aber, auf Roosevelts Druck hin, die historisch neue \u00dcberzeugung, man m\u00fcsse schon w\u00e4hrend des Krieges \u00fcber die Zeit danach nachdenken. Die \u201epolicy of postponement\u201c, die Politik des Aufschubs auf die Nachkriegszeit, hatte ausgedient.<\/p>\n<p>Das OSS war beileibe kein akademischer Zirkel. Zeitweilig besch\u00e4ftigte es 2.000 Mitarbeiter, bis 1945 fertigte es etwa 3.000 zum Teil sehr umfangreiche Studien an. Man muss sich das Ganze wie eine Art kontrovers forschende und debattierende Zukunftswerkstatt vorstellen. Einer der Teilnehmer, der liberale Politikwissenschaftler John Herz, schrieb sp\u00e4ter in seinen Erinnerungen: \u201eEs war, als h\u00e4tte sich der linkshegelianische Weltgeist vor\u00fcbergehend in der Mitteleurop\u00e4ischen Abteilung des OSS angesiedelt.<\/p>\n<p> In amerikanischen Regierungskreisen kursierten damals zwei kontr\u00e4re Ideen, wie mit Deutschland nach dem Krieg umzugehen sei. Die einen setzten auf Bestrafung, langj\u00e4hrige Besetzung und eine Politik der Deindustrialisierung. Die anderen wollten Deutschland so schnell wie m\u00f6glich wirtschaftlich wieder stark machen \u2013 um es als Bollwerk gegen die Sowjetunion zu nutzen. Im OSS hatte man einen anderen Weg im Sinn. Der Diplomat John Cooper Wiley, der ebenfalls f\u00fcr den OSS arbeitete, schrieb 1943 in einem Memorandum an Pr\u00e4sident Roosevelt: \u201eWir k\u00f6nnen und m\u00fcssen sowohl den Krieg wie den Frieden gewinnen.\u201c Dieser Devise folgend entwickelte das OSS seine Nachkriegspl\u00e4ne f\u00fcr Deutschland. Klar war, dass Deutschland besiegt werden musste. Gegen anf\u00e4ngliche Zweifel hielten die OSS-Denker die bedingungslose Niederlage f\u00fcr n\u00f6tig. Sie pl\u00e4dierten aber f\u00fcr ein Besatzungsregime, das nicht von einem \u201eb\u00f6sen\u201c Volkscharakter der Deutschen ausging. Sondern von Anfang an auf die Bef\u00e4higung der \u201everdorbenen\u201c Deutschen zur demokratischen Selbstregierung zielen sollte.<\/p>\n<p>Eine Angststarre<\/p>\n<p>Gewiss, die OSS-Ideen wurden nur unvollst\u00e4ndig verwirklicht. Im Ergebnis aber gelang letztlich doch, was nach den NS-Verbrechen und insbesondere dem Holocaust wie ein Wunder erscheinen musste. Die Mehrheit der (West-)Deutschen f\u00fcgte sich, anfangs maulend, widerstrebend und voll antiwestlicher Ressentiments, dem neuen Regiment. Und sie fasste in der Demokratie Fu\u00df. Die amerikanische Botschaft war ziemlich attraktiv: vom Kaugummi und den Nylonstr\u00fcmpfen bis zu den Verhei\u00dfungen von Freiheit, Ungezwungenheit und Demokratie. <\/p>\n<p>Seitdem sind mehr als 80 Jahre vergangen. Nach den vielen inzwischen gemachten Erfahrungen mit Diktaturen und ihrem Verschwinden sollte man an-nehmen, dass wir es heute besser verstehen, Staaten und Gesellschaften den Weg ins Offene zu erleichtern, die im eisernen Griff von Gewaltherrschern gefangen sind. Doch leider ist das nicht der Fall. Niemand scheint in den Demokratien Europas aber dar\u00fcber nachzudenken, wie das Verh\u00e4ltnis zu Russland nach dem Ukraine-Krieg aussehen k\u00f6nnte. Buchst\u00e4blich tabula rasa. <\/p>\n<p>Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind leicht auszumachen. Anders als Deutschland 1943 ist Russland 2025 nicht am Verlieren. Auch sind die Staaten der EU, anders als die USA ab 1941, nicht direkte Kriegspartei \u2013 woraus viele den Schluss ziehen werden, wir h\u00e4tten kein Mandat, uns in die Zukunft Russlands einzumischen. In allen \u00dcberlegungen der \u201eFriedensfreunde\u201c ist Russland ebenso eine riesige Leerstelle wie bei fast allen Politikern und Intellektuellen, die entschieden f\u00fcr die milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung der Ukraine eintreten. Da ist vermutlich Angst am Werk, eine Angststarre. Russland gilt als ein Riesenreich, das sich nun einmal unseren Ma\u00dfst\u00e4ben und Regeln entziehe. Daher schreckt man schon vor dem Gedanken zur\u00fcck, Einfluss auf Russland zu nehmen. Das kommt einer intellektuellen und politischen Kapitulation nahe. Denn so w\u00fcrde das russische \u2013 sehr heterogene \u2013 Volk zu einer starren \u00f6stlichen Spezies erkl\u00e4rt, die f\u00fcr liberale Ideen unempf\u00e4nglich sei. Damit verriete man nicht nur den Universalismus. Sondern auch die Russen, die Besseres verdient haben als einen anachronistischen Alleinherrscher.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re vielmehr dringend geboten, dass sich Europa \u201ein die inneren Angelegenheiten Russlands\u201c einmischt. Nicht mit Waffen, sondern mit Geist und mit Angeboten. Gewiss, das russische Volk ist entm\u00fcndigt, steht noch immer in der langen Tradition des spezifisch russischen, besonders brutalen Herr-Knecht-Denkens. Man s\u00e4\u00dfe aber der archaischen Geschichtsphilosophie Putins auf, w\u00fcrde man die Russen zu einer Ost-Spezies erkl\u00e4ren, die immun gegen Aufkl\u00e4rung, Rechtsstaat und Demokratie ist. Seit Jahrhunderten pendelt Russland zwischen Ost und West. Da ist nichts endg\u00fcltig, nichts entschieden. Ohne Zweifel gab es nach 1989 in Russland eine gro\u00dfe Offenheit gegen\u00fcber dem Westen. In 20 Jahren gelang es Putin aber, das Pendel schwungvoll wieder in die alte antiwestliche Richtung ausschlagen zu lassen.<\/p>\n<p>Das Risiko ist hoch<\/p>\n<p>Doch dabei muss es nicht bleiben. Die EU h\u00e4lt sich viel darauf zugute, ein friedlicher, freiwilliger Zusammenschluss zu sein, der allen Staaten gegen\u00fcber offen ist, die Interesse an einem Beitritt haben und bestimmte Kriterien erf\u00fcllen. Warum nicht auch gegen\u00fcber Russland? Nicht mit Panzern, wohl aber mit Ideen k\u00f6nnte und sollte die EU die Grenzen Russlands \u00fcberschreiten. <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/case-center.org\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/case-9-250612-1250-en.pdf\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/case-center.org\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/case-9-250612-1250-en.pdf&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Einen solchen Vorschlag<\/a> hat der russische Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe Wladislaw Inozemtsew entwickelt, der heute das in Zypern angesiedelte \u201eCenter for Analysis und Strategies in Europe\u201c leitet. Die Russen, schreibt Inotzemtsew, sind heute desillusioniert. Putins imperiale Inszenierungen k\u00f6nnen sie nicht mehr dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass es ihnen schlechter geht als vor zwei Jahrzehnten: wirtschaftliche Misere, politische Entrechtung, beschnittene Reisefreiheit. Inotzemtsew argumentiert nicht idealistisch, sondern materialistisch. Die Russen wollen Wohlstand und Entwicklung, und sie wissen, dass beides ohne Frieden nicht m\u00f6glich ist. Die EU, so der Autor, t\u00e4te gut daran, gewisserma\u00dfen \u00fcber die K\u00f6pfe der herrschenden Clique hinweg ein Angebot an Russland zu machen: langfristige Assoziierung an die EU und ihre Chancen. Die Bedingung: ein Ende des Ukraine-Krieges und die \u00dcberstellung Putins und einer Reihe anderer Staatsverbrecher an die internationale Justiz. Inotzemtsew: \u201eEine einzige offizielle Erkl\u00e4rung zur Bereitschaft der EU, Russland in ihre Reihen aufzunehmen, k\u00f6nnte der russischen Bev\u00f6lkerung eine neue Vision ihrer historischen Perspektive geben.