{"id":24768,"date":"2025-04-12T00:53:12","date_gmt":"2025-04-12T00:53:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/24768\/"},"modified":"2025-04-12T00:53:12","modified_gmt":"2025-04-12T00:53:12","slug":"ischinger-europa-muss-die-antwort-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/24768\/","title":{"rendered":"Ischinger: \u201eEuropa muss die Antwort sein\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Als Unterh\u00e4ndler in unz\u00e4hligen Krisensituationen ist Wolfgang Ischinger, Pr\u00e4sident des Stiftungsrates der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz und Botschafter a.D., darin erprobt, die Interessen des Gegen\u00fcbers zu lesen. Doch auch er will sich im PLATOW-Interview in der Interpretation Trumps nicht festlegen.<\/p>\n<p>Ob Trumps Zollpolitik lediglich eine Verhandlungstaktik darstellt oder doch den Versuch, das \u201egegenw\u00e4rtige System aus den Angeln zu heben\u201c \u2013 beides k\u00f6nne er nicht ausschlie\u00dfen. Das erste gro\u00dfe Opfer dieser Vorgehensweise steht f\u00fcr Ischinger aber bereits fest: das Vertrauen in die Vereinigten Staaten. \u201eGanz egal, was in den n\u00e4chsten Tagen, Wochen oder Monaten passiert, der entstandene Schaden ist auf absehbare Zeit irreparabel.\u201c<\/p>\n<p>Auch zu einem baldigen Frieden in der Ukraine \u00e4u\u00dfert sich Deutschlands ehemaliger Botschafter in Washington und London skeptisch. \u201eSolange nicht beide Seiten \u00fcberzeugt sind, dass der milit\u00e4rische Einsatz keine Vorteile mehr bringt \u2013 weder territorial noch politisch \u2013 wird es keine ernsthaften Verhandlungen geben.\u201c Dieser Punkt sei auf russischer Seite noch nicht erreicht. Die von Wladimir Putin ausgehende Bedrohung nimmt Ischinger sehr ernst. Auch wenn Russland geschw\u00e4cht sei, k\u00f6nne ein Angriff auf weitere Staaten nicht ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Im Falle eines Waffenstillstands k\u00f6nne Russland innerhalb weniger Jahre wieder ein gro\u00dfes Arsenal moderner Waffen aufbauen. Sollte die Besetzung der Ukraine gelingen, st\u00fcnden Truppen dann direkt an der Grenze Polens. F\u00fcr Ischinger ist es eine bittere Wahrheit, \u201edass Russland Schw\u00e4che ausnutzen w\u00fcrde\u201c, jedenfalls m\u00fcsse man davon ausgehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den bekennenden Transatlantiker kann die Antwort auf diese Krisen nur Europa sein. Es brauche das von Emmanuel Macron bereits beschworene Europa, das sich auch selbst sch\u00fctzen kann. Hierf\u00fcr erhofft er sich vor allem von der neuen Bundesregierung den Start einer europ\u00e4ischen Initiative, um \u201ezu Verteidigungsfragen mit einer Stimme zu sprechen, einen gemeinsamen R\u00fcstungsmarkt aufzubauen und so sicherheitspolitisch gemeinsam voranzugehen.\u201c<\/p>\n<p>Am besten beginne man damit in einem \u201eharten Kern\u201c aus Deutschland, Frankreich, Polen, den baltischen Staaten sowie Schweden und Finnland. Das sei \u00fcberf\u00e4llig und w\u00fcrde auch in Washington, Moskau und Peking Eindruck machen. Dem vermutlich n\u00e4chsten deutschen Kanzler attestiert Ischinger die daf\u00fcr n\u00f6tige F\u00fchrungsst\u00e4rke.<\/p>\n<p>Das vollst\u00e4ndige Interview lesen Sie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.platow.de\/deutsche-aktien\/ischinger-schaden-ist-auf-absehbare-zeit-irreparabel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Als Unterh\u00e4ndler in unz\u00e4hligen Krisensituationen ist Wolfgang Ischinger, Pr\u00e4sident des Stiftungsrates der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz und Botschafter a.D., darin&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":24769,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,1403,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-24768","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-geopolitik","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114322263541933583","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24768","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24768"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24768\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24769"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24768"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24768"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24768"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}