{"id":248682,"date":"2025-07-07T06:20:12","date_gmt":"2025-07-07T06:20:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/248682\/"},"modified":"2025-07-07T06:20:12","modified_gmt":"2025-07-07T06:20:12","slug":"30-pflanzen-challenge-wie-vielfalt-unseren-darm-staerkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/248682\/","title":{"rendered":"30-Pflanzen-Challenge: Wie Vielfalt unseren Darm st\u00e4rkt"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 07.07.2025 06:30 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Obst, Gem\u00fcse, N\u00fcsse und Kr\u00e4uter: Wer schafft es, 30 verschiedene Pflanzen pro Woche zu essen? Hinter dieser Challenge steckt die Wissenschaft eines gesunden Darms. Was bringt das tats\u00e4chlich?<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nViel hilft viel? Beim Essen muss es wohl eher hei\u00dfen: Vielfalt hilft viel &#8211; auch bei gesunder Pflanzenkost. Das legt eine <a href=\"https:\/\/journals.asm.org\/doi\/10.1128\/msystems.00031-18\" title=\"Studie Darm\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Studie aus den USA<\/a> nahe. Auch Christian Sina, Professor f\u00fcr Ern\u00e4hrungsmedizin an der Universit\u00e4t zu L\u00fcbeck, best\u00e4tigt im <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/ratgeber\/gesundheit\/Ballaststoffe-sind-gesund-und-foerdern-Verdauung,ballaststoffe101.html\" title=\"NDR Ballaststoffe\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NDR-Gesundheitsmagazin Visite<\/a>: &#8222;Bislang haben wir immer gesagt, die Menge ist das Entscheidende. Und das ist neu an dieser Studie: dass die Abwechslung bei den Ballaststoffen das Entscheidende ist.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKurz gesagt geht es darum, viele verschiedene Ballaststoffe zu essen &#8211; und die stecken in Gem\u00fcse, Obst, N\u00fcssen, Kr\u00e4utern und anderen Pflanzen. H\u00fclsenfr\u00fcchte wie Bohnen und Erbsen z\u00e4hlen auch dazu. Ob frisch oder tiefgek\u00fchlt sei dabei egal, so der Ern\u00e4hrungsmediziner. Sogar Kaffee und Tofu liefern pflanzliche Ballaststoffe.<\/p>\n<p>    Darmbakterien spiele wichtige Rolle<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/ratgeber\/gesundheit\/Ballaststoffe-sind-gesund-und-foerdern-Verdauung,ballaststoffe101.html\" title=\"NDR Ballaststoffe\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vielfalt an Ballaststoffen<\/a> n\u00fctzt dem Mikrobiom &#8211; also den vielen kleinen Bakterien, die im Darm zuhause sind und dort nicht nur f\u00fcr eine gute Verdauung sorgen. &#8222;Durch ein m\u00f6glichst breites, diverses Mikrobiom k\u00f6nnen Magen-Darm-Infektion verhindert werden&#8220;, erkl\u00e4rt Internist und Gastroenterologe Sina.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd all diese Bakterien brauchen Nahrung, am besten in Form von Ballaststoffen. Der Clou: Die Bakterien machen daraus andere Stoffe, wie beispielsweise kurzkettige Fetts\u00e4uren. Die wiederum helfen dem Immunsystem, verschiedene Typen von Abwehrzellen im Gleichgewicht zu halten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKommt dieses Gleichgewicht aus dem Lot, kann das zu Entz\u00fcndungen oder Krankheiten f\u00fchren, so Sina. &#8222;Das Darmmikrobiom hat Einfluss auf Autoimmunerkrankungen, chronische Entz\u00fcndungserkrankungen bis hin zu neurologischen Erkrankungen. Wir wissen, die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wissen\/gesundheit\/darm-hirn-achse-100.html\" title=\"Darm-Hirn-Achse: Wie der Darm unsere Psyche beeinflusst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Darm-Hirn-Achse<\/a> spielt eine gro\u00dfe Rolle. Auch darauf k\u00f6nnen unsere Darmmikroben einwirken&#8220;, erkl\u00e4rt er. &#8222;Und hier gilt ganz allgemein: Je diverser, desto besser.&#8220;<\/p>\n<p>    Forschung mit L\u00fccken, aber dennoch belastbar<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie wissenschaftliche Grundlage f\u00fcr die Empfehlung, m\u00f6glichst verschiedene Pflanzen zu essen, liefert das &#8222;American Gut Project&#8220; (Amerikanisches Darmprojekt). Daran haben mehr als 11.000 Menschen aus den USA, Gro\u00dfbritannien und Australien teilgenommen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer britische Wissenschaftler Tim Spector vom King\u2019s College in London hat 2018 aus den <a href=\"https:\/\/journals.asm.org\/doi\/10.1128\/msystems.00031-18\" title=\"Studie Darm\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Daten<\/a> <a href=\"https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC5954204\/\" title=\"Studie