{"id":237353,"date":"2025-07-02T21:14:20","date_gmt":"2025-07-02T21:14:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/237353\/"},"modified":"2025-07-02T21:14:20","modified_gmt":"2025-07-02T21:14:20","slug":"warum-stadtrat-detlef-wend-jetzt-sein-mandat-abgibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/237353\/","title":{"rendered":"Warum Stadtrat Detlef Wend jetzt sein Mandat abgibt"},"content":{"rendered":"<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Halle (Saale)\/MZ.<\/strong> &#8211; Wenn der hallesche Stadtrat im September aus seiner Sommerpause erwacht, wird ein Mitglied fehlen, das seit 16 Jahren fast immer dabei war. Detlef Wend, Vorsitzender der Fraktion Volt\/Mitb\u00fcrger, hat angek\u00fcndigt, sein Mandat abzugeben. \u201eDauerhafte Politikmacherei wie Berufspolitikertum f\u00fchrt oft zu Anpassertum\u201c, sagte er der MZ. Jetzt sollen j\u00fcngere Leute die Chance auf Mitbestimmung bekommen. Eine durchaus prominente Nachfolgerin steht bereit.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Der geb\u00fcrtige Bielefelder Wend kam 1994 nach Halle, machte am Uniklinikum seinen Facharzt (Kindermedizin) und engagierte sich in der Lokalpolitik. Zun\u00e4chst bei den Gr\u00fcnen, sp\u00e4ter bei der SPD und seit 2019 parteilos als Mitglied der Mitb\u00fcrger-Fraktion. Seit 2009 sitzt er im Stadtrat, war lange Zeit Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses und vor allem f\u00fcr seine unverzagten Redebeitr\u00e4ge bekannt.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Mit Kritik an der Arbeit der Stadtverwaltung oder auch an Antr\u00e4gen anderer Ratsfraktionen hielt der 61-J\u00e4hrige sich selten zur\u00fcck. Mitunter eckte er damit auch an. Aber andere R\u00e4te sch\u00e4tzten ihn auch als jemanden, der schwierige Themen ansprach, ohne populistisch zu werden. Beispielsweise die Probleme mit Jugendkriminalit\u00e4t oder die Spaltung zwischen Arm und Reich in der Stadtgesellschaft. Wend geh\u00f6rte auch zu den ersten R\u00e4ten, die sich w\u00e4hrend der \u201eImpfaff\u00e4re\u201c offen f\u00fcr ein Abwahlverfahren gegen den damaligen Oberb\u00fcrgermeister Bernd Wiegand\u2005(parteilos) ausgesprochen hatten.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">\u201eMan muss sich unglaublich anstrengen, um auch nur kleinste Ver\u00e4nderungen durchzusetzen\u201c, sagt Wend mit Blick auf die Stadtratsarbeit. Das Kommunalparlament sei praktisch \u201ev\u00f6llig durchreguliert und fremdgesteuert\u201c, weil der Finanzrahmen und die Gesetze kaum Gestaltungsspielraum \u00fcbrig lassen. \u201eUns wird vorgeschrieben, wie wir unser Geld auszugeben haben. Trotz vieler Stunden Diskussion haben wir kaum Entscheidungsm\u00f6glichkeiten.\u201c Das habe bei ihm immer wieder f\u00fcr Frust gesorgt. Dennoch sei er zufrieden mit dem, was er erreicht habe. Die Jugendhilfe stehe beispielsweise jetzt auf stabileren Beinen.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Mit Wend verliert die Fraktion Volt\/Mitb\u00fcrger nach dem pl\u00f6tzlichen Tod von Tom Wolter im April innerhalb weniger Monate bereits den zweiten erfahrenen Mandatstr\u00e4ger. Mit den Br\u00fcdern Friedemann und Ferdinand Raabe, 22 und 20\u2005Jahre alt, und der 33-j\u00e4hrigen Sarah Labusga besteht die Fraktion nun ausschlie\u00dflich aus Politikneulingen. Laut Wend sei das aber kein Problem. Im Gegenteil. \u201eIn diesem Stadtrat sitzen zu viele alte S\u00e4cke. Da muss sich etwas \u00e4ndern\u201c, sagt er. Die Fraktion umzustrukturieren sei der richtige Weg.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">F\u00fcr Wend nachr\u00fccken soll die 37-j\u00e4hrige Maria Gringer. Als Unternehmerin und Gastronomin (\u201eBewaffel dich\u201c und \u201eBrot und Rind\u201c) hat sie sich in der Stadt seit einigen Jahren einen Namen gemacht. Bei der Kommunalwahl 2024 hatte sie das drittbeste Stimmenergebnis der W\u00e4hlergruppe erzielt. F\u00fcr den Einzug in den Rat reichte das jedoch knapp nicht. F\u00fcr die Mitb\u00fcrger ist sie beratendes Mitglied im Wirtschaftsausschuss.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">So ganz von der Kommunalpolitik verabschieden m\u00f6chte Wend sich aber auch noch nicht. Seinen Posten als Aufsichtsrat der halleschen Stadtwerke wolle er zun\u00e4chst noch behalten, sagt er. Was er mit seiner neu gewonnenen Freizeit \u2013 dank weniger stundenlanger Sitzungen im Stadthaus \u2013 nun anfange, wisse er noch nicht so genau. \u201eAuf jeden Fall werde ich erstmal unseren Fahrradkeller aufr\u00e4umen. Meine Frau freut sich\u201c, sagt Wend.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"fp-lazyload lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/31c70f7a-7cd6-4f8c-a84d-6579ef91141c.jpeg\"  data- style=\"display: block; width: 100%;\" loading=\"lazy\" alt=\"Die hallesche Unternehmerin Maria Gringer soll bald in den Stadtrat nachr\u00fccken.\"\/>Die hallesche Unternehmerin Maria Gringer soll bald in den Stadtrat nachr\u00fccken.<\/p>\n<p> Foto: Schellhorn<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Halle (Saale)\/MZ. &#8211; Wenn der hallesche Stadtrat im September aus seiner Sommerpause erwacht, wird ein Mitglied fehlen, das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":237354,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1860],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,4062,17332,13,14,15,17331,860,12],"class_list":{"0":"post-237353","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-halle-saale","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-halle","15":"tag-halle-saale","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-saale","20":"tag-sachsen-anhalt","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114785712342974395","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/237353","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=237353"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/237353\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/237354"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=237353"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=237353"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=237353"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}