{"id":243158,"date":"2025-07-05T01:57:15","date_gmt":"2025-07-05T01:57:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/243158\/"},"modified":"2025-07-05T01:57:15","modified_gmt":"2025-07-05T01:57:15","slug":"geldsegen-fuer-die-eu-europa-wird-durch-trump-zum-sicheren-hafen-fuer-investoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/243158\/","title":{"rendered":"Geldsegen f\u00fcr die EU: Europa wird durch Trump zum sicheren Hafen f\u00fcr Investoren"},"content":{"rendered":"<p>                    Geldsegen f\u00fcr die EU<br \/>\n                Europa wird durch Trump zum sicheren Hafen f\u00fcr Investoren<\/p>\n<p>\t\t\t\t              04.07.2025, 17:28 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>US-Pr\u00e4sident Trump sorgt mit seinen Z\u00f6llen f\u00fcr einen neuen Trend: Aus Angst vor hohen Belastungen wenden sich Investoren und\u00a0Unternehmen\u00a0zunehmend\u00a0von den USA ab und der EU zu. Die Bedingungen in Europa seien vielleicht nicht &#8222;ideal&#8220;, daf\u00fcr aber &#8222;stabil&#8220;, sagt ein Unternehmer.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Peter R\u00f6\u00dfner und sein Unternehmen H2Apex scheinen die von US-Pr\u00e4sident Donald Trump angedrohten Z\u00f6lle Fluch und Segen zugleich zu sein: Laut dem Chef des Wasserstoff-Unternehmens kommen Zulieferer aus den Vereinigten Staaten aufgrund von Zollrisiken f\u00fcr ein mehr als 200 Millionen Euro schweres Projekt in Lubmin, im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns, nicht mehr infrage. Daf\u00fcr steigt das Interesse von Investoren aus \u00dcbersee an Unternehmen in Europa. Mehr Geld flie\u00dft in die EU.<\/p>\n<p> Eventuelle Z\u00f6lle w\u00fcrden ein enormes Risiko mit sich bringen und die Wirtschaftlichkeit des Projekts gef\u00e4hrden, beklagt R\u00f6\u00dfner. Investoren im Bereich Wasserstoff konzentrierten sich deshalb jetzt mehr auf den europ\u00e4ischen Markt &#8222;aufgrund der Planungsunsicherheit in den USA&#8220;, f\u00fcgt er hinzu. Denn: &#8222;Die Rahmenbedingungen in Europa sind zwar nicht ideal, aber stabil.&#8220; R\u00f6\u00dfners Aussagen spiegeln einen Trend der letzten Monate wider: Investoren und Unternehmen werden von den milliardenschweren Ausgaben f\u00fcr Infrastruktur und Verteidigung angezogen. In Zeiten von Trumps unberechenbarer Zollpolitik verhei\u00dft Europa Stabilit\u00e4t. Dies zeigt sich in mehr als einem Dutzend Interviews mit F\u00fchrungskr\u00e4ften und Fondsmanagern.<\/p>\n<p>Eine Z\u00e4sur durch die Pr\u00e4sidentschaft Trumps nimmt auch Christoph Witzke, Fondsmanager der Deka, wahr. &#8222;Vorher war bei den Investorenkonferenzen der Fokus meist auf den USA, manchmal etwas China&#8220;, berichtet er: &#8222;Jetzt ist Europa ganz klar im Fokus.&#8220; Die USA galten traditionell als kapitalmarktfreundlich und stabil. &#8222;Jetzt gibt es politische Eingriffe und auch den Versuch der Machtverbreiterung&#8220;, f\u00fcgt er hinzu: &#8222;Das schafft Unsicherheit.&#8220; Europa r\u00fcckt damit in den Fokus der Investoren.<\/p>\n<p>Auch mit Blick auf die von Trump gesetzte Frist f\u00fcr ein Handelsabkommen am 9. Juli und seine Drohung, ohne Abkommen 50 Prozent Z\u00f6lle auf alle EU-Waren zu erheben, haben Investoren begonnen, ihr Geld umzuschichten. Daten von LSEG Lipper Funds zeigen, dass in diesem Jahr bisher mehr als 100 Milliarden Dollar in europ\u00e4ische Aktienfonds geflossen sind &#8211; dreimal so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Abfl\u00fcsse in den USA haben sich auf fast 87 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Vieles deute darauf hin, dass Investoren in Europa Werte sehen und Vertrauen haben, hatte EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde erst Anfang des Monats gesagt.