{"id":248013,"date":"2025-07-06T23:47:17","date_gmt":"2025-07-06T23:47:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/248013\/"},"modified":"2025-07-06T23:47:17","modified_gmt":"2025-07-06T23:47:17","slug":"siegemund-setzt-wimbledon-maerchen-fort-topfavoritin-wartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/248013\/","title":{"rendered":"Siegemund setzt Wimbledon-M\u00e4rchen fort &#8211; Topfavoritin wartet"},"content":{"rendered":"<p>London (dpa) &#8211; Laura Siegemund warf ihren Schl\u00e4ger in die Luft, sch\u00fcttelte ungl\u00e4ubig den Kopf und formte mit den H\u00e4nden ein Herz f\u00fcr die Zuschauer. Die 37-J\u00e4hrige hat bei ihrem m\u00e4rchenhaften Lauf in Wimbledon auch den Wetterkapriolen mit Gewitter und Regen getrotzt und erstmals in ihrer Karriere das Einzel-Viertelfinale beim Rasen-Klassiker erreicht. Dank einer abgekl\u00e4rten Leistung setzte sich die Schw\u00e4bin in der Runde der besten 16 gegen die Au\u00dfenseiterin Solana Sierra aus Argentinien mit 6:3, 6:2 durch.<\/p>\n<p>Nun steht sie gegen die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka vor der schwerstm\u00f6glichen Aufgabe. \u00abSie ist eine der gro\u00dfartigsten und aggressivsten Spielerinnen, die wir haben\u00bb, sagte Siegemund. \u00abDas einzig Gute an dem Match ist, dass ich absolut nichts zu verlieren habe.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Auf dem Platz zeigte sie sich \u00fcberw\u00e4ltigt von ihrem Erfolg in dem Spiel, in das sie erstmals bei diesem Turnier als Favoritin gegangen war. \u00abDas war mein schwierigstes Match. Ich bin einfach super happy\u00bb, schw\u00e4rmte Siegemund in ihrem Interview auf dem Platz.<\/p>\n<p>Freund und Trainer: \u00abSie soll es nun einfach genie\u00dfen\u00bb<\/p>\n<p>Bei der Erw\u00e4hnung ihres Alters als \u00e4lteste verbliebene Spielerin spendete das Publikum einen Extra-Applaus f\u00fcr Siegemund. \u00abDas ist nicht oft, dass man so ein Kompliment daf\u00fcr bekommt, dass du alt bist\u00bb, sagte sie lachend. Siegemund ist die \u00e4lteste Spielerin, die in der Geschichte des Profitennis ihr erstes Wimbledon-Viertelfinale erreichte.<\/p>\n<p>Nach ihrem Triumph herzte sie ihren Freund und Trainer Antonio Zucca, der auf der Trib\u00fcne sa\u00df. \u00abWir haben das \u00fcberhaupt nicht erwartet, als wir hierhergekommen sind\u00bb, sagte der Italiener der Deutschen Presse-Agentur. \u00abSie soll es nun einfach genie\u00dfen.\u00bb Dabei lie\u00df sich Siegemund auch von zwei l\u00e4ngeren Regen-Unterbrechungen nicht aus dem Konzept bringen.<\/p>\n<p>Sie ist jetzt Mitglied im elit\u00e4ren Last-8-Club von Wimbledon, der allen Viertelfinalteilnehmern unter anderem lebenslang Tickets garantiert. Die Schw\u00e4bin kassiert zudem ein Preisgeld von 400.000 britischen Pfund (464.000 Euro). \u00abSensationell\u00bb, sagte Rainer Sch\u00fcttler, Auswahlcoach der deutschen Tennis-Damen. \u00abWohlverdient, unglaublich gespielt, gemixt mit Slice, Topspin, Stop, sie hat der Gegnerin keinen Rhythmus gegeben, sensationell und perfekt.\u00bb<\/p>\n<p>Zweites Viertelfinale bei einem Grand Slam<\/p>\n<p>Nur einmal stand Siegemund zuvor im Einzel unter den besten Acht bei einem Grand-Slam-Turnier: 2020 bei den French Open verlor sie ebenfalls als ungesetzte Spielerin gegen die Tschechin Petra Kvitova. \u00abDas ist absolut einer der gr\u00f6\u00dften Erfolge meiner Karriere, und dann auch noch auf Rasen\u00bb, hatte sie schon vor dem Achtelfinale gesagt.