{"id":238970,"date":"2025-07-03T11:56:08","date_gmt":"2025-07-03T11:56:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/238970\/"},"modified":"2025-07-03T11:56:08","modified_gmt":"2025-07-03T11:56:08","slug":"koalitionsausschuss-spahn-verteidigt-steuerbeschluss-kritiker-reden-von-vertrauensbruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/238970\/","title":{"rendered":"Koalitionsausschuss: Spahn verteidigt Steuerbeschluss, Kritiker reden von Vertrauensbruch"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\"><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2025-07\/koalitionsauschuss-stromsteuer-private-verbraucher-muetterrente\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Dass die Stromsteuer entgegen der Ank\u00fcndigung im Koalitionsvertrag nicht f\u00fcr alle gesenkt werden soll<\/a>, hat breite Kritik ausgel\u00f6st. Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat die<br \/>\nEntscheidung der schwarz-roten Koalition aus der Nacht gegen eine baldige Senkung der<br \/>\nStromsteuer f\u00fcr Privatleute verteidigt. &#8222;Wir halten gemeinsam an dem<br \/>\n Ziel fest, die Stromkosten f\u00fcr alle deutlich zu senken. Wir wollen aber<br \/>\n eben auch solide Finanzen&#8220;, sagte Spahn im<br \/>\nARD-Morgenmagazin. &#8222;Und das ist nach drei Jahren Rezession dann nur in<br \/>\n Schritten m\u00f6glich.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Spahn betonte, dass die Koalition einen Teil<br \/>\nder versprochenen Entlastungen durch eine Senkung der Netzentgelte<br \/>\numsetze. Dies komme auch Privathaushalten zugute. &#8222;Und wir haben<br \/>\nmiteinander vereinbart, sobald der finanzielle Spielraum da ist,<br \/>\nWachstum da ist oder wir auch andere Ma\u00dfnahmen zum Sparen finden, gehen<br \/>\nwir den zweiten Schritt.&#8220;\n<\/p>\n<p>        S\u00f6der: Senkung 2027 sei &#8222;sehr gut m\u00f6glich&#8220;        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ging in einer Rede auf der Bankwirtschaftlichen Tagung der Volksbanken und Raiffeisenbanken nicht direkt auf die Kritik ein, bekr\u00e4ftigte aber das Ziel der Regierung, Energiekosten zu<br \/>\n senken. &#8222;Das haben wir gestern Abend noch einmal best\u00e4tigt&#8220;, sagte er. Er lobte die Zusammenarbeit und die gute Atmosph\u00e4re im Ausschuss.\u00a0\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">CSU-Chef Markus S\u00f6der sagte, die Stromsteuer soll im \u00fcbern\u00e4chsten Jahr auch<br \/>\nf\u00fcr Privatverbraucher gesenkt werden.\u00a0&#8222;Der Wille ist zu 100 Prozent da, das Ergebnis<br \/>\nist sehr gut m\u00f6glich&#8220;, sagte er\u00a0nach einem Treffen mit der<br \/>\nSpitze der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. So soll ab dem 1. Januar 2027 die Steuer &#8222;f\u00fcr alle&#8220; auf das europ\u00e4ische Mindestma\u00df<br \/>\ngesenkt werden. Die daf\u00fcr n\u00f6tigen finanziellen Spielr\u00e4ume m\u00fcssten aber<br \/>\nnoch erarbeitet werden.\u00a0Die Kommunikation dazu sei im Vorfeld &#8222;ungl\u00fccklich&#8220; gewesen,<br \/>\nr\u00e4umte S\u00f6der ein.\n<\/p>\n<p>        W\u00fcst macht Klingbeil verantwortlich        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Bundesvorsitzende der<br \/>\nChristlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, Dennis Radtke (CDU), warf<br \/>\nder eigenen F\u00fchrung vor, ein zentrales Wahlversprechen nicht<br \/>\neinzul\u00f6sen.\u00a0&#8222;Die<br \/>\nStromsteuer-Senkung f\u00fcr alle war ein zentrales Versprechen unserer<br \/>\nKampagne, von dem ich erwartet hatte, dass wir das auch eins zu eins so<br \/>\numsetzen&#8220;, sagte Radtke der Bild-Zeitung.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                    Newsletter<\/p>\n<p>                    Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. 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Es sei &#8222;vor allem der Job des Finanzministers, das m\u00f6glich<br \/>\n zu machen \u2013 und es gibt eine Menge M\u00f6glichkeiten&#8220;, sagte W\u00fcst dem Nachrichtenmagazin Politico.<br \/>\n&#8222;Die muss der Finanzminister noch mal durchrechnen und vorschlagen.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Klingbeil selbst warb um Akzeptanz. &#8222;Weitere Schritte sollen folgen, sobald wir die notwendigen finanziellen Spielr\u00e4ume haben&#8220;, sagte der Finanzminister. Die Bundesregierung setze mit all ihren Ma\u00dfnahmen &#8222;auf neues Wachstum, damit die Einnahmen wieder steigen und wir genau diese Spielr\u00e4ume gewinnen.&#8220; Gleichzeitig achte er als Finanzminister darauf, &#8222;dass wir solide wirtschaften und verantwortungsvoll mit Steuergeld umgehen&#8220;.\n<\/p>\n<p>        B\u00e4rbel Bas: Arbeitspl\u00e4tze sichern, Wirtschaft ankurbeln        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die SPD-Vorsitzende und Arbeitsministerin B\u00e4rbel Bas sagte im<br \/>\nARD-Morgenmagazin, der Koalition sei wichtig gewesen, erst einmal<br \/>\nArbeitspl\u00e4tze zu sichern und die Wirtschaft anzukurbeln. Das<br \/>\nWahlversprechen sei noch nicht gebrochen. &#8222;Wir haben das klare Ziel,<br \/>\nauch die Verbraucher noch weiter zu entlasten.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">SPD-Fraktionschef Matthias Miersch betonte im Deutschlandfunk: &#8222;Wir haben<br \/>\naugenblicklich das, was wir in dem Koalitionsvertrag in Sachen<br \/>\nStromsteuer vereinbart haben, noch nicht umgesetzt. Wir haben allerdings<br \/>\n auch in diesem Koalitionsvertrag immer geschrieben, dass alles unter<br \/>\ndem Finanzierungsvorbehalt steht.