{"id":248434,"date":"2025-07-07T03:49:11","date_gmt":"2025-07-07T03:49:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/248434\/"},"modified":"2025-07-07T03:49:11","modified_gmt":"2025-07-07T03:49:11","slug":"heide-muenster-urlaubsgefuehl-bewahren-tipps-fuer-nachhaltige-erholung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/248434\/","title":{"rendered":"Heide\/M\u00fcnster | Urlaubsgef\u00fchl bewahren \u2013 Tipps f\u00fcr nachhaltige Erholung"},"content":{"rendered":"<p>Heide\/M\u00fcnster (dpa\/tmn) &#8211; Urlaub ist mehr als nur eine Pause vom Alltag. Er kann Stress abbauen, das Wohlbefinden steigern und die Gesundheit f\u00f6rdern &#8211; und genau das versprechen sich auch viele davon. Doch Erholung geschieht nicht automatisch. Welche Faktoren sind entscheidend? Und wie lassen sich die positiven Effekte lange erhalten?\u00a0<\/p>\n<p>\u00abErholung ist der Prozess, in dem wir die Beanspruchung r\u00fcckg\u00e4ngig machen k\u00f6nnen\u00bb, sagt Carmen Binnewies, Professorin f\u00fcr Arbeitspsychologie an der Universit\u00e4t M\u00fcnster. Sie erforscht, wie sich Menschen am besten vom Job regenerieren. Regelm\u00e4\u00dfige Auszeiten geh\u00f6ren dazu: Sp\u00e4testens, wenn die Gedanken in der Freizeit st\u00e4ndig um die Arbeit kreisen, ist es Zeit f\u00fcr eine l\u00e4ngere Pause.\u00a0<\/p>\n<p>Die 3 Wirkungsebenen von Urlaub<\/p>\n<p>Doch wie genau beeinflusst eine Auszeit unser Wohlbefinden? \u00abEs geht nicht nur um die Abwesenheit von Krankheit, sondern auch um positive Gesundheit: um Motivation, Lust und eine positive Lebenseinstellung\u00bb, sagt Binnewies. Das untersuche die sogenannte Erholungsforschung, die aus der Stressforschung entstand: \u00abMan wollte umgekehrt wissen, was passiert, wenn der Stressor weg ist.\u00bb<\/p>\n<p>So hat das Deutsche Institut f\u00fcr Tourismusforschung an der Fachhochschule Westk\u00fcste im vergangenen Jahr untersucht, wie sich Urlaubsreisen auf die Erholung, Gesundheit und das subjektive Wohlbefinden der Reisenden auswirken. Charlotte Bellmann, die Projektleiterin der Analyse, stellt fest, dass die pers\u00f6nlichen Effekte von Urlaub auf drei Ebenen wirken. \u00abZum einen geht es darum, negative Stressreaktionen zu reduzieren\u00bb, sagt sie, also um die Wiederherstellung der inneren Ruhe.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abZum anderen, unser subjektives Wohlbefinden zu st\u00e4rken \u2013 vom hedonistischen Wohlbefinden, also dem Vergn\u00fcgen und der Zufriedenheit bis hin zur tiefen, pers\u00f6nlichen Erf\u00fcllung.\u00bb.\u00a0<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich tr\u00e4gt Urlaub zur St\u00e4rkung der Gesundheit bei \u2013 die dritte Ebene, die Bellmann erkannt hat. Die Ergebnisse des Instituts basieren auf der Auswertung von 92 wissenschaftlichen Studien aus Tourismusforschung, Psychologie, Medizin und Sozialwissenschaften. Weitere eigene Forschung soll in diesem Jahr folgen.<\/p>\n<p>Jeder erholt sich anders: Urlaub bewusst gestalten<\/p>\n<p>Wie erholsam ein Urlaub ist, ist von Mensch zu Mensch verschieden. \u00abDie Erholungswirkung des Urlaubs h\u00e4ngt unter anderem von den individuellen Stressfaktoren im Alltag ab\u00bb, sagt Bellmann. Auch die berufliche Belastung spielt dabei eine Rolle.<\/p>\n<p>\u00abWer k\u00f6rperlich arbeitet, kann von passiver Erholung profitieren, w\u00e4hrend f\u00fcr Menschen mit B\u00fcrojob ein aktives Erleben f\u00f6rderlich sein kann.\u00bb. So bevorzugen Berufst\u00e4tige mit sitzender T\u00e4tigkeit eher eine Wanderreise in den Bergen, ein Handwerker mit k\u00f6rperlich anstrengender Arbeit verbringe lieber entspannte Tage am Strand.