{"id":235905,"date":"2025-07-02T08:18:16","date_gmt":"2025-07-02T08:18:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/235905\/"},"modified":"2025-07-02T08:18:16","modified_gmt":"2025-07-02T08:18:16","slug":"122-millionen-euro-fuer-die-saechsischen-feldhamster-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/235905\/","title":{"rendered":"12,2 Millionen Euro f\u00fcr die s\u00e4chsischen Feldhamster \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Das S\u00e4chsische Landesamt f\u00fcr Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) hat eine F\u00f6rdervereinbarung f\u00fcr ein LIFE-Projekt zum Feldhamsterschutz mit der Europ\u00e4ischen Union (EU) abgeschlossen. Das Projekt \u201eLIFE4HamsterSaxony\u201c hat eine sechsj\u00e4hrige Laufzeit und einen Gesamtumfang von 12,2 Millionen Euro. Wichtigster Partner dabei ist der Leipziger Zoo mit seiner inzwischen erfolgreich arbeitenden Feldhamster-Zucht.<\/p>\n<p>Ziel des LIFE-Projektes ist es, die Population des charismatischen Ackerbewohners in seinem letzten Vorkommensgebiet in Sachsen zu st\u00e4rken und zu entwickeln. Schrittweise sollen dabei auf Teilfl\u00e4chen des Projektgebietes in Nordwestsachsen ackerbauliche Ma\u00dfnahmen umgesetzt werden. Erprobt werden soll unter anderem der Anbau hamsterfreundlicher Kulturen, die die negativen Wirkungen des Klimawandels f\u00fcr den Feldhamster, wie mangelnde Deckung durch eine fr\u00fchzeitige Ernte und zu geringe Versorgung mit Feuchtigkeit in Trockenjahren, kompensieren und, soweit m\u00f6glich, auch landwirtschaftlich nutzbar sind.<\/p>\n<p>Ein Netzwerk von Kern-, Entwicklungs- und Verbindungsfl\u00e4chen soll es den Feldhamstern erm\u00f6glichen, sich zu etablieren und auszubreiten. Mit der Erhaltungszucht von Feldhamstern aus Mitteldeutschland und den Auswilderungen auf speziell vorbereiteten Fl\u00e4chen leistet der Zoo Leipzig einen ganz wesentlichen Beitrag. Durch einen kooperativen Ansatz werden die im Projektgebiet wirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebe und die Bev\u00f6lkerung in die Umsetzung einbezogen.<\/p>\n<p>Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 12,2 Millionen Euro. Die Europ\u00e4ische Union f\u00f6rdert das LIFE-Projekt zu 75 Prozent. 25 Prozent der Kosten \u00fcbernehmen die Projektpartner Freistaat Sachsen, vertreten durch das LfULG, der Zoo Leipzig und das Landratsamt Nordsachsen. Aktuell laufen die notwendigen Vorbereitungsarbeiten f\u00fcr den offiziellen Projektstart am 1. Oktober 2025.<\/p>\n<p>Die Vorgeschichte<\/p>\n<p>Im September 2024 wurde von den Projektpartnern LfULG sowie dem Zoo Leipzig und dem Landratsamt Nordsachsen ein umfangreicher, gemeinsamer Projektantrag bei der EU eingereicht. Die Anstrengungen des im Jahr 2008 gegr\u00fcndeten Arbeitskreises kooperativer Feldhamsterschutz waren eine entscheidende Voraussetzung f\u00fcr den Erfolg des Antrages, insbesondere die entwickelte Strategie zum kooperativen Schutz des Feldhamsters in Sachsen.<\/p>\n<p>Mithilfe von Landesmitteln wurde zur Rettung des Feldhamsters im Projektgebiet bereits im Rahmen von Pilotma\u00dfnahmen ein Zuchtstamm im Zoo Leipzig aufgebaut. Zudem wurden auf vertraglicher Basis vom Landratsamt Nordsachsen organisierte Schutzma\u00dfnahmen umgesetzt und seit 2024 Auswilderungen des Feldhamsters durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Der LIFE-Antrag basiert auf den bereits in anderen Projekten erfolgreich angewendeten Methoden der Erhaltungszucht und einer bestandsst\u00fctzenden Auswilderung in Projektgebieten mit hamsterfreundlichen Ma\u00dfnahmen (Best Practice). Neu ist der Ansatz, die Erhaltungszucht f\u00fcr die teilweise r\u00e4umlich getrennte mitteldeutsche Feldhamsterpopulation koordiniert, und zwischen Zucht- und Freilandbestand abgestimmt, durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Im LIFE-Projekt \u201eLIFE4HamsterSaxony\u201c werden die kooperativen Naturschutzans\u00e4tze, die innovative Landwirtschaft mit Anpassungen an den Hamsterschutz und den Klimawandel (D\u00fcrrebedingungen) wie auch die Erhaltungszucht mit ihrem populationsbiologischen Ansatz entwickelt. Die erwarteten Synergieeffekte sind nicht nur f\u00fcr das Projektgebiet von Bedeutung, sondern auch f\u00fcr die Mitteldeutsche Hamsterpopulation und andere Europ\u00e4ische LIFE-Projekte<\/p>\n<p>Die Projektpartner<\/p>\n<p>Das LfULG ist Leadpartner und damit verantwortlich f\u00fcr die Projektleitung und Projektabwicklung sowie f\u00fcr die naturschutzfachlichen und landwirtschaftlichen Aufgabenpakete. Der Zoo Leipzig \u00fcbernimmt die Zucht und Auswilderung von Feldhamstern und das Landratsamt Nordsachsen, als zust\u00e4ndige untere Naturschutzbeh\u00f6rde, die administrativen Aufgaben.<\/p>\n<p>Das Projektgebiet mit einer Gesamtfl\u00e4che von 6.000 Hektar und einer Ma\u00dfnahmenfl\u00e4che von knapp 400 Hektar liegt in der Ackerebene Nordwestsachsens s\u00fcdwestlich von Delitzsch und n\u00f6rdlich des Flughafens Halle-Leipzig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das S\u00e4chsische Landesamt f\u00fcr Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) hat eine F\u00f6rdervereinbarung f\u00fcr ein LIFE-Projekt zum Feldhamsterschutz mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":235906,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,73971,13,14,15,12,7962],"class_list":{"0":"post-235905","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-feldhamster","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-zoo-leipzig"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114782660450516158","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/235905","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=235905"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/235905\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/235906"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=235905"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=235905"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=235905"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}