{"id":249832,"date":"2025-07-07T17:07:14","date_gmt":"2025-07-07T17:07:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/249832\/"},"modified":"2025-07-07T17:07:14","modified_gmt":"2025-07-07T17:07:14","slug":"dow-schliesst-chemieanlagen-in-sachsen-und-sachsen-anhalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/249832\/","title":{"rendered":"Dow schlie\u00dft Chemieanlagen in Sachsen und Sachsen-Anhalt"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 07.07.2025 18:11 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong><strong>Der US-Chemiekonzern Dow will bis 2027 Teile seiner Werke in Schkopau und B\u00f6hlen schlie\u00dfen. Grund sind hohe Energiekosten und harter Wettbewerb. Rund 550 Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland stehen auf dem Spiel.<\/strong><\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer US-Chemiekonzern Dow will einen Teil seiner Anlagen im s\u00e4chsischen B\u00f6hlen und in Schkopau in Sachsen-Anhalt bis Ende 2027 schlie\u00dfen. Grund seien strukturelle Herausforderungen auf dem europ\u00e4ischen Markt, darunter <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/wirtschaft\/ostdeutschland-chemie-industrie-krise-geld-staat-100.html\" title=\"hohe Energie- und Betriebskosten sowie eine mangelnde Nachfrage in Schl\u00fcsselindustrien\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hohe Energie- und Betriebskosten sowie eine mangelnde Nachfrage in Schl\u00fcsselindustrien<\/a>, teilte das Unternehmen am Montag mit. Dow habe die Mitarbeitenden an den betroffenen Standorten \u00fcber diese Entscheidung informiert.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBetroffen sind demnach insgesamt rund 550 regul\u00e4r Besch\u00e4ftige in B\u00f6hlen und Schkopau. Dow unterh\u00e4lt nach eigenen Angaben 13 Standorte in Deutschland mit rund 3.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.\u00a0<\/p>\n<p>    Schlie\u00dfungen bei Dow: Nicht alle Anlagen der Region betroffen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKonkret geht es um die Chlor-Alkali- und Vinyl-Anlagen in Schkopau (Saalekreis) sowie den sogenannten Steamcracker in B\u00f6hlen (Landkreis Leipzig), der aus Rohbenzin chemische Grundstoffe herstellt. Diese Anlagen stehen am Anfang der chemischen Wertsch\u00f6pfungskette und gelten als besonders kosten- und energieintensiv. Ihre Schlie\u00dfung dient laut Dow der Anpassung von Kapazit\u00e4ten, dem Abbau von Handels-Risiken sowie der Verbesserung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDow betreibt weitere Anlagen in Schkopau, Leuna und B\u00f6hlen \u2013 unter anderem zur Herstellung von Kunststoff und Materialien f\u00fcr die Bauindustrie. Sie sind den Angaben zufolge nicht von der aktuellen Entscheidung betroffen.<\/p>\n<p>    Dow soll Teil des Chemieparks Schkopau bleiben<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Landrat des Saalekreises, Hartmut Handschak (parteilos), sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Entscheidung sei bedauerlich. Er verstehe aber, wenn ein Unternehmen wie Dow aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so handele. Handschak \u00e4u\u00dferte die Hoffnung, dass sich der Konzern auch weiter in Schkopau engagiert und ein wichtiger Teil des Chemiestandortes bleibt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Sprecher des Industrie- und Chemieparks InfraLeuna, Martin Naundorf, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, der teilweise R\u00fcckzug von Dow in Schkopau sei Folge der deutschen Industriepolitik der vergangenen Jahre. Naundorf bezog sich dabei vor allem auf die hohen Strom- und Gaspreise. &#8222;Hier brauchen wir eine Restrukturierung&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>    Wirtschaftsministerium in Magdeburg nicht \u00fcberrascht<\/p>\n<p class=\"textabsatz--contains-image  m-six l-five textabsatz columns twelve\">\nSachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) erkl\u00e4rte MDR SACHSEN-ANHALT, die Entwicklung bei Dow habe sich bereits seit l\u00e4ngerer Zeit angedeutet. Deshalb sei eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen worden, um gr\u00f6\u00dfere Teile der Chemiestandorte zu sichern und Arbeitspl\u00e4tze in der Region zu erhalten.