{"id":248639,"date":"2025-07-07T05:57:24","date_gmt":"2025-07-07T05:57:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/248639\/"},"modified":"2025-07-07T05:57:24","modified_gmt":"2025-07-07T05:57:24","slug":"neue-app-zeigt-ob-ihre-miete-in-koeln-zu-hoch-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/248639\/","title":{"rendered":"Neue App zeigt, ob Ihre Miete in K\u00f6ln zu hoch ist"},"content":{"rendered":"<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"0\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Seit Juli ist die sogenannte <a href=\"https:\/\/www.mietwucher.app\/de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mietwucher-App<\/a> nun auch in K\u00f6ln nutzbar. Mit wenigen Klicks sollen Mieter \u2013 auch auf der Website \u2013 pr\u00fcfen k\u00f6nnen, ob ihre Miete \u00fcber dem gesetzlich zul\u00e4ssigen Ma\u00df liegt. In einer Stadt mit angespanntem Wohnungsmarkt wie K\u00f6ln d\u00fcrfte das digitale Werkzeug gefragt sein.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"1\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die App vergleicht die eingegebene Miete mit dem jeweiligen <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/wirtschaft\/koelner-mietspiegel-2025-in-diesen-wohnungen-duerfte-es-kuenftig-deutlich-teurer-werden-2-1017270\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mietspiegel<\/a>. Liegt die Miete mehr als 20 Prozent dar\u00fcber, liegt ein Verdacht auf eine Ordnungswidrigkeit vor \u2013 ab 50 Prozent k\u00f6nnte es sich sogar um eine Straftat handeln. In einem zweiten Schritt k\u00f6nnen Betroffene eine Meldung direkt an das zust\u00e4ndige Amt f\u00fcr Wohnungswesen weiterleiten. Die Beh\u00f6rde ist gesetzlich zur \u00dcberpr\u00fcfung verpflichtet.<\/p>\n<p>Bu\u00dfgeld gegen Vermieter m\u00f6glich \u2013 was bisherige Pr\u00fcfungen ergaben<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"3\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Best\u00e4tige sich der Verdacht, kann das Amt ein Bu\u00dfgeld gegen den Vermieter verh\u00e4ngen \u2013 bis zu\u00a050.000 Euro. \u201eDeine Miete kann folglich gesenkt und r\u00fcckwirkend zur\u00fcckgefordert werden\u201c, schreibt die Linke auf ihrer Website. Und sie betont: \u201eDu selbst musst rechtlich nicht gegen Deinen Vermieter vorgehen.\u201c Als Mieter sei man lediglich Zeuge.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"2753\" height=\"4000\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/d1546de3-bba8-4eaf-ab54-d7830d9a0efe.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Caren Lay (Die Linke) ist unter anderem Vorsitzende des Ausschusses f\u00fcr Mieten- und Wohnungspolitik im Bundestag.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: DBT\/Inga Haar<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"5\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Nach Angaben der Partei Die Linke, die die App initiiert hat, ist sie seit ihrem Start im November 2024 bereits 135.000 Mal genutzt worden. In \u00fcber 5.000 F\u00e4llen sei die Miete deutlich \u00fcberh\u00f6ht gewesen \u2013 im Durchschnitt 59 Prozent \u00fcber dem orts\u00fcblichen Vergleich, berichtet die Partei. Das entspreche etwa 242 Euro zu viel pro Monat pro Haushalt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"6\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Aktuell sind 22 Verfahren bei der Stadt K\u00f6ln wegen des Verdachts auf eine Mietpreis\u00fcberh\u00f6hung anh\u00e4ngig, berichtet eine Sprecherin auf Anfrage des \u201eK\u00f6lner Stadt-Anzeiger\u201c. Zum Stichzeitpunkt 1. Juli 2025 seien 22 Meldungen \u00fcber die App eingegangen. Und das, obwohl die <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/wirtschaft\/mietpreisbremse-bis-2029-verlaengert-warum-koelner-mieterverein-und-eigentuemervertreter-die-entscheidung-kritisieren-1034573\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mietpreisbremse verl\u00e4ngert wurde<\/a>.<\/p>\n<p>K\u00f6lner Mieterverein h\u00e4lt die App f\u00fcr einen Schritt in die richtige Richtung<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"8\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die App gab es zun\u00e4chst f\u00fcr neun deutsche Gro\u00dfst\u00e4dte. Nun sind in NRW Bochum, Bonn, K\u00f6ln und M\u00fcnster dazugekommen. Doch was bedeutet das f\u00fcr Mieterinnen und Mieter konkret? Hans J\u00f6rg Depel vom K\u00f6lner Mieterverein begr\u00fc\u00dft die Einf\u00fchrung grunds\u00e4tzlich: \u201eIch finde es nat\u00fcrlich gut, dass auf diese ganze Sache aufmerksam gemacht wird\u201c, sagt er im Gespr\u00e4ch. Die App sei ein \u201eSchritt in die richtige Richtung\u201c.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2623\" alt=\"23.05.2024 K\u00f6ln. Gemeinsame Pressekonferenz von K\u00f6lner Haus- und Grundbesitzerverein und Mieterverein K\u00f6ln. Hans J\u00f6rg Depel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Mieterverein K\u00f6ln.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/7176a9ef-b123-41f3-82a0-c9523e2df4e7.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Hans J\u00f6rg Depel ist einer der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Mietervereins in K\u00f6ln und der Pressesprecher. (Archivbild)<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Alexander Schwaiger<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"10\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Doch er warnt auch vor falschen Erwartungen. Zwar sei die rechnerische \u00dcberpr\u00fcfung durch die App korrekt, doch der entscheidende Punkt sei die rechtliche Anwendbarkeit von Paragraf 5 des Wirtschaftsstrafgesetzes: \u201eDer subjektive Faktor \u2013 die Ausnutzung der Zwangslage durch den Vermieter \u2013 kann nicht berechnet werden.