{"id":248902,"date":"2025-07-07T08:28:11","date_gmt":"2025-07-07T08:28:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/248902\/"},"modified":"2025-07-07T08:28:11","modified_gmt":"2025-07-07T08:28:11","slug":"13-000-behandlungsfehler-und-kaum-jemand-klagt-rechtsanwalt-verraet-was","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/248902\/","title":{"rendered":"13.000 Behandlungsfehler \u2013 und kaum jemand klagt: Rechtsanwalt verr\u00e4t, was &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">07.07.2025 \u2013 09:11<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Lars Lanius\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/180256\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lars Lanius<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a class=\"glightbox event-trigger\" href=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_hires\/b82f1e51-6218-405f-b7e0-3751d7200b39\/Lars-Lanius-4%20(2).jpg.jpg\" data-description=\"Lars Lanius \/ Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/180256 \/ Die Verwendung dieses Bildes f\u00fcr redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zul\u00e4ssig und dann auch honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung ausschlie\u00dflich mit Bildrechte-Hinweis.\" data-category=\"medialightbox\" data-action=\"click\" data-label=\"single\" data-value=\"686b70c7270000fd2ce4b76d\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" height=\"540\" with=\"720\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/13-000-behandlungsfehler-und-kaum-jemand-klagt-rechtsanwalt-verr-t-was-betroffene-ber-ihre-rechte-wi.jpeg\"   alt=\"13.000 Behandlungsfehler \u2013 und kaum jemand klagt: Rechtsanwalt verr\u00e4t, was Betroffene \u00fcber ihre Rechte wissen m\u00fcssen\" class=\"single\"\/><\/a><\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/L%FCnen\" title=\"News aus L\u00fcnen \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">L\u00fcnen<\/a> (ots)<\/p>\n<p> Mehr als 13.000 vermutete Behandlungsfehler wurden im vergangenen Jahr bundesweit gemeldet \u2013 doch nur ein Bruchteil endet mit einer Entsch\u00e4digung oder Klage. Viele Patienten scheuen den Gang vor Gericht, obwohl sie gute Chancen auf Schadensersatz h\u00e4tten. H\u00e4ufig fehlt es an Wissen \u00fcber Rechte, Abl\u00e4ufe und Beweislage \u2013 oder an der richtigen anwaltlichen Begleitung. <\/p>\n<p> Der Weg zur Anerkennung eines Behandlungsfehlers ist anspruchsvoll \u2013 aber keineswegs aussichtslos. Entscheidend ist, dass Betroffene ihre Rechte fr\u00fchzeitig kennen und strukturiert vorgehen. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, wie Patienten Behandlungsfehler erkennen und ihre Anspr\u00fcche durchsetzen. <\/p>\n<p><b>\u00c4rztliche Behandlungsfehler: H\u00e4ufigkeit und Unsichtbarkeit<\/b><\/p>\n<p> Zuverl\u00e4ssige Daten \u00fcber \u00e4rztliche Behandlungsfehler in Deutschland sind rar. Dennoch geben die Zahlen des Medizinischen Dienstes aus dem Jahr 2023 einen ersten Einblick: \u00dcber 13.000 Verdachtsf\u00e4lle wurden \u00fcberpr\u00fcft, in etwa jedem vierten best\u00e4tigte sich ein Fehler mit Gesundheitsschaden. Nur rund 2.700 dieser F\u00e4lle wiesen eine klare Kausalit\u00e4t zwischen Fehler und Schaden auf \u2013 eine Grundvoraussetzung f\u00fcr Schadensersatzanspr\u00fcche. <\/p>\n<p> Als besonders gravierend gelten die rund 150 gemeldeten sogenannten \u201aNever Events\u2018 \u2013 schwerwiegende Zwischenf\u00e4lle wie Eingriffe an der falschen K\u00f6rperstelle. Doch auch diese Zahlen erfassen nur jenen Teil, der den Kassen gemeldet und damit dem