{"id":240718,"date":"2025-07-04T03:47:10","date_gmt":"2025-07-04T03:47:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/240718\/"},"modified":"2025-07-04T03:47:10","modified_gmt":"2025-07-04T03:47:10","slug":"so-war-das-konzert-der-musiklegende-in-der-waldbuehne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/240718\/","title":{"rendered":"So war das Konzert der Musiklegende in der Waldb\u00fchne"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Die Musiklegende Neil Young spielt mit seiner neuen Band The Chrome Hearts auf der Waldb\u00fchne in Berlin. Er bleibt sich dabei treu \u2013 und hat doch \u00dcberraschungen parat.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Vor wenigen Tagen f\u00fchrte ein Auftritt von Neil Young zu einem Disput. Beim legend\u00e4ren Glastonbury Festival in England spielte der Kanadier als Headliner auf der Hauptb\u00fchne. Parallel dazu performte Pop-Superstar Charli XCX. Das Feld vor der B\u00fchne von Young blieb verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig leer, viele Menschen str\u00f6mten stattdessen zum Set des britischen Partygirls. Ihre Fans sollen sogar argumentiert haben, dass Young eines Headliners auf der Hauptb\u00fchne nicht w\u00fcrdig sei. Zu wenig Show, zu wenig Euphorie, zu wenig Kommunikation mit dem Publikum? Oder zusammengefasst: nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df?<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Seine Fans in <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/berlin\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> scheint das nicht zu st\u00f6ren. Sie kommen zahlreich, trotz horrender Eintrittpreise, meist weit mehr als 100 Euro. Die Waldb\u00fchne ist am Donnerstagabend mit \u00fcber 22.000 Zuschauern fast ausverkauft. Die 79-j\u00e4hrige Legende der Rock-, Folk- und Grunge-Szene zeigt sich auch hier als wortkarger Mann. Seine Songs, ein Ritt durch viele Jahrzehnte seiner riesigen Diskografie, spielt er routiniert runter. Trotzdem schafft er an diesem Abend einen rohen und rauen Sound, den wohl nur er erzeugen kann. Das Publikum wird ihm ausgelassen danken \u2013 aber erst zum Ende des Sets.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Auftritt beginnt kurz nach 20 Uhr. Young schreitet unter Applaus mit langsamen Schritten auf die B\u00fchne. Er tr\u00e4gt ein schwarzes T-Shirt, ein graues Hemd und eine M\u00fctze, die er weit in sein Gesicht hineinzieht. Der Friedens- und Umweltaktivist scheint wenig auf sein Erscheinungsbild zu geben. Auch die B\u00fchne ist nicht besonders hergerichtet. Hinter der Band ist lediglich ein &#8222;Love Earth&#8220;-Banner aufgeh\u00e4ngt, der Name der aktuellen Tour. Die Musik und das, was sie ausdr\u00fccken soll, stehen im Vordergrund.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Er fasst sich ans Herz, gr\u00fc\u00dft ins Publikum und spielt &#8222;Ambulance Blues&#8220;. Eine neunmin\u00fctige Folk-Perle, beliebt bei Young-Fans, die der Musiker selten live mit einer seiner Bands auf die B\u00fchne bringt. Getr\u00fcbt wird dieser Moment durch den schlechten Sound. Einige der Boxen scheinen zun\u00e4chst nicht zu funktionieren, was f\u00fcr kurze Irritationen im Publikum sorgt. Das ist schnell vergessen, als Young \u2013 anders als bei vorherigen Konzerten \u2013 bereits als zweiten Song seinen Hit &#8222;Hey Hey, My My (Into The Black)&#8220; spielt. Es ist definitiv eine \u00dcberraschung, die f\u00fcr eine kurze Welle der Euphorie auf der Waldb\u00fchne sorgt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Ansonsten unterscheidet sich die Setlist wenig von vorherigen Konzerten. Auch in der Waldb\u00fchne spielt Young mit seiner neuen Band The Chrome Hearts Solosongs sowie Lieder, die er in vergangenen Jahrzehnten mit der Band Crazy Horse oder mit der Formation Crosby, Stills, Nash and Young aufgezeichnet hat. Auff\u00e4llig: Sie spielen keinen Song seiner neuen Band, die erst vor Kurzem ein eigenes Album ver\u00f6ffentlicht hat.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Es ist so, als wolle Young \u2013 immerhin fast 80 Jahre alt \u2013 abermals sein Lebenswerk pr\u00e4sentieren. Das geschieht w\u00e4hrend des Sets mal wild und ungez\u00e4hmt, mit markanten Riffs bei Songs wie &#8222;Be The Rain&#8220;, &#8222;Cinnamon Girl&#8220; oder &#8222;Fuckin&#8216; Up&#8220;. Andere Male gibt er sich ruhig und emotional, als er mit seiner pr\u00e4gnanten Stimme und der Mundharmonika um den Hals Songs wie &#8222;The Needle and the Damage Done&#8220; oder den Klassiker &#8222;Harvest Moon&#8220; spielt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Das ist musikalisch einwandfrei. Trotzdem schafft es Young \u2013 abgesehen von wenigen Ausnahmen \u2013 in dieser Phase nicht, das Publikum komplett an sich zu rei\u00dfen. Als er in das Rund der Waldb\u00fchne blickt, sagt er kurz: &#8222;Ich war lange nicht mehr hier. Das ist ein toller Ort.&#8220; Doch dann schnell zur\u00fcck zur Musik: Mit &#8222;Southern Man&#8220; spielt Young einen weiteren Solosong mit Seltenheitsfaktor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Musiklegende Neil Young spielt mit seiner neuen Band The Chrome Hearts auf der Waldb\u00fchne in Berlin. 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