{"id":250945,"date":"2025-07-08T03:18:12","date_gmt":"2025-07-08T03:18:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/250945\/"},"modified":"2025-07-08T03:18:12","modified_gmt":"2025-07-08T03:18:12","slug":"leipzig-tipps-fuer-einen-unvergesslichen-tag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/250945\/","title":{"rendered":"Leipzig: Tipps f\u00fcr einen unvergesslichen Tag"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"sprung3\" class=\"jumpLabel\">Highlights im Zentrum \u2013 Augustusplatz<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nDer Augustusplatz, benannt nach dem s\u00e4chsischen K\u00f6nig Friedrich August I., besticht durch seine Gr\u00f6\u00dfe. Im Herbst 1989 fanden hier die gro\u00dfen Kundgebungen statt, die das Ende der DDR einl\u00e4uteten. In seiner Gestalt zu Beginn des 20. Jahrhunderts geh\u00f6rte er mal zu den sch\u00f6nsten Pl\u00e4tzen Europas. Nach Bombardierung und sozialistischer Umgestaltung ist er heute eher Zeugnis, wie Architektur zur Machtdemonstration genutzt werden kann. Dennoch lohnt es zu verweilen:\n<\/p>\n<p><strong>Krochhochhaus und Oper<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nAuf dem n\u00f6rdlichen Teil der Westseite sind historische Geb\u00e4ude von 1910\/11 bzw. 1927\/28 erhalten geblieben. Bemerkenswert ist das Schlagwerk der Uhr am Krochhochhaus: Es besteht aus drei gro\u00dfen Glocken und zwei mehr als 3 Meter hohen Glockenm\u00e4nnern. Auf der Nordseite steht das anstelle des Neuen Theaters aus dem 19. Jahrhundert in der 50er-Jahren erbaute Opernhaus im neoklassizistischen Stil.\n<\/p>\n<p><strong>Hauptpost, Europahaus und &#8222;Stalinbauten&#8220;<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nIn den 60er-Jahren entstanden auf der Ostseite die neue Hauptpost (heute ein Gesch\u00e4ftshaus) und ein Hotel. Erhalten geblieben ist das Europahaus von 1928\/29. Auf der S\u00fcdseite schlie\u00dft sich das ber\u00fchmte Gewandhaus an. Dazwischen hat man freien Blick auf imposante Wohngeb\u00e4ude aus den 50er-Jahren im Stil des sozialistischen Klassizismus, dem sogenannten Zuckerb\u00e4ckerstil.\n<\/p>\n<p><strong>Akustikwunder Gewandhaus<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nDas Gewandhaus wurde Ende der 70er-Jahre auf dem Standort des gesprengten alten Museums der bildenden K\u00fcnste erbaut und 1981 er\u00f6ffnet. Das Foyer ziert ein mehr als 700 Quadratmeter gro\u00dfes Deckengem\u00e4lde von Sighard Gille. Die Akustik im Gro\u00dfen Saal gilt als au\u00dfergew\u00f6hnlich und begeistert weltweit. Der neobarocke Mendebrunnen von 1886 ist original erhalten.\n<\/p>\n<p><strong>Augusteum und Paulinerkirche<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nAuf dem s\u00fcdlichen Teil der Westseite standen bis 1968 das nach Entw\u00fcrfen von Karl Friedrich Schinkel erbaute und im Krieg nur teilzerst\u00f6rte Augusteum aus dem 19. Jahrhundert sowie die angrenzende und komplett erhaltene Universit\u00e4tskirche St. Pauli. <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/ddr\/politik-gesellschaft\/kirche\/sprengung-paulinerkirche-leipzig-walter-ulbricht-100.html\" title=\"30.05.1968: Sprengung der Leipziger Universit\u00e4tskirche\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Auf Beschluss von Partei- und Staatsf\u00fchrung der DDR wurden sie gesprengt.<\/a> An ihrer Stelle entstanden ein neues Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude mit einem monumentalen Karl-Marx-Relief an der Fassade und das 142 Meter hohe Universit\u00e4tshochhaus in Form eines aufgeschlagenen Buches.