{"id":242923,"date":"2025-07-04T23:49:26","date_gmt":"2025-07-04T23:49:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/242923\/"},"modified":"2025-07-04T23:49:26","modified_gmt":"2025-07-04T23:49:26","slug":"millionen-streit-um-graues-kloster-in-mitte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/242923\/","title":{"rendered":"Millionen-Streit um Graues Kloster in Mitte"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-sans font-medium\">Berlin. Eine Stiftung beansprucht ein teures Areal am Roten Rathaus. Statt zu k\u00e4mpfen stimmt das Land Berlin einem Vergleich zu. <\/p>\n<p>Direkt hinterm Roten Rathaus befinden sich die \u00dcberreste einer ehemaligen Franziskanerklosterkirche. Wem das Grundst\u00fcck und die Ruine nahe dem <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/mitte\/article241405924\/Warum-der-U-Bahnhof-Klosterstrasse-so-ramponiert-aussieht.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/mitte\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1705059764\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">U-Bahnhof Klosterstra\u00dfe<\/a>, die bis zum Mauerfall zur DDR geh\u00f6rten, heute zusteht, ist offenbar nicht ganz eindeutig. Eine private Stiftung hat Anspr\u00fcche an das Land Berlin angemeldet, forderte <strong>zun\u00e4chst elf Millionen Euro<\/strong> Restitution. <\/p>\n<p>Anfang Juli hat sich der Senat auf einen Vergleich eingelassen, mit dem die Stiftung laut einem Dokument, das dem Tagesspiegel vorliegt, zwei kleine Teile des 6472 Quadratmeter gro\u00dfen Grundst\u00fccks, sowie <strong>eine Million Euro<\/strong> erhalten soll. Der Rest des Grundst\u00fccks verbleibt beim Land.<\/p>\n<p>Ein <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/senat-von-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Sprecher der Senatsverwaltung f\u00fcr Finanzen<\/a> best\u00e4tigte den Vorgang auf Anfrage der Morgenpost: \u201eMit der Kenntnisnahme des Vorgangs durch den Unterausschuss Verm\u00f6gensverwaltung des Abgeordnetenhauses von Berlin am 2. Juli 2025 kann die Einigung <strong>in der kommenden Woche<\/strong> vollzogen werden\u201c, hie\u00df es.<\/p>\n<p>  Architekt: \u201eEs ist ein Immobilienskandal\u201c  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/407143234_1725120583_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[16\/9] \" alt=\"Ruine des Grauen Klosters\" title=\"Ruine des Grauen Klosters in Berlin-Mitte im Sommer 2024. \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Ruine des Grauen Klosters in Berlin-Mitte im Sommer 2024.<br \/>\n      \u00a9 BM | Iris May\n    <\/p>\n<p>Die Berliner Morgenpost sprach mit Professor <strong>Philipp Oswalt<\/strong>. Der Architekt hat sich im Auftrag des Bezirksamts Mitte Gedanken \u00fcber die Zukunft des Areals gemacht. \u201eDadurch bin ich auf den Sachverhalt gesto\u00dfen\u201c, erkl\u00e4rt Oswalt. Seiner Meinung nach sind die Restitutions-Forderungen der Stiftung \u201eBerlinisches Gymnasium zum Grauen Kloster\u201c nicht rechtm\u00e4\u00dfig, da nie eine Enteignung stattgefunden hat. Die Stiftung, die das Land um eine Berichtigung des Grundbucheintrages bat, wolle \u00f6ffentliches Eigentum <strong>zu Unrecht privatisieren.<\/strong><\/p>\n<p>In einer Anfrage an das Abgeordnetenhaus legt Oswalt dar, dass die Stiftung in Folge einer Satzungs\u00e4nderung\u00a0im Jahr 1961 nicht mal mehr eine Stiftung \u00f6ffentlichen Rechts sei, sondern in eine \u201eStiftung b\u00fcrgerlichen Rechts\u201c umgewandelt wurde. W\u00e4hrend das Gymnasium des Grauen Klosters seit seiner Gr\u00fcndung 1574 eine \u00f6ffentliche Einrichtung war, w\u00fcrde eine jetzige \u00dcbertragung der Grundst\u00fccke an die heutige Stiftung eine Privatisierung dieser bedeuten und diese dem \u00f6ffentlichen Eigentum entziehen, so Philipp Oswalt. F\u00fcr den Architekten ein \u201eImmobilienskandal\u201c.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/409431052_1751636837_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[16\/9] \" alt=\"Die ehemalige Klosterkirche auf einem Holzstich aus dem Jahr 1883. Das Geb\u00e4ude soll in \u00e4hnlicher Form wieder aufgebaut werden und zum Kulturzentrum werden.\" title=\"Die ehemalige Klosterkirche auf einem Holzstich aus dem Jahr 1883. Das Geb\u00e4ude soll in \u00e4hnlicher Form wieder aufgebaut werden und zum Kulturzentrum werden.