{"id":23629,"date":"2025-04-11T14:44:28","date_gmt":"2025-04-11T14:44:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/23629\/"},"modified":"2025-04-11T14:44:28","modified_gmt":"2025-04-11T14:44:28","slug":"tuerkisches-gericht-ordnet-freilassung-von-studierenden-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/23629\/","title":{"rendered":"T\u00fcrkisches Gericht ordnet Freilassung von Studierenden an"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 10.04.2025 18:38 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Nach den Massenprotesten in der T\u00fcrkei sollen fast 2.000 Menschen festgenommen worden sein. Ein Gericht ordnete nun die Freilassung einiger Studenten an. Parallel wurden zwei weitere regierungskritische Journalisten festgenommen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZwei Gerichte in Istanbul haben die Freilassung von mindestens 102 festgenommenen Studierenden nach Hinterlegung einer Kaution angeordnet. Vielen von ihnen schreiben bald Klausuren. Ein Gericht ber\u00fccksichtigte ihre bereits im Gef\u00e4ngnis verb\u00fc\u00dfte Zeit, zudem sch\u00e4tzte es das Fluchtrisiko als gering ein. Ein anderes Gericht lie\u00df 25 weitere Menschen unter der Bedingung frei, dass sie sich regelm\u00e4\u00dfig bei der Polizei melden m\u00fcssten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Menschen wurden nach nicht genehmigten Demonstrationen gegen die Inhaftierung des Istanbuler B\u00fcrgermeisters Ekrem \u0130mamo\u011flu in Gewahrsam genommen. Er war am 19. M\u00e4rz festgenommen worden. Sp\u00e4ter ordnete ein Gericht Untersuchungshaft wegen Korruptionsvorw\u00fcrfen an. \u0130mamo\u011flu, der ein wichtiger innenpolitischer Rivale von Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdo\u011fan ist, weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u0130mamo\u011flu muss sich am Freitag in zwei Prozessen vor Gericht verantworten. In einem Verfahren geht es um Betrugsvorw\u00fcrfe bei Ausschreibungen in seiner Zeit als Bezirksb\u00fcrgermeister im Istanbuler Stadtteil Beylikd\u00fcz\u00fc. In einem weiteren Prozess wird er der Bedrohung eines Staatsanwalts beschuldigt. Die Verfahren haben allerdings nichts mit der j\u00fcngsten Festnahme am 19. M\u00e4rz zu tun.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Vorgehen gegen den popul\u00e4ren Oppositionspolitiker l\u00f6ste die gr\u00f6\u00dfte Protestwelle in der T\u00fcrkei seit 2013 aus. Nach Angaben der Beh\u00f6rden vom 27. M\u00e4rz wurden landesweit 1.879 Menschen festgenommen. Die Beh\u00f6rden der drei Gro\u00dfst\u00e4dte Istanbul, Ankara und Izmir hatten nach der Festnahme \u0130mamo\u011flus Demonstrationen zun\u00e4chst verboten.<\/p>\n<p>    Zwei regierungskritische Journalisten festgenommen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnterdessen wurden zwei Investigativjournalisten festgenommen. Nach Angaben ihrer Zeitungen hatten sie zur Verhaftung \u0130mamo\u011flus recherchiert. Wie die Generalstaatsanwaltschaft von Istanbul mitteilte, wurden die Wohnungen von Timur Soykan und Murat A\u011f\u0131rel durchsucht. Die Journalisten seien wegen &#8222;Drohungen&#8220; und &#8222;Erpressung&#8220; im Zuge von Ermittlungen zum Verkauf eines Fernsehsenders festgenommen worden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie oppositionellen Zeitungen Birg\u00fcn und Cumhuriyet, f\u00fcr die die beiden Journalisten arbeiten, verurteilten die Festnahmen. In Wahrheit seien die Journalisten wegen ihrer Recherchen zur Verhaftung \u0130mamo\u011flus festgesetzt worden. \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich die Organisation &#8222;Reporter ohne Grenzen&#8220;. Soykan und A\u011f\u0131rel h\u00e4tten k\u00fcrzlich in einem YouTube-Format Vorw\u00fcrfe erhoben, dass es bei den Ermittlungen gegen \u0130mamo\u011flu und andere B\u00fcrgermeister der gr\u00f6\u00dften Oppositionspartei CHP Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten gegeben habe.<\/p>\n<p>    Kritische Journalisten im Visier der Regierung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSoykan und A\u011f\u0131rel sind in der T\u00fcrkei f\u00fcr ihre investigativen Recherchen bekannt. Sie arbeiten auch f\u00fcr den Nachrichtensender Halk TV, der Pr\u00e4sident Erdo\u011fan kritisch gegen\u00fcbersteht. In mehreren B\u00fcchern haben sie zudem \u00fcber mutma\u00dfliche Beziehungen zwischen der Mafia und staatlichen Institutionen geschrieben. Sie waren bereits in der Vergangenheit wegen ihrer Berichterstattung ins Visier der Justiz geraten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeit Beginn der Proteste wurden mindestens 13 Journalisten festgenommen &#8211; darunter auch ein schwedischer Journalist. Er sieht sich unter anderem Terrorvorw\u00fcrfen ausgesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 10.04.2025 18:38 Uhr Nach den Massenprotesten in der T\u00fcrkei sollen fast 2.000 Menschen festgenommen worden sein. 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