{"id":240830,"date":"2025-07-04T04:49:12","date_gmt":"2025-07-04T04:49:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/240830\/"},"modified":"2025-07-04T04:49:12","modified_gmt":"2025-07-04T04:49:12","slug":"ein-jubilaeumsheft-zum-60-geburtstag-des-freundes-und-foerdervereins-zoo-leipzig-e-v-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/240830\/","title":{"rendered":"Ein Jubil\u00e4umsheft zum 60. Geburtstag des Freundes- und F\u00f6rdervereins Zoo Leipzig e.V. \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Das Format ist nat\u00fcrlich praktisch: Freunde der \u201eLeipziger Bl\u00e4tter\u201c kennen es. Der Freundes- und F\u00f6rderverein Zoo Leipzig e.V. hat es jetzt genutzt, um ein nicht ganz unwichtiges Jubil\u00e4um zu w\u00fcrdigen, denn im Juni 1965 wurde die Vorl\u00e4uferorganisation gegr\u00fcndet, damals noch als Interessengemeinschaft innerhalb des Kulturbundes. Anders war das damals nicht m\u00f6glich. Aber die Ziele waren dieselben. Man wollte die Arbeit des Zoos mit allen Kr\u00e4ften unterst\u00fctzen. Ein Engagement, das nach 1990 noch deutlich verst\u00e4rkt wurde. Die Summen, die der Verein sammelte, stiegen deutlich an.<\/p>\n<p>Und so kamen jetzt auch echte Projekte dazu, die der Verein mit Spenden im Hunderttausender- und Millionen-Bereich f\u00fcr den Zoo erst erm\u00f6glichte. Und damit auch flei\u00dfig an die \u00d6ffentlichkeit ging, wohl wissend, dass der Leipziger Zoo nicht nur den Vereinsmitgliedern am Herzen liegt, sondern auch den vielen Leipzigern, die manchmal mit kleinen, manchmal mit gro\u00dfen Spenden so manches Aufsehen erregende Projekt erm\u00f6glichten. Man denke nur an die Zuwendung zur Robbenanlage, mit der das Engagement des Freundeskreises 1997 erst so richtig \u00f6ffentlich wurde.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ce52799d2711450f814fbd39af51ef6e.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/bildung\/medien\/2025\/07\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/bildung\/medien\/2025\/07\/1\"\/><\/p>\n<p>Das war das Jahr, in dem der neue Zoodirektor J\u00f6rg Junhold die Regie im Zoo \u00fcbernahm und der Stadt die Idee eines \u201eZoos der Zukunft\u201c offerierte. Die dann sogar sehr schnell Gestalt annahm, weil sie nicht nur den damaligen Oberb\u00fcrgermeister Wolfgang Tiefensee faszinierte.<\/p>\n<p>Schon 2000\/2001 gab es den ersten Zuschuss f\u00fcr die L\u00f6wensavanne, 2002 Geld f\u00fcr die Lippenb\u00e4renschlucht, 2006 Geld f\u00fcr den Okapiwald und 2013 welches f\u00fcr das Amurleopardental. Und so ging das munter weiter. Der Zoo baute und verwirklichte St\u00fcck um St\u00fcck den \u201eZoo der Zukunft\u201c und der Freundes- und F\u00f6rderverein war jedes Mal mit dabei und \u00fcberreichte einen dicken Scheck, der die Spielr\u00e4ume des Zoos deutlich erweiterte.<\/p>\n<p>60 Jahre in Bildern und Zahlen<\/p>\n<p>Und so wird das mit vielen eindrucksvollen Fotos best\u00fcckte Heft auch eine in vielen Beitr\u00e4gen formulierte W\u00fcrdigung dieser 60 Jahre. Und nat\u00fcrlich auch der besonders engagierten Vereinsmitglieder und Partner. Denn seit Siegfried Seifert, der von 1964 bis 1993 Zoodirektor war und die Gr\u00fcndung des Freundeskreises initiierte, hatte man stets auch die Direktoren des Zoos als direkte Partner.<\/p>\n<p>Einige Vorsitzende des Vereins \u2013 wie Siegfried Stauche \u2013 wurden selbst zur Legende, wurden geradezu zum Begriff f\u00fcr emsig arbeitende Streiter f\u00fcr ihren Zoo, die sich stolz mit immer neuen Schecks fotografieren lie\u00dfen. Stellvertretend f\u00fcr die gro\u00dfe Gemeinde der Zoofreunde.