Darm\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">geschlussfolgert<\/a>, dass eine Person, die 30 verschiedene Pflanzen pro Woche isst, ein <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/ratgeber\/gesundheit\/Probiotika-und-Praebiotika-Darmflora-aufbauen,darmgesundheit100.html\" title=\"NDR Mikrobiom\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ges\u00fcnderes Mikrobiom<\/a> hat als jemand, der nur auf zehn Pflanzen pro Woche kommt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00dcbrigens: Es wurde nicht untersucht, wie es mit 20, 25 oder 29 Pflanzen pro Woche aussieht. Das bedeutet, die 30 ist eher ein grober Wert, merkt Ern\u00e4hrungswissenschaftler Sina an. Zugleich \u00e4ndere es jedoch nichts an der Tatsache, dass unser K\u00f6rper von einer vielf\u00e4ltigen Ern\u00e4hrung profitiert.<\/p>\n<p>    Pflanzen bringen eigenes Mikrobiom mit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWeltweit befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen mit den Zusammenh\u00e4ngen zwischen Ern\u00e4hrung und dem individuellem Darm-Mikrobiom. Bahar Razavi ist Professorin f\u00fcr Boden- und Pflanzenmikrobiom an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel. Sie zeigt in ihrer Forschung, dass auch Pflanzen ein Mikrobiom haben &#8211; pflanzliche Lebensmittel bringen also selber Bakterien, Viren und Pilze mit. Und 2023 lieferten <a href=\"https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC10519362\/\" title=\"Genomanalyse Mikrobiom\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Genomanalysen deutliche Hinweise<\/a>, dass dieses Pflanzenmikrobiom ebenfalls Einfluss auf die Darmgesundheit hat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Wir wissen, dass, wenn wir Pflanzen essen, dann nehmen wir auch Teile ihres Mikrobioms auf. Und einige kommen auch lebend im Darm an &#8211; wenn auch nicht alle. Aber schon einfache Zellw\u00e4nde oder Hormone aus den Bakterien, die auf diese Weise in unseren K\u00f6rper kommen, reichen aus, um unser Mikrobiom zu beeinflussen.&#8220; Razavi erkl\u00e4rt, dass Pflanzen je nach Boden, D\u00fcnger, Wetter und Umweltverschmutzung ganz unterschiedliche Mikroorganismen haben. Damit k\u00f6nnte auch der Gesundheitswert einer Pflanze von deren Wuchsbedingungen abh\u00e4ngen. Ob und wie das bei der 30-Pflanzen-Challenge einen Unterschied macht, ist allerdings noch nicht untersucht.<\/p>\n<p>    Wie viel ist genug?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs gibt keine genaue Definition, wie viel von einer Pflanze gegessen werden muss, damit sie zu den 30 pro Woche z\u00e4hlt. Einige Ern\u00e4hrungsfachleute gehen nach Gewicht, aber es gibt auch Punktesysteme f\u00fcr die 30-Pflanzen-Challenge. Dabei z\u00e4hlen alle Obst- und Gem\u00fcsesorten, Vollkorngetreideprodukte, H\u00fclsenfr\u00fcchte, N\u00fcsse, Kerne und Samen pro Portion einen Punkt, Kr\u00e4uter und Gew\u00fcrze bringen einen Viertelpunkt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nErn\u00e4hrungsmediziner Sina vom Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein r\u00e4t zu gesundem Menschenverstand und betont: Wichtig sei nicht, ein genau definiertes Ziel zu erreichen, sondern sich m\u00f6glichst vielf\u00e4ltig zu ern\u00e4hren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 07.07.2025 06:30 Uhr Obst, Gem\u00fcse, N\u00fcsse und Kr\u00e4uter: Wer schafft es, 30 verschiedene Pflanzen pro Woche zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":248683,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[17951,5763,870,13,1670,14,15,867,2191,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-248682","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-darm","9":"tag-ernaehrung","10":"tag-gemuese","11":"tag-headlines","12":"tag-mikrobiom","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-obst","16":"tag-pflanzen","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-top-news","19":"tag-top-meldungen","20":"tag-topmeldungen","21":"tag-topnews","22":"tag-welt","23":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114810508055926749","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248682","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=248682"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248682\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/248683"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=248682"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=248682"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=248682"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}