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nNach 1990 scheiterten Pl\u00e4ne, Augusteum und Paulinerkirche wiederaufzubauen. Stattdessen entstand zwischen 2007 und 2012 ein Campusneubau, der die einstige Silhouette in Teilen aufgreift. Der &#8222;Uni-Riese&#8220; hei\u00dft heute City-Hochhaus und wird von verschiedenen Firmen genutzt, oben gibt es eine Aussichtsplattform und ein Restaurant. Das Karl-Marx-Relief steht heute auf dem Campus Jahnallee.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung4\" class=\"jumpLabel\">Zu den Must sees im S\u00fcden<\/a><\/p>\n<p><strong>Grassimuseum und Doppel-M <\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nVom Augustusplatz geht es weiter mit der Stra\u00dfenbahn. Die Linie 15 in Richtung Meusdorf f\u00e4hrt gut 10 Minuten bis zur Haltestelle &#8222;V\u00f6lkerschlachtdenkmal&#8220;. Unterwegs kommt man zun\u00e4chst am Grassi-Museum im Art-d\u00e9co-Stil vorbei. Es beherbergt die Museen f\u00fcr V\u00f6lkerkunde, Angewandte Kunst und Musikinstrumente. Etwas sp\u00e4ter sieht man auf der rechten Seite die Alte Messe mit dem bekannten gro\u00dfen Doppel-M am Eingang. Seit der Er\u00f6ffnung der Neuen Messe im Norden 1996 wird sie nicht mehr genutzt.\n<\/p>\n<p><strong>V\u00f6lkerschlachtdenkmal<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nAn der Haltestelle angekommen, ist das V\u00f6lkerschlachtdenkmal nicht zu \u00fcbersehen. Das 1913 er\u00f6ffnete Denkmal gilt als monumentalster Denkmalbau Europas. Es erinnert an die mehr als 100.000 Opfer der V\u00f6lkerschlacht im Oktober 1813. Unbedingt lohnenswert ist, es auch von innen zu besichtigen und zu den Aussichtsplattformen hinaufzusteigen. Von der Krypta f\u00fchrt auch ein Aufzug zu S\u00e4ngergalerie und mittlerem Au\u00dfenrundgang, die Ruhmeshalle ist nur \u00fcber eine Au\u00dfentreppe zug\u00e4nglich.\n<\/p>\n<p><strong>S\u00fcdfriedhof<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nUnmittelbar neben dem V\u00f6lkerschlachtdenkmal liegt der <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/kultur\/wgt\/leipzig-friedhof-ausflug-112.html\" title=\"Leipzig: S\u00fcdfriedhof und andere sehenswerte Friedh\u00f6fe \u2013 5 Tipps \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">S\u00fcdfriedhof<\/a> \u2013 einer der gr\u00f6\u00dften und sch\u00f6nsten Parkfriedh\u00f6fe Deutschlands. Auf knapp 80 Hektar Fl\u00e4che gibt es vertr\u00e4umte Wege mit B\u00e4nken und kleinen Pavillons, pr\u00e4chtige historische Grabm\u00e4ler und man entdeckt viele gro\u00dfe Namen. Das Hauptgeb\u00e4ude im Zentrum wurde der Benediktinerabtei Maria Laach nachempfunden und beherbergt mehrere Kapellen und ein Krematorium. Im Fr\u00fchling bl\u00fchen tausende Rhododendronstr\u00e4ucher. Zu Pfingsten begegnet man hier vielen schwarzromantischen G\u00e4sten des <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/kultur\/wgt\/wave-gotik-treffen-pfingsten-106.html\" title=\"WGT 2025 Leipzig: Alle Infos zum Wave-Gotik-Treffen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wave-Gotik-Treffens (WGT).<\/a>\n<\/p>\n<p><strong>Entspannen auf der &#8222;Karli&#8220;<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nNach so vielen Schritten und Eindr\u00fccken hei\u00dft es nun erstmal ausruhen: Links an der Stra\u00dfe neben dem V\u00f6lkerschlachtdenkmal f\u00e4hrt die Buslinie 76\/74 in Richtung &#8222;Lindenauer Markt&#8220; zur Karl-Liebknecht-Stra\u00dfe (Haltestelle &#8222;Karl-Liebknecht-\/Kurt-Eisner-Stra\u00dfe&#8220;). Die &#8222;Karli&#8220; bietet alles zum entspannt Schlendern und es sich gutgehen lassen: viel zum Schauen, originelle L\u00e4den und unz\u00e4hlige Caf\u00e9s und Kneipen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuf der Fahrt zur Karli sieht man rechts die Russische Ged\u00e4chtniskirche, die an die russischen Opfer der V\u00f6lkerschlacht erinnert und links die Deutsche Nationalbibliothek.