{"id":24266,"date":"2025-04-11T20:23:08","date_gmt":"2025-04-11T20:23:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/24266\/"},"modified":"2025-04-11T20:23:08","modified_gmt":"2025-04-11T20:23:08","slug":"bernd-g-aus-lam-wollte-noch-einmal-seine-alte-firma-in-muenchen-sehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/24266\/","title":{"rendered":"Bernd G. aus Lam wollte noch einmal seine alte Firma in M\u00fcnchen sehen"},"content":{"rendered":"<p>Manche Orte bleiben einfach in Erinnerung: die erste eigene Wohnung, das Lieblingsversteck als Kind oder der erste Arbeitsplatz. Letzterer hatte f\u00fcr Bernd G. gro\u00dfe Bedeutung, weshalb er Ende M\u00e4rz mit dem BRK-Herzenswunsch-Hospizmobil noch einmal einen Ausflug nach M\u00fcnchen machte.<\/p>\n<p>&#8222;F\u00fcr ihn war es nicht vorstellbar, dass er noch mal dorthin kommt&#8220;, berichtet Tilla S., seine Lebensgef\u00e4hrtin. Seit drei Jahren hat der 71-J\u00e4hrige einen Gehirntumor, hei\u00dft es in der Pressemitteilung des BRK.\u00a0Er lebt mittlerweile im Pflegestift St. Ulrich in <a href=\"https:\/\/www.idowa.de\/regional\/lam\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lam<\/a>. Seit einem Sturz im Dezember sei er ziemlich \u00e4ngstlich, sagt Tilla. Deshalb habe sie ihm vorher nicht Bescheid gesagt. &#8222;Er h\u00e4tte sonst nicht mehr geschlafen.&#8220; Die Idee f\u00fcr die Fahrt stammte von Ingrid Metschl, der Krankengymnastin und Physiotherapeutin von Bernd. Sie erz\u00e4hlt, dass sie ihn &#8222;ausgequetscht&#8220; habe, um herauszufinden, wo er gern noch einmal hinfahren w\u00fcrde. Sofort war klar, dass es nach M\u00fcnchen gehen soll. &#8222;Er hat M\u00fcnchen einfach geliebt&#8220;, meint Tilla.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.idowa.de\/storage\/image\/7\/8\/2\/4\/824287_fancybox_1D_ibX_qD20MT.jpg\" data-fcms-id=\"824287\" data-fcms-treeid=\"57057\" class=\"openArtThumb-824287\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n      <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/824287_s100_1D_ibX_vgwnV5.jpg\" alt=\"Obwohl Bernds Ausbildungsort nur etwa 400 Meter davon entfernt liegt, hatte er es nie geschafft, dem Lenbachhaus einen Besuch abzustatten. Jetzt war er gl\u00fccklich dar\u00fcber, die Kunstausstellung nach all der Zeit endlich besichtigen zu k\u00f6nnen.\" title=\"Obwohl Bernds Ausbildungsort nur etwa 400 Meter davon entfernt liegt, hatte er es nie geschafft, dem Lenbachhaus einen Besuch abzustatten. Jetzt war er gl\u00fccklich dar\u00fcber, die Kunstausstellung nach all der Zeit endlich besichtigen zu k\u00f6nnen.\" width=\"956\" height=\"538\"\/><br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p class=\"copyright mb-0\">Max Stoiber, BRK<\/p>\n<p class=\"subline mb-0\">\n        Obwohl Bernds Ausbildungsort nur etwa 400 Meter davon entfernt liegt, hatte er es nie geschafft, dem Lenbachhaus einen Besuch abzustatten. Jetzt war er gl\u00fccklich dar\u00fcber, die Kunstausstellung nach all der Zeit endlich besichtigen zu k\u00f6nnen.\n       <\/p>\n<p>Ehrenamtlich im Einsatz<\/p>\n<p>Umgesetzt war die Idee nach der Kontaktaufnahme mit stellvertretendem Rettungsdienstleiter Tobias Muhr relativ schnell. Er machte sich mit viel Erfahrung an die Organisation, sodass die BRK-Mitarbeiter Louis Pscheidt und Max Stoiber ihren Fahrgast bald mit dem Wunschmobil im Pflegeheim abholen konnten. &#8222;Ich war von ihm beeindruckt, denn er war sofort abfahrbereit, obwohl die gesamte Fahrt eine \u00dcberraschung war&#8220;, berichtet Pscheidt.<\/p>\n<p>Die Unterst\u00fctzung der beiden 24-J\u00e4hrigen, die als hauptamtliche Rettungssanit\u00e4ter f\u00fcr das Rote Kreuz t\u00e4tig sind, an diesem Tag aber ehrenamtlich mit ihrem Patienten aufbrachen, war f\u00fcr die Angeh\u00f6rige optimal. F\u00fcr Bernd sei es wichtig gewesen, &#8222;die Jungs dabei zu haben&#8220;, sagt Tilla.