{"id":241324,"date":"2025-07-04T09:22:08","date_gmt":"2025-07-04T09:22:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/241324\/"},"modified":"2025-07-04T09:22:08","modified_gmt":"2025-07-04T09:22:08","slug":"russischer-angriffskrieg-russland-setzt-offenbar-verstaerkt-chemiewaffen-gegen-die-ukraine-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/241324\/","title":{"rendered":"Russischer Angriffskrieg: Russland setzt offenbar verst\u00e4rkt Chemiewaffen gegen die Ukraine ein"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Nach Erkenntnissen des Bundesnachrichtendienstes und zweier niederl\u00e4ndischer Geheimdienste hat <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/russland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> den Einsatz verbotener chemischer Waffen <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/ukraine-krieg-news-liveblog\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">gegen ukrainische Soldaten <\/a>intensiviert.\u00a0&#8222;Der Einsatz von Tr\u00e4nengasen sowie Chlorpikrin durch russische<br \/>\nTruppen ist nun zur Standardpraxis geworden und weit verbreitet&#8220;, hei\u00dft es in einer gemeinsamen Mitteilung des deutschen Auslandsgeheimdienstes, des niederl\u00e4ndischen Milit\u00e4rnachrichtendienstes MIVD sowie des niederl\u00e4ndischen Nachrichtendienstes AIVD. Damit versto\u00dfe Russland gegen das<br \/>\nChemiewaffenabkommen, das auf ein weltweites Verbot solcher Waffen<br \/>\nabzielt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Erkenntnisse stammen dem Chef des MIVD, Peter<br \/>\n Reesink, zufolge aus &#8222;eigenen<br \/>\nunabh\u00e4ngigen Aufkl\u00e4rung \u2013 wir haben das also selbst beobachtet,<br \/>\nbasierend auf unseren eigenen Untersuchungen&#8220;. Reesink sagte:\u00a0&#8222;Das ist<br \/>\nnicht blo\u00df improvisiertes Herumbasteln an der Frontlinie \u2013 das ist<br \/>\nwirklich Teil eines gro\u00df angelegten Programms. Und das ist nat\u00fcrlich<br \/>\nbeunruhigend, denn wenn wir nicht klarstellen und \u00f6ffentlich machen, was<br \/>\n Russland da tut, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich dieser Trend<br \/>\nfortsetzt.&#8220;\n<\/p>\n<p>        &#8222;Intensivierung ist besorgniserregend&#8220;        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">&#8222;Die wichtigste Schlussfolgerung ist, dass wir best\u00e4tigen k\u00f6nnen, dass<br \/>\nRussland seinen <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/chemiewaffen\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Einsatz von Chemiewaffen<\/a> intensiviert&#8220;, sagte der niederl\u00e4ndische Verteidigungsminister Ruben Brekelmans der Nachrichtenagentur Reuters. &#8222;Diese Intensivierung ist besorgniserregend, weil sie Teil<br \/>\neines Trends ist, den wir seit mehreren Jahren beobachten: Russlands<br \/>\nEinsatz von Chemiewaffen in diesem Krieg wird immer normaler,<br \/>\nstandardisierter und weiter verbreitet.&#8220;\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                    Newsletter<\/p>\n<p>                    Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. Erhalten Sie zudem freitags den US-Sonderletter &#8222;Was jetzt, America?&#8220; sowie das digitale Magazin ZEIT am Wochenende.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Mindestens drei ukrainische Tote seien direkt auf den Einsatz von <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/chemiewaffen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Chemiewaffen<\/a> zur\u00fcckzuf\u00fchren. Rund 2.500 verletzte <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/karte-ukraine-krieg-russland-frontverlauf-truppenbewegungen\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">ukrainische Soldaten<\/a> w\u00fcrden au\u00dferdem Symptome aufweisen, die auf derartige Waffen hinweisen.\u00a0<\/p>\n<p>        Chlorpikrin bereits im Ersten Weltkrieg eingesetzt        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die russische Armee werfe unter anderem das Erstickungsmittel Chlorpikrin aus Drohnen ab,<br \/>\n um Soldaten gezielt aus Sch\u00fctzengr\u00e4ben zu vertreiben und dann zu<br \/>\nerschie\u00dfen, zitiert Reuters Verteidigungsminister Brekelmans.\u00a0Chlorpikrin, auch Trichlornitromethan genannt,<br \/>\nist ein chemischer Lungenkampfstoff, der im<br \/>\nErsten Weltkrieg unter der Bezeichnung Gr\u00fcnkreuz-1<br \/>\neingesetzt wurde. Gr\u00fcnkreuz deshalb, weil damals mit solchen Kampfstoffen<br \/>\ngef\u00fcllte Granaten mit einem gr\u00fcnen Kreuz gekennzeichnet wurden.