{"id":244492,"date":"2025-07-05T14:24:12","date_gmt":"2025-07-05T14:24:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/244492\/"},"modified":"2025-07-05T14:24:12","modified_gmt":"2025-07-05T14:24:12","slug":"ratsmehrheit-stimmt-den-plaenen-zum-ausbau-der-windenergie-in-leipzig-zu-video-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/244492\/","title":{"rendered":"Ratsmehrheit stimmt den Pl\u00e4nen zum Ausbau der Windenergie in Leipzig zu + Video \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Am 26. Juni ging es in der Ratsversammlung auch um ein wichtiges Thema f\u00fcr Leipzigs Energiezukunft: unter anderem um die Stellungnahme zur \u201eTeilfortschreibung Erneuerbare Energien\u201c des Regionalplans Leipzig-Westsachsen, in der es auch um die Ausweisung von Windvorranggebieten auf dem Gebiet der Stadt Leipzig geht. Besonders betroffen dabei: die Ortschaft Hartmannsdorf-Knautnaundorf. Dort werden die bestehenden Windkraftanlagen jetzt schon aufger\u00fcstet. Berechtigterweise hatte der Ortschaftsrat dann auch einen \u00c4nderungsantrag eingebracht.<\/p>\n<p>Zwar nicht direkt zum Repowering der sieben schon existierenden Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Ortschaft (zu denen sp\u00e4ter noch acht weitere kommen sollen), von denen vier jetzt schon neu gebaut werden. Denn nat\u00fcrlich ist <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2025863&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der Wunsch des Ortschaftsrates<\/a> nur zu berechtigt, <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/06\/windvorranggebiete-in-leipzig-ortschaftsrat-hartmannsdorf-knautnaundorf-1-000-meter-regel-627543\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dass bei Bau neuen Anlagen die Mindest-Abstandsregel von 1.000 Metern eingehalten wird.<\/a><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3c6d47f9cccb4c0b9d7271ac6c0899a0.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2025\/07\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2025\/07\/1\"\/><\/p>\n<p>Bei den \u00e4lteren Anlagen ist das bei zweien nicht der Fall. Sie stammt noch aus Zeiten, als es in Sachsen keine 1.000-Meter-Abstandsregel gab. Und vielleicht h\u00e4tte der Ortschaftsrat auch seine Zustimmung nicht gegeben, wenn man ihn gefragt h\u00e4tte. Aber der Ortschaftsrat wurde nicht gefragt, wie Ortsvorsteher Matthias Kopp am 26. Juni feststellte.<\/p>\n<p>Aber ein Trostpflaster bekam er: Die Stadt \u00fcbernahm das Anliege des Ortschaftsrates auch ohne Abstimmung in ihre Stellungnahme f\u00fcr den Planungsverband Westsachsen.<\/p>\n<p>Bremser am Werk<\/p>\n<p>Und bis auf eine Fraktion war das ganze Thema des Windkraftausbaus auf Leipziger Gebiet auch kein Problem. Aufgrund der dichten Bebauung stehen in Leipzig sowieso nur 0,3 Prozent des Stadtgebietes zum Ausbau von Windkraft zur Verf\u00fcgung. Weit entfernt vom 2-Prozent-Fl\u00e4chenziel, das f\u00fcr ganz Sachsen gilt und das die aktuelle Minderheitsregierung von CDU und SPD gern wieder aufweichen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>V\u00f6llig unverst\u00e4ndlicherweise, denn mit dem Erf\u00fcllen des 2-Prozent-Ziels w\u00fcrde Sachsen endlich auf einen Weg kommen, beim Windkraftausbau zu anderen Fl\u00e4chenl\u00e4ndern aufzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Aber w\u00e4hrend der<a href=\"https:\/\/www.rpv-westsachsen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Planungsverband Westsachsen<\/a> mit der Diskussion um Windvorranggebiete schon so weit ist, dass gerade die Beteiligung der Kommunen l\u00e4uft, kleckern gerade die Planungsverb\u00e4nde in Ostsachsen hinterher und beeinflussen damit die eh schon nicht mutige Landespolitik.