{"id":238268,"date":"2025-07-03T05:32:49","date_gmt":"2025-07-03T05:32:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/238268\/"},"modified":"2025-07-03T05:32:49","modified_gmt":"2025-07-03T05:32:49","slug":"lachgas-verbot-fuer-minderjaehrige-auf-dem-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/238268\/","title":{"rendered":"Lachgas-Verbot f\u00fcr Minderj\u00e4hrige auf dem Weg"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Lachgas, das zunehmend als Partydroge konsumiert wird, soll f\u00fcr Kinder und Jugendliche in Deutschland verboten werden. Das Bundeskabinett brachte einen Gesetzentwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf den Weg, der Erwerb und Besitz f\u00fcr Minderj\u00e4hrige untersagt. Verboten werden sollen generell der Online-Handel und der Kauf an Selbstbedienungsautomaten. Die Verf\u00fcgbarkeit chemischer K.o-Tropfen, die teils als \u00abVergewaltigungsdroge\u00bb eingesetzt werden, soll mit den Pl\u00e4nen ebenfalls deutlich beschr\u00e4nkt werden.<\/p>\n<p>\u00abKein harmloser Partygag\u00bb<\/p>\n<p>In Kraft treten soll das Gesetz noch in diesem Jahr, wie Warken deutlich machte. Gerade f\u00fcr Kinder und Jugendliche sei der Konsum von Lachgas mit hohen Risiken verbunden &#8211; etwa Bewusstlosigkeit und bis hin zu bleibenden Sch\u00e4den des Nervensystems. \u00abVermeintlich harmlose Industriechemikalien d\u00fcrfen nicht l\u00e4nger missbraucht werden.\u00bb Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) warnte, Lachgas sei \u00abkein harmloser Partygag\u00bb. Ein Grund f\u00fcr zunehmenden Konsum bei J\u00fcngeren sei die einfache Verf\u00fcgbarkeit und das Versetzen mit Geschmacksaromen, das zur Verharmlosung beitrage.<\/p>\n<p>Lachgas, also Distickstoffmonoxid (N2O), ist seit einiger Zeit als Partydroge auf dem Vormarsch. Konsumenten atmen den euphorisierenden Stoff, der in der Medizin als leichtes Bet\u00e4ubungsmittel gegen \u00c4ngste und Schmerzen dient, \u00fcber Luftballons ein. \u00abBei intensivem akutem Konsum droht Bewusstlosigkeit\u00bb, hei\u00dft es im Entwurf. Bei direktem Konsum aus Kartuschen drohten wegen der K\u00fchlung Erfrierungen sowie Lungengewebe-Verletzungen durch den Gasdruck.<\/p>\n<p>Auch K.o.-Tropfen im Visier<\/p>\n<p>Kommen sollen auch Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Chemikalien Gamma-Butyrolacton (GBL) und 1,4-Butandiol. Sie sind als K.-o.-Tropfen bekannt, die in Getr\u00e4nke gegeben werden k\u00f6nnen. Nach einigen Minuten wird Opfern schwindelig, sie k\u00f6nnen das Bewusstsein verlieren. T\u00e4ter nutzen die Zeit etwa f\u00fcr Sexualdelikte oder um Opfer auszurauben. Laut Entwurf sollen die Substanzen bezogen auf bestimmte Mengen unter ein \u00abUmgangsverbot\u00bb f\u00fcr neue psychoaktive Stoffe fallen. Verboten werden die Herstellung, das Inverkehrbringen und der Handel.<\/p>\n<p>Der Entwurf geht nun in den Bundestag. Beschlossen werden soll das Gesetz nach der Sommerpause im Herbst. Vorgesehen ist noch eine \u00dcbergangszeit von drei Monaten nach der Verk\u00fcndung &#8211; zum Vorbereiten von Umstellungen im Handel und an Automaten. Einen \u00e4hnlichen Entwurf hatte auch schon Warkens Amtsvorg\u00e4nger Karl Lauterbach (SPD) vorgelegt, er wurde aber nicht mehr umgesetzt. Einige St\u00e4dte und L\u00e4nder f\u00fchrten daher eigene Regelungen ein.<\/p>\n<p>Ausnahmen f\u00fcr Spr\u00fchsahne<\/p>\n<p>Weil die Chemikalien verbreitet zu anderen Zwecken verwendet werden, sind Ausnahmen von Verkaufsverboten vorgesehen. Bei Lachgas sollen Kartuschen mit bis zu acht Gramm F\u00fcllmenge auf dem Markt bleiben k\u00f6nnen, die etwa zum Aufsch\u00e4umen von Schlagsahne dienen. Das gilt auch f\u00fcr Fertigspr\u00fchsahne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Lachgas, das zunehmend als Partydroge konsumiert wird, soll f\u00fcr Kinder und Jugendliche in Deutschland verboten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":238269,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[3364,29,433,30,141,1209,4418],"class_list":{"0":"post-238268","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-drogen","11":"tag-germany","12":"tag-gesundheit","13":"tag-nordrhein-westfalen","14":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114787673937260689","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/238268","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=238268"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/238268\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/238269"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=238268"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=238268"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=238268"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}