{"id":244197,"date":"2025-07-05T11:44:13","date_gmt":"2025-07-05T11:44:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/244197\/"},"modified":"2025-07-05T11:44:13","modified_gmt":"2025-07-05T11:44:13","slug":"eine-erfolgsgeschichte-auch-fuer-den-artenschutz-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/244197\/","title":{"rendered":"Eine Erfolgsgeschichte auch f\u00fcr den Artenschutz \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Gl\u00fcckliche Gesichter gab es nach der Stadtratsentscheidung zum Ergebnispapier zum B\u00fcrgerbahnhof Plagwitz auch beim Leipziger \u00d6kol\u00f6wen, der sich als Umweltverband auch in die Diskussion um den Erhalt von Freifl\u00e4chen auf dem einstigen G\u00fcterbahnhofsgel\u00e4nde eingebracht hat. Mit gro\u00dfer Mehrheit wurde in der Ratsversammlung am 26. Juni dieses Ergebnispapier zum B\u00fcrgerbahnhof Plagwitz beschlossen. Dem Papier ging ein langer Beteiligungsprozess voraus. In seiner Art bislang in Leipzig einzigartig und auch deutlich aufwendiger als der Beteiligungsprozess zum Jahrtausendfeld.<\/p>\n<p>Mehr als 40 Personen, darunter die LEWO AG, der wesentliche Gel\u00e4ndeteile geh\u00f6ren, Anwohner\/-innen, die B\u00fcrgerinitiative Plagwitzer B\u00fcrgerbahnhof, das Stadtplanungsamt, Umweltverb\u00e4nde, Vertreter\/-innen der Fraktionen und aus Wirtschaft und Kultur haben in zw\u00f6lf Terminen gemeinsam ein Konsenspapier erarbeitet, das die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten in Einklang bringen konnte.<\/p>\n<p>Platz f\u00fcr ein St\u00fcck Natur<\/p>\n<p>Mandy Gehrt, Sprecherin f\u00fcr Kultur der Fraktion Die Linke im Stadtrat zu Leipzig, erkl\u00e4rt dazu in der Ratsversammlung am 26. Juni: \u201eGemeinsam ist es gelungen, sowohl Freifl\u00e4chen und kulturelle Einrichtungen zu erhalten als auch Gewerbe- und Wohnraum zu schaffen. 60 Prozent (ca. 12.000 m\u00b2) des urspr\u00fcnglichen Grundst\u00fcckes der LEWO AG soll nun an die Kommune gehen.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/8f217eb62f764538b5b74b13a5835532.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/07\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/07\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Die zuk\u00fcnftigen kommunalen Fl\u00e4chen sollen nicht bebaut, sondern \u00f6kologisch und nachhaltig entwickelt werden. Auch der Westbahnhof soll nun in kommunalen Besitz gehen, denn dieser ist f\u00fcr den Kiez ein wichtiger kultureller Ankerpunkt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-628617\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Planskizze-aus-dem-Ergebnispapiers-des-Buergerbeteiligungsprozessses-Gruener-Bahnhof-Plagwitz-Nordte.jpeg\" alt=\"Planskizze zum Ergebnispapier zum B\u00fcrgerbahnhof Plagwitz. Karte: Stadt Leipzig\" width=\"2250\" height=\"1500\"  \/>Planskizze zum Ergebnispapier zum B\u00fcrgerbahnhof Plagwitz. Karte: Stadt Leipzig<\/p>\n<p>Das Ergebnis zeigt, dass es sich lohnt, Einwohner*innen und andere Akteur*innen aktiv an der Entwicklung unserer Stadt zu beteiligen. Auch wenn Mitbestimmungs- und Teilhabeprozesse Kraft und Zeit kosten, sind sie doch Ausdruck gelebter Demokratie.<\/p>\n<p>Mit dem Beschluss des Stadtrates kann nun die Erfolgsgeschichte des B\u00fcrgerbahnhof Plagwitz fortgeschrieben werden und als Vorbild f\u00fcr weitere Projekte einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Stadtentwicklung dienen.\u201c<\/p>\n<p>Ein folgenreiches Artenschutzgutachten<\/p>\n<p>2022 hatte der \u00d6kol\u00f6we selbst einen Baustopp f\u00fcr den B\u00fcrgerbahnhof Plagwitz gefordert. <a href=\"http:\/\/www.oekoloewe.de\/presse-detail\/pm-%c3%b6kol%c3%b6we-fordert-baustopp-auf-dem-plagwitzer-b%c3%bcrgerbahnhof.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vor allem kritisierte er die l\u00fcckenhafte Artenerhebung an diesem Jahrzehnte lang brach liegenden Gel\u00e4nde.<\/a><\/p>\n<p>\u201eDie Arterhebungen, die dem Bebauungsplan aktuell zugrunde liegen, sind durchweg \u00e4lter als sechs Jahre und sch\u00e4tzen u. a. den Bestand von Wechselkr\u00f6te und Zauneidechse v\u00f6llig falsch ein. Bislang hat es die Stadt Leipzig vers\u00e4umt, ein neues Gutachten in Auftrag zu geben\u201c, kritisierte der \u00d6kol\u00f6we.