{"id":240759,"date":"2025-07-04T04:09:13","date_gmt":"2025-07-04T04:09:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/240759\/"},"modified":"2025-07-04T04:09:13","modified_gmt":"2025-07-04T04:09:13","slug":"mir-intendant-schulz-geht-vermisse-alles-ausser-currywurst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/240759\/","title":{"rendered":"MiR-Intendant Schulz geht: \u201eVermisse alles, au\u00dfer Currywurst!\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-sans font-medium\">Gelsenkirchen. Gelsenkirchens Opernhaus verliert nach 17 Jahren seinen Chef. Im Abschiedsinterview spricht er \u00fcber Siege, Niederlagen und sein Gewicht.<\/p>\n<p>So lange hat es in 66 Jahren des Bestehens niemand geschafft. 17 Jahre lenkte Michael Schulz die Geschicke des Musiktheaters im Revier. Es gab viele Triumphe, auch Schlappen, es gab die Pandemie und gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen in unserer Gesellschaft. Was er schon jetzt vermisst? \u201eDie tollen Menschen hier!\u201c Ein Abschiedsgespr\u00e4ch.<\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">17 Jahre! Als ich ihre erste Inszenierung besprochen habe, hatte ich noch keine grauen Haare. Was hat sich bei Ihnen ge\u00e4ndert in 17 Intendantenjahren, Herr Schulz?<\/p>\n<p class=\"mt-2\">Mein Gewicht! (lacht lange) Ja, nat\u00fcrlich, wir sind \u00e4lter geworden, \u00fcberhaupt keine Frage. Beim Umzug sind meine Frau und ich auf Fotos meiner Anf\u00e4nge hier gesto\u00dfen. Und ja: Ich sehe da um einiges j\u00fcnger aus.<\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">Opernintendant: Ein sch\u00f6nes Amt, ein begehrtes Amt, aber auch permanent unter Strom. Altert man schneller in dem Job? <\/p>\n<p class=\"mt-2\">Dieser Beruf fordert seinen Tribut, klar. Aber es gibt und gab Intendanten, die gesagt haben: Dieser Beruf frisst mich k\u00f6rperlich auf. Das w\u00fcrde ich so f\u00fcr mich nicht in Anspruch nehmen. Aber mein Alltag ist einfach kein Alltag. Ein Intendant soll immer erreichbar sein, er muss Probleme l\u00f6sen, dauernd. Selbst ein halbst\u00fcndiger Spaziergang mal eben so ist einfach nicht drin.  Ich sp\u00fcr\u2018 das, aber es ruiniert mich nicht.<\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">In Ihrer Amtszeit hat Schalke 25 Trainer verschlissen. Sie blieben im Sattel, bei Triumph und Niederlage. Hat man \u00fcberhaupt Zeit, sich mit Gl\u00fccksmomenten und Schlappen zu besch\u00e4ftigen?<\/p>\n<p class=\"mt-2\">In Erinnerungen bleiben Dinge, die den Betrieb echt gef\u00e4hrden. Es geht gar nicht in erster Linie um K\u00fcnstlerisches: Da geht mal was schief, da gl\u00fcckt was, <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/kultur\/article240677114\/Nacht-in-Venedig-Theater-Flop-in-Gelsenkirchen.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.waz.de\/kultur\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1700987669\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kunst darf auch scheitern.<\/a> Da geht es immer weiter. Aber wenn etwa politischer R\u00fcckhalt verloren geht, das nagt an einem, das macht m\u00fcrbe. Und es sind die Sparma\u00dfnahmen,  die einem zusetzen. Das war bei mir gleich am Anfang. Die gr\u00f6\u00dfte Krise war Corona!<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/409393206_1751547101_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[16\/9] \" alt=\"Ungew\u00f6hnliche Lage: Opernintendant Michael Schulz 2023 beim Casting f\u00fcr die Seefahrer-Oper \u201eBilly Budd.\u201c Seine Britten-Inszenierung am Musiktheater im Revier wurde einhellig gefeiert-\" title=\"Ungew\u00f6hnliche Lage: Opernintendant Michael Schulz 2023 beim Casting f\u00fcr die Seefahrer-Oper \u201eBilly Budd.\u201c Seine Britten-Inszenierung am Musiktheater im Revier wurde einhellig gefeiert-\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Ungew\u00f6hnliche Lage: Opernintendant Michael Schulz 2023 beim Casting f\u00fcr die Seefahrer-Oper \u201eBilly Budd.