{"id":240747,"date":"2025-07-04T04:03:29","date_gmt":"2025-07-04T04:03:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/240747\/"},"modified":"2025-07-04T04:03:29","modified_gmt":"2025-07-04T04:03:29","slug":"die-einseitigkeit-der-gruenen-03-07-2025-19-39-uhr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/240747\/","title":{"rendered":"Die Einseitigkeit der Gr\u00fcnen : 03.07.2025, 19.39 Uhr"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\tGestern forderten die Nordh\u00e4user Gr\u00fcnen in der nnz Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Bev\u00f6lkerungsschutz bei extremer Hitze. Bodo Schwarzberg hat sich \u00fcber den Umgang dieser Partei mit den Themen Klimawandel und alternative Energien Gedanken gemacht&#8230;&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<a data-lightbox=\"example-set\" href=\"https:\/\/www.nordthueringen.de\/_daten\/cache\/1280_721302_0703_98320231.jpg\" title=\"Ein Stolberger Hauseigent\u00fcmer protestiert gegen Windenergieeanlagen im Harz. (Foto: Bodo Schwarzberg, 9. M\u00e4rz 2025)\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"100%\" class=\"bildrahmenmitte\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/834_721302_0703_98320231.jpg\" title=\"Ein Stolberger Hauseigent\u00fcmer protestiert gegen Windenergieeanlagen im Harz. (Foto: Bodo Schwarzberg, 9. M\u00e4rz 2025)\" alt=\"Ein Stolberger Hauseigent\u00fcmer protestiert gegen Windenergieeanlagen im Harz. (Foto: Bodo Schwarzberg, 9. M\u00e4rz 2025)\"\/><\/a>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\tEin Stolberger Hauseigent\u00fcmer protestiert gegen Windenergieeanlagen im Harz. (Foto: Bodo Schwarzberg, 9. M\u00e4rz 2025)&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<br \/>\nNat\u00fcrlich gibt es den menschgemachten Klimawandel: Das ist naturwissenschaftlich bewiesen, und, selbst wenn man annimmt, dass es ihn nicht als menschgemachtes Ph\u00e4nomen gibt, so sind doch tagt\u00e4glich die verheerenden Auswirkungen in aller Welt zu sehen. Nicht zu \u00fcbersehen ist, dass sich unsere Atmosph\u00e4re, unsere Biosph\u00e4re und unsere Hydrosph\u00e4re stark ver\u00e4ndern: Anstieg der globalen Mitteltemperatur, der Treibhausgase, Rekordtemperaturen und Rekord-Versauerung in den Ozeanen, kaum gebremste Entwaldung, forciertes Artensterben u.s.w.. All das ist sicht- und messbar. Es existiert, mit oder ohne Glauben an den Klimawandel um uns herum.<\/p>\n<p>Aber: Die Gr\u00fcnen sind bez\u00fcglich Klimawandel und des Umgangs mit ihm eine denkbar schlechte Adresse: Sie treten fast kompromisslos f\u00fcr den Ausbau von Wind- und Sonnenkraftwerken ein. Sie nehmen damit eine forcierte Versiegelung unserer an sich schon im Versiegelungsturbo befindlichen Landschaften in Kauf und sie ignorieren die negativen Einfl\u00fcsse von Windenergieanlagen auf die Biodiversit\u00e4t, insbesondere auf Insekten, V\u00f6gel und Flederm\u00e4use. Sie ignorieren die warnenden Stimmen z.B. des Forst-Professors Pierre Ibisch von der Forsthochschule Eberswalde, der davor warnt, in W\u00e4ldern oder in durch die D\u00fcrre der letzten Jahre entwaldeten Gebieten Windenergieanlagen zu errichten. <\/p>\n<p>Dort drohen durch Zuwegung und Befahrung mit schweren Maschinen weitere Bodenverdichtung, mit dem gesteigerten Risiko von Erosion und ungebremstem Abfluss der Niederschlagsw\u00e4sser im Falle der immer h\u00e4ufigeren Extremwetter, siehe 2024 Valencia und 2021 Ahrtal mit jeweils hunderten Toten.<\/p>\n<p>In der nnz bef\u00fcrworteten die Gr\u00fcnen unl\u00e4ngst sogar Windenergieanlagen auf dem entwaldeten Birkenkopf im Th\u00fcringer S\u00fcdharz und schrieben, dass die meisten V\u00f6gel durch Katzen und Glasscheiben sterben. &#8211; Demzufolge w\u00e4re also die zus\u00e4tzliche T\u00f6tungsmaschine Windenergieanlage auch noch akzeptabel. https:\/\/www.nnz-online.de\/news\/news_lang.php?ArtNr=363642<br \/>&#13;<br \/>\nEine Partei, die den Namen &#8222;Gr\u00fcn&#8220; f\u00fcr sich beansprucht, m\u00f6chte in Landschaftsschutzgebieten und bisher dem Wald oder naturnahen Pflanzengemeinschaften vorbehaltenen Gebieten Windenergieanlagen errichten. <\/p>\n<p>Die Proteste gegen Windenergieanlgen in naturnahen Landschaften \u00fcberlassen die Gr\u00fcnen indes anderen Parteien. Wenn das allein noch nicht als Heuchelei bezeichnet werden darf, dann wohl die Politik des letzten gr\u00fcnen Wirtschaftsministers Habeck, der ebenfalls im Namen des Klimaschutzes nach Aussage von Fachleuten \u00fcberdimensionierte LNG-Terminals z.T. in bisher nur wenig beeintr\u00e4chtigten Meeresgebieten, wie z.B. im f\u00fcr die Heringsbrut essentiellen Greifswalder Bodden vor R\u00fcgen errichten lie\u00df. Und das gegen den erkl\u00e4rten Willen der auf Urlauber und intakte Natur angewiesenen R\u00fcgener Einwohner.