<\/p>\n<p>\u201eDabei sollte klar sein, dass auf einer veralteten Datenbasis keine sachgerechte Einsch\u00e4tzung vorgenommen werden kann: Mittlerweile leben viel mehr gesch\u00fctzte Tiere auf dem B\u00fcrgerbahnhof!\u201c, sagte damals Tino Supplies.<\/p>\n<p>Der \u00d6kol\u00f6we hatte deshalb ein Planungsb\u00fcro beauftragt, ein neues Artenschutzgutachten zu erstellen \u2013 als neue, zeitgem\u00e4\u00dfe Grundlage des Verfahrens. \u201eDer Stadt k\u00f6nnen wir jedenfalls nicht mehr vertrauen! Zumal die unzul\u00e4ssig eingeleiteten Bauaktivit\u00e4ten schon jetzt zahlreiche seltene Amphibien und Reptilien auf dem B\u00fcrgerbahnhof Plagwitz get\u00f6tet haben.\u201c<\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter <a href=\"http:\/\/www.oekoloewe.de\/presse-detail\/oekoloewe-legt-artenschutzgutachten-fuer-den-buergerbahnhof-plagwitz-vor.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">legte der \u00d6kol\u00f6we dieses Artenschutzgutachten vor<\/a>. \u201eDas Ergebnis des Gutachtens ist spektakul\u00e4r: Auf dem B\u00fcrgerbahnhof Plagwitz lebt Leipzigs letzte Population der streng gesch\u00fctzten Wechselkr\u00f6te. Sie kann nicht einfach umgesiedelt werden, wie das bei anderen Bauprojekten sonst oft \u00fcblich ist\u201c, konnte Tino Supplies feststellen.<\/p>\n<p>Die Gefahr, die daraus folgte, sollten die damaligen Baupl\u00e4ne tats\u00e4chlich verwirklicht werden, beschrieb Supplies so: \u201eBei der aktuell geplanten Umnutzung des Plangebietes kommt es zu einer gro\u00dffl\u00e4chigen Entwertung der Landlebensr\u00e4ume im weiteren Umfeld des Regenr\u00fcckhaltebeckens.<\/p>\n<p>Die zuk\u00fcnftige Bebauung und die Fahrwege isolieren das Reproduktionsgew\u00e4sser von den Landlebensr\u00e4umen und verringern diese erheblich. Dies f\u00fchrt wahrscheinlich zum mittelfristigen Aussterben der Art am Plagwitzer Bahnhof und damit auch im Stadtgebiet von Leipzig.<\/p>\n<p>Unter diesen Gegebenheiten besteht eine sehr hohe Verantwortung der Stadt Leipzig im weiteren Planungsprozess, um den letzten, dauerhaft intakten und gut funktionierenden Reproduktionsstandort und die dazu geh\u00f6renden Landlebensr\u00e4ume der Wechselkr\u00f6te im Stadtgebiet angemessen zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Das hei\u00dft: Eigentlich h\u00e4tte die LEWO AG schlicht aus naturschutzfachlichen Gr\u00fcnden nicht einfach wie geplant bauen k\u00f6nnen, war also gut beraten, mit Stadt, B\u00fcrgerinitiativen und Umweltverb\u00e4nden einen Kompromiss einzugehen, <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2024\/05\/beteiligungsverfahren-bahnhof-plagwitz-591660\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wie er dann im Fr\u00fchjahr 2024 auch gefunden wurde<\/a>. Jenen Kompromiss, <a href=\"https:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2023774&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2169236\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der als Ergebnispapier dann am 26. Juni vom Stadtrat mehrheitlich bef\u00fcrwortet wurde.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gl\u00fcckliche Gesichter gab es nach der Stadtratsentscheidung zum Ergebnispapier zum B\u00fcrgerbahnhof Plagwitz auch beim Leipziger \u00d6kol\u00f6wen, der sich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":244198,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[5252,75861,3364,29,30,71,44567,859],"class_list":{"0":"post-244197","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-artenschutz","9":"tag-buergerbahnhof-plagwitz","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-leipzig","14":"tag-oekoloewe","15":"tag-sachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114800458350363119","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/244197","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=244197"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/244197\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/244198"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=244197"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=244197"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=244197"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}