\u201c Seine Britten-Inszenierung am Musiktheater im Revier wurde einhellig gefeiert-<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka\n    <\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">Mit dem Thema kommen Sie mir zuvor. Mein Eindruck damals war: Keinen Intendanten hat die L\u00e4hmung durch die Pandemie so angefasst wie Michael Schulz&#8230;<\/p>\n<p class=\"mt-2\">Das k\u00f6nnen Sie besser beurteilen. Aber es stimmt: <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/kultur\/article230919026\/Lockdown-MiR-Chef-Schulz-will-handeln-statt-Behandlung.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.waz.de\/kultur\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1605502800\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ich war total ersch\u00fctter<\/a>t. Und ich war nicht mit jeder Regelung einverstanden. Wissen Sie, hier arbeiten Menschen, die mit nichts anderem umgehen als  mit ihrem K\u00f6rper, mit ihrem Atem, ihrer Stimme  und dass sie miteinander etwas entstehen lassen, dass unbedingt N\u00e4he braucht. <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/kultur\/article228981367\/Buehnenkuenstler-ohne-Buehne-So-fuehlt-sich-das-Warten-an.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.waz.de\/kultur\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1587737598\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dass das untersagt wird, macht was mit den Menschen.<\/a> Dazu die existenzielle Angst, etwa f\u00fcr einen S\u00e4nger: \u201eWas passiert, wenn ich so krank werde, dass ich meinen Beruf nie mehr aus\u00fcben kann?\u201c Aber es betraf ja auch das ganze Leben. Ich bin privilegiert: gro\u00dfe Wohnung, Garten, wir kamen da durch. Aber die Kollegen, bei denen drei Kinder in einer kleinen Wohnung hockten und nicht raus durften und dann lag unser Betrieb noch still&#8230;<\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">In diesen 17 Jahren hat sich unsere Gesellschaft stark ver\u00e4ndert,  starke Migration, radikale Tendenzen in Politik und Gesellschaft, Fake News, dazu die fortschreitende Isolation durch die Dominanz neuer Medien.  Lauter Dinge, die Sie nicht beeinflussen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"mt-2\">Es ist zwar nicht meine Aufgabe, all das zu l\u00f6sen, aber die Folgen kriegt ein Theater nat\u00fcrlich ab. Was ich aber immer als Aufgabe gesehen habe: auf Dinge reagieren, die wir als Theater zu unseren machen k\u00f6nnen. Klar: Wir haben einfach einen immensen gesellschaftspolitischen Auftrag, aber wir m\u00fcssen auch Grenzen erkennen.<\/p>\n<p>    Das k\u00f6nnte Sie interessieren<\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">Zum Beispiel?<\/p>\n<p class=\"mt-2\">Es gibt diesen gro\u00dfen, vielfach auch von der Politik tausendfach ge\u00e4u\u00dferten Wunsch, bestimmte andere Kulturen in diese H\u00e4user zu bekommen. Aber wenn diese Art der Kultur, die wir hier pflegen, erst mal nicht zur Identit\u00e4t dieser Menschen geh\u00f6rt und es da sp\u00fcrbar sehr wenig Bedarf und Interesse gibt, dann k\u00f6nnen wir keine Wunder vollbringen.<\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">Wenn man in eine MiR-Vorstellung f\u00fcr Erwachsene geht, bilden sich die vielen Jahrzehnte Migration kaum ab.<\/p>\n<p class=\"mt-2\">So ist es. Nat\u00fcrlich versuchen wir vieles, gehen auch raus, mit Stadtteilprojekten etwa. Aber wir d\u00fcrfen auch nicht blau\u00e4ugig sein und darin ein Allheilmittel sehen. Da kann mal eine Aktion mit 200 Menschen klappen, aber die f\u00fcllen unsere 1300 Pl\u00e4tze im Gro\u00dfen und Kleinen Haus nicht. Unser Kerngesch\u00e4ft bleibt ein Angebot f\u00fcr Menschen, denen Mozart oder Verdi etwas bedeuten.  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/409393173_1751547101_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[16\/9] \" alt=\"Mit Weitblick: Michael Schulz hat das Musiktheater im Revier immer als Haus f\u00fcr \u201ealle\u201c verstanden. Musical, Operette, gro\u00dfe Oper: Schulz\u2018 Spielplan reichte von \u201eCabaret\u201c \u00fcber \u201eDie lustige Witwe\u201c bis zu Urauff\u00fchrungen zeitgen\u00f6ssischer Oper.