<\/p>\n<p>Ein Grund daf\u00fcr ist die \u00fcberall sp\u00fcrbare Bremserrolle der AfD, die sich l\u00e4ngst zum Sprachrohr der sogenannten Windkraftgegner gemacht hat und auf allen Ebenen versucht, den Windkraftausbau zu bremsen oder gar zu verhindern.<\/p>\n<p>Mit windigen und den bekannten alten Argumente, die an diesem 26. Juni insbesondere AfD-Stadtrat Marius Beyer ausbreitete. Der so nebenbei auch durchblicken lie\u00df, dass er \u00fcberhaupt nicht wei\u00df, warum Windkraftanlagen heute statt nur 90 Meter hoch, bis zu 243 Meter hoch werden.<\/p>\n<p>Da geht es weder um Landschaftsbild, Schlagschatten noch Infraschall, die jenseits von 1.000 Meter Abstand sowieso keine Rolle spielen. Denn gerade in der H\u00f6he steckt das Repowering: Die Windr\u00e4der kommen dadurch in wesentlich windst\u00e4rkere Luftschichten und ihre Leistung kann sich bis zum Zw\u00f6lffachen der Leistung der alten Anlagen erh\u00f6hen. Es geht um mehr Strom auf derselben Fl\u00e4che.<\/p>\n<p>Zukunftsthema: Speicheranlagen<\/p>\n<p>Berechtigterweise fragte CDU-Stadtrat Karsten Albrecht, wo denn dann dieser ganze Strom gespeichert werden soll, da die Vorlage ja nun keine Angaben zum Speichern enthalte. Eine solche Angabe findet sich wohl, ist aber nat\u00fcrlich noch nicht konkret. Denn f\u00fcr Speicheranlage braucht es keine Vorranggebiete.<\/p>\n<p>Und Windkraftanlagenbetreiber sind gut beraten, solche Speicher mitzuplanen, denn nur so k\u00f6nnen sie absichern, dass ihr Strom nicht abgeklemmt wird, wenn Wind und Sonne das Netz zu \u00fcberlasten drohen. Heute geht dieser Strom meist verloren, obwohl man ihn gerade f\u00fcr die Flautezeiten gut speichern k\u00f6nnte. Das Thema kommt also noch.<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend Baub\u00fcrgermeister Thomas Dienberg und OBM Burkhard Jung kein Problem damit hatten, den Antrag aus Hartmannsdorf-Knautnaundorf mit in die Stellungnahme der Stadt zu \u00fcbernehmen, war das bei den Antr\u00e4gen aus dem Ortschaftsrat Engelsdorf v\u00f6llig anders.<\/p>\n<p>Nicht nur, dass Engelsdorf von den Leipziger Windvoranggebieten \u00fcberhaupt nicht betroffen ist \u2013 alle f\u00fcnf \u00c4nderungsantr\u00e4ge aus dem Ortschaftsrat im Osten Leipzigs zielten letztlich darauf ab, die Vorschl\u00e4ge des Planungsverbandes Westsachsen wieder aufzuweichen \u2013 unter anderem durch die Einforderung, das Ausweisungsziel wieder von 2 Prozent der Landesfl\u00e4che auf 1,3 Prozent zu senken.<\/p>\n<p>Das h\u00e4tte f\u00fcr den Planungsverband bedeutet, den ganzen Planungsprozess zu stoppen und wieder von vorn anzufangen.<\/p>\n<p>Engelsdorfer Bremskl\u00f6tze<\/p>\n<p>AfD-Stadtrat Marius Beyer deutete zumindest an, dass genau das auch Ziel dieser Antr\u00e4ge war. Er ist genauso Mitglied in diesem Ortschaftsrat wie SPD-Stadtr\u00e4tin Anja Feichtinger, die in der Sitzung am 26. Juni best\u00e4tigte, dass sie selbst gegen diese \u00c4nderungsantr\u00e4ge gestimmt hatte.