{"id":238954,"date":"2025-07-03T11:48:10","date_gmt":"2025-07-03T11:48:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/238954\/"},"modified":"2025-07-03T11:48:10","modified_gmt":"2025-07-03T11:48:10","slug":"besonderes-tier-jetzt-fehlt-diesem-luchs-nur-noch-ein-weibchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/238954\/","title":{"rendered":"Besonderes Tier: Jetzt fehlt diesem Luchs nur noch ein Weibchen"},"content":{"rendered":"<p>Kein Luchs hat jemals l\u00e4nger in Baden-W\u00fcrttemberg gelebt als Wilhelm: Seit zehn Jahren f\u00fchlt er sich im Tal St. Wilhelm wohl &#8211; doch noch fehlt ihm etwas Entscheidendes.<\/p>\n<p>Ein ganzes Jahrzehnt schon streift Luchs Wilhelm durch die W\u00e4lder zwischen Oberried und dem Feldberg im Schwarzwald. Das m\u00e4nnliche Tier, auch Kuder genannt, scheint sich im Tal St. Wilhelm wohlzuf\u00fchlen. Das zeigen auch die letzten Aufnahmen einer Fotofalle vom M\u00e4rz 2025. Der Kuder sieht gesund und fit aus.<\/p>\n<p>Entdeckung des Luchses war kurios <\/p>\n<p>F\u00f6rster Iso Schmid erinnert sich noch genau, wie er Wilhelm damals entdeckt hat: Schmid hatte ein Reh geschossen. Als er bei dem Tier ankam, sah er, dass das Tier angefressen war. Iso Schmid war deshalb ver\u00e4rgert. Aber an den Spuren am Reh konnte er schnell erkennen, dass es ein Luchs gewesen sein musste. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) fing das Tier noch am selben Tag ein und stattete ihn mit einem Sender aus.<\/p>\n<p>Dann wurde noch ein zweites totes Reh gefunden. Und das war das, welches F\u00f6rster Schmid geschossen hatte. Der F\u00f6rster und der Luchs hatten also zeitgleich am selben Ort Rehe gejagt. <\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1751533905198,luchs-wilhelm-lebt-seit-zehn-jahren-im-tal-sankt-wilhelm-104~_v-16x9@2dS_-6be50a9c7555.jpeg\"   class=\"\" data-copyright=\"Foto: Forstwirtschaftliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg\" alt=\"Luchs Wilhelm wird 2017 mit einem Sender ausgestattet\" title=\"Luchs Wilhelm wird 2017 mit einem Sender ausgestattet (Foto: Forstwirtschaftliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg)\" width=\"320\" height=\"180\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>2017 wurde der Luchs mit einem Sender ausgestattet. Fotos einer Fotofalle zeigten, dass Wilhelm schon seit mindestens 2015 durch das Tal St. Wilhelm streift.<\/p>\n<p><a rel=\"external nofollow\" class=\"link\" tabindex=\"-1\" itemprop=\"url\"><br \/>\nForstwirtschaftliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg<br \/>\n<\/a><\/p>\n<p>Revier St. Wilhelm optimal geeignet f\u00fcr den Luchs<\/p>\n<p>Nutztiere hat Wilhelm \u00fcbrigens in den ganzen zehn Jahren noch nie angegriffen. Das braucht er laut Micha Hertfelder von der FVA Freiburg nicht, denn der Lebensraum um St. Wilhelm bietet dem Luchs ausreichend Gamswild oder Rehwild. Dazu gibt es noch viele R\u00fcckzugsr\u00e4ume. F\u00fcr den Luchsexperten steht fest: St. Wilhelm ist ein optimales Luchsrevier. Denn alles, was der Luchs braucht, gibt es hier in H\u00fclle und F\u00fclle, so Hertfelder.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1751533905540,luchs-wilhelm-lebt-seit-zehn-jahren-im-tal-sankt-wilhelm-106~_v-16x9@2dS_-6be50a9c7555.jpeg\"   class=\"\" data-copyright=\"Foto: Forstwirtschaftliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg\" alt=\"Luchs Wilhelm nachts im Tal St. Wilhelm.\" title=\"Luchs Wilhelm nachts im Tal St. Wilhelm. (Foto: Forstwirtschaftliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg)\" width=\"320\" height=\"180\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Luchs Wilhelm im Jahr 2017. Der Luchs streift seit einem Jahrzehnt alleine durch sein Revier am Feldberg. Luchsexperten hoffen, dass in naher Zukunft ein Weibchen im Tal St. Wilhelm ausgesetzt wird.<\/p>\n<p><a rel=\"external nofollow\" class=\"link\" tabindex=\"-1\" itemprop=\"url\"><br \/>\nForstwirtschaftliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg<br \/>\n<\/a><\/p>\n<p>Einziger Wermutstropfen: Wilhelm ist (noch) alleine<\/p>\n<p>Etwas fehlt aber zum perfekten Luchs-Gl\u00fcck: ein Weibchen. Denn Wilhelm streift seit zehn Jahren alleine durch sein Revier. Das sei au\u00dfergew\u00f6hnlich, sagen die Experten. Denn andere Luchse w\u00e4ren deshalb schon l\u00e4ngst abgewandert. Wilhelm bleibt St. Wilhelm aber treu. Vielleicht, weil alles andere hier so gut f\u00fcr ihn passt.<\/p>\n<p>Trotzdem w\u00fcnscht sich sein Entdecker F\u00f6rster Iso Schmid, dass in naher Zukunft ein Luchsweibchen bei St. Wilhelm ausgesetzt werden k\u00f6nnte. \u201eEs w\u00e4re sch\u00f6n, man k\u00f6nnte es in den n\u00e4chsten Jahren realisieren, weil Wilhelm bereits im fortgeschrittenen Alter ist. Ich denke, in zwei bis drei Jahren k\u00f6nnte es zu sp\u00e4t sein\u201c, so der F\u00f6rster.<\/p>\n<p>Nur noch sechs Luchse leben in Baden-W\u00fcrttemberg<\/p>\n<p>Nach Erkenntnissen des Landwirtschaftsministeriums streifen aktuell sechs Luchse durch die baden-w\u00fcrttembergischen W\u00e4lder. Neu hinzugekommen seien zwei zugewanderte Luchse, die mutma\u00dflich aus dem Schweizer Jura in den Schwarzwald gezogen sind. Ihr Geschlecht ist nicht bekannt. Au\u00dferdem hat das Land nach eigenen Angaben zwei Luchse ausgewildert: Verena und Reinhold. Bis 2027 sollen acht weitere Luchse folgen, um die Population zu stabilisieren. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kein Luchs hat jemals l\u00e4nger in Baden-W\u00fcrttemberg gelebt als Wilhelm: Seit zehn Jahren f\u00fchlt er sich im Tal&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":238955,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-238954","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114789148604475988","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/238954","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=238954"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/238954\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/238955"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=238954"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=238954"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=238954"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}