{"id":237243,"date":"2025-07-02T20:14:12","date_gmt":"2025-07-02T20:14:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/237243\/"},"modified":"2025-07-02T20:14:12","modified_gmt":"2025-07-02T20:14:12","slug":"ukrainischer-geheimdienst-jagt-teenager-russland-soll-kinder-fuer-anschlaege-rekrutieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/237243\/","title":{"rendered":"Ukrainischer Geheimdienst jagt Teenager \u2013 Russland soll Kinder f\u00fcr Anschl\u00e4ge rekrutieren"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Inmitten des anhaltenden Ukrainekriegs sieht sich Kiew mit einer wachsenden innenpolitischen Herausforderung konfrontiert. Minderj\u00e4hrige geraten zunehmend ins Visier der Sicherheitsbeh\u00f6rden \u2013 als mutma\u00dfliche Spione und Saboteure. Wie die <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/5cb5ebf9-bfb3-4a50-bc2f-79540baf8f87\">Financial Times unter Berufung auf den ukrainischen Geheimdienst SBU berichtet<\/a>, soll Russland gezielt \u00fcber soziale Medien wie Telegram, Discord oder WhatsApp Jugendliche anwerben, um sie f\u00fcr Missionen gegen die Ukraine zu gewinnen.<\/p>\n<p>Mehr als 700 Verd\u00e4chtige festgenommen<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Seit Fr\u00fchjahr 2023 wurden laut SBU mehr als 700 Personen festgenommen, denen Spionage, Sabotage oder Anschl\u00e4ge vorgeworfen werden \u2013 rund ein Viertel davon waren unter 18 Jahren alt. Einige der Jugendlichen sollen bewusst gehandelt haben, andere wurden offenbar durch Geldversprechen, Tricks oder vermeintliche Spiele wie eine Schnitzeljagd zur Mitarbeit verleitet. Die Belohnungen reichten demnach von 100 bis 1000 US-Dollar \u2013 ein Anreiz besonders f\u00fcr Jugendliche aus armen Verh\u00e4ltnissen.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Ukrainische Sicherheitsbeh\u00f6rden sprechen von einer gezielten russischen Strategie zur Destabilisierung des Landes. SBU-Chef Wassyl Maljuk bezeichnete das Vorgehen Moskaus als Versuch, die \u201eukrainische Jugend in Waffen gegen das eigene Volk\u201c zu verwandeln.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Der SBU berichtete der Financial Times von einem Fall im M\u00e4rz, bei dem zwei Jungen im Alter von 15 und 17 Jahren von <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/russland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> angeworben worden sein sollen, um einen Bombenanschlag auf einen Bahnhof in der westukrainischen Stadt Iwano-Frankiwsk zu ver\u00fcben. Der in einer Tasche versteckte Sprengstoff, den einer der Jugendlichen bei sich trug, detonierte vorzeitig. Die russischen Betreuer h\u00e4tten die Explosion per Fernz\u00fcndung ausgel\u00f6st. Dadurch wurden die beiden Jungen zu unwissentlichen Selbstmordattent\u00e4tern. Einer der Jungen wurde get\u00f6tet, der andere schwer verletzt, ebenso wie zwei Passanten, so der SBU.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">So ernst die Bedrohung durch solche Aktionen auch sein mag, der Umgang mit jugendlichen Verd\u00e4chtigen sorgt f\u00fcr wachsende Kritik. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) warnt vor den m\u00f6glichen Konsequenzen f\u00fcr die betroffenen Minderj\u00e4hrigen. Ihnen wird teilweise Hochverrat, Terrorismus oder Sabotage vorgeworfen \u2013 Delikte, auf die nach ukrainischem Kriegsrecht lange Haftstrafen bis hin zu lebensl\u00e4nglich stehen.<\/p>\n<p><strong>Human Rights Watch kritisiert ukrainische Beh\u00f6rden<\/strong><\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Yulia Gorbunova, leitende <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/ukraine\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a>-Forscherin bei Human Rights Watch, betont im Gespr\u00e4ch mit der Financial Times, dass Kinder nicht nur in Friedens-, sondern auch in Kriegszeiten einen besonderen Schutz genie\u00dfen \u2013 selbst dann, wenn sie als Sicherheitsbedrohung wahrgenommen werden und der Verdacht besteht, dass sie Verbrechen gegen die nationale Sicherheit begangen haben.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">\u201eWenn Kinder verd\u00e4chtigt werden, rechtswidrige Handlungen begangen zu haben, sind die Beh\u00f6rden verpflichtet, sie im Einklang mit den internationalen Standards des Jugendstrafrechts zu behandeln und dabei Rehabilitation und Wiedereingliederung Priorit\u00e4t einzur\u00e4umen\u201c, sagte sie. Die Inhaftierung von Kindern d\u00fcrfe nur als letztes Mittel eingesetzt werden. Zudem m\u00fcsse ihnen ab dem Moment, in dem ihr Status als Minderj\u00e4hrige best\u00e4tigt wird, ein Rechtsbeistand zur Seite gestellt werden, kritisiert Gorbunova das Vorgehen der ukrainischen Beh\u00f6rden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inmitten des anhaltenden Ukrainekriegs sieht sich Kiew mit einer wachsenden innenpolitischen Herausforderung konfrontiert. 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