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze will alle Arbeitspl\u00e4tze in der Chemieindustrie erhalten. (Archivbild)\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeit langem fordert Schulze nach eigenen Worten, Branchen wie die Chemieindustrie von den hohen Energiekosten zu entlasten. Der Minister sagte w\u00f6rtlich: &#8222;Viele Arbeitspl\u00e4tze h\u00e4ngen an der Chemie. Wir arbeiten mit allen uns zur Verf\u00fcgung stehenden M\u00f6glichkeiten daran, dass diese erhalten bleiben.&#8220;<\/p>\n<p>    Sachsens Wirtschaftsminister: Chemiestandort erhalten<\/p>\n<p class=\"textabsatz--contains-image  m-six l-five textabsatz columns twelve\">\nSachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter reagierte mit Sorge. Man nehme die Entscheidung, den Cracker in B\u00f6hlen \u00fcber 2027 hinaus nicht weiterzubetreiben, &#8222;mit gro\u00dfem Bedauern zur Kenntnis&#8220;, sagte der SPD-Politiker.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter will den Standort B\u00f6hlen mit anderen Produkten erhalten. (Archivbild)\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Landesregierung sei mit dem Unternehmen sowie lokalen Partnern im Gespr\u00e4ch, um den Chemiestandort B\u00f6hlen-Lippendorf mit neuen Investitionen und Produkten zu erhalten. &#8222;Die Region bleibt ein Treiber f\u00fcr Transformation und Innovation der chemischen Industrie.&#8220; Gleichzeitig forderte Panter den Konzern auf, weiter f\u00fcr die soziale Absicherung der Mitarbeiter zu sorgen.<\/p>\n<p>    Industriegewerkschaft mit heftiger Kritik<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Industriegewerkschaft IGBCE \u00e4u\u00dferte scharfe Kritik. &#8222;Heute ist ein tiefschwarzer Tag f\u00fcr das Chemiecluster Mitteldeutschland&#8220;, sagte der IGBCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis. Die Auswirkungen der Anlagenschlie\u00dfungen seien verheerend \u2013 nicht nur f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten, sondern f\u00fcr die gesamte Region. Dow sei ein zentraler Akteur im mitteldeutschen Chemiedreieck, viele weitere Unternehmen hingen an den Anlagen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch Stephanie Albrecht-Suliak, Leiterin des IGBCE-Bezirks Nordost, zeigte sich k\u00e4mpferisch: &#8222;Wir werden diese wichtige mitteldeutsche Industrieregion nicht einfach aufgeben.&#8220; Dow m\u00fcsse Verantwortung \u00fcbernehmen. Die Gewerkschaft werde um jeden der 550 Arbeitspl\u00e4tze k\u00e4mpfen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">MDR (J\u00f6rg Wunram, Max Sch\u00f6rm, Marc Weyrich), dpa<\/p>\n<p>                                        <a class=\"backlink__link\" href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/wirtschaft\/dow-schliesst-chemieanlagen-in-sachsen-und-sachsen-anhalt-104.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                                                <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.tagesschau.de\/image\/3b6f5760-8e5b-474f-ab60-9f42d5eba8e2\/AAABlap_eyE\/AAABkZLrr6A\/original\/lra-mdr-logo-100.svg\" alt=\"Mitteldeutscher Rundfunk\"\/><\/p>\n<p>                                        <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 07.07.2025 18:11 Uhr Der US-Chemiekonzern Dow will bis 2027 Teile seiner Werke in Schkopau und B\u00f6hlen schlie\u00dfen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":249833,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[76827,9131,13,14,15,859,860,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-249832","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-chemie-industrie","9":"tag-dow","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-sachsen","14":"tag-sachsen-anhalt","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114813052181748967","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/249832","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=249832"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/249832\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/249833"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=249832"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=249832"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=249832"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}