{"id":236676,"date":"2025-07-02T15:15:11","date_gmt":"2025-07-02T15:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/236676\/"},"modified":"2025-07-02T15:15:11","modified_gmt":"2025-07-02T15:15:11","slug":"ist-das-bremer-stahlwerk-noch-zu-retten-frau-vogt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/236676\/","title":{"rendered":"Ist das Bremer Stahlwerk noch zu retten, Frau Vogt?"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\n<p>Standdatum: 2. Juli 2025.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nFelix Kr\u00f6mer und<br \/>\nAlexander Schnackenburg<\/p>\n<p class=\"article-intro\">Die Zukunft des Bremer Stahlwerks ist ungewiss. ArcelorMittal will in Bremen keinen gr\u00fcnen Stahl produzieren. Senatorin Kristina Vogt sagt, was nun geschehen muss.<\/p>\n<p>Das muss man sich noch einmal vor Augen f\u00fchren: 1,3 Milliarden Euro an F\u00f6rdermitteln hat ArcelorMittal ausgeschlagen \u2013 staatliche Zusch\u00fcsse zum Umbau der Bremer H\u00fctte f\u00fcr die Produktion von gr\u00fcnem Stahl. Geschenktes Geld, doch Arcelor Mittal will es nicht. Oder hat der Konzern vielleicht doch gute Gr\u00fcnde daf\u00fcr? Die Transformation des Bremer Stahlwerks ist damit jedenfalls erst einmal gestoppt. Viele Beobachter sehen darin zugleich das mittelfristige Ende der H\u00fctte als Ganzes. Ist das Bremer Stahlwerk noch zu retten? Dar\u00fcber hat buten un binnen mit Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) gesprochen. <\/p>\n<p>1 R\u00fcckzieher mit Ansage<\/p>\n<p>Der R\u00fcckzieher ArcelorMittals in Bremen erschien vielen Beobachtern in den letzten Monaten absehbar. Immer wieder hatte der Konzern die &#8222;schlechten Rahmenbedingungen&#8220; in Bremen moniert, etwa die im internationalen Vergleich hohen Strompreise. Welche Rahmenbedingungen aus Sicht ArcelorMittals derzeit in Bremen au\u00dferdem zu w\u00fcnschen \u00fcbrig lassen, erkl\u00e4rt Kristina Vogt ab Minute 4.26.<\/p>\n<p>2 Wor\u00fcber sich Vogt \u00e4rgert<\/p>\n<p>Obschon Bremens Wirtschaftssenatorin die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Entscheidung ArcelorMittals gegen Bremen einerseits nachvollziehen kann, ist sie doch andererseits entt\u00e4uscht und emp\u00f6rt \u00fcber diese Entscheidung. Denn die Politik sei schon l\u00e4nger \u2013 auch mit Erfolgen \u2013 dabei, die Rahmenbedingungen zu verbessern und damit dem Konzern weit entgegen zu kommen. ArcelorMittal spiele europaweit Standorte gegeneinander aus. Inwiefern, sagt Vogt ab Minute 6.26. <\/p>\n<blockquote class=\"citation -citation-type-simple\">\n<p class=\"citation-text\">Dieses Ausspielen der Standorte \u2013 das macht mich schon teilweise sauer.<\/p>\n<p>Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>3 Unternehmerisches Risiko<\/p>\n<p>Kristian Vogt stimmt ArcelorMittal insofern zu, als auch sie findet, dass Deutschland einen g\u00fcnstigen Preis f\u00fcr Industriestrom einf\u00fchren muss. Auf der anderen Seite fordert sie ein Bekenntnis des Konzerns zum unternehmerischen Risiko, das in einer gesunden Balance zu Forderungen an die Politik stehen m\u00fcsse. Vogt erkl\u00e4rt Ihre Haltung ab Minute 12.11. <\/p>\n<p>4 Droht ein Domino-Effekt?<\/p>\n<p>ArcelorMittals Absage an die klimafreundliche Stahlproduktion in Bremen wirft das Land mit Blick auf sein Ziel, den Kohlendioxid-Aussto\u00df zu reduzieren, zur\u00fcck. Doch k\u00f6nnte es vielleicht sogar dazu kommen, dass sich nun auch andere Unternehmen von ihren Pl\u00e4nen f\u00fcr eine umweltbewusste Produktion verabschieden? Droht also ein Domino-Effekt? Nein, glaubt Kristina Vogt, zumindest nicht unmittelbar. Allerdings m\u00fcsse dringend ein g\u00fcnstiger Industriestrompreis kommen, um weiteres Unheil zu verhindern. Mehr zu den Zusammenh\u00e4ngen sagt Vogt ab Minute 20.40.<\/p>\n<p>5 Pokert ArcelorMittal mit Bremen?<\/p>\n<p>Kristina Vogt glaubt nicht, dass die Idee vom klimafreundlichen Umbau des Bremer Stahlwerks durch Arcelor Mittal endg\u00fcltig gestorben ist. Sie glaubt, dass der Konzern pokert und versucht, noch mehr herauszuschlagen. Dabei beruft sich Vogt auf eine \u00c4u\u00dferung aus dem Konzern, der von einem &#8222;Weckruf an die Politik&#8220; spreche. <\/p>\n<p>6 K\u00f6nnte ArcelorMittal Bremen aufgeben?<\/p>\n<p>Dass ArcelorMittal das Bremer Stahlwerk aufgeben m\u00f6chte, h\u00e4lt Kristina Vogt f\u00fcr unwahrscheinlich. Denn der Konzern mache hohe Gewinne mit dem Werk. Mehr zur Bedeutung des Bremer Stahlwerks sagt Vogt ab Minute 41.16. <\/p>\n<p>7 Sind Bremens Klimaziele realistisch?<\/p>\n<p>Der Bremer Senat hat erst k\u00fcrzlich beschlossen, an seinen Klimazielen festzuhalten. Das hei\u00dft vor allem: Bremen muss seine Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren: bis 2030 um 60 Prozent gegen\u00fcber 1990. 2038 will Bremen gar klimaneutral sein. Doch ist das noch realistisch? <\/p>\n<p>Ja, sagt Kristina Vogt. Zwar stellten die j\u00fcngsten Entwicklungen rund um das Bremer Stahlwerk einen R\u00fcckschlag dar. Auch sei Bremen abh\u00e4ngig von Entscheidungen im Bund etwa zum Industriestrompreis. Klar sei aber auch, dass die Stahlproduktion auf konventionelle Weise aufgrund steigender CO2-Abgaben bald nicht mehr profitabel sein werde. Daher sei die Industrie zum Umdenken gezwungen. Vogt erl\u00e4utert ihre Position ab Minute 50.10. <\/p>\n<p>Mehr zum Bremer Stahlwerk:<\/p>\n<p class=\"article-legal-agencies\"><strong>Quelle<\/strong>:<br \/>\nbuten un binnen.\n<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nbuten un binnen, 2. Juli 2025, 19:30 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Standdatum: 2. Juli 2025. 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