{"id":236193,"date":"2025-07-02T10:57:11","date_gmt":"2025-07-02T10:57:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/236193\/"},"modified":"2025-07-02T10:57:11","modified_gmt":"2025-07-02T10:57:11","slug":"xlinks-projekt-gestoppt-strom-aus-marokko-sollte-grossbritannien-versorgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/236193\/","title":{"rendered":"Xlinks-Projekt gestoppt &#8211; Strom aus Marokko sollte Gro\u00dfbritannien versorgen"},"content":{"rendered":"<p>Das Energieunternehmen Xlinks wollte Solar- und Windstrom aus Marokko \u00fcber ein 3800 Kilometer langes Unterseekabel nach Gro\u00dfbritannien liefern. Doch die britische Regierung blockiert das Milliardenprojekt und verweigert eine vertragliche F\u00f6rderung. Was als Meilenstein f\u00fcr gr\u00fcne Energie angek\u00fcndigt war, erinnert zunehmend an das gescheiterte Desertec-Konzept: zu teuer, zu unsicher, zu ambitioniert (<a href=\"https:\/\/renews.biz\/101465\/uk-rejects-cfd-for-morocco-uk-power-link\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">renews: 26.06.25<\/a>).<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Xlinks auf Desertecs Spuren<\/p>\n<p>Vor \u00fcber zehn Jahren sorgte Desertec mit \u00e4hnlichen Pl\u00e4nen f\u00fcr Aufsehen \u2013 und scheiterte an politischen Konflikten, technischer Komplexit\u00e4t und fehlender Wirtschaftlichkeit. Xlinks droht nun ein \u00e4hnliches Schicksal. Obwohl das Unternehmen keine staatliche Vorfinanzierung verlangte, blieb die Regierung skeptisch. Der angeblich \u201ehoch wettbewerbsf\u00e4hige\u201c Preis sollte laut Xlinks die Gro\u00dfhandelspreise f\u00fcr Strom um neun Prozent senken. Belege f\u00fcr eine dauerhaft tragf\u00e4hige Wirtschaftlichkeit fehlen jedoch.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"666\" data-pagespeed-lazy-src=\"https:\/\/blackout-news.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/xSolar-Wueste-shutterstock_1459390553.jpg.pagespeed.ic.c2yFItQkRx.jpg\" alt=\"Xlinks scheitert mit Stromprojekt von Marokko nach Gro\u00dfbritannien \u2013 technische, wirtschaftliche und politische Risiken erinnern an Desertec\" class=\"wp-image-42385\" data-pagespeed-lazy-  src=\"\/pagespeed_static\/1.JiBnMqyl6S.gif\" onload=\"pagespeed.lazyLoadImages.loadIfVisibleAndMaybeBeacon(this);\" onerror=\"this.onerror=null;pagespeed.lazyLoadImages.loadIfVisibleAndMaybeBeacon(this);\"\/>Xlinks scheitert mit Stromprojekt von Marokko nach Gro\u00dfbritannien \u2013 technische, wirtschaftliche und politische Risiken erinnern an Desertec<\/p>\n<p>Das Argument, acht Prozent des britischen Strombedarfs decken zu k\u00f6nnen, klingt ambitioniert \u2013 doch die Risiken einer einzigen, extrem langen Leitung bleiben enorm. Wartungsprobleme, Seekabelsch\u00e4den und politische Einflussfaktoren erschweren eine zuverl\u00e4ssige Versorgung. Schon kleinere St\u00f6rungen bei \u00e4hnlichen Projekten f\u00fchrten in der Vergangenheit zu monatelangen Ausf\u00e4llen.<\/p>\n<p>Technische und geopolitische Risiken untergraben Xlinks-Pl\u00e4ne<\/p>\n<p><strong>Xlinks<\/strong> stellt seine Leitung als g\u00fcnstige und schnelle Alternative zur Atomkraft dar. Doch diese Rechnung ignoriert die Vorteile langfristig stabiler Grundlastversorgung durch Kernenergie. Der R\u00fcckgriff auf Nordafrika als Stromquelle schafft zudem neue Abh\u00e4ngigkeiten. Selbst vermeintlich stabile Partnerl\u00e4nder k\u00f6nnen binnen weniger Jahre zu Risikofaktoren werden.<\/p>\n<p>Obwohl bereits \u00fcber 100 Millionen Pfund von privaten Investoren flossen, ersetzt das keine unabh\u00e4ngige Bewertung der Projektrealit\u00e4t. Auch die angek\u00fcndigte CO\u2082-Ersparnis von zehn Prozent im ersten Jahr bleibt theoretisch \u2013 konkrete Umsetzungsnachweise fehlen. Die Regierung reagiert nun vorsichtiger als einst bei Desertec und zieht wirtschaftliche Vernunft politischem Aktionismus vor.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Marokko als Standort \u2013 Chance oder Schwachstelle?<\/p>\n<p>Marokko bietet nach Einsch\u00e4tzung von Xlinks ein solides Umfeld f\u00fcr internationale Energieprojekte. Doch selbst dort bleibt der politische Rahmen langfristig unsicher. Importabh\u00e4ngigkeiten aus Drittl\u00e4ndern widersprechen dem Ziel einer souver\u00e4nen Energieversorgung. Dass der Betreiber jetzt \u201ealternative Wege\u201c zur Umsetzung sucht, zeigt die Hoffnung auf Rettung \u2013 trotz fehlender Zusagen.<\/p>\n<p>Die Lehren aus Desertec wirken nach: technische Herausforderungen, internationale Abh\u00e4ngigkeiten und hohe Kosten bleiben zentrale Risiken. Xlinks pr\u00e4sentiert sich als innovatives Projekt, doch der Realit\u00e4tstest f\u00e4llt ern\u00fcchternd aus. Ob neue Finanzierungsmodelle tats\u00e4chlich das Ruder herumrei\u00dfen k\u00f6nnen, ist zweifelhaft.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Energieunternehmen Xlinks wollte Solar- und Windstrom aus Marokko \u00fcber ein 3800 Kilometer langes Unterseekabel nach Gro\u00dfbritannien liefern.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":236194,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997,71293],"class_list":{"0":"post-236193","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-uk","15":"tag-united-kingdom","16":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","17":"tag-vereinigtes-koenigreich","18":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","19":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland","20":"tag-xlinks"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114783285727732113","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/236193","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=236193"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/236193\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/236194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=236193"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=236193"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=236193"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}