{"id":238582,"date":"2025-07-03T08:25:09","date_gmt":"2025-07-03T08:25:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/238582\/"},"modified":"2025-07-03T08:25:09","modified_gmt":"2025-07-03T08:25:09","slug":"ticker-zum-waldbrand-in-gohrischheide-mehr-als-400-einsatzkraefte-gegen-die-flammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/238582\/","title":{"rendered":"Ticker zum Waldbrand in Gohrischheide: Mehr als 400 Einsatzkr\u00e4fte gegen die Flammen"},"content":{"rendered":"<p>05:21 Uhr | &#8222;Brand ist eskaliert&#8220;<\/p>\n<p class=\"text\">\nLaut Informationen von MDR SACHSEN ist das Feuer zwischen den Orten Lichtensee und Neudorf mittlerweile bis auf etwa 150 Meter an die Stra\u00dfe gekommen. Die ganze Nacht k\u00e4mpfen Feuerwehrleute gegen die Flammen. Auch Landwirte waren im Einsatz, um das \u00dcbergreifen des Brandes auf die trockenen Felder zu vermeiden.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Der Brand ist eskaliert&#8220;, sagte Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel kurz nach Mitternacht. Es brenne auf der kompletten Fl\u00e4che der Heide. Dass der Brand eskaliert sei, wollte Ronny Werner, Sprecher des Landkreises Mei\u00dfen, am Morgen noch nicht best\u00e4tigen.\n<\/p>\n<p>04:07 Uhr | Wind hat gedreht &#8211; Feuer breitet sich weiter aus<\/p>\n<p class=\"text\">\nWie Ronny Werner, Sprecher des Landkreises Mei\u00dfen, am Donnerstagmorgen MDR SACHSEN sagte, ist das Einsatzgeschehen in der Gohrischheide dynamisch. &#8222;Die Feuerwehrleute k\u00e4mpfen an allen Fronten&#8220;, so Werner. Zur Stunde brenne es in Jacobsthal, auf der Flanke Heideh\u00e4user und Lichtensee. Au\u00dferdem best\u00e4tigt Werner, dass es mittlerweile auch bei Nieska brennt. Mehr als 200 Kr\u00e4fte seien im Einsatz. Die Lage sei aufgrund des sich drehenden Windes un\u00fcbersichtlich.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Die Feuerwehrleute k\u00e4mpfen an allen Fronten.<\/p>\n<p>Ronny Werner<br \/>\nSprecher des Landkreises Mei\u00dfen<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nSo wurde kurz vor Mitternacht eine Evakuierungswarnung f\u00fcr die Ortslage Lichtensee ausgegeben. Menschen sollten mithilfe von improvisiertem Atemschutz die Geb\u00e4ude verlassen. Etwa 90 Minuten sp\u00e4ter konnte jedoch Entwarnung gegeben werden: &#8222;Weil sich der Wind gedreht hat, ist die Evakuierung nicht vollzogen worden&#8220;, sagte Werner.\n<\/p>\n<p>03:10 Uhr | Feuer soll Nieska erreicht haben<\/p>\n<p class=\"text\">\nMittlerweile ist Informationen von MDR SACHSEN zufolge der Brand bis an die Waldgrenze unweit von Nieska herangekommen &#8211; dort, wo ein Feld beginnt. In Nieska steht laut Reporterangaben die Feuerwehr bereit, um ein \u00dcbergreifen der Flammen auf die H\u00e4user zu verhindern. Das Feuer ziehe durch den sich drehenden Wind in Richtung Heideh\u00e4user. In dem inzwischen evakuierten Ort sei es sehr verraucht. Offizielle Stellen haben dies noch nicht best\u00e4tigt.\n<\/p>\n<p>01:23 Uhr | <a name=\"Lage\">Entwarnung<\/a> f\u00fcr Lichtensee<\/p>\n<p class=\"text\">\nNachdem gegen 22:40 Uhr die Menschen in Lichtensee aufgefordert wurden, ihre H\u00e4user zu verlassen, ist die Lage inzwischen wieder unter Kontrolle. Die Warnung &#8222;extreme Gefahr&#8220; wurde aufgehoben, hei\u00dft es in der Warn-App Nina. Verantwortliche der Feuerwehr oder Polizei waren in der Nacht nicht zu erreichen, um die Information zu best\u00e4tigen oder die Hintergr\u00fcnde zu erkl\u00e4ren.