{"id":2490,"date":"2025-04-02T14:11:27","date_gmt":"2025-04-02T14:11:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/2490\/"},"modified":"2025-04-02T14:11:27","modified_gmt":"2025-04-02T14:11:27","slug":"spotlight-fotokultur-april-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/2490\/","title":{"rendered":"Spotlight Fotokultur \u2013 April 2025"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Spotlight Fotokultur \u2013 April 2025<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Willkommen zum &#8222;Spotlight Fotokultur&#8220;.<\/p>\n<p>Mit dieser neuen Online-Rubrik m\u00f6chten wir als Redaktion der c\u2019t Fotografie unsere Magazin-Rubrik &#8222;Spotlight \u2013 aus der Kunst- und Kulturszene&#8220; digital erweitern und einmal im Monat frische Impulse aus der Welt der Fotografie und Kunst online zu Ihnen bringen. Denn Fotografie ist mehr als Technik, sie ist Kunst, Ausdruck und Zeitdokument zugleich.<\/p>\n<p>Was erwartet Sie hier? In dieser Rubrik beleuchten wir aktuelle Ausstellungen, fotografische Trends, herausragende Kunstprojekte oder wichtige Kulturnachrichten. Wir stellen Ihnen inspirierende Fotografinnen und Fotografen vor, berichten \u00fcber fotografische Nachrichten und Diskurse oder werfen einen Blick auf interessante Veranstaltungen. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden, wenn es um Kunst und Kultur in der Fotografie geht.<\/p>\n<p>Warum online? Die Welt der Fotografie entwickelt sich st\u00e4ndig weiter, und wir m\u00f6chten flexibler und aktueller berichten. Wir freuen uns darauf, am Ende eines jeden Monats auf die Ereignisse in der Welt der Fotografie zur\u00fcckblicken und einen Ausblick auf die kommenden vier Wochen geben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ihre Redaktion der c\u2019t-Fotografie<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/8\/1\/0\/8\/4\/9\/Screenshot_2025-03-28_134319-69d57c2b4df66fa3.png\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2525\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 3381 \/ 2525; object-fit: cover;\" width=\"3381\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Das erste FREELENS Jahrestreffen im Jahr 1995.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Hinrich Schultze)\n    <\/p>\n<p>FREELENS \u2013 Die Gr\u00fcnder*innen<\/p>\n<p>Bis zum 30. April 2025 pr\u00e4sentiert die <a href=\"https:\/\/freelens.com\/neues\/galerie\/freelens-die-grunder-innen\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">FREELENS Galerie<\/a> in Hamburg die Ausstellung &#8222;FREELENS \u2013 Die Gr\u00fcnder*innen&#8220;. Die neue Ausstellung w\u00fcrdigt das 30-j\u00e4hrige Bestehen von FREELENS e. V., dem gr\u00f6\u00dften Berufsverband professioneller Fotografinnen und Fotografen sowie Fotojournalistinnen und Fotojournalisten in Deutschland. Die Schau zeigt die beeindruckende Bandbreite des fotografischen Schaffens der Gr\u00fcndungsmitglieder und spiegelt ihre heute kaum noch existierende Praxis eines Fotojournalismus, der sich intensiv mit seinem Thema auseinandersetzt, wider.<\/p>\n<p>Die ausgestellten Arbeiten reichen von Fotoreportagen aus den Anfangstagen von FREELENS in den 90er-Jahren, die in renommierten Magazinen wie Stern, Zeit Magazin und GEO erschienen sind und ein gro\u00dfes Massenpublikum erreicht haben, bis zu k\u00fcnstlerisch-dokumentarischen Arbeiten aus der j\u00fcngeren Vergangenheit.<\/p>\n<p>So sind in der Ausstellung zahlreiche H\u00f6hepunkte zu sehen. Besonders hervorzuheben sind die Arbeiten von Peter Bialobrzeski, der sich in den 90er Jahren f\u00fcr das ZEITmagazin auf einen Roadtrip durch die USA und auf die Spuren des amerikanischen Schriftstellers Jack-Kerouac begab. Seine analogen Bilder von unterwegs zeigen ein Amerika der Highways, Tankstellen, Diners und fl\u00fcchtigen Begegnungen, das dem Betrachter vertraut vorkommt, weil es auch an die New Color Photography der 1970er Jahre erinnert.