\" title=\"Mit Weitblick: Michael Schulz hat das Musiktheater im Revier immer als Haus f\u00fcr \u201ealle\u201c verstanden. Musical, Operette, gro\u00dfe Oper: Schulz\u2018 Spielplan reichte von \u201eCabaret\u201c \u00fcber \u201eDie lustige Witwe\u201c bis zu Urauff\u00fchrungen zeitgen\u00f6ssischer Oper.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Mit Weitblick: Michael Schulz hat das Musiktheater im Revier immer als Haus f\u00fcr \u201ealle\u201c verstanden. Musical, Operette, gro\u00dfe Oper: Schulz\u2018 Spielplan reichte von \u201eCabaret\u201c \u00fcber \u201eDie lustige Witwe\u201c bis zu Urauff\u00fchrungen zeitgen\u00f6ssischer Oper.<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | Ralf Rottmann\n    <\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">Aber es gibt auch dort keine Selbstl\u00e4ufer mehr. Sie haben unl\u00e4ngst eine ganz starke \u201eSalome\u201c gehabt. Vor 20 Jahren h\u00e4tten sie die ersten acht Vorstellungen locker ausverkauft. Klappt nicht mehr.<\/p>\n<p class=\"mt-2\">Viele Dinge sind auch im B\u00fcrgertum nicht mehr selbstverst\u00e4ndlich. Ich glaube nicht, dass die Musik die Menschen nicht mehr erreicht. Was sicher st\u00e4rker gedacht und gemacht werden muss, ist Marketing. Dass in Essen eine Gegenwartsoper wie <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/kultur\/article237871989\/Kampes-Oper-Dogville-Triumph-am-Aalto-Theater-Essen.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.waz.de\/kultur\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1678629230\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eDogville\u201c <\/a>in der Nachfrage durch die Decke ging, auch wegen einer Autofahrt auf der Szene und einem brennenden B\u00fchnenbild, das ist Oper auch als Event. Ganz k\u00f6nnen wir uns der Welt, die es nach Events verlangt, sicher nicht verschlie\u00dfen. <\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">J\u00fcngere, die digital unterwegs sind, kommen aus einer perfekten Welt in ein Opernhaus, in dem kein einziger S\u00e4nger ein Mikro hat&#8230;<\/p>\n<p class=\"mt-2\">H\u00f6rgewohnheiten \u00e4ndern sich rasant. Wer nur noch perfekt ausgesteuerte, teils auch eindeutig manipulierte Aufnahmen kennt, der muss sich in unsere \u201eold fashioned\u201c analogen Auff\u00fchrungen erstmal einfinden.  Aus diesen neuen H\u00f6rgewohnheiten ist eine Erwartungshaltung geworden. Wie k\u00f6nnen wir dem begegnen?  Ich glaube, mit der Qualit\u00e4t, die \u201elive und echt\u201c hei\u00dft: Alles, was du h\u00f6rst und siehst, geschieht jetzt in diesem Moment. <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/405523164_1751547094_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[16\/9] \" alt=\"In den 66 Jahren, seit denen das Musiktheater im Revier (MiR) steht, hat kein Intendant sich so lange gehalten wie Michael Schulz. Dessen Herz geh\u00f6rt auch der Architektur. Werner Ruhnau schuf den Bau am Rande der Innenstadt von Gelsenkirchen.\" title=\"In den 66 Jahren, seit denen das Musiktheater im Revier (MiR) steht, hat kein Intendant sich so lange gehalten wie Michael Schulz. Dessen Herz geh\u00f6rt auch der Architektur. Werner Ruhnau schuf den Bau am Rande der Innenstadt von Gelsenkirchen.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      In den 66 Jahren, seit denen das Musiktheater im Revier (MiR) steht, hat kein Intendant sich so lange gehalten wie Michael Schulz. Dessen Herz geh\u00f6rt auch der Architektur. Werner Ruhnau schuf den Bau am Rande der Innenstadt von Gelsenkirchen.<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | Ingo Otto\n    <\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">Sie haben in Ihrer Zeit hier auch die Kunst beherrscht, der Zampano zu sein. Anders als Hein Mulders in Essen haben Sie kein Musicalverbot erlassen, es gibt das Feierabendsingen, regelm\u00e4\u00dfig Operetten&#8230;<\/p>\n<p class=\"mt-2\">Ich glaube, dass diese Mischung \u00fcberall den Menschen gut tut. Das f\u00e4llt mir nicht schwer, wirklich. Ich hab\u2018 als Sch\u00fcler angefangen ins Theater zu gehen, teils jeden zweiten Abend in Braunschweig. Und ich hab\u2018 nichts ausgelassen. Da hab\u2018 ich sehr bald gemerkt, dass ein extrem anspruchsvoller Hamlet genauso ein tolles Erlebnis sein kann wie eine Offenbach-Operette. Ich bin da rausgegangen und durfte sagen; \u201eIch hab\u2018 was erlebt.