<\/p>\n<p>In der Ratsversammlung fielen dann auch s\u00e4mtliche Antr\u00e4ge aus dem Ortschaftsrat Engelsdorf durch. Auch ein Antrag, der durchaus ein wichtiges Kriterium in die Diskussion brachte: die Ber\u00fccksichtigung von Bodenrichtwertzahlen bei der Planung von Photovoltaik-Anlagen.<\/p>\n<p>Aber <a href=\"https:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2025912&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2169249\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dazu hatte Anja Feichinger selbst einen eigenen Antrag geschrieben<\/a>, den OBM Burkhard Jung als Pr\u00fcfauftrag f\u00fcr die Stadt \u00fcbernahm. Denn nat\u00fcrlich ergibt es Sinn, Photovoltaik m\u00f6glichst nur dort zu planen, wo dann nicht gerade die wertvollen B\u00f6den mit einer Bodenrichtwertzahl \u00fcber 50 verschattet werden.<\/p>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2024954&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2169242\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stellungnahme der Stadt zum Entwurf der \u201eTeilfortschreibung Erneuerbare Energien\u201c des Regionalplans Leipzig-Westsachsen<\/a> stimmten am Ende 41 der anwesenden St\u00e4dtr\u00e4tinnen und Stadtr\u00e4te zu. Nur die AfD-Fraktion stimmte mal wieder dagegen. Da helfen auch keine guten Argument, wie sie Baub\u00fcrgermeister Thomas Dienberg zur Begr\u00fcndung der Vorlage vorgebracht hatte.<\/p>\n<p>Denn hier geht es nicht nur um die k\u00fcnftige Energieversorgung und die Sicherung des n\u00f6tigen Stroms f\u00fcr eine Stadt, die schon heute 2.000 Gigawatt Strom verbraucht \u2013 k\u00fcnftig aber wohl 4.000 Gigawatt braucht und dringend auf Stromlieferungen aus den Landkreisen angewiesen ist. Da sei es nur fair, dass die Stadt das M\u00f6gliche tue, um so viel Strom wie m\u00f6glich auch auf eigenem Gebiet zu erzeugen.<\/p>\n<p>Aber die AfD-Fraktion stimmte auch gegen die Vorlage, die sichern soll, <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2016318&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2169240\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dass die direkt betroffenen Ortschaften k\u00fcnftig auch finanziell an den Ertr\u00e4gen der Windkraftanlagen auf ihrem Gebiet beteiligt werden.<\/a> So gesehen war die Lobhudelei von AfD-Stadtrat Christian Kriegel auf den Ortschaftsrat Hartmannsdorf-Knautnaundorf schlicht unanst\u00e4ndig. Denn ganz offensichtlich g\u00f6nnt die AfD den betroffenen Ortschaften auch dieses Geld nicht. Die Vorlage bekam mit 45:10 Stimmen trotzdem die n\u00f6tige Mehrheit.<\/p>\n<p>Genauso wie die dritte Vorlage zum<a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2024346&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2169241\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Repowering der Windkraftanlagen in Hartmannsdorf-Knautnaundorf<\/a>. Hier geht es auch um die zwei Anlagen, die weniger als 1.000 Meter entfernt zur Ortslage stehen und nun deutlich erh\u00f6ht werden sollen. Auch das bekam mit 42:10 Stimmen bei sechs Enthaltungen die n\u00f6tige Zustimmung.<\/p>\n<p>Nur die Kommunikation bei solchen Themen m\u00fcsse besser werden, mahnte CDU-Stadtrat Markus M\u00fcndlein an. Die betroffenen Ortschaftsr\u00e4te h\u00e4tten schlicht ein Recht darauf, fr\u00fchzeitig in solche Entscheidungen einbezogen zu werden.<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am 26. 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