{"id":238956,"date":"2025-07-03T11:49:10","date_gmt":"2025-07-03T11:49:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/238956\/"},"modified":"2025-07-03T11:49:10","modified_gmt":"2025-07-03T11:49:10","slug":"1-21-gigawatt-40-jahre-zurueck-in-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/238956\/","title":{"rendered":"1.21 Gigawatt: 40 Jahre &#8222;Zur\u00fcck in die Zukunft&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/background\/1-21-Gigawatts-40-years-of-Back-to-the-future-10473581.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>&#8222;Stra\u00dfen? Wo wir hinfahren, brauchen wir keine \u2026 Stra\u00dfen.&#8220; &#8222;Zur\u00fcck in die Zukunft&#8220; ist nicht nur der erfolgreichste Kinofilm des Jahres 1985, vor &#8222;Rambo 2&#8220;, &#8222;Rocky IV&#8220; und &#8222;Jenseits von Afrika&#8220;. Es ist der erfolgreichste Jugendfilm des ganzen Jahrzehnts, weit vor &#8222;Dirty Dancing&#8220;. Am 3. Juli 1985 lief er in den US-Kinos an, nun wird er 40 Jahre alt.<\/p>\n<p>BTTF, wie man den Film oft kurz nennt, ist nur vordergr\u00fcndig Science-Fiction. Er ist ein Abenteuer, eine Kom\u00f6die, ein M\u00e4rchen, eine Romanze, eine Lektion \u00fcber das Erwachsenenwerden. Er befeuert den Skateboard-Boom und macht die F\u00fcnfzigerjahre popul\u00e4r: die Musik, die Mode, den Stil, die Unschuld. Und er hat eine Moral, f\u00fcr die es ein sch\u00f6nes Sprichwort gibt: Jeder ist seines Gl\u00fcckes Schmied.<\/p>\n<p>Das Drehbuch<\/p>\n<p>Der Film ist das Kind von Bob Gale und Robert Zemeckis. Beide studieren an der renommierten School of Cinematic Arts in Los Angeles und versuchen sich im Anschluss mehr schlecht als recht an einer Karriere als Autoren und Regisseure. Eine Zeitreise reizt beide, vor allem in die Zukunft, doch fehlt der z\u00fcndende Gedanke, bis Bob Gale im Jahrbuch seines Vaters bl\u00e4ttert. H\u00e4tten sie sich angefreundet, wenn sie zusammen zur Schule gegangen w\u00e4ren? Zusammen mit Robert Zemeckis spinnt er die Idee weiter: War seine Mutter so z\u00fcchtig, wie sie immer sagt?<\/p>\n<p>Nachdem die beiden im Sommer 1980 &#8222;Mit einem Bein im Kittchen&#8220; beendet haben, beginnen sie mit dem Schreiben eines Drehbuchs f\u00fcr den Zeitreise-Film. Die F\u00fcnfzigerjahre scheinen passend: Der Held der Geschichte ist 17 und reist 30 Jahre zur\u00fcck, um seine Eltern im selben Alter zu treffen.<\/p>\n<p>Es gibt am Anfang keinen roten Faden, wie die Handlung aussehen soll. Sie schreiben Ideen auf Karteikarten auf, eine f\u00fchrt zur n\u00e4chsten. Lange gr\u00fcbeln sie dar\u00fcber, wie Marty die Schw\u00e4rmerei seiner Mutter f\u00fcr ihn aufl\u00f6sen kann. Dann f\u00e4llt der Groschen: Sie ist es selbst, die merkt: &#8222;Wenn ich dich k\u00fcsse, dann ist das so, als ob ich meinen Bruder k\u00fcsse.&#8220;<\/p>\n<p>44 Mal abgelehnt<\/p>\n<p>Im Februar 1981 ist der erste Entwurf fertig. 44 Mal, so sagen sie, wird das Drehbuch von Produzenten und Studios abgelehnt. Ihre drei fr\u00fcheren Projekte (f\u00fcr Steven Spielberg) sind allesamt gefloppt. Und das Thema gef\u00e4llt niemandem: Zeitreisen sind nicht mehr gefragt, der Humor ist f\u00fcr die schrillen wie rauen Achtziger zu bieder, zu &#8222;sweet&#8220;. Disney findet es zu schmutzig, dass sich eine Mutter in ihren Sohn verliebt. Allein Spielberg hat Interesse; doch Zemeckis z\u00f6gert. &#8222;Wenn wir diesen Film machen, und er wird wieder ein Flop, dann werden wir nie wieder einen Film machen.&#8220; Und Spielberg wei\u00df: &#8222;Ihr habt recht.&#8220;<\/p>\n<p>Das Blatt wendet sich erst einige Jahre sp\u00e4ter, als Robert Zemeckis f\u00fcr (und mit) Michael Douglas &#8222;Auf der Jagd nach dem gr\u00fcnen Diamanten&#8220; drehen darf, der 10 Millionen Dollar kostet und 115 Millionen einspielt. Er beweist damit, dass er erfolgreiche Filme in Szene setzen kann. Und er kommt doch wieder auf Spielberg zu, von dem er eigentlich unabh\u00e4ngig werden will, aber der als einziger an die Idee glaubt und weniger an die Einnahmen. Mit dem Erfolg vom &#8222;Diamanten&#8220; und mit Spielberg als Produzenten gewinnt man Universal als Geldgeber.<\/p>\n<p>Es gibt vom ersten Drehbuch-Entwurf bis zum fertigen Film viele \u00c4nderungen. 1952 statt 1955. Marty kopiert und verkauft illegal Filme (das gef\u00e4llt dem Studio nicht). Seine Freundin hei\u00dft Suzy Parker statt Jennifer Parker. Sein Vater George ist Boxer, kein Schriftsteller. Der Tanzabend hei\u00dft &#8222;Fr\u00fchling in Paris&#8220; statt &#8222;Verzauberung unterm See&#8220;.<\/p>\n<p>Einige W\u00fcnsche kommen von Studio-Boss Sid Sheinberg. Nicht &#8222;Prof. Brown&#8220;, sondern &#8222;Doc Brown&#8220;, was weniger altmodisch klingt. Der keinen Affen als Haustier haben soll, sondern einen Hund: &#8222;Kein Film mit einem Schimpansen hat je Gewinn gemacht.&#8220; Und Martys Mutter m\u00f6ge bitte Lorraine hei\u00dfen (wie Sheinbergs Frau). Sie geben nach; doch um den Titel gibt es einen harten Kampf. Sheinberg mag ihn nicht und besteht in einem Rundschreiben auf &#8222;Space Man from Pluto&#8220;. Zemeckis und Gale machen sich gro\u00dfe Sorgen deswegen. Spielberg reagiert l\u00e4ssig mit einer legend\u00e4r gewordenen Antwort: &#8222;Hallo Sid, danke f\u00fcr Dein witziges Memo, wir haben alle sehr gelacht, mach weiter so.&#8220;<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. 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