{"id":23851,"date":"2025-04-11T16:43:15","date_gmt":"2025-04-11T16:43:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/23851\/"},"modified":"2025-04-11T16:43:15","modified_gmt":"2025-04-11T16:43:15","slug":"weniger-ostern-fuer-mehr-geld-schoko-hasen-werden-teuer-gefaerbte-eier-knapp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/23851\/","title":{"rendered":"Weniger Ostern f\u00fcr mehr Geld?: Schoko-Hasen werden teuer, gef\u00e4rbte Eier knapp"},"content":{"rendered":"<p>                    Weniger Ostern f\u00fcr mehr Geld?<br \/>\n                Schoko-Hasen werden teuer, gef\u00e4rbte Eier knapp<\/p>\n<p>\t\t\t\t              11.04.2025, 16:22 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Zu diesem Osterfest gibt es f\u00fcr denselben Preis ein Drittel weniger Schokolade. Denn Kakao ist deutlich teurer geworden. Verbrauchersch\u00fctzer warnen dennoch vor \u00fcberzogenen Preisen. Auch bei Eiern ist Vorsicht geboten.<\/strong><\/p>\n<p>Wer dieses Jahr Schokolade f\u00fcrs Osternest kauft, zahlt deutlich mehr und bekommt weniger. Rekordpreise f\u00fcr Kakao auf dem Weltmarkt schlagen sich bei Schoko-Hasen, -K\u00fcken und Co. nieder. &#8222;Wir sehen den Schokoladenmarkt vor einer Teuerungswelle, wie sie in der j\u00fcngeren Geschichte kaum vorgekommen ist&#8220;, warnt die US-Investmentbank J.P. Morgan. Auch Eier sind teurer geworden, hierzulande ist davon aber noch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig zu sp\u00fcren. Bestimmte Eier k\u00f6nnten an diesem Osterfest allerdings knapp werden. <\/p>\n<p>Nach Daten des Statistischen Bundesamts bekommen die Verbraucher in Deutschland derzeit f\u00fcr jeden Euro ein Drittel weniger Schokolade als vor f\u00fcnf Jahren. Der beliebte &#8222;Goldhase&#8220; von Lindt schl\u00e4gt erstmals mit \u00fcber vier Euro zu Buche. Tafeln sind im Schnitt fast ein Drittel teurer als im Vorjahr, wie Zahlen des Marktforschers NIQ f\u00fcr das erste Quartal zeigen. Die Alpenmilch-Sorte von Ritter Sport kostet statt 1,49 nun 1,89 Euro. Und Verbrauchersch\u00fctzer k\u00fcrten &#8222;Milka&#8220; des Konzerns Mondelez j\u00fcngst zur &#8222;Mogelpackung des Monats&#8220;: W\u00e4hrend die lila Tafel von 100 auf 90 Gramm schrumpfte, wuchs der Preis von 1,49 auf 1,99 Euro.<\/p>\n<p>Die Zeiten g\u00fcnstigen Kakaos sind Experten zufolge wohl endg\u00fcltig vorbei. Westafrika, wo gut drei Viertel aller Bohnen herkommen, sp\u00fcrt den Klimawandel. Wetterextreme, Sch\u00e4dlinge und Misswirtschaft treiben den Preis. Die Ernte in Ghana brach im vergangenen Jahr um fast die H\u00e4lfte ein &#8211; die schlechteste in zwei Jahrzehnten &#8211; und erholt sich in diesem Jahr weniger als erhofft. Auch die Elfenbeink\u00fcste meldete herbe R\u00fcckg\u00e4nge. Die Tonne Kakao wurde 2024 f\u00fcr bis zu rund 12.000 Euro gehandelt, sechsmal so teuer wie vor wenigen Jahren.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Unterschiede zwischen Hasen und Tafeln<\/p>\n<p>Die Verbrauchzentrale warnt trotzdem vor Preisaufschl\u00e4gen. Schoko-Osterhasen seien 50 Cent bis 1,50 Euro teurer als Tafelschokolade mit der gleichen Menge an Kakao. Kritisiert werden zudem erhebliche Preisunterschiede. Osterhasen diverser Marken kosteten im Vergleich zu \u00e4hnlichen Discounter-Produkten das Zwei- bis Dreifache, obwohl der Kakao-Gehalt nur geringf\u00fcgig variiere.