Medizinischen Dienst bekannt wird. Fachleute gehen davon aus, dass bis zu ein Prozent aller station\u00e4ren Behandlungen fehlerhaft verlaufen \u2013 ein Teil davon mit schwerwiegenden Folgen. <\/p>\n<p><b>Hemmnisse bei der Aufarbeitung<\/b><\/p>\n<p> Die Frage, warum viele Betroffene keine rechtlichen Schritte einleiten, l\u00e4sst sich nicht pauschal beantworten. H\u00e4ufig fehlt das Wissen dar\u00fcber, was \u00fcberhaupt als Behandlungsfehler gilt. Komplikationen werden als schicksalhaft hingenommen, Rechte auf Einsicht oder Aufkl\u00e4rung sind vielen nicht bewusst. <\/p>\n<p> Zudem besteht eine starke emotionale Hemmschwelle. Die Verbindung zum behandelnden Personal ist oft durch Vertrauen gepr\u00e4gt. Kritik daran wirkt f\u00fcr viele wie Verrat \u2013 insbesondere nach belastenden medizinischen Eingriffen. Auch der Aufwand und die Vorstellung eines langwierigen Verfahrens wirken abschreckend. <\/p>\n<p><b>Rechtliche und psychische Belastung<\/b><\/p>\n<p> Die Beweislast f\u00fcr einen Fehler liegt zun\u00e4chst bei den Patientinnen und Patienten \u2013 und sie ist anspruchsvoll. Wer gesundheitlich stark beeintr\u00e4chtigt ist, bringt die Kraft f\u00fcr eine Auseinandersetzung oft nicht auf. Die emotionale Belastung durch Gutachten, Aussagen oder Konfrontationen mit Behandelnden wiegt zus\u00e4tzlich schwer. <\/p>\n<p> Dazu kommen begrenzte Erfolgsaussichten. Selbst bei anerkannten Fehlern fallen Entsch\u00e4digungen h\u00e4ufig gering aus. Viele verzichten daher auf juristische Schritte, obwohl strukturelle Vers\u00e4umnisse nur so sichtbar w\u00fcrden. <\/p>\n<p><b>Hinweise ernst nehmen \u2013 mit Ruhe pr\u00fcfen<\/b><\/p>\n<p> Trotz aller H\u00fcrden lohnt es sich, bestimmte Hinweise nicht vorschnell abzutun. Unerwartete Verschlechterungen, Diagnoseverz\u00f6gerungen oder mangelnde Aufkl\u00e4rung k\u00f6nnen Hinweise auf Behandlungsfehler sein. Auch L\u00fccken in der Dokumentation oder auff\u00e4llige Reaktionen nachbehandelnder Fachpersonen sind ernst zu nehmen. <\/p>\n<p> Wer einen Behandlungsfehler vermutet, sollte strukturiert vorgehen: Ged\u00e4chtnisprotokoll, Akteneinsicht, Zweitmeinung und anwaltliche Beratung bilden die Grundlage. Erste Orientierung bieten auch der Medizinische Dienst oder Patientenberatungsstellen. <\/p>\n<p><b>Erste juristische Einsch\u00e4tzung und Rolle der Gutachten<\/b><\/p>\n<p> Ob eine Kl\u00e4rung Aussicht auf Erfolg hat, l\u00e4sst sich erst nach juristischer Ersteinsch\u00e4tzung durch eine spezialisierte Kanzlei beantworten. Dabei geht es um die Bewertung der Sachlage, m\u00f6gliche Beweismittel und realistische Erfolgsaussichten. Auch Fragen zu Kosten oder Finanzierungsm\u00f6glichkeiten werden gekl\u00e4rt. <\/p>\n<p> Besonders wichtig ist das medizinische Gutachten \u2013 entweder durch den Medizinischen Dienst, einen privaten Sachverst\u00e4ndigen oder eine Schlichtungsstelle. Es entscheidet ma\u00dfgeblich dar\u00fcber, ob ein Verfahren weitergef\u00fchrt werden kann oder nicht. <\/p>\n<p><b>Vergleich oder Klage: Abw\u00e4gen mit Fachbegleitung<\/b><\/p>\n<p> Viele Verfahren enden au\u00dfergerichtlich, etwa durch einen Vergleich oder eine Entsch\u00e4digungszahlung. Das spart Zeit, Kosten und emotionale Belastung \u2013 vorausgesetzt, die Beweislage ist solide. Etwa zwei Drittel aller F\u00e4lle werden auf diesem Weg abgeschlossen, bei rund einem Drittel kommt es zu einer Entsch\u00e4digung. <\/p>\n<p> Kommt eine Einigung nicht zustande oder lehnt die Gegenseite jede Verantwortung ab, kann eine Klage notwendig werden. Vor allem bei schwerwiegenden Sch\u00e4den oder bevorstehender