{"id":240207,"date":"2025-07-03T23:03:09","date_gmt":"2025-07-03T23:03:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/240207\/"},"modified":"2025-07-03T23:03:09","modified_gmt":"2025-07-03T23:03:09","slug":"ukrainischer-patriarch-ausgebuergert-metropolit-onufrij-soll-verbindung-zu-moskau-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/240207\/","title":{"rendered":"Ukrainischer Patriarch ausgeb\u00fcrgert: Metropolit Onufrij soll Verbindung zu Moskau haben"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Von einer Beh\u00f6rde wie dem ukrainischen Geheimdienst SBU ist nicht unbedingt christliche N\u00e4chstenliebe zu erwarten. Jetzt erwischte es Onufrij \u2013 mit b\u00fcrgerlichem Namen Orest Beresowskyj und seines Zeichens Metropolit (Erzbischof) der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche, kurz: UPZ, fr\u00fcher mit dem Namenszusatz Moskauer Patriarchiat. Einer entsprechenden Erkl\u00e4rung des SBU vom Mittwoch ist zu entnehmen, dass Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj dem Oberhirten per Dekret die ukrainische Staatsb\u00fcrgerschaft entzogen habe.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Laut SBU unterhalte Onufrij weiterhin Verbindungen zum Moskauer Patriarchat. Er widersetze sich bewusst dem Versuch der ukrainischen Kirche, eine kanonische Unabh\u00e4ngigkeit von Moskau zu erlangen. Dessen Vertreter, vor allem der Patriarch Kyrill, unterst\u00fctzen offen die russische Aggression gegen die Ukraine. Zudem soll Beresowskyj 2002 zus\u00e4tzlich zur ukrainischen freiwillig auch die russische Staatsb\u00fcrgerschaft angenommen haben, ohne die zust\u00e4ndigen ukrainischen Beh\u00f6rden zu informieren.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Die UPZ war zun\u00e4chst <a href=\"https:\/\/taz.de\/Die-Kirche-in-Russland-und-der-Ukraine\/!5838634\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Teil der Russisch-Orthodoxen Kirche<\/a>. Am 27. Mai 2022 erkl\u00e4rte sie ihre \u201ev\u00f6llige Selbstst\u00e4ndigkeit und Unabh\u00e4ngigkeit\u201c von Moskau, vollzog diesen Schritt jedoch nicht im streng kirchenrechtlichen Sinne. Man verurteile den russischen \u00dcberfall auf die Ukraine und appelliere an die Ukraine und Russland, den Verhandlungsprozess fortzusetzen, hie\u00df es. Im August 2024 verabschiedete das ukrainische Parlament ein Gesetz, das diese Kirche verbietet. Derzeit sind in mehreren Gemeinden Rechtsstreitigkeiten anh\u00e4ngig.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Onufrij, der aus einer Priesterfamilie stammt, wird am 5. November 1944 in einem Dorf bei Tscherniwzi in der Westukraine geboren. Dem Abitur folgt eine technische Ausbildung. 1969, nach dreij\u00e4hrigem Technikstudium in Tscherniwzi, geht der heute 80-J\u00e4hrige nach Moskau, wo er seine Hochschulausbildung an der Moskauer Geistlichen Akademie im zweiten Studienjahr fortsetzt. 1972 wird Onufrij Priester, 1990 Bischof von Tscherniw\u00adzi und der Bukowina. 2000 erh\u00e4lt er den Titel Metropolit. Im August 2014 wird er von einer Bischofsversammlung der UPZ zum Metropoliten von Kyjiw und der ganzen Ukraine gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-6\" pos=\"5\">F\u00fcnf Monate zuvor <a href=\"https:\/\/taz.de\/Annektierte-Halbinsel-Krim\/!6085772\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">annektiert Russland die Krim<\/a> \u2013 ein klarer Bruch des V\u00f6lkerrechts. Ein zeitgleicher Appell Onufrijs, auf diesen Schritt zu verzichten, verhallt ungeh\u00f6rt. Immer mal wieder tritt Onufrij f\u00fcr ein Ende des Krieges in der Ostukraine ein, weigert sich aber im Mai 2015, bei einer Rede des damaligen Pr\u00e4sidenten Petro Poroschenko im Parlament aufzustehen, als Zeichen eines Anti-Kriegs-Protestes.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">2023 berichtet das Webportal Ukrainska Praw\u00adda erstmals \u00fcber Onufrijs russischen Pass. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion habe er die russische Staatsb\u00fcrgerschaft behalten und einen ukrainischen Pass erhalten, erl\u00e4utert Onufrij damals. Die russische Staatsb\u00fcrgerschaft habe sich automatisch verl\u00e4ngert. Daf\u00fcr sei niemand verfolgt worden, da beide Staaten gute Beziehungen unterhalten h\u00e4tten.<\/p>\n<p>\n\ue80f\n<\/p>\n<p>\n            Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion habe er die russische Staatsb\u00fcrgerschaft behalten und einen ukrainischen Pass erhalten, erl\u00e4uterte Onufrij 2023<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"7\">Der Sprecher der UPZ, Metropolit Kliment, erkl\u00e4rte gegen\u00fcber dem \u00f6ffentlich-rechtlichen ukrainischen Rundfunk Suspilna, Onufrij besitze keinen anderen Pass als den ukrainischen \u2013 weil er nie aktiv einen Antrag auf eine andere Staatsb\u00fcrgerschaft gestellt habe. Kliment zufolge sei die Entscheidung zur Aufhebung der Staatsb\u00fcrgerschaft \u201emit gewissen rechtlichen Zweifeln behaftet\u201c. Onufrij werde gegen Selenskyjs Dekret Berufung einlegen und so seine Rechte als ukrainischer B\u00fcrger sch\u00fctzen. Der Religionskrieg in der Ukraine geht damit in die n\u00e4chste Runde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von einer Beh\u00f6rde wie dem ukrainischen Geheimdienst SBU ist nicht unbedingt christliche N\u00e4chstenliebe zu erwarten. 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