<\/p>\n<p>Man findet im Heft also auch eine chronologische Bilderstrecke \u00fcber alle Aktivit\u00e4ten des Freundeskreises in den vergangenen 60 Jahren, aber auch eine detaillierte \u00dcbersicht \u00fcber die dem Zoo gespendeten Summen und die dadurch erm\u00f6glichten Projekte. Eine Zwischenbilanz, das ganz gewiss. Denn dieser Freundes- und F\u00f6rderverein wird weiterarbeiten. Das sp\u00fcrt man den Texten an. Sein Mittun wird gerade dann noch viel wichtiger, wenn das Projekt Zoo der Zukunft in den n\u00e4chsten Jahren an sein Ende kommt und von der Stadt aus simplen Haushaltsgr\u00fcnden weniger Geld kommen wird.<\/p>\n<p>Das Heft verr\u00e4t aber auch, was eine der sch\u00f6nsten Aktionen des Freundes- und F\u00f6rdervereins eigentlich einbringt: Das sind die Tierpatenschaften. Man kann zwar nicht die direkte Patenschaft \u00fcber ein konkretes Tier \u00fcbernehmen. Aber wenn die Patentafel im Zoo dann zeigt, dass man f\u00fcr einen L\u00f6wen, einen Elefanten, eine Giraffe die Patenschaft \u00fcbernommen hat, dann macht das doppelt stolz. Man hilft dem Zoo und zeigt auch gleichzeitig, f\u00fcr welche Tiere man sich am meisten begeistert.<\/p>\n<p>Wer schaut wen an?<\/p>\n<p>Das sind dann erstaunlicherweise in der gro\u00dfen Zahl gar nicht die gro\u00dfen Tiere, sondern die besonders niedlichen kleinen: die Erdm\u00e4nnchen. Was sicher auch an der nicht ganz so hohen Spendensumme liegt. Aber ganz bestimmt auch an ihrem putzigen Charakter. Und Kerstin Decker kann auch davon erz\u00e4hlen, dass ein anderer putziger Geselle den Erdm\u00e4nnchen mittlerweile auf den Fersen ist \u2013 der Feldhamster.<\/p>\n<p>Den kann man Zoo eigentlich nicht besichtigen. Die Feldhamster-Zuchtstation liegt au\u00dferhalb der \u00d6ffentlichkeit. Aber das Feldhamsterprojekt, mit dem der Zoo hilft, die Feldhamster in Nordsachsen wieder auszuwildern, hat un\u00fcbersehbar viele Leipziger dazu animiert, diesen putzigen Tierchen mit einer Spende zu helfen. Eine Schilderung des Feldhamsterprojekts findet man nat\u00fcrlich auch im Heft.<\/p>\n<p>Und am Ende auch einen Beitrag, der das eigentliche Thema anspricht, das eigentlich f\u00fcr die Arbeit des Freundes- und F\u00f6rdervereins die eigentliche Grundlage bildet. Man vergisst es ja so oft, wenn man sich auf Geldsammeln und Benefizaktionen konzentriert: Dass es eigentlich die Begegnung mit den Tieren ist, die das ganze Engagement erst mit Leben erf\u00fcllt. Und mit der Schriftstellerin Angela Krau\u00df thematisiert das eine, die es besonders bildhaft erz\u00e4hlen kann. Auch mit den leisen Verst\u00f6rungen bei der Begegnung mit den Tieren.<\/p>\n<p>Aber auch diesem Moment der Erdung, der einen vom Stress des Alltags befreit. Davon k\u00f6nnte man sicher sogar viel mehr Texte lesen, denn charaktervolle Tiere gibt es im Zoo genug. Und Momente der Begegnung und der Verst\u00f6rung auch. Denn nat\u00fcrlich geht es immer auch ums Schauen und ums Wahrgenommenwerden. Und die vielen, manchmal verwirrenden Gedanken des Menschen, der auf die Tiere schaut. Davon lebt nun einmal das Ph\u00e4nomen Zoo.<\/p>\n<p>Vier Vereinspr\u00e4sidenten hatte der Verein mittlerweile. Aktuell ist es Michael Weichert, der dem Verein seit zehn Jahren vorsitzt. Alle bekamen auch ein kleines Portr\u00e4t im Heft, sodass jeder, der es in die Hand kriegt, auch eine Vorstellung davon bekommt, wer da seit 60 Jahren emsig daran arbeitet, den Zoo mit allem zu unterst\u00fctzen, was Engagement dabei auf den Weg bringen kann.<\/p>\n<p><strong>Freundes- und F\u00f6rderverein des Zoo Leipzig e.V. <a href=\"https:\/\/www.lehmanns.de\/isbn\/9783954151639@liz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">\u201eTierisches Engagement\u201c<\/a><\/strong> Passage-Verlag, Leipzig 2015.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Format ist nat\u00fcrlich praktisch: Freunde der \u201eLeipziger Bl\u00e4tter\u201c kennen es. 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