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung5\" class=\"jumpLabel\">Zur\u00fcck oder weiter? \u2013 3 Tipps, wer mehr m\u00f6chte<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nVon der Karli fahren die Stra\u00dfenbahnen der Linie 10 und 11 (Richtung Wahren oder Schkeuditz) zur\u00fcck in die Innenstadt bzw. zum Hauptbahnhof. Falls noch Zeit und Kraft \u00fcbrig sind, kann man die Tour verl\u00e4ngern. Dazu bitte in der Innenstadt an der Haltstelle &#8222;Wilhelm-Leuschner-Platz&#8220; aussteigen.\n<\/p>\n<p><strong>M\u00f6glichkeit 1: Parks und Auwald<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nVon der Haltestelle &#8222;Wilhelm-Leuschner-Platz&#8220; geht es mit der Stra\u00dfenbahn (Linie 2 Richtung Gr\u00fcnau-S\u00fcd oder Linie 8 Richtung Gr\u00fcnau-Nord) eine Station bis zur Haltestelle &#8222;Neues Rathaus&#8220;.\u00a0Dort beginnt der Johannapark, der in den Clara-(Zetkin-)Park \u00fcbergeht. Hier gibt es ebenfalls Gastronomie f\u00fcr eine St\u00e4rkung. Hinter dem Elsterflutbecken beginnt der Auwald, der sich im April\/Mai in ein Feenreich verwandelt, wenn tausende zarte B\u00e4rlauchbl\u00fcten, den Boden wie ein Spitzenteppich bedecken.\n<\/p>\n<p><strong>M\u00f6glichkeit 2: Kunst-Hotspot Baumwollspinnerei<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nVon der Haltestelle &#8222;Wilhelm-Leuschner-Platz&#8220; geht es mit der Stra\u00dfenbahnlinie 14\/34 in 15 Minuten bis zur Endhaltestelle &#8222;S-Bahnhof Plagwitz&#8220;. Dann zur\u00fcck zur Karl-Heine-Stra\u00dfe und weiter stadtausw\u00e4rts laufen, unter der Eisenbahnbr\u00fccke hindurch und links in die Spinnereistra\u00dfe. Die als Fabrikstadt konzipierte ehemalige Baumwollspinnerei ist heute ein Areal f\u00fcr Kreative: Es gibt Galerien, Ateliers, Werkst\u00e4tten, Spezialgesch\u00e4fte f\u00fcr K\u00fcnstler*innenbedarf, Kulturorte und Gastronomie. Ein Highlight f\u00fcr Kunstfans sind die Spinnerei-Rundg\u00e4nge im Fr\u00fchjahr, Herbst und Winter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Highlights im Zentrum \u2013 Augustusplatz Der Augustusplatz, benannt nach dem s\u00e4chsischen K\u00f6nig Friedrich August I., besticht durch seine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":250946,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[86,3903,9515,96,3364,29,6421,89,98,92,30,23948,99,95,87,88,91,80,84,90,71,100,101,93,81,85,82,97,83,859,6841,13096,1781,77086,94,1467],"class_list":{"0":"post-250945","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-artour","9":"tag-ausflug","10":"tag-ausflugstipps","11":"tag-buehne","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-empfehlungen","15":"tag-erlebnis-musik","16":"tag-feature","17":"tag-film","18":"tag-germany","19":"tag-highlights","20":"tag-hoerspiele","21":"tag-kino","22":"tag-kino-royal","23":"tag-kinoroyal","24":"tag-klassik","25":"tag-kultur","26":"tag-kulturfernsehen","27":"tag-lebenslaeufe","28":"tag-leipzig","29":"tag-lesezeit","30":"tag-lesung","31":"tag-literatur","32":"tag-mdr","33":"tag-mdr-figaro","34":"tag-mdr-kultur","35":"tag-oper","36":"tag-radio","37":"tag-sachsen","38":"tag-sehenswuerdigkeiten","39":"tag-sightseeing","40":"tag-tag","41":"tag-tagestour","42":"tag-theater","43":"tag-tipps"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114815454871001104","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/250945","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=250945"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/250945\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/250946"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=250945"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=250945"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=250945"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}