{"id":239923,"date":"2025-07-03T20:26:10","date_gmt":"2025-07-03T20:26:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/239923\/"},"modified":"2025-07-03T20:26:10","modified_gmt":"2025-07-03T20:26:10","slug":"fast-50-europaeische-firmenchefs-fordern-pause-bei-der-ai-act-umsetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/239923\/","title":{"rendered":"Fast 50 europ\u00e4ische Firmenchefs fordern Pause bei der AI-Act-Umsetzung"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Almost-50-European-company-bosses-call-for-pause-in-AI-Act-implementation-10474298.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Auch in der europ\u00e4ischen Wirtschaft wird der Ruf nach einem Moratorium bei der Anwendung der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/AI-Act-beschlossen-Zwischen-vertrauenswuerdiger-KI-und-dystopischen-Technologien-9653984.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">KI-Verordnung der EU<\/a> lauter. Bisher betrieben vor allem gro\u00dfe Tech-Unternehmen aus den USA Lobbying gegen das umfassende Regelwerk f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz. Jetzt machen die Chefs von 46 gro\u00dfen europ\u00e4ischen Unternehmen, Foren und Verb\u00e4nden gegen die Vorgaben mobil. In einem offenen Brief vom Donnerstag fordern sie die EU-Kommission nachdr\u00fccklich auf, den AI Act zwei Jahre lang auszusetzen, &#8222;bevor die wichtigsten Verpflichtungen in Kraft treten&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Europa zeichnet sich seit Langem durch seine F\u00e4higkeit aus, ein ausgewogenes Verh\u00e4ltnis zwischen Regulierung und Innovation zu finden&#8220;, <a href=\"https:\/\/aichampions.eu\/#stoptheclock\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">hei\u00dft es in dem Schreiben<\/a>. Dieses &#8222;europ\u00e4ische Modell&#8220; sei &#8222;insbesondere im Zusammenhang mit K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) von Bedeutung, deren Auswirkungen als transformative Technologie weit \u00fcber den Technologiesektor hinausreichen&#8220;. Leider werde dieses Gleichgewicht mit dem AI Act &#8222;derzeit durch unklare, sich \u00fcberschneidende und zunehmend komplexe EU-Vorschriften gest\u00f6rt&#8220;. Dies gef\u00e4hrde Europas KI-Ambitionen, da nicht nur die Entwicklung europ\u00e4ischer Champions unterlaufen werde. Es gehe auch um &#8222;die F\u00e4higkeit aller Branchen, KI in dem f\u00fcr den globalen Wettbewerb erforderlichen Umfang einzusetzen&#8220;.<\/p>\n<p>Zu den Unterzeichnern des Briefes geh\u00f6ren Manager von Airbus, ASML, Lufthansa, Mercedes-Benz, Mistral, Siemens Energy und United Internet. Sie besch\u00e4ftigen nach eigenen Angaben Hunderttausende Mitarbeiter in der EU, um deren Wohlergehen sie sich sorgten. Die Kommission m\u00fcsse ihre Bem\u00fchungen, die Anwendung der KI-Verordnung im Interesse kleiner wie gro\u00dfer etablierter Unternehmen zu vereinfachen, beschleunigen. Sie alle w\u00fcrden zu Innovationsf\u00f6rderung beitragen, &#8222;wenn sie von klaren und vorhersehbaren Regeln profitieren k\u00f6nnen&#8220;.<\/p>\n<p>Debatte \u00fcber Moratorium<\/p>\n<p>Die Beteiligten begr\u00fc\u00dfen &#8222;die j\u00fcngsten Diskussionen \u00fcber die Notwendigkeit, die Durchsetzung der KI-Verordnung zu verschieben.&#8220; Derzeit w\u00fcrden noch immer relevante Richtlinien und Standards entwickelt; verschiedene Branchen arbeiteten zusammen, &#8222;um L\u00f6sungen zu finden, die f\u00fcr alle funktionieren&#8220;. Die verlangte Auszeit sollte sowohl f\u00fcr Verpflichtungen gelten, die im Zusammenhang mit Hochrisiko-KI-Systemen <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Die-EU-stellt-ihre-KI-Verordnung-fuer-generative-KI-scharf-Das-ist-der-Stand-10331115.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ab August 2026 in Kraft treten sollen<\/a>, als auch f\u00fcr die Auflagen f\u00fcr allgemeine KI-Modelle. Letztere greifen prinzipiell von Anfang August 2025. Die Bundesnetzagentur hat gerade einen KI-Service-Desk in Betrieb genommen, um Firmen und Organisationen bei der Einhaltung des AI Acts zu helfen. In \u00d6sterreich f\u00fchrt die Regulierungsbeh\u00f6rde RTR die vergleiche KI-Servicestelle.<\/p>\n<p>Die Kommission hat \u2013 unter Protest von EU-Abgeordneten \u2013 vor Monaten angek\u00fcndigt, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/EU-Kommission-zieht-E-Privacy-Verordnung-und-KI-Haftungsrichtlinie-zurueck-10279583.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dass die zun\u00e4chst geplante zus\u00e4tzliche Verordnung \u00fcber die Haftung beim Einsatz und der Entwicklung von KI entfallen soll<\/a>. Sie h\u00e4tte vor allem zivilrechtliche Verantwortung kl\u00e4ren sollen, die sich bei KI-Einsatz ergibt. Henna Virkkunen, Kommissionsvizepr\u00e4sidentin f\u00fcr technische Souver\u00e4nit\u00e4t, hat inzwischen auch durchblicken lassen, sie werde bis Ende August entscheiden, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/KI-Verordnung-Teilweise-Verschiebung-nicht-mehr-ausgeschlossen-10436515.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ob die weitere Umsetzung der KI-Verordnung verschoben werden soll<\/a>. Das komme f\u00fcr sie aber nur infrage, wenn ein <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/EU-Verhaltenskodex-Strenge-Sicherheits-und-Copyright-Regeln-fuer-Allzweck-KI-10039438.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">geplanter einschl\u00e4giger Verhaltenskodex<\/a> nicht rechtzeitig fertig wird.<\/p>\n<p>\u00dcber 150 Manager europ\u00e4ischer Unternehmen haben schon vor zwei Jahren <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Brandbrief-der-Wirtschaft-KI-Verordnung-gefaehrdet-technologische-Souveraenitaet-9204785.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">im Vorfeld des Beschlusses des AI Acts an die EU-Gesetzgeber appelliert<\/a>, den Plan zur KI-Regulierung zu \u00fcberdenken. Vor allem bei Systemen generativer KI wie ChatGPT, Gemini oder Claude drohten sonst R\u00fcckschl\u00e4ge.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. 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