\u201c Das ist in meinem Kopf geblieben und in meinem Herzen \u2013 als Auftrag, dass es unseren Besuchern auch so geht. Dazu vielleicht noch eine Geschichte:  Ans MiR kam ich ja vom Nationaltheater Weimar, wo Hochkultur extrem hoch gehalten wurde. Als ich dort \u201eDas wei\u00dfe R\u00f6ssl\u201c angesetzt habe, h\u00f6rte ich von Abonnentinnen: \u201eHerr Schulz, das m\u00f6gen wir hier nicht!\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">Kam es trotzdem an?<\/p>\n<p class=\"mt-2\">Nat\u00fcrlich, dass war doch gar keine Frage! (lacht). Meine feste \u00dcberzeugung ist: Ein Theater ist f\u00fcr alle da.<\/p>\n<p>    Auch interessant<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/408800013_1744726654_v1_1_200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[1\/1] \" alt=\"Frank Hilbrich wird ab 2026 neuer Intendant am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier.\" title=\"Frank Hilbrich wird ab 2026 neuer Intendant am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">Sie haben so viel Erfahrung. Warum scheitert man trotzdem mit Inszenierungen, warum gibt es Flops?<\/p>\n<p class=\"mt-2\">Manchmal ist die Grundidee schief, manchmal passt sie nicht zu den K\u00fcnstlern, mit denen man sie umsetzt. Aber Sie haben  Recht: Auch  nach so vielen Jahren ist man absolut nicht sicher, wie man einen Erfolg landet. Aber obwohl ich nat\u00fcrlich erfolgreich sein will: Ich finde es schon gut, dass es keine absolute Sicherheit gibt beim Schaffen von Kunst. Au\u00dferdem arbeiten wir immer auf Termin: Wenn Premiere ist, muss man raus damit, auch wenn man als Regisseur nicht fertig geworden ist.<\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">Was h\u00e4lt l\u00e4nger in Ihnen: die Freude \u00fcber Gelungenes oder die Zerknirschung \u00fcber Missgl\u00fccktes?<\/p>\n<p class=\"mt-2\">Das ist ja ein Ph\u00e4nomen: Was gut ist, nimmt man man eher als selbstverst\u00e4ndlich hin. Das Unangenehme bei\u00dft einen st\u00e4rker. Aber die gro\u00dfen Abende von der <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/kultur\/article209440511\/eine-oper-gegen-das-vergessen.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.waz.de\/kultur\/\" data-paid-status=\"default\" data-article-publish-date=\"1485749215\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u201ePassagierin\u201c<\/a> \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/kultur\/article215513453\/publikum-im-musiktheater-im-revier-feiert-bernsteins-mass.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.waz.de\/kultur\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1539010305\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eMass\u201c<\/a> bis zu <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/kultur\/article212384745\/mathis-der-maler-in-gelsenkirchens-musiktheater-ist-ein-ereignis.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.waz.de\/kultur\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1509291529\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u201eMathis der Maler\u201c<\/a>, das bleibt schon, da haben wir gezeigt, wer wir sind und was wir k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/409393259_1751547099_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[16\/9] \" alt=\"Oft schuf er fein gewirktes Musiktheater, abseits von naheliegenden Modernismen. Auch Janaceks \u201eDas schlaue F\u00fcchslein\u201c geriet dem Gelsenkirchener Opernintendanten Michael Schulz als erlesen gute Deutung.\" title=\"Oft schuf er fein gewirktes Musiktheater, abseits von naheliegenden Modernismen. Auch Janaceks \u201eDas schlaue F\u00fcchslein\u201c geriet dem Gelsenkirchener Opernintendanten Michael Schulz als erlesen gute Deutung.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Oft schuf er fein gewirktes Musiktheater, abseits von naheliegenden Modernismen. Auch Janaceks \u201eDas schlaue F\u00fcchslein\u201c geriet dem Gelsenkirchener Opernintendanten Michael Schulz als erlesen gute Deutung.