<\/p>\n<p>Ein anderes fotografisches Genre bedient Stefan Warter. Er war ein gefragter Sportfotograf und lieferte den gro\u00dfen Magazinen exklusive Bilder aus dem weltweiten Formel-1-Zirkus. Seine Bilder von Michael Schumacher und anderen Formel-1-Piloten beeindrucken nicht nur durch ihre Farbigkeit \u2013 das Ferrari-Rot ist sehr pr\u00e4sent -, sondern auch durch den intimen Blick hinter die Kulissen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich begeistern auch die Bilder von Ute und Werner Mahler, die als DDR-Fotografen zu den pr\u00e4genden Figuren der deutschen Fotoszene geh\u00f6ren. Nach der Wiedervereinigung gr\u00fcndeten sie mit anderen Fotografen die Fotoagentur Ostkreuz. In der Ausstellung zeigen die Mahlers Schwarz-Wei\u00df-Fotografien, die zwar noch in der DDR entstanden sind, aber in ihrer Konzeption dem Fotojournalismus von FREELENS sehr nahekommen. So zeigt Ute Mahler Bilder aus ihrem Heimatdorf Berka in Th\u00fcringen, die das d\u00f6rfliche Leben in der Provinz mit seiner Monotonie und Abgeschiedenheit zeigen. Werner Mahler hingegen besch\u00e4ftigt sich mit den Bergleuten im Steinkohlebergbau der DDR. Er zeigt die Menschen unter Tage in fein beobachteten Bildern, die dem Betrachter die Umgebung der Kohle und die harte Arbeit auf stille, aber direkte Weise n\u00e4her bringen.<\/p>\n<p>Insgesamt bietet die FREELENS-Werkschau dem Besucher eine gro\u00dfe fotografische Vielfalt, die nicht zu \u00fcberladen kuratiert und angenehm zu verfolgen ist. Sie zeigt auch wunderbar den Wandel von der Auftragsfotografie zur k\u00fcnstlerischen Fotodokumentation. Erg\u00e4nzt wird die Ausstellung durch ein lebendiges Rahmenprogramm mit Podiumsdiskussionen und K\u00fcnstlergespr\u00e4chen, die die Geschichte und Zukunft von FREELENS beleuchten.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/8\/1\/0\/8\/4\/9\/2025-lambers-gaf-48157c26c91da46e.png\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1201\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1800 \/ 1201; object-fit: cover;\" width=\"1800\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Zahlreiche Schwarz-Wei\u00df-Fotografien des Fotografen, Verlegers und Kritikers Hansgert Lambers zeigt die Galerie f\u00fcr Fotografie in Hannover.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Hansgert Lambers)\n    <\/p>\n<p>Augenblicke, die verweilen<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/gafeisfabrik.de\/Ausstellungen\/2025-03\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Galerie f\u00fcr Fotografie<\/a> (GAF) in Hannover zeigt vom 3. April bis 4. Mai 2025 die Ausstellung &#8222;Verweilter Augenblick&#8220; mit Werken des Fotografen, Verlegers und Kritikers Hansgert Lambers. Lambers, 1937 in Hannover geboren und im Juni 2024 in Berlin gestorben, war vorrangig f\u00fcr seine Schwarz-Wei\u00df-Fotografie bekannt.<\/p>\n<p>Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus sieben Jahrzehnten, die Lambers in St\u00e4dten wie Barcelona, Berlin, London, Ostrava, Paris und Prag aufgenommen hat. Seine Fotografien zeichnen sich durch ein von Humanismus und Neugier gepr\u00e4gtes Interesse am Menschen aus und fangen Momente des Gl\u00fccks, der Erotik, der Traurigkeit und der M\u00fchsal ein.<\/p>\n<p>Obwohl Lambers in Hannover geboren wurde, ist er dort vielen, auch Fotointeressierten, bislang unbekannt geblieben. Die Ausstellung in der GAF bietet nun die Gelegenheit, sein umfangreiches Werk zu entdecken. Zur Ausstellung erscheint eine Monografie im Fotohof Verlag, Salzburg, sowie ein 32-min\u00fctiges Filmportr\u00e4t.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/8\/1\/0\/8\/4\/9\/fff_exh2025_MichaelKerstgens_1986_Freizeit_detail-e660e1aa7d403a29.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"696\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 870 \/ 696; object-fit: cover;\" width=\"870\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Jugendliche bei einem Konzert in der Philippshalle in D\u00fcsseldorf, 1986.