{"id":239413,"date":"2025-07-03T15:53:16","date_gmt":"2025-07-03T15:53:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/239413\/"},"modified":"2025-07-03T15:53:16","modified_gmt":"2025-07-03T15:53:16","slug":"erster-sichtbarer-beweis-fuer-doppelte-explosion-eines-weissen-zwergsterns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/239413\/","title":{"rendered":"Erster sichtbarer Beweis f\u00fcr doppelte Explosion eines Wei\u00dfen Zwergsterns"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/First-visible-evidence-of-a-double-explosion-of-a-white-dwarf-star-10473773.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Einem internationalen Forschungsteam ist es erstmals gelungen, den visuellen Beweis daf\u00fcr zu erbringen, dass Wei\u00dfe Zwergsterne an ihrem Ende zweimal explodieren k\u00f6nnen. Wie die Europ\u00e4ische S\u00fcdsternwarte ESO schreibt, hat das anhand von Aufnahmen der Supernova SNR 0509-67.5 mit dem Very Large Telescope (VLT) funktioniert. Die zeigen demnach ein Muster, das sich dadurch erkl\u00e4ren lasse, dass der Stern an seinem Ende zwei Detonationen erlebt hat. Das werfe auch ein neues Licht auf bestimmte Sternenexplosionen, die f\u00fcr die Erforschung des Universums von zentraler Bedeutung sind.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/8\/9\/0\/3\/3\/7\/eso2511b-362b799905825f8e.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Ein blauer Ring, an einer Stelle ist markiert, wie er zweigeteilt ist\" height=\"1635\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1625 \/ 1635; object-fit: cover;\" width=\"1625\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Die entscheidende Spur der zwei Kalziumschalen<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0ESO\/P. Das et al.)\n    <\/p>\n<p>Erster Nachweis f\u00fcr junge Theorie<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.eso.org\/public\/germany\/news\/eso2511\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Laut der ESO<\/a> geht es dabei um die sogenannten Supernovae des Typs Ia. Laut der am weitesten verbreiteten Theorie ereignen diese sich in Doppelsternsystemen, in denen ein Wei\u00dfer Zwergstern dem zweiten Materie entzieht, bis er auf eine kritische Masse anschwillt und in einer einzigen Explosion vergeht. Zuletzt habe es aber Hinweise darauf gegeben, dass der Wei\u00dfe Zwerg auch eine H\u00fclle aus Helium um sich herausbilden kann, die instabil werden und sich entz\u00fcnden kann. Diese Explosion wiederum erzeuge dann eine Sto\u00dfwelle, die eine Detonation im Kern des Wei\u00dfen Zwergs ausl\u00f6st \u2013 zusammen also einen &#8222;Doppeldetonationsmechanismus&#8220;. F\u00fcr dieses Modell habe es bislang aber keine Beweise gegeben. Das hat sich jetzt ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Wie das Team erl\u00e4utert, geht aus den Modellen zu den doppelten Detonationen hervor, dass deren \u00dcberreste zwei voneinander getrennte Schalen aus Kalzium aufweisen sollten. Genau diesen Fingerabdruck haben die Forscher und Forscherinnen bei SNR 0509-67.5 entdeckt. Das sei ein klarer Hinweis darauf, dass Wei\u00dfe Zwerge explodieren k\u00f6nnen, bevor sie die sogenannte Chandrasekhar-Massengrenze erreicht haben \u2013 nur dann eben zweimal. Und auch wenn das f\u00fcr die Astronomie von gro\u00dfer Bedeutung ist, so sei die Beobachtung auch aus einem Grund wertvoll: Es handle sich um ein &#8222;visuelles Spektakel&#8220; aus einer &#8222;wundersch\u00f6n geschichteten Struktur&#8220;, meint Studienleiter Priyam Das von der University of New South Wales Canberra in Australien.<\/p>\n<p>Supernovae des Typs Ia gelten in der Astronomie als sogenannte Standardkerzen. Sie verhalten sich sehr vorhersehbar und ihre konsistente Helligkeit <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Weltraumteleskop-James-Webb-findet-haufenweise-Supernovae-im-fruehen-Universum-9759264.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erm\u00f6glicht die Distanzmessung \u00fcber besonders gro\u00dfe Entfernung<\/a>. Auch deshalb konnte \u00fcberhaupt entdeckt werden, dass sich das Universum immer schneller ausbreitet. Je genauer man ihre Entstehung versteht, desto besser d\u00fcrften wir auch ergr\u00fcnden k\u00f6nnen, warum sie diese vorhersagbare Helligkeit haben. Der visuelle Nachweis der Doppeldetonation ist dabei nun ein wichtiger Baustein. Vorgestellt wird er demn\u00e4chst <a href=\"https:\/\/www.eso.org\/public\/archives\/releases\/sciencepapers\/eso2511\/eso2511a.pdf\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">in einem wissenschaftlichen Artikel<\/a> im Fachmagazin Nature Astronomy.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":239414,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[3251,29,74894,30,190,189,74895,194,191,193,192],"class_list":{"0":"post-239413","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-astronomie","9":"tag-deutschland","10":"tag-eso","11":"tag-germany","12":"tag-science","13":"tag-science-technology","14":"tag-supernova","15":"tag-technik","16":"tag-technology","17":"tag-wissenschaft","18":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114790111864938770","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/239413","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=239413"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/239413\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/239414"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=239413"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=239413"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=239413"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}