<\/p>\n<p>Dort die Lehre begonnen<\/p>\n<p>Die erste Station des Ausflugs war das Lenbachhaus. Obwohl Bernds Ausbildungsort nur etwa 400 Meter davon entfernt liegt, hatte er es nie geschafft, der Kunstausstellung einen Besuch abzustatten. Sichtlich gl\u00fccklich war er dar\u00fcber, sie jetzt nach all der Zeit endlich besichtigen zu k\u00f6nnen. Gemeinsam verbrachte die Gruppe die Mittagspause im Restaurant des Lenbachhauses. Mittlerweile war auch Jens D., der Neffe von Tilla S., der in der Landeshauptstadt arbeitet, hinzugesto\u00dfen. Nach dem Essen ging es weiter zur Firma Zausinger Elektrotechnik. Dort hatte Bernd vor fast 60 Jahren seine Lehre gemacht. Von Lam sei er daf\u00fcr mit 15 Jahren nach M\u00fcnchen gefahren. Das k\u00f6nne man sich heute gar nicht mehr vorstellen, meint Tilla. Die Fahrt bis zur Lehrlingsunterkunft war damals fast schon eine Weltreise, zumindest aber ein gro\u00dfes Abenteuer f\u00fcr einen Jugendlichen. Von seinen Erlebnissen aus dieser Zeit wisse er noch alles. Beispielsweise, dass er in die Uni zum Essen gegangen sei, weil es da preiswerter war. Seinen Studentennachweis? Den habe er einfach &#8222;vergessen&#8220; gehabt, sagt Tilla mit einem Augenzwinkern. Sobald die kleine Gesellschaft vor dem Betrieb angekommen war, meinte Bernd nur: &#8222;Da d\u00fcrfen wir eh nicht rein.&#8220; Umso gr\u00f6\u00dfer war die Freude, als die Tore sich \u00f6ffneten und die Oberpf\u00e4lzer von Personalchefin Mladenka Covic und Mitarbeiterin Marina Scheller willkommen gehei\u00dfen wurden. Tobias Muhr hatte den Exklusiv-Empfang in die Wege geleitet.<\/p>\n<p>Obwohl die \u00d6rtlichkeit nach all den Jahren heute ein moderneres Erscheinungsbild hat, hat sich das Geb\u00e4ude, in dem Bernd damals seine Ausbildung absolvierte, von au\u00dfen kaum ver\u00e4ndert. Da das Wetter schlechter geworden war, steuerte die Gruppe einen Konferenzsaal an. Dort folgte die n\u00e4chste \u00dcberraschung. Die Personalleiterin \u00fcberreichte Bernd eine Firmenbrosch\u00fcre, in der er sogar einige Personen wiedererkannte &#8211; etwa einen Lageristen oder seinen ehemaligen Ausbildungsleiter.<\/p>\n<p>Unvergessliche Momente<\/p>\n<p>Geschichten wie diese spornen Ingrid Metschl in einem Punkt besonders an: Sie m\u00f6chte &#8222;die Menschen ermutigen, sich dem Herzenswunschmobil mehr zu \u00f6ffnen&#8220;. Hospiz an sich habe erst einmal nichts mit Sterben zu tun. Patienten, meint sie und ist sich an dieser Stelle mit Tobias Muhr einig, m\u00fcssten nicht immer sterbenskrank sein, um das BRK-Angebot in Anspruch zu nehmen. Oft sei f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen einfach keine Transportm\u00f6glichkeit vorhanden, wenn ein Patient auf den Rollstuhl angewiesen sei. In dem speziellen Krankentransportwagen k\u00f6nnten Betroffene bequem sitzen oder liegen. Die Betreuung sei durch BRK-Kr\u00e4fte sichergestellt. So k\u00f6nnten Freunde oder Angeh\u00f6rige Menschen, die ihnen wichtig seien, unvergessliche Momente bereiten.<\/p>\n<p>Mittlerweile hat Bernd eine Postkarte von den Verantwortlichen seiner alten Ausbildungsst\u00e4tte erhalten. Sie wird mit Sicherheit einen Ehrenplatz bekommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Manche Orte bleiben einfach in Erinnerung: die erste eigene Wohnung, das Lieblingsversteck als Kind oder der erste Arbeitsplatz.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":24267,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[5100,14393,5127,772,29,14391,14395,30,14394,14390,1268,14392],"class_list":{"0":"post-24266","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-rotes-kreuz","9":"tag-ausbildungsleiter","10":"tag-ausfluege","11":"tag-bayern","12":"tag-deutschland","13":"tag-edmund-stoiber","14":"tag-gehirntumoren","15":"tag-germany","16":"tag-hospize","17":"tag-lam","18":"tag-muenchen","19":"tag-passagiere-und-fahrgaeste"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114321201952102798","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24266","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24266"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24266\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24267"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24266"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24266"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24266"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}