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Michael Kerstgens)\n    <\/p>\n<p>Michael Kerstgens \u2013 Out of Control<\/p>\n<p>Die Ausstellung &#8222;Out of Control&#8220; von Michael Kerstgens ist bis zum 11. Mai 2025 im <a href=\"https:\/\/www.fffrankfurt.org\/aktuell\/prd.661.michael-kerstgens-out-of-control\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Fotografie Forum Frankfurt<\/a> zu sehen. Kerstgens setzt sich in dieser Ausstellung mit den gesellschaftspolitischen Ver\u00e4nderungen der letzten Jahrzehnte auseinander, die er in seinen fotografischen Langzeit-Essays begleitet. Seine Fotografien zeigen haupts\u00e4chlich den Wandel von der Industrie- zur Konsum- und Freizeitgesellschaft.<\/p>\n<p>Bekannt wurde der Fotograf durch seine Dokumentation des britischen Bergarbeiterstreiks 1984\/85. Seine Arbeiten zeichnen sich durch einen klaren, dokumentarischen Charakter und eine gesellschaftskritische Perspektive aus. Die Ausstellung im Fotografie Forum bietet somit einen umfassenden Einblick in Kerstgens Werk und f\u00fchrt dem Betrachter die Ver\u00e4nderungen unserer Lebenswelten vor Augen.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/8\/1\/0\/8\/4\/9\/1970_KP_Gruber_Pressebild_01_F-e1884859325be18f.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2463\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1780 \/ 2463; object-fit: cover;\" width=\"1780\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Eine Legende der deutschen Fotoszene: L. Fritz Gruber war Gr\u00fcnder der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Photographie und von 1950 bis 1980 Leiter und Kurator der Photokina-Bilderschauen.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Photographie )\n    <\/p>\n<p>Vision\u00e4r der Fotografie: L. Fritz Gruber<\/p>\n<p>Vor fast 75 Jahren gr\u00fcndete L. Fritz Gruber die <a href=\"https:\/\/www.dgph.de\/presse\/l-fritz-gruber-zum-20-todestag-des-mitbegruenders-und-spiritus-rector-der-deutschen\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Photographie<\/a> (DGPh) \u2013 eine Institution, die bis heute die Fotokultur pr\u00e4gt. Am 30. M\u00e4rz 2005 verstarb L. Fritz Gruber im Alter von 96 Jahren \u2013 doch sein Verm\u00e4chtnis lebt weiter. Seit 1945 hatte er die Idee, die Fotografie als ernst zu nehmende Kunstform und gesellschaftliches Medium zu f\u00f6rdern. Am 18. April 1951 setzte er seine Vision in die Tat um: In K\u00f6ln versammelte er mit Unterst\u00fctzung des damaligen K\u00f6lner Oberb\u00fcrgermeisters Robert G\u00f6rlinger bedeutende Pers\u00f6nlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik zur Gr\u00fcndung der DGPh. Die DGPh setzte neue Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr die Anerkennung der Fotografie und z\u00e4hlt heute rund 1.200 Mitglieder.<\/p>\n<p>Besonders pr\u00e4gend war Grubers Arbeit f\u00fcr die &#8222;Photokina-Bilderschauen&#8220; (1950\u20131980), die er als k\u00fcnstlerisches Pendant zur technischen Messe Photokina entwickelte. Er holte internationale Gr\u00f6\u00dfen wie Man Ray, Edward Steichen und Erich Salomon nach K\u00f6ln und machte die Stadt zu einem Zentrum der Fotoszene. Neben seiner Arbeit als Kurator war Gruber ein leidenschaftlicher Sammler und Publizist, der mit seinen Fotob\u00fcchern Ma\u00dfst\u00e4be setzte. Noch heute steht die DGPh f\u00fcr sein Verm\u00e4chtnis: die Fotografie in all ihren Facetten zu bewahren und weiterzuentwickeln.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:vat@heise.de\" title=\"Hendrik Vatheuer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">vat<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Spotlight Fotokultur \u2013 April 2025 Willkommen zum &#8222;Spotlight Fotokultur&#8220;. 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