{"id":242618,"date":"2025-07-04T21:01:11","date_gmt":"2025-07-04T21:01:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/242618\/"},"modified":"2025-07-04T21:01:11","modified_gmt":"2025-07-04T21:01:11","slug":"crack-zentrum-im-bahnhofsviertel-ist-die-richtige-entscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/242618\/","title":{"rendered":"Crack-Zentrum im Bahnhofsviertel ist die richtige Entscheidung"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Das wohl umstrittenste Thema der Frankfurter Lokalpolitik ist beschlossene Sache: Eine Drogenhilfe speziell f\u00fcr Crack-S\u00fcchtige. Das ist aus mehreren Gr\u00fcnden richtig.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Situation in der offenen Drogenszene in Frankfurt ist dramatisch. Auf den Bahnsteigen, in dunklen Ecken des Bahnhofs, auf den Stra\u00dfen des Bahnhofsviertels: Crack, geraucht aus kleinen Pfeifen, ist omnipr\u00e4sent. Und ruiniert das Leben von Menschen in Rekordzeit. Die aus Kokain gekochten Steine l\u00f6sen einen kurzen, extremen Rausch aus und f\u00fchren schnell zu einem toxischen Dauerkonsum. Nichts au\u00dfer der Jagd nach den Steinen hat dann mehr Priorit\u00e4t. Crack ist schon seit Langem die Nummer-eins-Droge in Frankfurt, man kann guten Gewissens von einer Epidemie sprechen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Deshalb ist es eine gute Nachricht, dass der Plan f\u00fcr das Crack-Suchthilfezentrum am Rand des Bahnhofsviertels endlich <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/frankfurt.t-online.de\/region\/frankfurt-am-main\/id_100803742\/frankfurt-crack-suchtzentrum-kommt-stadtverordnete-stimmen-dafuer.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">beschlossen ist<\/a>. Es wird Menschen aus der Sucht helfen und sie von den Stra\u00dfen holen. Das soll die elendige Situation im Bahnhofsviertel verbessern. Dahinter steckt kein weltfremdes Ideologieprojekt, sondern ein Konzept, gest\u00fctzt auf wissenschaftliche Fakten und jahrzehntelange Erfahrung in Frankfurts Drogenpolitik.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Ja, in dem Zentrum wird es Crack-Konsumr\u00e4ume geben. Ja, im Innenhof d\u00fcrfen Suchtkranke Crack rauchen. Aber das hei\u00dft nicht, dass die Sucht dort verwaltet wird, wie die CDU kritisiert, oder dass sich dort, wie im Boulevard behauptet, Junkies unkontrolliert austoben d\u00fcrfen. Geplant sind medizinische und psychiatrische Versorgung, Beratungsangebote sowie Hilfen speziell f\u00fcr Frauen. Menschen, die am Boden sind und keine Lobby haben, sollen dort den Weg aus der Sucht finden.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Ansatz, all diese Angebote unter einem Dach speziell f\u00fcr Crack-Abh\u00e4ngige zu b\u00fcndeln, ist in Deutschland neu \u2013 und bitter n\u00f6tig. Crack gewinnt bundesweit an Einfluss. Experten sehen in Frankfurt ein Modell, das auch f\u00fcr andere St\u00e4dte <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/frankfurt.t-online.de\/region\/frankfurt-am-main\/id_100741280\/frankfurts-crack-zentrum-als-modell-fuer-deutsche-staedte.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zur Blaupause werden k\u00f6nnte.<\/a> Die Szene hat sich ver\u00e4ndert: Weg von Heroin, hin zu Crack \u2013 und bestehende Hilfsangebote reichen l\u00e4ngst nicht mehr aus. Das berichten Menschen, <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/frankfurt.t-online.de\/region\/frankfurt-am-main\/id_100718422\/frankfurt-bahnhofsviertel-crack-zentrum-geplant-experte-ueber-drogenhilfe.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die an vorderster Front Drogenhilfe leisten.<\/a><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Kritik gibt es am Standort des Zentrums: nicht direkt im Bahnhofsviertel, sondern am Rand im Gallus. Warum verlagert man das Problem nicht an den Stadtrand, wie die FDP es fordert \u2013 etwa in ein Industriegebiet? So verst\u00e4ndlich dieser Wunsch auch klingt; er ist realit\u00e4tsfern. Die S\u00fcchtigen halten sich dort auf, wo die Dealer sind. Und die sind im Bahnhofsviertel. Die offene Drogenszene macht laut offiziellen Sch\u00e4tzungen h\u00f6chstens ein Zehntel der Dealer-Marge aus. Dass Konsumenten und Dealer sich gemeinsam an den Stadtrand verlagern, ist unwahrscheinlich. Ebenso wie mit dem \u00d6PNV zwischen Szene und Hilfezentrum pendelnde Crack-Abh\u00e4ngige.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Sorgen der Anwohner sind verst\u00e4ndlich. Niemand freut sich \u00fcber eine Crack-Konsumfl\u00e4che im Innenhof. Die Beh\u00f6rden und der Betreiber m\u00fcssen das geplante Sicherheitskonzept konsequent umsetzen und St\u00f6rungen minimieren. Daf\u00fcr gibt es einen klaren Plan: keine Toleranz f\u00fcr Dealer am Geb\u00e4ude und kein Konsum vor dem Zentrum.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Im Kern geht es hier aber um das Gemeinwohl und die gesundheitliche Notlage vieler Menschen. Und die wiegen schwerer als die Sorgen von Eigent\u00fcmern um ihre Immobilienwerte. Hilfe gegen die Crack-Epidemie ist dringend geboten. Das geplante Hilfezentrum kann daf\u00fcr viel tun. Nun braucht es vereinte Kr\u00e4fte, um das Zentrum erfolgreich zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das wohl umstrittenste Thema der Frankfurter Lokalpolitik ist beschlossene Sache: Eine Drogenhilfe speziell f\u00fcr Crack-S\u00fcchtige. 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