\n<\/p>\n<p>00:08 Uhr | Landwirte noch nach Mitternacht im Einsatz<\/p>\n<p class=\"text\">\nKurz vor Mitternacht sind Reporterangaben zufolge noch dutzende M\u00e4hdrescher in der Region im Einsatz. Den Angaben zufolge wurden die Landwirte aufgefordert, Felder in Waldn\u00e4he abzuernten oder das Getreide unterzupfl\u00fcgen. Dadurch solle die Brandlast verringert und eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindert werden.\n<\/p>\n<p>22:50 Uhr | Teilevakuierung der Ortslage Lichtensee<\/p>\n<p class=\"text\">\nAnwohnerinnen und Anwohner der Ortslage Lichtensee werden per Nina-Warnapp aufgefordert, sofort die Geb\u00e4ude zu verlassen &#8211; und zwar in Richtung \u00f6stlich der Bundesstra\u00dfe 169 (W\u00fclknitz). Es soll nur das Notwendigste wie Ausweise und Bargeld mitgenommen werden. Es gilt die Warnstufe &#8222;Extreme Gefahr&#8220;. Au\u00dferdem soll ein Atemschutz verwendet werden &#8211; beispielsweise eine Stoffmaske, ein Kleidungsst\u00fcck oder eine OP-Maske. Menschen, die sich in der Ortslage Lichtensee aufhalten, sollen auch ihre Nachbarn informieren.\n<\/p>\n<p>21:47 Uhr | Evakuierung von Heideh\u00e4user abgeschlossen<\/p>\n<p class=\"text\">\nLaut Feuerwehr Zeithain ist die Evakuierung des W\u00fclknitzer Ortsteils Heideh\u00e4user abgeschlossen. Die Einwohner seien unter anderem nach Lichtensee gebracht worden. Dass sich in Lichtensee eine Biogasanlage befindet, bereitet den Angaben zufolge keine Probleme, weil die Anlage au\u00dferhalb des Ortes liegt.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Feuerwehr ist nach eigenen Angaben mit zahlreichen Tankl\u00f6schfahrzeugen vor Ort, um die Biogasanlage mit Wasser zu k\u00fchlen. Aktuell sehen die Kameraden demnach keine Gefahr in diesem Bereich. Eine Rolle spiele auch, dass Lichtensee anders als Heideh\u00e4user nicht direkt am Wald gelegen sei, sondern noch ein Feld dazwischen sei.\n<\/p>\n<p>21:16 Uhr | 45 Schwerbehinderte m\u00fcssen Wohnheim verlassen<\/p>\n<p class=\"text\">\nBei der Evakuierung des W\u00fclknitzer Ortsteils Heideh\u00e4user m\u00fcssen 45 Bewohner des Wohnheims f\u00fcr Schwerbehinderte ihr zu Hause verlassen. Manche von ihnen sind nicht gehf\u00e4hig oder bettl\u00e4gerig. Per Krankentransport werden sie aus dem Heim geholt. Insgesamt werden in dem Ortsteil 100 Menschen wegen des Waldbrandes in der Gohrischheide in Sicherheit gebracht. Es handele sich zun\u00e4chst um eine Vorsorgema\u00dfnahme, sagte Ronny Werner vom Landratsamt Mei\u00dfen.\n<\/p>\n<p>20:27 Uhr | Zeithainer B\u00fcrgermeister f\u00fcrchtet finanzielle Folgen der Br\u00e4nde<\/p>\n<p class=\"text\">\nW\u00e4hrend aktuell der Fokus voll auf die Brandbek\u00e4mpfung gerichtet ist, hat <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/grossenhain-riesa\/interview-buergermeister-zeithain-waldbrand-gohrischheide-100.html\" title=\"Waldbr\u00e4nde in der Gohrischheide: &quot;Wir befinden uns in einer Situation wie 2022&quot;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zeithains B\u00fcrgermeister Mirko Pollmer<\/a> auch schon die Kosten f\u00fcr den Gro\u00dfeinsatz im Hinterkopf. Er nennt es &#8222;finanzielle Wucht, die auf uns als Gemeinde zukommt&#8220;. 