{"id":244398,"date":"2025-07-05T13:33:10","date_gmt":"2025-07-05T13:33:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/244398\/"},"modified":"2025-07-05T13:33:10","modified_gmt":"2025-07-05T13:33:10","slug":"3i-atlas-ein-interstellarer-komet-mit-einem-25-000-km-langen-schweif","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/244398\/","title":{"rendered":"3I\/ATLAS: Ein interstellarer Komet mit einem 25.000 km langen Schweif"},"content":{"rendered":"<p>Bei dem dritten interstellaren Himmelsk\u00f6rper, der auf dem Weg durchs Sonnensystem entdeckt wurde, handelt es sich um einen Kometen, dessen Schweif mehr als 25.000 Kilometer lang ist. Das haben weitere Beobachtungen von 3I\/ATLAS ergeben, <a href=\"https:\/\/www.astronomerstelegram.org\/?read=17264\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">deren Ergebnisse im Astronomer&#8217;s Telegram ver\u00f6ffentlicht wurden<\/a>. Au\u00dferdem gibt es inzwischen auch einen vorab ver\u00f6ffentlichten wissenschaftlichen Artikel (<a href=\"https:\/\/arxiv.org\/pdf\/2507.02757\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">PDF<\/a>), in dem die bisherigen Erkenntnisse zusammengefasst werden. So hat das Objekt wohl einen Durchmesser von etwa 10 km, <a href=\"https:\/\/www.astronomerstelegram.org\/?read=17263\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">wahrscheinlich weniger<\/a>. Durchs Sonnensystem rast der Komet mit einer Geschwindigkeit von 221.000 km\/h, an der Sonne werde er noch beschleunigt, <a href=\"https:\/\/science.nasa.gov\/solar-system\/comets\/3i-atlas\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">erg\u00e4nzt die NASA<\/a>. Die hat auch jene Aufnahme ver\u00f6ffentlicht, auf welcher der interstellare Komet entdeckt wurde.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/8\/9\/1\/6\/4\/1\/ESA_observes_interstellar_comet_3I_ATLAS-25c9c3f897575bfe.gif\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"866\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 866 \/ 866; object-fit: cover;\" width=\"866\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>ESA-Aufnahme von \u00a7I\/ATLAS<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0ESA\/Las Cumbres Observatory)\n    <\/p>\n<p>3I\/ATLAS wurde erst am Dienstag aus Chile mit dem Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) entdeckt. Im Nachgang wurde das Objekt aber auch auf \u00e4lteren Aufnahmen entdeckt, die bis zum 14. Juni zur\u00fcckreichen. Dank dieser &#8222;Precoveries&#8220; konnte seine Bahn bestimmt und best\u00e4tigt werden, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Jetzt-bestaetigt-Zum-dritten-Mal-interstellarer-Himmelskoerper-im-Sonnensystem-10473308.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dass er nur auf der Durchreise ist<\/a>. Der Erde wird er sich auf etwa 1,6 Astronomische Einheiten (AE) ann\u00e4hern, also immer weiter entfernt sein, als die Sonne. Der wird er sich am 30. Oktober auf bis zu 1,4 AE ann\u00e4hern. Bis September k\u00f6nnen Observatorien auf der Erde ihn beobachten, danach wird er daf\u00fcr zu nah an der Sonne sein. Ab Dezember k\u00f6nnen wir ihn wieder finden und seinen Abschied mitverfolgen.<\/p>\n<p>Nach der Entdeckung sind rasch die unterschiedlichsten Einrichtungen aktiv geworden, um m\u00f6glichst schnell, m\u00f6glichst viel \u00fcber den Besucher herauszufinden. Bei der Europ\u00e4ischen Weltraumagentur ESA war das beispielsweise das B\u00fcro f\u00fcr die planetare Verteidigung, f\u00fcr das Observatorien in Hawaii, Chile und Australien den Kometen ins Visier nehmen. Je mehr sich der Himmelsk\u00f6rper der Sonne n\u00e4hert, desto st\u00e4rker wird er erhitzt und desto l\u00e4nger wird der Schweif, der aus Material besteht, das aus ihm sublimiert. Dabei wird aus dem gefrorenen Material direkt Dampf, \u00fcber dessen Analyse die Zusammensetzung des Objekts ermittelt werden kann.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/8\/9\/1\/6\/4\/1\/Comet3I-ATLAS-4e912cc7f05c89a7.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1320\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1320 \/ 1320; object-fit: cover;\" width=\"1320\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Eine der Aufnahmen, mit denen 3I\/ATLAS entdeckt wurde <\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0ATLAS\/University of Hawaii\/NASA)\n    <\/p>\n<p>&#8222;Etwas wirklich Au\u00dferirdisches&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.esa.int\/Space_Safety\/Planetary_Defence\/ESA_tracks_rare_interstellar_comet\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Die ESA erkl\u00e4rt nun auch<\/a>, warum der interstellare Komet von so gro\u00dfem Interesse f\u00fcr die Forschung ist. W\u00e4hrend alle Planeten, Monde, Asteroiden, Kometen und Lebensformen im Sonnensystem eine gemeinsame Herkunft teilen, ist 3I\/ATLAS v\u00f6llig fremd. W\u00e4hrend es noch sehr lange dauern d\u00fcrfte, bis die Menschheit \u00fcberhaupt die M\u00f6glichkeit bekommen k\u00f6nnte, andere Sternsysteme direkt zu erforschen oder gar zu besuchen, bieten Objekte wie 3I\/ATLAS, etwas &#8222;wirklich Au\u00dferirdisches zu ber\u00fchren&#8220;. Auch deshalb <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Comet-Interceptor-ESA-will-urspruenglichen-oder-interstellaren-Kometen-besuchen-7135521.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">arbeitet man bei der ESA daran, eine Sonde zu bauen<\/a>, die bald im All auf solch einen Besucher warten soll, um ihn dann direkt erforschen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Vor 3I\/ATLAS wurden bislang nur zwei Himmelsk\u00f6rper entdeckt, die nicht an einen Stern gebunden sind und Sternsysteme wie das unsere lediglich durchqueren: 1I\/\u02bbOumuamua im Jahr 2017 und 2I\/Borisov in den Jahren 2019 und 2020. Beide waren von h\u00f6chstem Interesse f\u00fcr die Forschung, weil sie uns als Objekte von au\u00dferhalb des Sonnensystems derart nahegekommen sind. 3I\/ATLAS ist nun das erhoffte dritte Exemplar, und die Aufregung unter Astronomen und Astronominnen \u00fcber den Fund d\u00fcrfte noch eine Weile anhalten. Bis September k\u00f6nnen Observatorien auf der Erde den interstellaren Kometen direkt beobachten, danach wird er daf\u00fcr zu nah an der Sonne sein. Ab Dezember wird er dann wieder sichtbar und wir k\u00f6nnen seinen Abschied mitverfolgen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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