\u201c <\/p>\n<p>Der Vorschlag ist nicht so utopisch, wie er klingt. Denn hier geht die Idee des friedlichen Zusammenschlusses von Staaten mit den Interessen der russischen Bev\u00f6lkerung an einem besseren Leben Hand in Hand. So war es ja auch bei der europ\u00e4ischen Einigung: erst die wirtschaftlich motivierte Montanunion, dann der politische \u00dcberbau. Das brauchte Zeit, im Falle Russlands wird es sie erst recht brauchen. Aber schon das pure Signal k\u00f6nnte in Russland auf offene Ohren treffen. Es gen\u00fcgt nicht, Russland seiner barbarischen Kriegsf\u00fchrung wegen an den Pranger zu stellen. Man sollte Russland und die Russen mit attraktiven Angeboten zum Eintritt in die Vertrags- und Freihandelswelt der EU bombardieren. Eine wie auch immer um Russland erweiterte EU w\u00e4re zudem ein weitaus m\u00e4chtigerer internationaler Player als sie es heute ist. Und schlie\u00dflich: Der \u201everweichlichte\u201c Westen w\u00fcrde damit eine gr\u00f6\u00dfere St\u00e4rke an den Tag legen als die waffenstarrende russische Oligarchie.<\/p>\n<p>Die vielen Klagelieder, die Schriftsteller wie Viktor Jerofejew \u00fcber die politische Misere Russlands anstimmen, f\u00fchren nicht weiter. Nach dem, was die Deutschen in der NS-Zeit angerichtet hatten, h\u00e4tte es f\u00fcr die alliierten Besatzer gute Gr\u00fcnde gegeben, die Deutschen dauerhaft unter politische Quarant\u00e4ne zu stellen. Dass sie es nicht getan haben, war nicht nur gro\u00dfherzig. Es war eine riskante, aber politisch die einzig richtige Entscheidung, den Deutschen die F\u00e4higkeit zum Wandel zuzutrauen. Das sollte heute auch f\u00fcr Russland gelten. Das Risiko ist hoch, es k\u00f6nnte sich aber lohnen.<\/p>\n<p>Am 23. Dezember 1941, die USA waren gerade in den Weltkrieg eingetreten, schrieb Franz Neumann, Mitarbeiter des OSS, das Vorwort zu \u201eBehemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus\u201c. Das Buch ist die erste umfassende Untersuchung \u00fcber das nationalsozialistische Herrschaftssystem. Neumann schreibt, die vollst\u00e4ndige milit\u00e4rische Niederlage Deutschland sei unumg\u00e4nglich. Und er f\u00e4hrt fort: \u201eAber das gen\u00fcgt nicht. Der Krieg muss durch die Trennung der gro\u00dfen Masse des Volks vom Nationalsozialismus verk\u00fcrzt werden. Dies ist die Aufgabe der psychologischen Kriegf\u00fchrung, die nicht von der Innen- und Au\u00dfenpolitik der Gegner Deutschlands zu trennen ist. Psychologische Kriegsf\u00fchrung ist nicht Propaganda; sie ist Politik. Sie besteht darin, dem deutschen Volk zu beweisen, dass milit\u00e4rische \u00dcberlegenheit durch eine Demokratie errungen werden kann, die keinen Anspruch auf Vollkommenheit erhebt, sondern vielmehr ihre M\u00e4ngel eingesteht und nicht vor der langwierigen und m\u00fchsamen Aufgabe zur\u00fcckschreckt, sie zu \u00fcberwinden.\u201c Diesen Beweis gilt es heute im Blick auf Russland und die Russen erneut zu erbringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach 1989 gab es in Russland eine gro\u00dfe Offenheit. 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