{"id":241224,"date":"2025-07-04T08:29:10","date_gmt":"2025-07-04T08:29:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/241224\/"},"modified":"2025-07-04T08:29:10","modified_gmt":"2025-07-04T08:29:10","slug":"frankreich-wo-der-antisemitismus-die-seiten-gewechselt-hat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/241224\/","title":{"rendered":"Frankreich: Wo der Antisemitismus die Seiten gewechselt hat"},"content":{"rendered":"<p>Der Historiker St\u00e9phane Courtois war einst Maoist, heute warnt er vor linkem Judenhass. In einer neuen Studie zeigt er auf, wie Antizionismus und Antisemitismus im linken Lager verschmelzen \u2013 und wer von dieser gef\u00e4hrlichen Mischung profitiert.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Wer den franz\u00f6sischen Historiker St\u00e9phane Courtois besucht, kann durch die Passage des Panoramas gehen, die erste \u00fcberdachte Einkaufspassage von Paris, er\u00f6ffnet im Jahr 1800. Der deutsche Philosoph Walter Benjamin hat sie in seinem ber\u00fchmten \u201ePassagenwerk\u201c als Wiege des Warenfetischismus ausgemacht. Ein passender Auftakt f\u00fcr ein Gespr\u00e4ch \u00fcber linken Antisemitismus, der in genau diesem beginnenden 19. Jahrhundert seine Wurzeln hat. <\/p>\n<p>Bis in den achten Stock f\u00fchrt der Fahrstuhl des Geb\u00e4udes an der S\u00fcdseite der Passage. Courtois, 76, \u00f6ffnet die T\u00fcr einer Wohnung, die jedem Gast den Atem verschlagen muss: Richtung Norden der Blick auf Montmartre und die Basilika Sacr\u00e9-C\u0153ur, auf der S\u00fcdseite der Eiffelturm und Paris in seiner ganzen Pracht.<\/p>\n<p>Mit seinem \u201eSchwarzbuch des Kommunismus\u201c hatte Courtois Ende der Neunzigerjahre f\u00fcr heftige Debatten gesorgt und den Historikerstreit in Deutschland neu befeuert. Courtois und seine Mitautoren sch\u00e4tzten die Opfer kommunistischer Regime im 20. Jahrhundert auf 100 Millionen Tote \u2013 und stellten dem Kommunismus eine Bilanz aus, die mit der des Nationalsozialismus vergleichbar war. <\/p>\n<p>Es war die Gleichsetzung der Verbrechen, die damals auf heftige Kritik stie\u00df. Doch gleichg\u00fcltig, auf welche Seite man sich schlug, mit dem \u201eSchwarzbuch\u201c begann die \u00fcberf\u00e4llige Aufarbeitung des kommunistischen Totalitarismus.<\/p>\n<p>Dass Courtois gern gegen den Mainstream schwimmt, beweist er erneut mit zwei kurzen Studien zum Antisemitismus von links, die er jetzt gemeinsam mit seinem Historikerkollegen Bernard Bruneteau im Auftrag des liberalen Thinktanks Fondapol ver\u00f6ffentlicht hat. In <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.fondapol.org\/etude\/les-gauches-antisemites-1\/\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.fondapol.org\/etude\/les-gauches-antisemites-1\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">\u201eLes gauches antis\u00e9mites\u201c<\/a> (Die antisemitischen Linken) zeichnen die Autoren die Urspr\u00fcnge eines linken Antisemitismus im revolution\u00e4ren Sozialismus des 19. Jahrhunderts nach.<\/p>\n<p>\u201eSpontan widerspricht Antisemitismus von links der Intuition\u201c, sagt Courtois, der an diesem schw\u00fclen Junitag auf seiner S\u00fcd-Terrasse Platz genommen hat. Auch in Frankreich verorte man den Antisemitismus traditionell rechts. <\/p>\n<p>Wie ein roter Faden zog er sich durch die franz\u00f6sische Geschichte: vom Justizskandal der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article204487460\/Alfred-Dreyfus-Ich-habe-nicht-das-Recht-zu-sterben.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article204487460\/Alfred-Dreyfus-Ich-habe-nicht-das-Recht-zu-sterben.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dreyfus-Aff\u00e4re <\/a>gegen den zu Unrecht beschuldigten j\u00fcdischen Offizier Ende des 19. Jahrhunderts \u00fcber die Kollaboration des Vichy-Regimes mit der deutschen Besatzungsmacht im Zweiten Weltkrieg bis hin zur Gr\u00fcndung der rechtsextremen Partei Front National 1972 durch <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus255057946\/Jean-Marie-Le-Pen-Der-Mann-der-Tabuthemen-gesellschaftsfaehig-machte.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus255057946\/Jean-Marie-Le-Pen-Der-Mann-der-Tabuthemen-gesellschaftsfaehig-machte.