<\/p>\n<p>Der Branchenverband BDSI verteidigt die Hersteller gegen die Kritik. &#8222;Ein Hase, K\u00fcken oder L\u00e4mmchen aus Schokolade kann bei seinem Herstellungsaufwand nicht mit dem Preis einer Tafel Schokolade verglichen werden&#8220;, sagt eine Sprecherin. Osters\u00fc\u00dfwaren stellten deutlich erh\u00f6hte Anforderungen an Produktdesign, Personaleinsatz, Lagerung und Logistik. <\/p>\n<p>Auch Eier sind weltweit aufgrund der Vogelgrippe und hoher Nachfrage teurer geworden, in Deutschland sind die gestiegenen Gro\u00dfhandelspreise bisher aber kaum zu sp\u00fcren. Denn der Lebensmitteleinzelhandel schlie\u00dft mit seinen Lieferanten l\u00e4nger laufende Kontrakte. Es sei nicht zu erwarten, dass sich an den Endverbraucherpreisen im Verlauf des Jahres etwas \u00e4ndern werde, sagt Margit Beck von der Marktinfo Eier und Gefl\u00fcgel in Bonn. Tendenziell seien die Endverbraucherpreise f\u00fcr Freiland- und Bioeier seit Jahresbeginn etwas gestiegen, genaue Zahlen f\u00fcrs erste Quartal l\u00e4gen aber erst nach Ostern vor.<\/p>\n<p> Eier vielleicht nicht in allen Gr\u00f6\u00dfen <\/p>\n<p>Laut Verbraucherpreisindex des Landesamtes f\u00fcr Statistik Niedersachsen stiegen die Verbraucherpreise f\u00fcr Molkereiprodukte und Eier im M\u00e4rz 2025 um 4,9 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahresmonat. Auch im Vergleich mit Februar 2025 stiegen die Verbraucherpreise leicht an, und zwar um 0,6 Prozent. Im vergangenen Jahr lag der Verbraucherpreis f\u00fcr zehn Eier aus Bodenhaltung im Schnitt bei 2,01 Euro, sagt Beck. Zehn Eier aus Freilandhaltung kosteten durchschnittlich 2,53 und Bioeier 3,69 Euro.<\/p>\n<p>Anders sieht die Preissituation auf dem Spotmarkt aus: Dort haben sich die Preise deutlich verteuert. Eiererzeuger, die Ware \u00fcber diesen Vertriebsweg verkaufen, haben laut Beck davon profitiert. Aber: Mehr als 80 Prozent der in Deutschland produzierten Eier sind Kontraktware f\u00fcr den Lebensmitteleinzelhandel, sagt Friedrich-Otto Ripke, Vorsitzender des Nieders\u00e4chsischen Gefl\u00fcgelwirtschaftsverbandes.<\/p>\n<p>Mangeln d\u00fcrfte es daran nicht. &#8222;Es wird kein Direktvermarkter seine guten Kunden zu Ostern nicht bedienen wollen &#8211; der passt schon auf, dass er die Eier zu Ostern hat&#8220;, erkl\u00e4rt der Verbandschef. Er gehe davon aus, dass es zu Ostern Eier in den Regalen der Gesch\u00e4fte geben werde, wenn auch vielleicht nicht in den gew\u00fcnschten Gr\u00f6\u00dfen. <\/p>\n<p>Ein Drittel wird importiert<\/p>\n<p>Auch gef\u00e4rbte Eier d\u00fcrften knapp werden. Der Grund f\u00fcr die Knappheit an Eiern in Deutschland liege im Wesentlichen darin, dass die Nachfrage weltweit steige, die Eierproduktion aber nicht im selben Ma\u00dfe gewachsen sei, erkl\u00e4rt der Verbandschef. Der Selbstversorgungsgrad Deutschlands liege bei 70 Prozent, die restlichen 30 Prozent seien bislang \u00fcberwiegend aus den Niederlanden gekommen.<\/p>\n<p>Doch im Nachbarland sei die Eierproduktion zuletzt gesunken. Das sei einerseits Auswirkung der Vogelgrippe, h\u00e4nge aber auch damit zusammen, dass aus Umweltschutzgr\u00fcnden die Niederlande Pl\u00e4tze f\u00fcr Hennen abgebaut haben. Die Gefl\u00fcgelpest habe zudem in L\u00e4ndern wie Polen, Italien und Ungarn zu einer st\u00e4rkeren Nachfrage von dort in Deutschland gef\u00fchrt, sagt Ripke. Hierzulande wurden 2023 noch rund 55 Millionen Legehennenpl\u00e4tze gemeldet, davon entfielen 20 Millionen auf Niedersachsen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Weniger Ostern f\u00fcr mehr Geld? 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