2022 h\u00e4tte rund eine Million Euro zu Buche gestanden und es sei jahrelang gestritten worden, wer es bezahlen soll. Trotzdem will er gelassen bleiben und hofft, dass die Einsatzkr\u00e4fte alles gut \u00fcberstehen.\n<\/p>\n<p>19:24 Uhr | Wehrleiter der Dorffeuerwehr Jacobsthal: &#8222;Nicht das erste Mal, dass es auf dem Gel\u00e4nde mit Munition brennt&#8220;<\/p>\n<p class=\"text\">\n\u00dcber den Einsatz seit Dienstag in der Gohrischheide sagt der Wehrleiter der Dorffeuerwehr Jacobsthal, Johannes Herrmann: &#8222;Es ist anstrengend. Wir versuchen viel zu trinken und uns nicht in der prallen Sonne aufzuhalten. Wichtig ist, dass uns keiner abklappt.&#8220; Nah am Brand im Wald versuchten die Kollegen, die Filtermasken nicht aufzusetzen und Abstand zu halten. Man sei eine eingespielte Truppe. &#8222;Es ist ja leider nicht das erste Mal, dass es auf dem Gel\u00e4nde mit Munition brennt.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Familie des Wehrleiters mache sich schon ein wenig Sorgen um ihn. Aber: &#8222;Wir gehen keine unn\u00f6tigen Risiken ein und wollen alle gesund heimkommen.&#8220;\u00a0Nach dem letzten gro\u00dfen Brand 2023, der bedrohlich nahe an die Dorfgrenze von Jacobsthal kam, habe die Dorffeuerwehr Zulauf bekommen. &#8222;So bl\u00f6d es war, es hat uns geholfen. Neun neue Kameraden kamen hinzu.&#8220;\u00a0\n<\/p>\n<p>19:07 Uhr | Zus\u00e4tzliche Feuerwehrleute im Einsatz<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Zahl der Feuerwehrleute in der Gohrischheide ist im Laufe des Tages sp\u00fcrbar erh\u00f6ht worden. Waren es laut Feuerwehr Zeithain in der Mittagszeit noch 156, stieg ihre Zahl bis 19 Uhr auf 180. Vor allem der Ausbruch des zweiten Brandes hat nach Angaben <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/grossenhain-riesa\/interview-buergermeister-zeithain-waldbrand-gohrischheide-100.html\" title=\"Waldbr\u00e4nde in der Gohrischheide: &quot;Wir befinden uns in einer Situation wie 2022&quot;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">des Zeithainer B\u00fcrgermeisters Mirko Pollmer<\/a> dazu gef\u00fchrt, dass weitere Einsatzkr\u00e4fte ben\u00f6tigt werden. Inzwischen seien rund 600 Hektar Fl\u00e4che von dem Feuer betroffen, so der Gemeindewehrleiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"05:21 Uhr | &#8222;Brand ist eskaliert&#8220; Laut Informationen von MDR SACHSEN ist das Feuer zwischen den Orten Lichtensee&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":238583,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,987,30,74043,13,81,9616,14,15,859,12,5666,74044],"class_list":{"0":"post-238582","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-feuer","13":"tag-germany","14":"tag-gorischheide","15":"tag-headlines","16":"tag-mdr","17":"tag-meissen","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-sachsen","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-waldbrand","23":"tag-zeithain"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114788350483373263","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/238582","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=238582"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/238582\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/238583"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=238582"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=238582"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=238582"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}