<br \/>\n      \u00a9 Musiktheater im Revier | Bettina Stoess\n    <\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">Also doch viel Zufriedenheit!<\/p>\n<p class=\"mt-2\">Ich habe tolle Gl\u00fccksmomente in diesem Haus gehabt, sonst w\u00e4re ich nicht so lange hier geblieben.  Das Miteinander, das Engagement der Leute, das ist fast wie Familie, das macht gl\u00fccklich. Klar ist der Intendant kein normales Familienmitglied, der ist auch streng und mal unangenehm. Aber das ist Teil der Aufgabe. Ich bin hier auch in Auseinandersetzungen gewesen und durch viele T\u00e4ler gegangen. Die Mischung geh\u00f6rt dazu. Aber es geht immer um Menschen, vom Schn\u00fcrboden bis zum Platz im Parkett.<\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">Sie gehen nun an ein Theater, wo weit und breit keine Konkurrenz lauert. Hier haben Sie vier dicke H\u00e4user von Dortmund bis D\u00fcsseldorf direkt vor der Nase gehabt&#8230;<\/p>\n<p class=\"mt-2\">Fand ich ganz toll! Und man muss sagen: Da hat die Kulturhauptstadt 2010 viel gebracht, die Zusammenarbeit mit den anderen Opernh\u00e4usern ist wunderbar. Die Theaterlandschaft ist um 180 Grad gewendet zu 2008, als ich hier angefangen habe: Es gibt keinen Neid, alle empfinden sich in einem Boot; Konkurrenz wird ganz positiv zugelassen<\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">Was man sich nur im Abschiedsinterview zu fragen traut: Sie gelten als guter Koch und Feinschmecker. Haben Sie je einen Big Mac gegessen?<\/p>\n<p class=\"mt-2\">Das habe ich schon, aber das ist jetzt nicht meine gr\u00f6\u00dfte Freude. Allerdings muss ich bei einem Nationalgericht des Ruhrgebiets, in dem ich nun 17 Jahre gelebt habe, v\u00f6llig passen!<\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">Heraus damit, Herr Schulz!<\/p>\n<p class=\"mt-2\"><a href=\"https:\/\/www.waz.de\/lokales\/gelsenkirchen\/article409200203\/endlich-klarheit-die-currywurst-kommt-aus-dem-kohlenpott.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.waz.de\/lokales\/gelsenkirchen\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1749204038\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Currywurst!<\/a> Ich kann einfach \u00fcberhaupt nicht versehen, was daran toll sein soll. Ein Essen, das ich v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssig finde.<\/p>\n<p class=\"mb-2 font-bold\">Currywurst werden sie also in Saarbr\u00fccken nicht vermissen&#8230;<\/p>\n<p class=\"mt-2\">Nee, aber sehr viel sonst. Wenn ich das ganze Haus, das Geb\u00e4ude und seine vielen tollen Menschen, mitnehmen d\u00fcrfte nach Saarbr\u00fccken: Ich w\u00fcrde es tun!<\/p>\n<p>        Gala nimmt Abschied vom Chef<\/p>\n<p>Der scheidende Hausherr weigert sich zwar, seine Dienstzeit eine \u201e\u00c4ra\u201c zu nennen. Aber geb\u00fchrend verabschiedet wird er doch. Am <strong>Sonntag, 13. Juli 2025, 18.00 Uhr<\/strong> hei\u00dft es im Gro\u00dfes Haus des Musiktheaters im Revier \u201eMach\u2019s gut, Michael \u2013 und wenn du gehst, geht auch ein Teil vom MiR\u201c.  Dann verabschieden sich das aktuelle Ensemble, die Neue Philharmonie Westfalen und \u00dcberraschungsg\u00e4ste mit musikalischen Geschenken von ihrem Intendanten.<\/p>\n<p>Im Anschluss an das Abschiedskonzert bietet ein <strong>Grillfest<\/strong> bei Getr\u00e4nken und Speisen die M\u00f6glichkeit zum gem\u00fctlichen Beisammensein, sich an die vielen Highlights der letzten 17 Jahre zu erinnern und gemeinsam Abschied von Michael Schulz und der Spielzeit 24.25 zu nehmen. Das Publikum ist herzlich dazu eingeladen. <\/p>\n<p>Karten f\u00fcr 25 Euro an der Theaterkasse: Montag und Samstag von 10.00 bis 14.00 Uhr, Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 18.30 Uhr, E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/kultur\/article409226768\/mailto:theaterkasse@musiktheater-im-revier.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">theaterkasse@musiktheater-im-revier.de<\/a>, telefonisch unter 0209.4097-200<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gelsenkirchen. 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