{"id":248940,"date":"2025-07-07T08:49:11","date_gmt":"2025-07-07T08:49:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/248940\/"},"modified":"2025-07-07T08:49:11","modified_gmt":"2025-07-07T08:49:11","slug":"berlin-regierung-kennt-zahl-einsatzfaehiger-zivilschutz-helfer-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/248940\/","title":{"rendered":"Berlin | Regierung kennt Zahl einsatzf\u00e4higer Zivilschutz-Helfer nicht"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Berlin (dpa) &#8211; Die Bundesregierung hat nach eigenen Angaben keinen \u00dcberblick \u00fcber die Zahl der einsatzf\u00e4higen Helfer, die im Falle eines Angriffs f\u00fcr Zivilschutzaufgaben tats\u00e4chlich bereitst\u00fcnden. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des Abgeordneten Jan K\u00f6stering (Linke) hervorgeht, wei\u00df bei den Beh\u00f6rden niemand, wie viele Soldaten und Polizeibeamte unter den Zehntausenden von Ehrenamtlichen sind, die sich bei anerkannten Hilfsorganisationen wie etwa dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) oder dem THW engagieren.\u00a0<\/p>\n<p>Relevant ist dies, weil Angeh\u00f6rige dieser Berufsgruppen im Spannungs- oder Verteidigungsfall andere Aufgaben zu erledigen h\u00e4tten. Sie st\u00fcnden damit f\u00fcr die Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit sauberem Trinkwasser, Notstrom oder Behelfsunterk\u00fcnften wom\u00f6glich gar nicht zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>K\u00f6stering hatte vom Innenministerium konkret wissen wollen, wie viele ausgebildete und einsatzf\u00e4hige Helferinnen und Helfer \u00fcber THW, DRK, Johanniter, Malteser, DLRG und den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) abrufbar sind, jedoch zeitgleich in Strukturen des Bundes im Rahmen der Landes- und B\u00fcndnisverteidigung als Soldaten, Beamte im Dienst des Bundes beziehungsweise nachgeordneter Beh\u00f6rden eingesetzt werden.\u00a0<\/p>\n<p>Doppelmitgliedschaften werden nicht erfasst<\/p>\n<p>In der Antwort des Ministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, hei\u00dft es: \u00abSowohl die Bundeswehr als auch die \u00fcbrigen Organe des Bundes und die genannten Hilfsorganisationen, wie die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) erfassen derzeit mangels rechtlicher Grundlage keine Doppelmitgliedschaften in anderen Beh\u00f6rden und Organisationen &#8211; weder hinsichtlich eines zus\u00e4tzlichen Ehrenamtes noch einer hauptamtlichen T\u00e4tigkeit.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Aus einer Doppelmitgliedschaft an sich k\u00f6nne zudem keine Aussage dazu abgeleitet werden, inwiefern diese in einem Katastrophenfall unvorhersehbaren Ausma\u00dfes zu einer realen Einschr\u00e4nkung der Verf\u00fcgbarkeit f\u00fchren w\u00fcrde.\u00a0<\/p>\n<p>Das Ministerium teilte dem Abgeordneten au\u00dferdem mit, es gebe keine Datenerfassung dar\u00fcber, wie viele Helferinnen und Helfer von anerkannten Hilfsorganisationen gleichzeitig in anderen Bereichen als Beamte bei Feuerwehr, Polizei oder der Bundeswehr t\u00e4tig seien.\u00a0<\/p>\n<p>Gesamtstaatliche Verteidigung ein wichtiges Thema<\/p>\n<p>Die L\u00e4nder sind in Deutschland f\u00fcr den Katastrophenschutz zust\u00e4ndig. Dazu z\u00e4hlen etwa Szenarien wie Gro\u00dfbr\u00e4nde, kriminelle Cyberattacken oder Naturkatastrophen. Der Bund tr\u00e4gt die Verantwortung f\u00fcr den Zivilschutz, also den Schutz der Bev\u00f6lkerung und der lebenswichtigen Infrastruktur im Spannungs- oder Verteidigungsfall.<\/p>\n<p>K\u00f6stering hatte zuvor schon Reformen mit Blick auf den Katastrophenschutz gefordert: \u00abDie Waldbr\u00e4nde zeigen uns einmal mehr, dass freiwillige Feuerwehren und die Menschen vor Ort an ihre Belastungsgrenzen kommen. Das seit Jahrzehnten etablierte Hick-Hack zwischen Bund, L\u00e4ndern und Kommunen muss endlich \u00fcberwunden werden.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Die Bundesregierung hat nach eigenen Angaben keinen \u00dcberblick \u00fcber die Zahl der einsatzf\u00e4higen Helfer, die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":248941,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,9300,685,29,30,27,4961,7544],"class_list":{"0":"post-248940","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-bevalkerung","10":"tag-bundeswehr","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-hilfsorganisation","14":"tag-verteidigung","15":"tag-zivilschutz"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114811093893805100","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248940","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=248940"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248940\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/248941"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=248940"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=248940"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=248940"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}