{"id":242953,"date":"2025-07-05T00:04:09","date_gmt":"2025-07-05T00:04:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/242953\/"},"modified":"2025-07-05T00:04:09","modified_gmt":"2025-07-05T00:04:09","slug":"us-verschuldung-vor-kipppunkt-mit-dem-pennsylvania-plan-koennte-trump-die-schuldenkrise-verhindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/242953\/","title":{"rendered":"US-Verschuldung vor &#8222;Kipppunkt&#8220;: Mit dem &#8222;Pennsylvania Plan&#8220; k\u00f6nnte Trump die Schuldenkrise verhindern"},"content":{"rendered":"<p>                    US-Verschuldung vor &#8222;Kipppunkt&#8220;<br \/>\n                Mit dem &#8222;Pennsylvania Plan&#8220; k\u00f6nnte Trump die Schuldenkrise verhindern<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t              \tVon Max Borowski<br \/>\n\t\t\t\t              04.07.2025, 19:21 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Die USA m\u00fcssen dringend ihren Schuldenberg abbauen, indem sie entweder die Steuereinnahmen erh\u00f6hen oder Ausgaben k\u00fcrzen. Doch beides ist politisch derzeit unm\u00f6glich. Ein Analyst beschreibt M\u00f6glichkeiten, den &#8222;Kipppunkt&#8220; bei der US-Staatsverschuldung zumindest hinauszuz\u00f6gern.<\/strong><\/p>\n<p> Die US-Regierung sitzt bereits auf einem gewaltigen Schuldenberg von 36 Billionen Dollar, was rund 120 Prozent der j\u00e4hrlichen Wirtschaftsleistung (BIP) entspricht. Etwa 900 Milliarden Dollar im Jahr muss die US-Regierung daf\u00fcr ihren Gl\u00e4ubigern an Zinsen zahlen. Mit dem &#8222;gro\u00dfen, sch\u00f6nen&#8220; Haushaltsgesetz, das der Kongress nun auf Druck von Pr\u00e4sident Trump verabschiedet hat, wird dieser Schuldenberg noch einmal deutlich wachsen. Die Experten der KfW sch\u00e4tzen, dass die Schuldenquote innerhalb der kommenden zehn Jahre auf 170 Prozent des US-BIP anwachsen wird, und warnen vor einem &#8222;Kipppunkt&#8220;, an dem die Investoren das Vertrauen in die gr\u00f6\u00dfte Wirtschaftsmacht der Welt verlieren werden.<\/p>\n<p>Auf der Hand liegen zwei M\u00f6glichkeiten, um eine solche Schuldenkrise zu vermeiden: Die Ausgaben zu k\u00fcrzen und die Steuereinnahmen zu erh\u00f6hen. Allerdings sei beides politisch auf absehbare Zeit in Washington kaum durchzusetzen, stellt einer der weltweit f\u00fchrenden Devisenexperten, George Saravelos von der Deutschen Bank, fest. Unter dem Namen &#8222;Pennsylvania Plan&#8220; hat er Ma\u00dfnahmen zusammengestellt, die der US-Regierung bleiben, um &#8222;Zeit zu kaufen&#8220; und den Schuldenberg zumindest zu stabilisieren, wenn sie ihn schon nicht abbauen will oder kann. Benannt hat Saravelos seinen Plan nach der Pennsylvania Avenue in Washington, an der sowohl das Wei\u00dfe Haus als auch das Finanzministerium liegen. <\/p>\n<p>Seinen Plan versteht Saravelos weniger als Vorschlag, sondern als Analyse des &#8222;Wegs des geringsten Widerstands&#8220;, den die US-Regierung wahrscheinlich gehen werde, da eine nachhaltige Reduzierung des Haushaltsdefizits ebenso ausgeschlossen scheint wie ein Schulden- oder Zinsverzicht durch die ausl\u00e4ndischen Gl\u00e4ubiger im Rahmen eines m\u00f6glichen &#8222;Mar-a-Lago&#8220;-Accords. Die Idee eines solchen nach Trumps Residenz benannten Abkommens, in dem Staaten wie China und Japan, die gro\u00dfe Mengen an US-Anleihen halten, einem Verzicht und einer Abwertung des Dollars zustimmen, sei nicht realistisch. <\/p>\n<p>Kryptoreserven k\u00f6nnten US-Schulden stabilisieren<\/p>\n<p>Vielmehr bleibe den USA unter den gegebenen politischen Rahmenbedingungen unter Trump nichts anderes \u00fcbrig, als sich von der Abh\u00e4ngigkeit ausl\u00e4ndischer Gl\u00e4ubiger zu l\u00f6sen, so Saravelos. Die beiden Hauptelemente seines Plans sind daher, st\u00e4rker auf inl\u00e4ndische, statt ausl\u00e4ndische Investoren zu setzen und statt kurzfristiger Schatzbriefe und Anleihen m\u00f6glichst auf langlaufende Schuldpapiere zu setzen. Ausl\u00e4ndische Gl\u00e4ubiger neigen im Vergleich zu heimischen Investoren bei Turbulenzen aller Art schneller dazu, ihr Geld abzuziehen. Kurzfristige Anleihen haben einen \u00e4hnlichen Nachteil: Die m\u00fcssen h\u00e4ufig refinanziert werden, wobei Investoren jedes Mal die Gelegenheit haben, ihr Kapital anderswo unterzubringen. <\/p>\n<p>Inl\u00e4ndische Gl\u00e4ubiger wie Banken und Pensionsfonds k\u00f6nnte die US-Regierung etwa mit steuerlichen Anreizen locken und durch \u00c4nderungen bei den Regularien. So k\u00f6nnte sie beispielsweise eigene, langlaufende Anleihen nicht mehr auf die Verschuldungsquote von Banken anrechnen. Mithilfe entsprechender Regularien k\u00f6nnten auch Stablecoins, Kryptow\u00e4hrungen, die an den US-Dollar gebunden sind, dazu gebracht werden, ihre gro\u00dfen Reserven in entsprechende US-Anleihen zu stecken.<\/p>\n<p>Eine Umschichtung von ausl\u00e4ndischen zu mehr inl\u00e4ndischen Gl\u00e4ubigern w\u00fcrde auch zu einer geringeren Nachfrage nach der US-W\u00e4hrung f\u00fchren, was wiederum den Wert des Dollar gegen\u00fcber anderen W\u00e4hrungen schw\u00e4cht. Eine Entwicklung, die, so Saravelos, &#8222;\u00f6konomisch nicht unerw\u00fcnscht&#8220; w\u00e4re, da ein schwacher Dollar mithelfe, das Handelsdefizit der USA in Gleichgewicht zu bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"US-Verschuldung vor &#8222;Kipppunkt&#8220; Mit dem &#8222;Pennsylvania Plan&#8220; k\u00f6nnte Trump die Schuldenkrise verhindern Von Max Borowski 04.07.2025, 19:21 Uhr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":242954,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[12210,175,170,169,16150,29,106,30,171,174,1375,16153,173,172,24323,55],"class_list":{"0":"post-242953","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-anleihen","9":"tag-business","10":"tag-companies","11":"tag-companies-markets","12":"tag-defizit","13":"tag-deutschland","14":"tag-donald-trump","15":"tag-germany","16":"tag-markets","17":"tag-maerkte","18":"tag-staatsanleihen","19":"tag-staatsverschuldung","20":"tag-unternehmen","21":"tag-unternehmen-maerkte","22":"tag-us-dollar","23":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114797704884877116","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/242953","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=242953"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/242953\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/242954"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=242953"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=242953"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=242953"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}