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Die ehemalige Klosterkirche auf einem Holzstich aus dem Jahr 1883. Das Geb\u00e4ude soll in \u00e4hnlicher Form wieder aufgebaut werden und zum Kulturzentrum werden.<br \/>\n      \u00a9 picture alliance \/ akg images | AKG images\n    <\/p>\n<p>Der Standort f\u00fcr ein Kulturzentrum w\u00e4re \u00fcberaus reizvoll: \u00dcber 400 Jahre lang beherbergte das Gem\u00e4uer die angesehenste Schule im Herzen von Berlin, das Berlinische Gymnasium zum Grauen Kloster. Diese ist \u00fcbrigens <strong>nicht zu verwechseln<\/strong> mit einem <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article408132123\/warum-ein-traditionsreiches-berliner-gymnasium-mehr-plaetze-hat.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1737521864\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">gleichnamigen Gymnasium in Schmargendorf<\/a>. Auch der <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/mitte\/article407142853\/aktivisten-fordern-historische-bauten-fuer-berlins-mitte.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/mitte\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1725120583\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Historiker Benedikt Goebel<\/a>, der 2022 mit der inzwischen verstorbenen Volkswirtin <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/mitte\/article236571721\/So-spektakulaer-koennte-Berlins-historische-Mitte-aussehen.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/mitte\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1664636400\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Marie-Luise Schwarz-Schilling<\/a> die Stiftung \u201eBerlin-Mitte\u201c gegr\u00fcndet hat, sagte der Morgenpost: Wenn er von <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article406886424\/bausenator-christian-gaebler-will-beim-schulbau-sparen.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1722226200\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bausenator Gaebler<\/a> gr\u00fcnes Licht erhielte, die Mitte zu gestalten, w\u00fcrde er mit dem <strong>Grauen Kloster<\/strong> beginnen. \u201eWenn die Klosterruine wieder ein Dach hat, kann sie ein <strong>Schul- und Kulturstandort<\/strong> werden\u201c.<\/p>\n<p>   Kritik an \u201eunverst\u00e4ndlichem Wohlwollen\u201c des Senats  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/409431118_1751636838_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[16\/9] \" alt=\"2004 wurde die Klosterruine im Herzen Berlins restauriert.\" title=\"2004 wurde die Klosterruine im Herzen Berlins restauriert.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      2004 wurde die Klosterruine im Herzen Berlins restauriert.<br \/>\n      \u00a9 Hajo Eckert\n    <\/p>\n<p>F\u00fcr Professor Philipp Oswalt gibt es eine Erkl\u00e4rung  f\u00fcr das \u201eunverst\u00e4ndliche Wohlwollen des Senats\u201c gegen\u00fcber dem Vorgehen der Stiftung: \u201eSchlie\u00dflich f\u00fcgt sich Profil und Zielsetzung der Stiftung bestens in den <strong>konservativ-elit\u00e4ren Anspruch der Rekonstruktionsbef\u00fcrworter<\/strong> an dem Ort.\u201c<\/p>\n<p>   Mein Berlin-Mitte-Newsletter<\/p>\n<p class=\"text-body2 mt-2\">Bestellen Sie hier den w\u00f6chentlichen Newsletter mit allen Themen aus Berlin Mitte<\/p>\n<p class=\"text-caption text-copy-secondary\">\n          Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der<br \/>\n          <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/service\/newsletter-adconsent\" class=\"text-overline text-copy-accent-negative dark:underline\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Werbevereinbarung<\/a><br \/>\n          zu.\n        <\/p>\n<p>Benedikt Goebel, Vorstand der Stiftung Mitte-Berlin, w\u00fcnsche sich, so Oswalt dass das Quartier das ehemalige Graue Kloster nach dem Vorbild der Frankfurter Neuen Altstadt f\u00fcr und durch die \u201eReichen und Sch\u00f6nen\u201c rekonstruiert wird. Mit Social Media Beitr\u00e4gen unterst\u00fctze Goebel die Restitutions-Forderungen der Stiftung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin. Eine Stiftung beansprucht ein teures Areal am Roten Rathaus. 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