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Stoff kann schwere Reizungen der Haut, Augen und Atemwege verursachen. Wenn er verschluckt wird, kann er Verbrennungen im Mund und Magen, \u00dcbelkeit, Erbrechen sowie Atemnot verursachen. Die Verwendung von Chlorpikrin k\u00f6nne in hoher Konzentration t\u00f6dlich sein und stelle<br \/>\n einen ernsten Versto\u00df gegen das Chemiewaffen\u00fcbereinkommen dar, das den<br \/>\nEinsatz dieses Lungenkampfstoffs unter allen Umst\u00e4nden untersage, hei\u00dft es vonseiten der Geheimdienste. Auch der Einsatz von Tr\u00e4nengas verst\u00f6\u00dft<br \/>\ngegen das \u00dcbereinkommen.\n<\/p>\n<p>        M\u00f6glicherweise Versto\u00df gegen Chemiewaffenkonvention        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die USA hatten Russland erstmals <a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;source=web&amp;rct=j&amp;opi=89978449&amp;url=https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2024-05\/russland-ukraine-krieg-chemiewaffen-usa&amp;ved=2ahUKEwiDmKu_56KOAxVzR_EDHcAAMQAQFnoECBoQAQ&amp;usg=AOvVaw0YF7epoftua2Xgh1MObkiy\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">im Mai letzten Jahres beschuldigt<\/a>, Chlorpikrin zu verwenden. Russland bestritt den Einsatz illegaler Waffen und beschuldigte stattdessen die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/ukraine-krieg-russland-newsblog-live\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a>, solche Waffen zu verwenden. Die Ukraine bestreitet solche Vorw\u00fcrfe konsequent.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Organisation f\u00fcr das Verbot chemischer Waffen (OPCW) \u2013 eine im Rahmen der Chemiewaffenkonvention von 1997 gegr\u00fcndete Abr\u00fcstungsorganisation in Den Haag mit 193 Mitgliedsstaaten \u2013 erkl\u00e4rte die Anschuldigungen beider L\u00e4nder im vergangenen Jahr noch als &#8222;nicht ausreichend belegt&#8220;. Bisher war die Abr\u00fcstungsorganisation nicht durch um eine von den Mitgliedsstaaten einzuleitende, vollst\u00e4ndige Untersuchung gebeten worden. Die alle zwei Jahre rotierenden Sitze im Exekutivrat der OPWC sollen in den kommenden Monaten neu besetzt werden. Auch Russland ist Mitglied der OPCW.\u00a0\n<\/p>\n<p>Krieg in der Ukraine<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-06\/krieg-ukraine-hilfen-johann-wadephul-russland-5vor8\" data-ct-label=\"Krieg in der Ukraine: Was, wenn Putin die Nato testet?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Krieg in der Ukraine:<br \/>\n                        Was, wenn Putin die Nato testet?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/27\/dmytro-kuleba-ukraine-aussenminister-russland-wladimir-putin\" data-ct-label=\"Dmytro Kuleba: &quot;Er wird ein Nato-Land angreifen&quot;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Dmytro Kuleba:<br \/>\n                        &#8222;Er wird ein Nato-Land angreifen&#8220;<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/26\/bundeswehr-geheimplan-verteidigung-russland-militaer\" data-ct-label=\"Bundeswehr: Zu geheim f\u00fcr den Ernstfall\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Bundeswehr:<br \/>\n                        Zu geheim f\u00fcr den Ernstfall<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach Erkenntnissen des Bundesnachrichtendienstes und zweier niederl\u00e4ndischer Geheimdienste hat Russland den Einsatz verbotener chemischer Waffen gegen ukrainische Soldaten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":241325,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[27203,24753,13,1435,451,14,15,16,22880,307,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-241324","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-bnd","9":"tag-chemiewaffen","10":"tag-headlines","11":"tag-krieg-in-der-ukraine","12":"tag-militaer","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-politik","16":"tag-russischer-angriffskrieg","17":"tag-russland","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-top-news","20":"tag-top-meldungen","21":"tag-topmeldungen","22":"tag-topnews","23":"tag-welt","24":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114794236861069133","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/241324","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=241324"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/241324\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/241325"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=241324"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=241324"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=241324"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}