{"id":24827,"date":"2025-04-12T01:25:22","date_gmt":"2025-04-12T01:25:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/24827\/"},"modified":"2025-04-12T01:25:22","modified_gmt":"2025-04-12T01:25:22","slug":"hamburg-schleswig-holstein-bewaehrungsstrafe-nach-antisemitischer-attacke-gefordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/24827\/","title":{"rendered":"Hamburg &#038; Schleswig-Holstein: Bew\u00e4hrungsstrafe nach antisemitischer Attacke gefordert"},"content":{"rendered":"<p>                    Hamburg &amp; Schleswig-Holstein<br \/>\n                Bew\u00e4hrungsstrafe nach antisemitischer Attacke gefordert<\/p>\n<p>\t\t\t\t              11.04.2025, 11:49 Uhr<\/p>\n<p><strong>Im vergangenen Jahr wurde eine Frau bei einer Veranstaltung zum Thema Judenfeindlichkeit an der Uni Hamburg attackiert. Die Staatsanwaltschaft fordert f\u00fcr die Angreiferin eine Strafe auf Bew\u00e4hrung.<\/strong><\/p>\n<p>Hamburg (dpa\/lno) &#8211; Im Prozess um eine mutma\u00dflich antisemitische Attacke w\u00e4hrend einer Veranstaltung an der Universit\u00e4t Hamburg hat die Generalstaatsanwaltschaft f\u00fcr die 27 Jahre alte Angeklagte eine zehnmonatige Freiheitsstrafe auf Bew\u00e4hrung gefordert. Zudem sprach sich die Anklagevertreterin vor dem Amtsgericht Hamburg daf\u00fcr aus, die Bew\u00e4hrung auf drei Jahre festzusetzen.\u00a0<\/p>\n<p>Der Anwalt des Opfers &#8211; einer 55-J\u00e4hrigen, die als Nebenkl\u00e4gerin auftritt &#8211; sprach von &#8222;motivisch feststellbarem Antisemitismus&#8220; und forderte eine Freiheitsstrafe zwischen zehn Monaten und einem Jahr auf Bew\u00e4hrung.<\/p>\n<p>Staatsanwaltschaft sieht Anklage best\u00e4tigt<\/p>\n<p>Die Generalstaatsanwaltschaft sah es als erwiesen an, dass die Angeklagte die 55-J\u00e4hrige im Mai 2024 im Anschluss an eine Ringvorlesung zu aktuellen Formen antij\u00fcdischer Gewalt an der Uni beleidigt, ins Gesicht geschlagen und verletzt hat. Die Gesch\u00e4digte ist ein Vorstandsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Hamburg.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Nebenkl\u00e4gerin hatte die Angeklagte sie als &#8222;h\u00e4ssliche Hexe&#8220; bezeichnet. Als sie die 27-J\u00e4hrige gefragt habe, ob sie das vor laufender Handykamera noch einmal wiederholen m\u00f6chte, habe diese sie angegriffen. Die Angeklagte hatte diese Darstellung bestritten und ihrerseits die 55-J\u00e4hrige bezichtigt, die Auseinandersetzung provoziert zu haben.<\/p>\n<p>Hemmschwelle der Angeklagten sei &#8222;sehr, sehr niedrig&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Neben dem Vorfall an der Uni wird in dem Prozess auch ein Fall in einem propal\u00e4stinensischen Protestcamp nahe der Hochschule mitverhandelt, bei dem die Angeklagte sich im August vergangenen Jahres laut Staatsanwaltschaft des t\u00e4tlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, der K\u00f6rperverletzung und der Beleidigung schuldig gemacht habe.\u00a0<\/p>\n<p>Sie soll versucht haben, die Festnahme eines Mannes in dem Camp zu verhindern und dabei Polizeibeamte geschlagen, getreten und beschimpft haben. Eine Polizistin wurde durch einen Faustschlag ins Gesicht verletzt.<\/p>\n<p>Die Angeklagte sei ein beiden F\u00e4llen &#8222;sehr vehement und massiv&#8220; vorgegangen, sagte die Vertreterin der Generalstaatsanwaltschaft. Ihre Hemmschwelle, Personen &#8211; auch Frauen &#8211; ins Gesicht zu schlagen, sei &#8222;sehr, sehr gering&#8220;. Deshalb sei eine dreij\u00e4hrige Bew\u00e4hrung in diesem Fall angebracht.<\/p>\n<p>Der Nebenklagevertreter hatte von einer &#8222;radikalisierten propal\u00e4stinensischen Szene&#8220; gesprochen und sein Pl\u00e4doyer mit der Mahnung eingeleitet, &#8222;dass wir in der Bundesrepublik Deutschland antisemitische Handlungen keinesfalls akzeptieren d\u00fcrfen&#8220;.<\/p>\n<p> Pl\u00e4doyer der Verteidigung und Urteil Ende April\u00a0<\/p>\n<p>Zu dem Vorfall in dem propal\u00e4stinensischen Protestcamp an der Moorweide nahe der Uni hatte sich die Angeklagte in der Hauptverhandlung nicht ge\u00e4u\u00dfert. Ihr Anwalt will sein Pl\u00e4doyer am 28. April halten. Am selben Tag soll auch das Urteil gesprochen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg &amp; Schleswig-Holstein Bew\u00e4hrungsstrafe nach antisemitischer Attacke gefordert 11.04.2025, 11:49 Uhr Im vergangenen Jahr wurde eine Frau bei&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":24828,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[3110,13664,29,30,692,1971],"class_list":{"0":"post-24827","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-attacke","9":"tag-bewaehrungsstrafe","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-hamburg","13":"tag-schleswig-holstein"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114322389245431350","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24827","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24827"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24827\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24828"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24827"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24827"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24827"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}