<\/p>\n<p>Dabei erw\u00e4hnen die Gr\u00fcnen auch nicht, dass das in Deutschland ankommende Fl\u00fcssiggas oft durch von der Patei jahrzehntelang bek\u00e4mpftes, umweltsch\u00e4dliches Fracking in den USA gewonnen wird, bei dem nicht nur Landschaften unbewohnbar, sondern auch noch ausgesprochen gro\u00dfe Treibhausgasmengen freigesetzt werden.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt wird von den Gr\u00fcnen kaum diskutiert, dass im Namen der Klimawende unter der wohlklingenden Bezeichnung greendeal ganze Landschaften zur Gewinnung des batterietauglichen Alkalimetalls Lithium umgepfl\u00fcgt werden oder umgepfl\u00fcgt werden sollen, wogegen Einwohner in Serbien, S\u00fcdeuropa und Indigene in S\u00fcdamerika verst\u00e4ndlicherweise Sturm laufen.<\/p>\n<p>Und was ist mit der Produktion von Windenergieanlagen und deren Recycling? Die Rotorbl\u00e4tter bestehen entweder aus im Raubbau gewonnenen tropischen Balsaholz oder aus erd\u00f6l(!)basiertem Polyethylenterephtalat (PET), dessen Recycling hochproblematisch ist und f\u00fcr das verbindliche Standarts fehlen.<\/p>\n<p>Bei dem vor wenigen Tagen in der Presse ver\u00f6ffentlichtem Statement der Nordh\u00e4user Gr\u00fcnen zum Umgang der Kommunen mit den Auswirkungen hoher Temperaturen fehlt mir zudem das Thema \u0084Schwammstadt\u0093, also das Konzept vieler fortschrittlicher St\u00e4dte, durch ein ganzes Ma\u00dfnahmepaket im Interesse der Bev\u00f6lkerung m\u00f6glichst viel Wasser zu halten sowie Gr\u00fcnanlagen mit vielen B\u00e4umen zu schaffen. Allein in der Stra\u00dfe \u0084An der Bleiche\u0093, wurden in den letzten Jahren beispielsweise um die 80 B\u00e4ume ersatzlos abgeholzt bzw. existierende Baumscheiben nicht bepflanzt, &#8211; um nur ein Beispiel von vielen zu nennen.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen haben es auch verlernt, dem Volk \u0084aufs Maul\u0093 zuschauen. Die meisten Menschen haben es verstanden, dass wir in Sachen Klima und Wetter gravierende Probleme haben, zumal sie es ja t\u00e4glich in ihren G\u00e4rten oder auf der Stra\u00dfe oder in den Medien sehen.<\/p>\n<p>Die Herausforderung besteht darin, die Menschen mitzunehmen, komplexe Probleme verst\u00e4ndlich und auf Augenh\u00f6he zu kommunizieren und auch von liebgewonnenen Zielstellungen Abstand zu nehmen. Denn ein Land, dass f\u00fcr die Globalisierung und den damit verbundenen Ressourcenverbrauch setzt, statt in erster Linie f\u00fcr sich selbst zu produzieren und zu handeln, ist im Inneren schwerer handlungs- und entscheidungsf\u00e4hig, wenn es um den Schutz seiner Natur geht.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich: Was bitte, liebe Gr\u00fcne, haben Aufr\u00fcstung und der potenzielle Einsatz t\u00f6dlicher Waffen, noch dazu ohne den diplomatischen Zungenschlag einer aus der Friedensbewegung hervorgegangenen Partei mit \u00d6kologie zu tun? Wie sehr sich diese Partei von ihren Wurzeln entfernt hat, zeigt die fr\u00fchere Spitzen-Gr\u00fcne und Gr\u00fcndungsfigur dieser Partei, die ehemalige Vizepr\u00e4sidenten des Bundestages, Antje Vollmer, in dem kurz vor ihrem Tod verfassten \u0084Verm\u00e4chtnis einer Pazifistin: Was ich noch zu sagen h\u00e4tte. https:\/\/epaper.berliner-zeitung.de\/article\/ea77236b6b434f4d5fc01cace486274626d2c168ae5896b667f2d021d2ced5ce<br \/>&#13;<br \/>\n<b>Bodo Schwarzberg<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gestern forderten die Nordh\u00e4user Gr\u00fcnen in der nnz Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Bev\u00f6lkerungsschutz bei extremer Hitze. 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