{"id":241085,"date":"2025-07-04T07:09:12","date_gmt":"2025-07-04T07:09:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/241085\/"},"modified":"2025-07-04T07:09:12","modified_gmt":"2025-07-04T07:09:12","slug":"1-000-teilnehmer-bis-ende-2025-frankreich-startet-diplomatische-reserve","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/241085\/","title":{"rendered":"1.000 Teilnehmer bis Ende 2025: Frankreich startet &#8222;diplomatische Reserve&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            04\/07\/2025 &#8211; 6:15 MESZ<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>Frankreich hat am Donnerstag eine &#8222;diplomatische Reserve&#8220; ins Leben gerufen. Bis Ende des Jahres sollen 1.000 Personen gefunden werden. Diese haben mehrere Aufgaben: Hilfsangebote f\u00fcr Gefl\u00fcchtete verbessern, der Desinformation \u00fcber franz\u00f6sische Diplomatie entgegenwirken und die franz\u00f6sische &#8222;Soft Power&#8220; im Ausland zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>&#8222;Jeder franz\u00f6sische oder europ\u00e4ische B\u00fcrger, der mindestens 18 Jahre alt ist, kann dieser B\u00fcrgerreserve beitreten, wenn er oder sie sich an eine Charta und ein Kardinalprinzip h\u00e4lt: das allgemeine Interesse&#8220;, sagte Au\u00dfenminister Jean-No\u00ebl Barrot in einer Rede.<\/p>\n<p>&#8222;Unsere Ambitionen sind hoch. Das franz\u00f6sische Diplomaten-Netzwerk ist mit 163 Botschaften und 208 Generalkonsulaten das drittgr\u00f6\u00dfte der Welt. Unsere Diplomatie muss \u00fcberall pr\u00e4sent sein, bis hin zum letzten Kilometer, der uns manchmal von unseren am weitesten entfernten Landsleuten trennt&#8220;, so der Au\u00dfenminister Barrot.<\/p>\n<p>Reservisten in der Diplomatie: Das sind Frankreichs Pl\u00e4ne<\/p>\n<p>Die Reservisten haben drei Hauptaufgaben: <\/p>\n<ul>\n<li>den \u00f6ffentlichen Dienst und den Schutz der franz\u00f6sischen B\u00fcrger im Ausland, <\/li>\n<li>die Verteidigung der Interessen des Landes in allen bilateralen, europ\u00e4ischen und multilateralen Foren <\/li>\n<li>die Gew\u00e4hrleistung, dass die Stimme Frankreichs zu Hause verstanden und in der Welt geh\u00f6rt wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zu ihren Aufgaben kann auch die telefonische Unterst\u00fctzung des Krisen- und Unterst\u00fctzungszentrums geh\u00f6ren, das den Schutz franz\u00f6sischer Staatsangeh\u00f6riger und die humanit\u00e4ren Sofortma\u00dfnahmen des Landes koordiniert.<\/p>\n<p>&#8222;Seit dem Ausbruch des Krieges zwischen Israel und dem Iran hat das Krisenzentrum innerhalb von 12 Tagen 12.000 Anrufe entgegengenommen. Und 1.000 franz\u00f6sische Staatsangeh\u00f6rige haben von unserer Hilfe profitiert, um nach Frankreich zur\u00fcckzukehren. In solchen Situationen ist die telefonische Hilfe unerl\u00e4sslich und erfordert eine gro\u00dfe Anzahl von Freiwilligen&#8220;, so Barrot.<\/p>\n<p>Ganz konkret k\u00f6nnte es sich um die logistische und protokollarische Unterst\u00fctzung bei Gro\u00dfveranstaltungen &#8211; einschlie\u00dflich der G7-Treffen unter franz\u00f6sischer Pr\u00e4sidentschaft im kommenden Jahr &#8211; handeln. Oder etwa um die Bereitstellung und Verbreitung von digitalem Fachwissen zur Bek\u00e4mpfung von Desinformation. Die Reserve k\u00f6nnte auch die  F\u00f6rderung der Bem\u00fchungen Frankreichs im Ausland erweitern.<\/p>\n<p>Zwei Kontingente: Professionals und Ehrenamtliche<\/p>\n<p>Das Au\u00dfenministerium wird am Montag alle Botschafter auffordern, bis Ende des Jahres ihren Bedarf zu ermitteln, um einen umfassenden Katalog m\u00f6glicher Aufgaben zu erstellen.<\/p>\n<p>Die Reserve wird \u00fcber zwei Kontingente verf\u00fcgen. Das erste Kontingent soll mit derzeitigen oder ehemaligen Mitarbeitern des Au\u00dfenministeriums besetzt werden. Auch Mitarbeitern franz\u00f6sischer Agenturen mit internationaler Ausrichtung wie der franz\u00f6sischen Entwicklungsagentur, Berater von Franzosen im Ausland sowie Akademiker und Wissenschaftler, mit denen das Ministerium bereits zusammenarbeitet, k\u00f6nnten daran teilnehmen.<\/p>\n<p>Etwa 200 Personen haben bereits ihr Interesse bekundet, sagte Barrot. Das Ziel sei laut Au\u00dfenminister, dieses Kontingent bis zum Jahresende auf 1.000 Personen zu erweitern.<\/p>\n<p>Eine zweite Gruppe wird sich aus Personen zusammensetzen, die ehrenamtlich f\u00fcr internationale Solidarit\u00e4ts-NGOs oder in franz\u00f6sischen Verb\u00e4nden im Ausland arbeiten, sowie aus internationalen technischen Experten, Think-Tankern und Wirtschaftsf\u00fchrern, die &#8222;eine wesentliche Rolle in unserer Wirtschaftsdiplomatie spielen&#8220;, so Barrot.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Einrichtung dieses Kontingents ist die Zustimmung des Parlaments erforderlich. Das Verfahren wird n\u00e4chste Woche eingeleitet.<\/p>\n<p>Frankreich: Reform des franz\u00f6sischen diplomatischen Korps<\/p>\n<p>Die Einrichtung dieser diplomatischen Reserve wurde erstmals von Pr\u00e4sident Emmanuel Macron im Jahr 2023 in einer Rede an das franz\u00f6sische diplomatische Korps angek\u00fcndigt. Es war ein Beschwichtigungsversuch, nachdem eine vorgeschlagene Reform ihrer Dienste im Jahr zuvor zum ersten Mal zu einem Streik gef\u00fchrt hatte.<\/p>\n<p>Die Reform sah die schrittweise Abschaffung der beiden Korps vor, die f\u00fcr die Verwaltung des diplomatischen Personals zust\u00e4ndig sind, um die diplomatischen Positionen f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Vielfalt zu \u00f6ffnen, so die Regierung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 04\/07\/2025 &#8211; 6:15 MESZ WERBUNG Frankreich hat am Donnerstag eine &#8222;diplomatische Reserve&#8220; ins Leben gerufen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":241086,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,508,1356,548,663,158,3934,3935,156,19104,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-241085","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-diplomatie","11":"tag-emmanuel-macron","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-frankreich","18":"tag-g7","19":"tag-headlines","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114793713902828746","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/241085","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=241085"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/241085\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/241086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=241085"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=241085"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=241085"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}