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jean-Marie Le Pen<\/a>. <\/p>\n<p>Verlagerung nach links<\/p>\n<p>Nun beobachtet Courtois eine zunehmende Verschiebung. Das Problem habe sich komplett nach links verlagert, urteilt der Historiker. Sein Zentrum macht er im <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus251568096\/Frankreich-Wenn-die-extreme-Linke-auch-auf-radikale-Muslime-setzt.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus251568096\/Frankreich-Wenn-die-extreme-Linke-auch-auf-radikale-Muslime-setzt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eIslamo-Gauchisme\u201c <\/a>aus, wie man die Allianz zwischen Linkspopulisten und radikalem Islam in Frankreich nennt. \u201eDer franz\u00f6sische Antisemitismus hat mutiert, wie ein Virus mutiert\u201c, konstatiert er. <\/p>\n<p>Offen zugegeben wird das nicht. \u201eAus Prinzip steht die Linke immer auf der richtigen Seite der Geschichte. Es werden die schlimmsten Sachen \u00fcber j\u00fcdische Politiker gesagt, aber das steht bei ihnen nicht unter den Verdacht des Antisemitismus, was nat\u00fcrlich Tarnung ist\u201c, res\u00fcmiert Courtois. <\/p>\n<p>Die Allianz der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article251864838\/Frankreich-Linkspopulistische-Politikerin-schwenkt-Palaestinenser-Flagge-im-Parlament.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article251864838\/Frankreich-Linkspopulistische-Politikerin-schwenkt-Palaestinenser-Flagge-im-Parlament.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Linkspopulisten von La France Insoumise (LFI) <\/a>mit dem radikalen Islam bis hin zur Muslimbruderschaft sieht er inzwischen als gesellschaftliches und politisches Problem. Es handele sich dabei keinesfalls um Gelegenheits-Antisemitismus, sondern um eine strukturelle Judenfeindlichkeit mit Wurzeln im 19. Jahrhundert.<\/p>\n<p>Im ersten Heft der Studie zeigen die Autoren auf, wie in dieser Periode die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article250318032\/Antikapitalismus-und-Antisemitismus-gehen-oft-Hand-in-Hand.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article250318032\/Antikapitalismus-und-Antisemitismus-gehen-oft-Hand-in-Hand.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">antikapitalistische Ideologie mit der antisemitischen verschwamm<\/a>. \u201eDer Jude\u201c wurde zum Inbegriff des Kapitalisten und seiner angeblich schamlosen Bereicherung. Karl Marx, ein zum Protestantismus konvertierter Jude, bediente diese Klischees in seinem Aufsatz \u201eZur Judenfrage\u201c.<\/p>\n<p>Und der sozialistische Intellektuelle Augustin Hamon schrieb 1889 in der \u201eRevue socialiste\u201c: \u201eDer Jude ist ins b\u00fcrgerliche Milieu eingedrungen, hat den einen geschmeichelt, die anderen beleidigt, manche hat er ausgenutzt, alle hat er bestohlen. Angefangen mit nichts, dominiert er am Ende alles.\u201c Urteile wie dieses waren keine Ausnahme.<\/p>\n<p class=\"c-inline-teaser-list__headline\">Lesen Sie auch<\/p>\n<ul class=\"c-inline-teaser-list__content\">\n<li class=\"c-inline-teaser-list__element\">\n<p>Weltplus ArtikelEmmanuel Macron<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im zweiten Heft spannt Courtois den Bogen vom Negationismus der Nachkriegszeit \u2013 also der Leugnung von V\u00f6lkermorden,  insbesondere des Holocaust \u2013 bis zum als \u201eAntizionismus\u201c getarnten Antisemitismus Josef Stalins, der auch die franz\u00f6sischen Kommunisten nachhaltig gepr\u00e4gt hat. <\/p>\n<p>An diesem Vormittag auf der Terrasse f\u00fchren die Exkursionen des Totalitarismusexperten Courtois vor allem zur\u00fcck in die Anfangsjahre der Sowjetunion. Ein besonders d\u00fcsteres Beispiel f\u00fcr den staatlichen Antisemitismus war die \u201eAff\u00e4re der wei\u00dfen Kittel\u201c, ein antisemitisch motivierter Schauprozess gegen j\u00fcdische \u00c4rzte, die eines zionistisch-imperialistischen Komplotts beschuldigt wurden. Es h\u00e4tte zu einem neuen Pogrom kommen k\u00f6nnen, wenn Stalin nicht kurz darauf gestorben w\u00e4re.