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Reicht die Mangellage auf dem Wohnungsmarkt als Beleg aus?<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"12\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Und genau dieser Punkt mache es in der Praxis schwierig. Damit Mietwucher vorliegt, muss nachgewiesen werden, dass Menschen mangels Alternativen gezwungen war, die \u00fcberh\u00f6hte Miete zu akzeptieren \u2013 eine H\u00fcrde, die in vielen F\u00e4llen kaum zu nehmen ist. \u201eNiemand sucht K\u00f6ln-weit nach einer Wohnung, sondern in einem bestimmten Stadtteil\u201c, so Depel. Laut Presseamt der Stadt zeige\u00a0die Erfahrung der vergangenen Jahre, dass die Ma\u00dfst\u00e4be nur selten erf\u00fcllt w\u00fcrden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"14\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Laut Depel schreitet das Amt in K\u00f6ln zwar ein und wendet sich in bestimmten F\u00e4llen auch an Vermieter \u2013 was im besten Fall zu Mietsenkungen f\u00fchren kann. Doch er bleibt skeptisch, ob die angesto\u00dfenen Verfahren in Zukunft erfolgreich sind: \u201eEs werden sehr viele F\u00e4lle ans Amt f\u00fcr Wohnungswesen gehen, aber es wird selten positiv beschieden werden.\u201c<\/p>\n<p>Frankfurt geht mit gutem Beispiel voran \u2013 ist aber ein Einzelfall<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"16\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Ein Blick nach Frankfurt am Main zeigt, was m\u00f6glich w\u00e4re: Dort wurden seit 2020 in \u00fcber 1.000 F\u00e4llen Bu\u00dfgelder verh\u00e4ngt, mehr als 420.000 Euro wurden an Mieter zur\u00fcckgezahlt. Frankfurt hat daf\u00fcr jedoch personell das Amt f\u00fcr Wohnungswesen aufgestockt \u2013 ein Modell, das K\u00f6ln bislang nicht \u00fcbernommen hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"1056\" height=\"1292\" alt=\"Grafik-Diagramm Nr. 109122, Hochformat 90 x 110 mm, &quot;Mietsteigerungen in den vierzehn gr\u00f6\u00dften St\u00e4dten Deutschlands&quot;; Redaktion: A. Br\u00fchl; Grafik: F. B\u00f6kelmann\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ef9afb40-8dea-454e-bf34-8810cae51372.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Das Diagramm zeigt Mietsteigerungen in den vierzehn gr\u00f6\u00dften St\u00e4dten Deutschlands.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: dpa<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"18\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Dabei argumentiert die Linke: \u201eDurch die Bu\u00dfgelder, die die Stadt gegen dreiste Vermieter verh\u00e4ngt, finanziert sich das Personal quasi von selbst.\u201c Aus der K\u00f6lner Verwaltung hei\u00dft es dazu, \u201einwieweit personelle Ressourcen bei einem Anstieg der Meldungen und der tats\u00e4chlichen Er\u00f6ffnung von Verfahren ausreichen, bleibt abzuwarten.\u201c Die App soll aus Sicht der Linken aber auch als politisches Signal verstanden werden. \u201eWir wollen, dass Mietwucher geahndet wird \u2013 nicht nur in Frankfurt\u201c, sagte Caren Lay, mietenpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/koeln\/wohnung-in-koeln-wo-sie-besonders-viel-miete-zahlen-und-wo-besonders-wenig-829147\" class=\"dm-imagefeat__imagecontainer dm-imagefeat relative\" data-v-d81621e6=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"563\" alt=\"Luftaufnahme der linken Rheinseite mit Blick auf Dom, Colonius und die Hohenzollernbr\u00fccke.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"dm-imagefeat__image w-full aspect-square sm:aspect-auto aspect-video\" style=\"aspect-ratio:1;\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3282cf94-a230-4b62-98dc-82827b6e37f7.jpeg\"  \/><\/a><\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"20\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Linke fordert eine Reform von Paragraf 5, damit nicht nur rechnerisch, sondern auch rechtlich mehr F\u00e4lle geahndet werden k\u00f6nnen. Dabei wolle man die \u00c4mter unterst\u00fctzen, denen oftmals die Erfahrung im Umgang mit Mietwucher fehle. Und: Die Mangellage auf dem Wohnungsmarkt reiche als Beleg aus.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"21\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">F\u00fcr den Sprecher des K\u00f6lner Mietervereins ist der App-Einsatz immerhin ein Anfang: \u201eJetzt ist endlich Bewegung drin. Im Kommunalwahlkampf wird es sich zeigen\u201c, sagt Depel. \u201eWir hoffen auf \u00c4nderungen.\u201c\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit Juli ist die sogenannte Mietwucher-App nun auch in K\u00f6ln nutzbar. Mit wenigen Klicks sollen Mieter \u2013 auch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":248640,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[29,30,1420,1209],"class_list":{"0":"post-248639","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-koeln","11":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114810417775146127","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248639","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=248639"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248639\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/248640"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=248639"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=248639"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=248639"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}