<\/p>\n<p>Die 21 Jahre alte Sierra war eigentlich bereits in der Qualifikation gescheitert, r\u00fcckte aber wegen des R\u00fcckzugs einer Spielerin doch ins Hauptfeld. Sie w\u00e4re die erste Lucky Loserin der Profi-Geschichte im Damentennis gewesen, die bei einem Grand Slam das Viertelfinale erreicht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Blitz und Donner \u00fcber London<\/p>\n<p>Beim ersten Aufschlag von Sierra grollte schon der Donner \u00fcber die Anlage des All England Clubs. Die Partie fand auf Court No. 2 statt, dem gr\u00f6\u00dften Platz in Wimbledon ohne Dach. Nach nur vier gespielten Punkten regnete es immer st\u00e4rker, kurz harrten die Spielerinnen noch auf dem Platz aus, bis es nach dem n\u00e4chsten heftigen Blitz in die Kabine ging.<\/p>\n<p>77 Minuten sp\u00e4ter ging es weiter. Siegemund nahm ihrer 16 Jahre j\u00fcngeren Kontrahentin direkt den Aufschlag ab, kassierte jedoch ebenfalls sofort das erste Break. Es entwickelte sich eine nerv\u00f6s gef\u00fchrte Partie mit reichlich Fehlern auf beiden Seiten, den Spielerinnen war die Bedeutung des Spiels deutlich anzumerken.<\/p>\n<p>\u00abGanz stark\u00bb: Siegemund feuert sich selbst an<\/p>\n<p>Siegemund pr\u00e4sentierte sich stabiler, setzte Sierra mit einem Wechsel von schnellen und unterschnittenen B\u00e4llen unter Druck. Das entscheidende Break gelang ihr zum 4:3, nach 48 Minuten segelte ein Ball der Argentinierin zum Ende des ersten Satzes ins Aus. Insgesamt 21 unerzwungene Fehler von Sierra waren deutlich zu viel.<\/p>\n<p>Siegemund gl\u00fcckte auch der Start in den zweiten Durchgang. \u00abGanz stark\u00bb, feuerte sie sich nach einem gelungenen Ball selbst an. Wenige Sekunden sp\u00e4ter folgte der n\u00e4chste Donner &#8211; und die n\u00e4chste Zwangspause.<\/p>\n<p>Titelchance auch im Doppel<\/p>\n<p>Dieses Mal dauerte es eine knappe Stunde, bei Wiederbeginn schien die Sonne. Siegemund fand sofort wieder ins Spiel zur\u00fcck, f\u00fchrte schnell 3:0. Zwar stemmte sich Sierra noch einmal gegen die Niederlage, nach 1:19 Stunden durfte Siegemund aber jubeln.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich bietet sich ihr auch im Doppel noch eine Titelchance, mit der Brasilianerin Beatriz Haddad Maia spielt sie im Achtelfinale. Wegen der Dreifachbelastung hatte sie sich aus dem Mixed zur\u00fcckgezogen. In ihrer Karriere hat Siegemund bislang drei Grand-Slam-Titel gewonnen: Zwei im Mixed und einen im Doppel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"London (dpa) &#8211; Laura Siegemund warf ihren Schl\u00e4ger in die Luft, sch\u00fcttelte ungl\u00e4ubig den Kopf und formte mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":248014,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[15397,3364,29,3058,30,984,1209,4206,59644,19031,4418],"class_list":{"0":"post-248013","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-atp","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-england","12":"tag-germany","13":"tag-international","14":"tag-nordrhein-westfalen","15":"tag-tennis","16":"tag-wimbledon","17":"tag-wta","18":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114808963224112358","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248013","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=248013"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248013\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/248014"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=248013"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=248013"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=248013"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}