{"id":243379,"date":"2025-07-05T04:05:22","date_gmt":"2025-07-05T04:05:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/243379\/"},"modified":"2025-07-05T04:05:22","modified_gmt":"2025-07-05T04:05:22","slug":"vagusnerv-schutz-vor-herzinfarkt-und-depressionen-wie-sie-den-entspannungsnerv-trainieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/243379\/","title":{"rendered":"Vagusnerv: Schutz vor Herzinfarkt und Depressionen \u2013 wie Sie den \u201eEntspannungsnerv\u201c trainieren"},"content":{"rendered":"<p>St\u00e4ndiger Stress belastet die seelische Gesundheit und das Herz. Eine gezielte Entspannung des Vagusnervs kann das Risiko f\u00fcr ernsthafte Erkrankungen senken. Forscher erkl\u00e4ren, auf welche Werte Sie achten m\u00fcssen \u2013 und welche Therapiema\u00dfnahmen wirklich helfen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Stress, Angst, Depression \u2013 all das belastet nicht nur die Psyche, sondern auch das Herz: \u201eZahlreiche wissenschaftliche Studien machen deutlich, wie eng der Zusammenhang von Stress, aber auch Depressionen und Angsterkrankungen mit einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist\u201c, so Prof. Thomas Voigtl\u00e4nder, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. <\/p>\n<p>Ein Weg, um dem vorzubeugen, f\u00fchrt \u00fcber den Vagusnerv. \u201eEr transportiert Signale vom Gehirn zum Herzen\u201c, erkl\u00e4rt Privatdozentin Cora Stefanie Weber in der aktuellen Ausgabe der Herzstiftungs-Zeitschrift \u201eHerz heute\u201c. Als Teil des parasympathischen Nervensystems wirke der sogenannte \u201eEntspannungsnerv\u201c beruhigend auf Puls und Blutdruck \u2013 eine gezielte St\u00e4rkung des Vagus k\u00f6nne so zum Schutz des Herzens beitragen.<\/p>\n<p>Viele Menschen seien auch im Alltag teilweise chronisch gestresst, ihr sympathisches Nervensystem, das den K\u00f6rper etwa in Gefahrensituationen in Alarmbereitschaft versetzt, st\u00e4ndig \u00fcberaktiv.<\/p>\n<p>So erkennt man Gef\u00e4hrdung<\/p>\n<p>Eine Messgr\u00f6\u00dfe, um Gef\u00e4hrdete zu erkennen, ist die Herzratenvariabilit\u00e4t (HRV) f\u00fcr die unterschiedlichen Abst\u00e4nde zwischen den Herzschl\u00e4gen, so Weber. Wird bei k\u00f6rperlicher oder emotionaler Belastung der Sympathikus aktiviert, stiegen die Herzfrequenz, der Blutdruck und die Atemfrequenz. Sportler und j\u00fcngere, herzgesunde Menschen h\u00e4tten in der Regel eine hohe HRV \u2013 bei ihnen entfalte im Anschluss an die Belastung der Vagus seine entspannende Wirkung, sodass Puls und Blutdruck schnell wieder heruntergehen.<\/p>\n<p>Doch diese Regulation funktioniere nicht bei jedem Menschen gleich gut. Menschen mit Angst- und Panikst\u00f6rungen etwa haben der Herzstiftung zufolge ein signifikant erh\u00f6htes Infarktrisiko. \u201eMan nimmt an, dass es ihrem Gehirn nicht mehr gelingt, Angstreaktionen ausreichend zu unterdr\u00fccken, ihr Vagusnerv ist gehemmt und sie geraten so in chronischen Stress.\u201c<\/p>\n<p>Menschen mit einem aktiven Vagusnerv und hoher HRV dagegen haben laut Weber eine bessere Konzentration, Emotionskontrolle und ein besseres emotionales Wohlbefinden. Befunde deuteten darauf hin, \u201edass ein besseres Bewusstsein f\u00fcr die eigenen Gef\u00fchle mit einer stabileren Herzaktion einhergeht \u2013 und damit einen Schutzfaktor darstellen kann.\u201c<\/p>\n<p>Was den Vagusnerv st\u00e4rkt<\/p>\n<p>Psychotherapeutische Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen das Risiko f\u00fcr einen Herzinfarkt senken \u2013 oder einem erneuten Infarkt vorbeugen, so die Herzstiftung. Empfohlen werden herzkranken Menschen laut Herzstiftung unter anderem:<\/p>\n<ul>\n<li>Gesunde Ern\u00e4hrung und Normalgewicht<\/li>\n<li>Geringer Alkoholkonsum, Verzicht auf Nikotin<\/li>\n<li>Ausreichender Schlaf<\/li>\n<li>Entspannungsverfahren (z. B. tiefe Bauchatmung)<\/li>\n<li>Ausdauersport<\/li>\n<li>Besseres Stress-Management<\/li>\n<li>Au\u00dferdem hilfreich seien: <\/li>\n<li>Psychotherapeutische Gespr\u00e4che<\/li>\n<li>Kunst- und K\u00f6rpertherapie<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie wirkt die Stimulation des Vagusnervs?<\/p>\n<p>An der Universit\u00e4t T\u00fcbingen forscht Nils Kr\u00f6ger zum Vagusnerv und dazu, wie man ihn gezielt zur Entspannung nutzen kann. \u201eIm Internet und in den Sozialen Medien werden zahlreiche Versprechungen zur Wirkung der Stimulation des Vagusnervs verbreitet \u2013 beispielsweise durch Selbstmassage des Halses oder durch Atem\u00fcbungen; aber auch durch frei verk\u00e4ufliche elektronische Ger\u00e4te\u201c, berichtet Kr\u00f6ger im Uni-Magazins \u201ePuls\u201c.<\/p>\n<p>Doch wie die Vagusnervstimulation wirkt, h\u00e4nge vom gesundheitlichen Zustand und der Situation ab: \u201ePauschal zu sagen, dass die Stimulation immer die Entspannung f\u00f6rdert, w\u00e4re also falsch.\u201c<\/p>\n<p>Kr\u00f6ger best\u00e4tigt aber: Kontrollierte Atem\u00fcbungen wie tiefes Atmen oder progressive Muskelentspannung wirken entspannend, und wenn sie zus\u00e4tzlich mit einer Vagusnervstimulation gekoppelt werden, sei die Wirkung besonders gut, dazu gebe es erste Hinweise. <\/p>\n<p>Auch die Boxatmung, bei der man auf vier Z\u00e4hlzeiten einatmet, vier Z\u00e4hlzeiten die Atmung h\u00e4lt, auf vier ausatmet und wieder vier Z\u00e4hlzeiten h\u00e4lt oder eine verl\u00e4ngerte Ausatmung k\u00f6nnten die Entspannung f\u00f6rdern. <\/p>\n<p>Wie gut eine mechanische Stimulation, zum Beispiel am Hals, das Bienensummen, bei dem der Vagusnerv durch Vibrationen im Halsbereich stimuliert werden soll, oder Gurgeln entspannend wirkt, sei zwar bisher nicht ausreichend belegt. Doch das bedeute nicht, \u201edass man \u00dcbungen im Selbstversuch nicht einfach mal ausprobieren kann. Jede Person reagiert anders darauf. Auszutesten, was zum eigenen Wohlbefinden beitr\u00e4gt, macht also durchaus Sinn, ganz unabh\u00e4ngig vom Vagusnerv.\u201c <\/p>\n<p>dpa\/rc<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"St\u00e4ndiger Stress belastet die seelische Gesundheit und das Herz. 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