{"id":248686,"date":"2025-07-07T06:22:13","date_gmt":"2025-07-07T06:22:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/248686\/"},"modified":"2025-07-07T06:22:13","modified_gmt":"2025-07-07T06:22:13","slug":"das-kleine-bhutan-als-krypto-grossmacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/248686\/","title":{"rendered":"Das kleine Bhutan als Krypto-Gro\u00dfmacht"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 07.07.2025 02:39 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Das K\u00f6nigreich Bhutan steht als weltweit einziger klimaneutraler Staat f\u00fcr Naturschutz, hohe Berge und Buddhismus. Gro\u00dfe Pl\u00e4ne hat das Land au\u00dferdem mit dem Bitcoin.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Stefanie Markert, mdr\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n91 Meter hoch und 214 Meter lang &#8211; viel Beton wurde in den Damm gegossen, der ein schmales Hochgebirgstal in Bhutan verschlie\u00dft. Es ist das 1020-Megawatt-Punatsangchhu-II-Wasserkraft-Projekt. Ein Megaprojekt, vereinbart zwischen der Regierung Indiens und der k\u00f6niglichen Regierung Bhutans. Hier liefert der Punatsangchhu-Fluss zuverl\u00e4ssig Strom.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit dem kann der Bergstaat sogenannte Mining-Farmen speisen. Was 2019 und 2020 mit zwei Computern begonnen haben soll, sind heute mindestens sechs energiefressende Rechenzentren, die man vom Satelliten aus ortet. Sie erbringen Rechenleistungen, um das Netzwerk der Kryptow\u00e4hrung zu sichern und ihre Transaktionen zu verarbeiten. So erschaffen und verdienen sich die Zentren neue Bitcoins.<\/p>\n<p>    Auch f\u00f6rderlich f\u00fcr den Tourismus?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTenzing Lamsang von der Zeitung Bhutanese Newspaper sagt, er w\u00e4re sehr besorgt, wenn seine Regierung Bitcoins kaufen oder mit ihnen handeln w\u00fcrde. Er denkt, f\u00fcr die B\u00fcrger Bhutans sei es eine R\u00fcckversicherung, dass die Regierung Bitcoins selbst im Hochgebirge Bhutans sch\u00fcrfe. Daf\u00fcr werde die kosteng\u00fcnstige Wasserkraft genutzt, die sonst sehr billig exportieren werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBhutan will sein Finanzsystem modernisieren, auch f\u00fcr den hochpreisigen Tourismus. Nur 300.000 Besucher und Besucherinnen kommen pro Jahr. Haben sie fr\u00fcher geklagt, bezahlen sei schwierig, k\u00f6nnen sie nun mitten im Himalaya per Handy, QR-Code oder Bitcoin abrechnen. Bhutan nutzt daf\u00fcr das wohl weltgr\u00f6\u00dfte Kryptobezahlsystem Binance Pay. Schon 1.000 Gesch\u00e4fte seien angeschlossen. Ob Flug, Hotel, Museum, Nachhaltigkeitsabgabe oder Lebensmittel &#8211; damit k\u00f6nne man alles begleichen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKrypto-Touristen g\u00e4ben drei Mal mehr aus als andere, rechnet Binance vor. Die Druk Holding and Investment DHI, Bhutans gr\u00f6\u00dfter Staatsfonds f\u00fcr nationalen Wohlstand, lenkt das Bitcoin-Sch\u00fcrfen. Vorstandschef Ujjwal Dahal betont, die W\u00e4hrung sei f\u00fcr Bhutan ein Wertespeicher wie Gold. Man k\u00f6nne vor der Blockchain, der dezentralen Datenbank, oder K\u00fcnstlicher Intelligenz nicht davonlaufen. Beides verbinde die Geldwirtschaft wie der Geldfluss von einer Hand zur anderen. Seit der Erfindung des Geldes sei dies, so der DHI-Chef, eine der gr\u00f6\u00dften Innovationen der Menschheit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00a0<\/p>\n<p>    \u00d6ffentliche Geh\u00e4lter aus Krypto-Einnahmen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEigentlich ist in Bhutan das &#8222;Bruttonationalgl\u00fcck&#8220; Ma\u00df aller Dinge &#8211; so ist es sogar in der Verfassung verankert. Dass der Staatsfonds \u00fcber Bitcoins im Wert von 1,3 Milliarden Dollar verf\u00fcgt, scheint heute dazuzugeh\u00f6ren. Das seien rund 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, meldet die US-Kryptofirma Arkham. Bhutan rangiere unter den Top 5 der Bitcoin-Nationen, so das Krypto-Medienportal BTC Echo.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nPremier Tshering Tobgay erkl\u00e4rte im Fr\u00fchjahr beim Sender Al-Jazeera: &#8222;Hunderte Menschen haben Milliarden mit Bitcoins verdient. Warum tun Regierungen da nicht mehr? Wir haben Bitcoins genutzt, um kostenlosen Gesundheitsschutz zu bieten und etwas f\u00fcr die Umwelt zu tun. Haupts\u00e4chlich haben wir damit aber die Geh\u00e4lter im \u00f6ffentlichen Dienst finanziert.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAnalysten werten Bhutans Entscheidung, in einer Region zwischen Chinas \u00dcberwachungskapitalismus und Indiens Digitalisierungsoffensive mit Bitcoins wirtschaftlich robust zu werden, als geopolitisch souver\u00e4n. Doch liegt darin nicht auch eine Gefahr f\u00fcr das kleine K\u00f6nigreich?<\/p>\n<p>    Es gibt Fragezeichen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVolker Hirth aus der ARD-Finanzredaktion fragt sich, wie sinnvoll es vor allem aus \u00f6kologischer Sicht sei, \u00fcbersch\u00fcssige Energie in Bitcoin zu verwandeln. Das k\u00f6nne aber auch ziemlich clever sein: &#8222;Allerdings geht Bhutan auch ein hohes Risiko ein. Denn es gibt nicht wenige Finanzprofis, die meinen, dass der Bitcoin, \u00fcberhaupt digitale W\u00e4hrungen, eines Tages so schnell verschwinden, wie sie gekommen sind. Andererseits gibt es tats\u00e4chlich keinen Anlageberater oder Verm\u00f6gensverwalter, der dazu r\u00e4t, 40 Prozent seines Verm\u00f6gens in Bitcoin zu stecken.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDerweil baut Bhutan seine Stromressourcen aus, auch f\u00fcr die Kryptofarmen. Ab und an rechnet man noch in der eigentlichen W\u00e4hrung &#8211; ein Euro macht 100 Ngultrum. Das Punatsangchhu-Projekt soll Bhutans Einnahmen deutlich ankurbeln und j\u00e4hrlich 20 Milliarden Ngultrum einbringen. Und es schreitet voran: Nach vier Einheiten sollen bis Ende Juli zwei weitere ans Netz gehen. In Werbevideos wird das Megaprojekt mit einem buddhistischen Wunsch begleitet: &#8222;Tashi Delek!&#8220; Das hei\u00dft so viel wie: Viel Gl\u00fcck! Bhutans Bitcoin-Boom scheint ungebrochen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 07.07.2025 02:39 Uhr Das K\u00f6nigreich Bhutan steht als weltweit einziger klimaneutraler Staat f\u00fcr Naturschutz, hohe Berge und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":248687,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[63824,790,8170,13,56872,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-248686","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-bhutan","9":"tag-bitcoin","10":"tag-boom","11":"tag-headlines","12":"tag-kryptomarkt","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114810515894060504","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248686","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=248686"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248686\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/248687"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=248686"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=248686"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=248686"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}