{"id":242114,"date":"2025-07-04T16:27:12","date_gmt":"2025-07-04T16:27:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/242114\/"},"modified":"2025-07-04T16:27:12","modified_gmt":"2025-07-04T16:27:12","slug":"chinas-aussenminister-wang-bei-eu-keine-niederlage-russlands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/242114\/","title":{"rendered":"Chinas Aussenminister Wang bei EU: Keine Niederlage Russlands"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"headline__lead\">Gegen\u00fcber der EU-Aussenbeauftragten hat Wang Yi erkl\u00e4rt, der Ukraine-Krieg verhindere, dass die USA sich voll auf Asien fokussieren.<\/p>\n<p>   <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"Der chinesische Aussenminister Wang Yi reist diese Woche durch Europa.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"4735\" height=\"3156\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/37a36edd-07f1-46d0-a416-01807c2bd7a4.jpeg\" loading=\"eager\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Der chinesische Aussenminister Wang Yi reist diese Woche durch Europa. <\/p>\n<p>Markus Schreiber \/ AP<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ivapc25r0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text\">Solche Worte h\u00f6rt man in der vorsichtigen Welt der Diplomatie nicht t\u00e4glich: In Bezug auf die Sicherheit \u00absind unsere Beziehungen zunehmend belastet\u00bb, sagte die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas am Mittwoch vor dem Treffen mit dem chinesischen Aussenminister Wang Yi. Chinesische Unternehmen seien \u00abMoskaus Rettungsanker, um seinen Krieg gegen die Ukraine aufrechtzuerhalten\u00bb, sagte sie und beschuldigte Peking, Cyberangriffe durchzuf\u00fchren, sich in Demokratien einzumischen und unfaire Handelspraktiken zu betreiben.<\/p>\n<p> Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen <\/p>\n<p>\n        NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.\n      <\/p>\n<p>Bitte passen Sie die Einstellungen an.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ivaqjeg11\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Krieg in Europa zu erm\u00f6glichen und gleichzeitig engere Beziehungen zu Europa anzustreben, sei \u00abein Widerspruch, den Peking angehen muss\u00bb, so die Chef-Diplomatin unmissverst\u00e4ndlich. Sie bezog sich damit auf die chinesische Lieferung von Bestandteilen \u2013 teilweise aus europ\u00e4ischer Pr0duktion \u2013, die Russland in Waffensystemen einbaut.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ivapgtb30\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Von chinesischer Seite gab es zumindest offiziell freundlichere Worte: Zwischen Br\u00fcssel und Peking bestehe \u00abkein grunds\u00e4tzlicher Interessenkonflikt\u00bb, man teile ein \u00abbreites Spektrum gemeinsamer Interessen\u00bb, hiess es in einem Communiqu\u00e9 des chinesischen Aussenministeriums. Europa steht derzeit vor verschiedenen Herausforderungen, \u00ababer keine davon war, ist oder wird aus China kommen\u00bb, so der Wortlaut nach der mehrst\u00fcndigen Sitzung.<\/p>\n<p>\u00abEine Lektion in Realpolitik\u00bb<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ivapteck0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Hinter verschlossenen T\u00fcren hat Wang aber offenbar doch ziemlich ausgeteilt. Er habe Kallas \u00abeine Lektion in Realpolitik\u00bb erteilt, berichtet die \u00abSouth China Morning Post\u00bb am Freitag. Dabei sei es in erster Linie um den Ukraine-Krieg gegangen. Verschiedentlich hat China schon betont, dass es sich nicht als Konfliktpartei sehe. Bei der mehrst\u00fcndigen Sitzung mit den EU-Vertretern habe der Aussenminister gesagt, dass der Krieg schon l\u00e4ngst beendet w\u00e4re, wenn Peking im grossen Stil Waffen und finanzielle Hilfen an Moskau senden w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ivarbl340\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">F\u00fcr grosses Aufsehen sorgte aber eine andere Aussage Wangs: Wie EU-Diplomaten hinter vorgehaltener Hand best\u00e4tigen, sagte der Aussenminister, dass China die Niederlage Russlands nicht wolle \u2013 denn sie w\u00fcrde dazu f\u00fchren, dass sich die USA noch st\u00e4rker als bisher Asien zuwendeten. Dies liege naturgem\u00e4ss nicht im Interesse Pekings. Ob Wang damit indirekt auch Chinas Unterst\u00fctzung f\u00fcr Moskau eingestand, ist nicht klar.<\/p>\n<p>Europa als wichtigste Unterst\u00fctzer<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ivapc25u0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die europ\u00e4isch-chinesischen Gespr\u00e4che kommen in verschiedener Hinsicht zu einem brisanten Zeitpunkt: Russland greift die ukrainische Bev\u00f6lkerung <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/krieg-in-der-ukraine-die-neusten-entwicklungen-ld.1613540\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">auf immer breiterer Front<\/a> an. Zwischen Washington, Moskau und Kiew laufen derweil die Dr\u00e4hte heiss, um eine Waffenruhe zu erwirken, welche die Ukraine dringend braucht.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ivatp5b71\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Europ\u00e4er sind an diesen Gespr\u00e4chen nicht direkt beteiligt, sie sind aber mittlerweile die wichtigsten Unterst\u00fctzer des angegriffenen Landes. Das gilt f\u00fcr die Lieferung von Waffen, bei der die Europ\u00e4er die von den USA hinterlassene L\u00fccke bislang haben <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/trump-laesst-die-ukraine-im-stich-europa-fuellt-vorerst-die-luecke-ld.1889565\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">auff\u00fcllen k\u00f6nnen<\/a>, aber auch bei den 17 Sanktions-Paketen gegen Russland oder bei der Aufnahme von Millionen von Fl\u00fcchtlingen. Die europ\u00e4ischen Staaten haben ein ureigenes Interesse daran, dass die Ukraine diesen Krieg nicht verliert \u2013 ganz anders als China.<\/p>\n<p>Z\u00f6lle als Antwort auf Z\u00f6lle<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ivauo3221\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Ende Juli findet ein EU-China-Gipfel statt, das Treffen von Kallas und Wang diente eigentlich seiner Vorbereitung. Auf der Agenda sollen vor allem die angespannten Handelsbeziehungen stehen. In der EU sorgen die chinesischen Exportkontrollen bei seltenen Erden f\u00fcr Unmut, die f\u00fcr den Betrieb von Elektromotoren wichtig sind.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ivav4hlr0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">China wehrt sich seinerseits gegen die von der EU erhobenen Z\u00f6lle auf Elektroautos. Die Europ\u00e4er argumentieren, dass Pekings Subventionen bei deren Herstellung zu Marktverzerrungen gef\u00fchrt h\u00e4tten. Peking erh\u00f6ht jetzt den Druck: Ab Samstag belegt es europ\u00e4ischen Brandy mit hohen Einfuhrabgaben \u2013 was wiederum in Br\u00fcssel f\u00fcr rote K\u00f6pfe sorgt. Die neuen Z\u00f6lle seien \u00abunfair, unbegr\u00fcndet und widerspr\u00fcchlich\u00bb, so ein Sprecher der Kommission.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gegen\u00fcber der EU-Aussenbeauftragten hat Wang Yi erkl\u00e4rt, der Ukraine-Krieg verhindere, dass die USA sich voll auf Asien fokussieren.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":242115,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-242114","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114795907940013452","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/242114","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=242114"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/242114\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/242115"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=242114"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=242114"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=242114"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}