Verj\u00e4hrung ist der Gang vor Gericht unvermeidlich. Solche Verfahren sind meist langwierig; nur bei groben Fehlern oder schweren Aufkl\u00e4rungsvers\u00e4umnissen erleichtert sich die Beweislage f\u00fcr die Betroffenen. <\/p>\n<p><b>Kompetente Begleitung durch Fachanw\u00e4lte<\/b><\/p>\n<p> Ein Fachanwalt f\u00fcr Medizinrecht erkennt wichtige Details in der medizinischen Dokumentation, f\u00fchrt au\u00dfergerichtliche Verhandlungen und bereitet Gerichtsverfahren gezielt vor. Auch bei der Unterbrechung von Verj\u00e4hrungsfristen oder bei der Beantragung von Gutachten bietet er rechtssichere Unterst\u00fctzung. <\/p>\n<p> Durch professionelle Begleitung steigt nicht nur die Chance auf Erfolg \u2013 auch emotionale und organisatorische Belastungen lassen sich besser bew\u00e4ltigen. So wird die Durchsetzung berechtigter Anspr\u00fcche m\u00f6glich, ohne den Betroffenen zus\u00e4tzlich zu \u00fcberfordern. <\/p>\n<p><b>\u00dcber den Autor<\/b><\/p>\n<p> Lars Lanius ist Fachanwalt f\u00fcr Medizinrecht mit Kanzleistandorten in L\u00fcnen, Dortmund und M\u00fcnster. Mit \u00fcber 20 Jahren Erfahrung und mehr als 5.000 F\u00e4llen z\u00e4hlt er zu den f\u00fchrenden Experten f\u00fcr Arzthaftungsrecht. Seine Spezialisierung umfasst Medizinrecht und (Personen-)Schadensrecht. Er legt gro\u00dfen Wert auf pers\u00f6nliche, pragmatische und kosteneffiziente Beratung und vertritt nur die Gesch\u00e4digten. Weitere Informationen unter:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.lanius.nrw\/\">https:\/\/www.lanius.nrw\/<\/a><\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">Rechtsanwalt Lars Lanius<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/180256\/mailto: info@lanius.nrw\" class=\"uri-mailto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> info@lanius.nrw<\/a><br \/>Web: <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.lanius.nrw\/\">https:\/\/www.lanius.nrw\/<\/a><\/p>\n<p>Pressekontakt:<br \/>Ruben Sch\u00e4fer<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/180256\/mailto: redaktion@dcfverlag.de\" class=\"uri-mailto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> redaktion@dcfverlag.de<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: Lars Lanius, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"07.07.2025 \u2013 09:11 Lars Lanius L\u00fcnen (ots) Mehr als 13.000 vermutete Behandlungsfehler wurden im vergangenen Jahr bundesweit gemeldet&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":248903,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1833],"tags":[21144,3477,3364,29,217,30,837,1209,178,180,179,181,624,1009],"class_list":{"0":"post-248902","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dortmund","8":"tag-behandlungsfehler","9":"tag-bild","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-dortmund","13":"tag-germany","14":"tag-medizin","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-presse","17":"tag-pressemeldung","18":"tag-pressemitteilung","19":"tag-pressemitteilungen","20":"tag-ratgeber","21":"tag-recht"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114811011963877236","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248902","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=248902"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248902\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/248903"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=248902"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=248902"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=248902"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}