&#8220;\n<\/p>\n<p>                        Ha\u00dfelmann wirft Merz Wortbruch vor        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Gr\u00fcnenfraktionschefin Britta Ha\u00dfelmann warf Bundeskanzler Friedrich<br \/>\nMerz Wortbruch vor. Man habe den B\u00fcrgern konkrete<br \/>\nEntlastungen versprochen, sagte sie im ARD-Morgenmagazin. Nun hei\u00dfe<br \/>\nes, &#8222;daf\u00fcr ist kein Geld da, vielleicht irgendwann&#8220;. Dabei habe die Koalition aus Union und SPD mit der Grundgesetz\u00e4nderung &#8222;beste Voraussetzungen&#8220; f\u00fcr mehr Investitionen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Linke attestierte der Bundesregierung mangelnden Willen, Privatleute zu entlasten. &#8222;Entlastung nach Kassenlage hei\u00dft Entlastung am Sankt-Nimmerleins-Tag&#8220;, sagte Parteichefin Ines Schwerdtner in Berlin. &#8222;Geld ist f\u00fcr das da, was politisch gewollt ist.&#8220; Ihr zufolge sind das &#8222;Unternehmensgeschenke und Waffen, nicht die Entlastung der Mehrheit&#8220;. Die AfD nannte die Entscheidung der Koalition &#8222;v\u00f6llig inakzeptabel&#8220;.\n<\/p>\n<p>        Kritik aus dem Handwerk und Handel        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat die ausbleibende<br \/>\nAbsenkung der Stromsteuer f\u00fcr alle kritisiert und der Koalition<br \/>\nVertrauensbruch vorgeworfen. &#8222;Die Stromsteuer-Senkung f\u00fcr alle Betriebe<br \/>\nwar nicht irgendwo angek\u00fcndigt, sondern mehrfach und verbindlich<br \/>\nschriftlich festgehalten \u2013 im Koalitionsvertrag, in Beschl\u00fcssen des<br \/>\nvorherigen Koalitionsausschusses und im sogenannten Entlastungspaket der<br \/>\n Bundesregierung&#8220;, sagte Verbandspr\u00e4sident J\u00f6rg Dittrich.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dirk Jandura, Pr\u00e4sident des Bundesverbands Gro\u00dfhandel, Au\u00dfenhandel,<br \/>\nDienstleistungen (BGA), sprach von einem &#8222;ern\u00fcchternden&#8220; Ergebnis des<br \/>\nKoalitionstreffens.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Union und SPD hatten sich in ihrem zweiten Treffen im Koalitionsausschuss<br \/>\n darauf geeinigt, die Stromsteuer weder f\u00fcr alle Betriebe noch f\u00fcr<br \/>\nprivate Haushalte\u00a0zu senken, obwohl dies im <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/koalitionsvertrag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Koalitionsvertrag<\/a> versprochen wurde. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2025-06\/mueterrente-bundesarbeitsministerium-rentenversicherung-2028-gesetz\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Die ausgeweitete<br \/>\nM\u00fctterrente soll dagegen bereits zum 1. Januar 2027 kommen und damit ein<br \/>\n Jahr fr\u00fcher als zun\u00e4chst angenommen<\/a>.\n<\/p>\n<p>Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2025-07\/koalitionsausschuss-union-spd-streitpunkte-uebersicht\" data-ct-label=\"Bundesregierung: Diese Streitthemen werden im Koalitionsausschuss nachverhandelt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Bundesregierung:<br \/>\n                        Diese Streitthemen werden im Koalitionsausschuss nachverhandelt<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2025-07\/stromsteuer-streit-spd-union-koalitionsausschuss\" data-ct-label=\"Stromsteuer: Wie die Koalition sich bei der Stromsteuer versch\u00e4tzte \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Stromsteuer:<br \/>\n                        Wie die Koalition sich bei der Stromsteuer versch\u00e4tzte <\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2025-04\/kosten-koalitionsvertrag-union-spd-finanzierung-vorbehalt\" data-ct-label=\"Schwarz-Roter Koalitionsvertrag: So teuer sind die Pl\u00e4ne von Union und SPD\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Schwarz-Roter Koalitionsvertrag:<br \/>\n                        So teuer sind die Pl\u00e4ne von Union und SPD<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dass die Stromsteuer entgegen der Ank\u00fcndigung im Koalitionsvertrag nicht f\u00fcr alle gesenkt werden soll, hat breite Kritik ausgel\u00f6st.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":238971,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[65449,29,4552,30,13,15785,52784,1215,14,15,16,12,14188,14276,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-238970","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-bundeshaushalt","9":"tag-deutschland","10":"tag-energiepolitik","11":"tag-germany","12":"tag-headlines","13":"tag-jens-spahn","14":"tag-koalitionsausschuss","15":"tag-koalitionsvertrag","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-politik","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-schwarz-rot","21":"tag-strompreis","22":"tag-top-news","23":"tag-top-meldungen","24":"tag-topmeldungen","25":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/238970","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=238970"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/238970\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/238971"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=238970"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=238970"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=238970"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}