<\/p>\n<p>Arbeitspsychologin Binnewies betont: \u00abNicht die Zeit an sich bestimmt, wann wir uns erholen, sondern was wir in dieser Zeit erleben.\u00bb Wichtige Faktoren f\u00fcr das individuelle Erholungserleben sind:<\/p>\n<ol>\n<li>Selbstbestimmung: den Urlaub so zu gestalten, dass er den eigenen Bed\u00fcrfnissen entspricht. Binnewies r\u00e4t, sich vorher bewusst zu machen, was einem im Urlaub wichtig ist. Manchmal geh\u00f6ren auch Absprachen mit der Familie dazu.<\/li>\n<li>Loslassen: Je besser es gelingt, sich bewusst und konsequent von den gewohnten Stressoren zu l\u00f6sen, desto wirksamer sind die positiven Effekte des Urlaubs, so Bellmann. Zum Beispiel, indem man berufliche E-Mails abschaltet und die To-do-Liste f\u00fcr sp\u00e4ter parkt.<\/li>\n<li>Gute Planung: Unn\u00f6tigen Stress etwa durch eine entspannte An- und Abreise vermeiden.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Bei der Suche nach dem optimalen Erholungsurlaub spiele das sogenannte eudaimonische Wohlbefinden &#8211; das Gef\u00fchl von Sinnhaftigkeit und pers\u00f6nlichem Wachstum &#8211; eine wesentliche Rolle. \u00abDie Forschung zeigt, dass herausfordernde Aktivit\u00e4ten das eudaimonische Wohlbefinden steigern k\u00f6nnen, weil sie uns dazu bringen, Neues zu wagen und unsere Komfortzone zu verlassen\u00bb, so Bellmann. Wer also im Urlaub eine neue Sportart ausprobiert oder eine fremde Kultur durch Einheimische intensiv erlebt, kann l\u00e4nger von den positiven Effekten profitieren.<\/p>\n<p>Wie wirkt Urlaub l\u00e4nger?<\/p>\n<p>Auch wenn der Urlaub viele positive Effekte mit sich bringt, ist die Wirkung meist nicht von Dauer. \u00abDie Effekte eines Urlaubs halten maximal drei Wochen an, manchmal nur eine Woche\u00bb, sagt Binnewies. Der Langzeiteffekt sei laut der Forscherin auch nicht gr\u00f6\u00dfer, wenn man lange Urlaub mache. Aber: \u00abEs gibt wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass Menschen, die h\u00e4ufiger in den Urlaub fahren, zufriedener sind.\u00bb Mehrere k\u00fcrzere Urlaube im Jahr k\u00f6nnen daher sinnvoll sein.<\/p>\n<p>Erholung mit in den Alltag nehmen: So geht`s<\/p>\n<p>Damit die Erholung m\u00f6glichst lange anh\u00e4lt, helfen folgende Strategien:<\/p>\n<ol>\n<li>Pufferzeit einplanen: nach dem Urlaub ein bis zwei Tage Zeit nehmen, um sich wieder einzugew\u00f6hnen. Hilfreich k\u00f6nne es sein, die Abwesenheitsnotiz in E-Mails um diese Zeit zu verl\u00e4ngern, so Binnewies. Und nicht gleich am ersten Tag mit Meetings zu neuen Themen zu beginnen. Ebenso kann man einen weiteren freien Tag nach der R\u00fcckkehr nutzen, um W\u00e4sche zu waschen, einzukaufen und entspannt zu Hause anzukommen.<\/li>\n<li>Urlaubsgef\u00fchle bewahren: Fotos und Videos anschauen oder Routinen aus dem Urlaub in den Alltag \u00fcbernehmen. \u00abEs gibt Studien, die zeigen, dass das Erinnern an den Urlaub Effekte auf das Wohlbefinden haben kann\u00bb, sagt Bellmann. Wer im Urlaub eine neue Sprache ausprobiert hat, kann zu Hause weiterlernen &#8211; oder mit Urlaubsgerichten in Erinnerungen schwelgen.<\/li>\n<li>Regelm\u00e4\u00dfige Mini-Auszeiten: Regelm\u00e4\u00dfige Pausen, Naturerlebnisse oder kleine Freizeitprojekte helfen, das Wohlbefinden auch zwischendurch zu stabilisieren. Ein t\u00e4glicher Spaziergang im Park kann ein kleines St\u00fcck Urlaub in den Alltag holen &#8211; besonders, wenn man bewusst auf das Handy verzichtet und die Natur wahrnimmt.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Heide\/M\u00fcnster (dpa\/tmn) &#8211; Urlaub ist mehr als nur eine Pause vom Alltag. 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