<\/p>\n<p>Allianz zwischen Linkspopulisten und radikalem Islam<\/p>\n<p>Heute ist aus Sicht von Courtois die Allianz zwischen Linkspopulisten und radikalem Islam besonders problematisch. Einer ihrer auff\u00e4lligsten und lautesten Repr\u00e4sentanten in Frankreich ist der Linkspopulist <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/jean-luc-melenchon\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/jean-luc-melenchon\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jean-Luc M\u00e9lenchon<\/a>, der gro\u00dfes Geschick dabei entwickelt hat, seinen Antisemitismus hinter Antizionismus und seiner antiisraelischen Haltung zu kaschieren. <\/p>\n<p>Nachdem er die Stichwahl bei den vergangenen Pr\u00e4sidentschaftswahlen nur knapp verpasst hat, versucht er die ihm fehlenden Stimmen in den Banlieues zu holen, bei der dritten Generation von Einwanderern aus dem Maghreb, deren Themen er gezielt bedient. M\u00e9lenchons Partei gl\u00e4nzte durch Abwesenheit, als die Vertreter der franz\u00f6sischen Parteien eingeladen wurden, die Filmdokumente der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus248917504\/Hamas-Massaker-am-7-Oktober-2023-Der-Tag-an-dem-das-Grauen-ueber-Israel-kam.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus248917504\/Hamas-Massaker-am-7-Oktober-2023-Der-Tag-an-dem-das-Grauen-ueber-Israel-kam.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hamas-Terrorattacke vom 7. Oktober 2023<\/a> anzusehen. \u201eWas aussieht wie Wahlklientelismus, hat in Wahrheit tiefe Wurzeln\u201c, so Courtois.<\/p>\n<p>Wie tief diese liegen, wei\u00df der Historiker aus eigener Anschauung. Anfang der 70er-Jahre war Courtois selbst Maoist und betrieb in Paris den Buchladen \u201eLa Commune\u201c. Damals verkaufte er Poster von Che Guevara, Angela Davis und einer Pal\u00e4stinenserin mit Kalaschnikow, das \u201eheute denselben Erfolg h\u00e4tte wie damals\u201c. <\/p>\n<p>Er erinnert sich, dass die linken Kampfgruppen damals fast ausnahmslos von Juden seiner Generation geleitet wurden, deren Eltern den Holocaust \u00fcberlebt hatten. Das Attentat gegen die israelischen Sportler bei den Olympischen Spielen 1972 in M\u00fcnchen sorgte deshalb f\u00fcr eine erste Spaltung. Viele Juden wendeten sich von Maoismus und Trotzkismus ab, \u201eaber der N\u00e4hrboden blieb\u201c.<\/p>\n<p>Wenn man den Historiker fragt, ob die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus251699714\/Frankreich-Die-Nazijaeger-die-Frieden-mit-Frankreichs-Rechtspopulisten-schlossen.html?cachebuster=true\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus251699714\/Frankreich-Die-Nazijaeger-die-Frieden-mit-Frankreichs-Rechtspopulisten-schlossen.html?cachebuster=true&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nazij\u00e4ger Serge und Beate Klarsfeld<\/a>, die sie sich als Juden daf\u00fcr aussprechen, eher <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/plus256155418\/rassemblement-national-die-ent-diabolisierung-der-rechten.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/debatte\/plus256155418\/rassemblement-national-die-ent-diabolisierung-der-rechten.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rassemblement National <\/a>(RN) zu w\u00e4hlen als LFI, eine Ausnahme sind, dann wird Courtois kategorisch. \u201eNein, keineswegs. Wir wohnen einer verbl\u00fcffenden Umkehrung bei.\u201c Am Tag zuvor ist er aus Perpignan zur\u00fcckgekommen, der s\u00fcdfranz\u00f6sischen Stadt, die seit 2020 vom RN-B\u00fcrgermeister Louis Alliot regiert wird, Marine Le Pens ehemaligen Lebensgef\u00e4hrten.<\/p>\n<p>\u201eIm Prinzip ist das eine Hochburg der Rechtsextremen, aber auf allen Podiumsdiskussionen ging es die ganze Zeit darum, wie man die Juden verteidigt und sch\u00fctzt\u201c, so Courtois. F\u00fcr ihn ein weiterer Beleg daf\u00fcr, dass der Antisemitismus die Seiten gewechselt hat.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/martina-meister\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/martina-meister\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Martina Meister <\/b><\/a><b>berichtet im Auftrag von WELT seit 2015 als freie Korrespondentin in Paris \u00fcber die franz\u00f6sische Politik.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Historiker St\u00e9phane Courtois war einst Maoist, heute warnt er vor linkem Judenhass. 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