<\/p>\n<p>Direktinvestitionen in Deutschland 2025 doppelt so hoch<\/p>\n<p>Die Verschiebung zeigt sich auch an der B\u00f6rse: Die Abspaltung der Nordamerika-Sparte Amrize des Baustoffkonzerns Holcim legte in der vergangenen Woche nur ein verhaltenes B\u00f6rsendeb\u00fct hin. Der Sprung an die B\u00f6rse war Anfang 2024 angek\u00fcndigt worden, der Reiz amerikanischer Bewertungen sollte eigentlich die Anleger locken. Der Aktienkurs des Holcim-Konzerns, der sich nun klar auf Europa, Lateinamerika und Nordafrika konzentriert, stieg am Tag des B\u00f6rsendeb\u00fcts dagegen um rund 15 Prozent.<\/p>\n<p>Der deutsche Konzern Siemens Energy, der mehr als ein F\u00fcnftel seines Umsatzes in den USA einf\u00e4hrt, hat Finanzchefin Maria Ferraro zufolge ebenfalls einen Wandel festgestellt. Dieser habe sich auch j\u00fcngst auf einer Roadshow vor Investoren in den USA gezeigt. Auch Statistiken zeigen ein klares Bild: Die viel beachteten ausl\u00e4ndischen Direktinvestitionen in Deutschland, der gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaft der Europ\u00e4ischen Union, haben sich in den ersten vier Monaten des Jahres 2025 auf 46 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Dies zeigten die j\u00fcngsten Daten der Bundesbank. Es ist der h\u00f6chste Stand seit 2022. Die Daten zeigen auch, dass deutsche Unternehmen in drei der ersten vier Monate des Jahres sogar Geld aus den USA abgezogen haben.<\/p>\n<p>Jetzt muss Europa liefern<\/p>\n<p>Das Bild ist jedoch nicht durchg\u00e4ngig positiv. Mehrere Investoren weisen darauf hin, dass Europa nun unter Druck stehe, schneller zu handeln, bessere Regulierungen zu schaffen und seine milliardenschweren Ausgabenversprechen auch wirklich einzul\u00f6sen. &#8222;Die Outperformance der europ\u00e4ischen Aktienm\u00e4rkte in den letzten Wochen ist ein sichtbares Indiz f\u00fcr diesen Stimmungswandel, aber dies Sentiment kann sich schnell wieder drehen&#8220;, warnt Stefan Wintels, Chef der staatlichen F\u00f6rderbank KfW.<\/p>\n<p> &#8222;Dies sollte Warnung und Ansporn zugleich sein, jetzt das Momentum zu nutzen und die geplante Agenda konsequent umzusetzen&#8220;, mahnt er. &#8222;Neben einer deutlichen Verbesserung der regulatorischen und steuerlichen Rahmenbedingungen ist es vor allem wichtig, dass Europa zu einem Standort f\u00fcr Innovation und neue Technologien wird&#8220;, sagt Wintels. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing, der k\u00fcrzlich nach Katar, Abu Dhabi und Saudi-Arabien zu Gespr\u00e4chen reiste, sagte vergangene Woche, das Interesse an Europa und Deutschland sei enorm. Er warnte jedoch, dass die Bedingungen langfristig stabil sein m\u00fcssten. Denn: &#8222;Das sind nicht die Leute, die innerhalb von zwei Tagen investieren.&#8220; Aber sie s\u00e4hen nat\u00fcrlich, was sich in der Welt gerade entwickelt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Geldsegen f\u00fcr die EU Europa wird durch Trump zum sicheren Hafen f\u00fcr Investoren 04.07.2025, 17:28 Uhr Artikel anh\u00f6ren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":243159,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[1383,331,332,106,548,663,158,3934,3935,213,212,13,9951,14,15,12,55,211],"class_list":{"0":"post-243158","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktienkurse","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-donald-trump","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-handelsbeziehungen","18":"tag-handelskonflikte","19":"tag-headlines","20":"tag-investitionen","21":"tag-nachrichten","22":"tag-news","23":"tag-schlagzeilen","24":"tag-wirtschaft","25":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114798149393142528","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/243158","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=243158"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/243158\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/243159"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=243158"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=243158"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=243158"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}