{"id":25101,"date":"2025-04-12T03:55:08","date_gmt":"2025-04-12T03:55:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/25101\/"},"modified":"2025-04-12T03:55:08","modified_gmt":"2025-04-12T03:55:08","slug":"globale-schifffahrt-imo-mitglieder-einigen-sich-auf-co2-steuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/25101\/","title":{"rendered":"Globale Schifffahrt: IMO-Mitglieder einigen sich auf CO2-Steuer"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 11.04.2025 20:42 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Mitgliedsstaaten der UN-Organisation IMO haben eine Mindeststeuer auf die Emission von Treibhausgasen im globalen Schiffsverkehr beschlossen. Die USA blieben der Tagung in London fern &#8211; und drohen bereits Gegenma\u00dfnahmen an.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Bem\u00fchen um eine klimaneutrale internationale Schifffahrt soll es k\u00fcnftig eine Mindeststeuer auf Treibhausgase von Schiffen geben &#8211; die erste Abgabe ihrer Art. Darauf einigten sich Mitgliedsstaaten der UN-Beh\u00f6rde <a href=\"https:\/\/www.imo.org\/en\/About\/Pages\/Default.aspx\" title=\"International Maritime Organization\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">International Maritime Organization<\/a> (IMO) bei einer\u00a0Tagung ihres Umweltausschusses in London.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDemnach soll eine Mindeststeuer von 100 US-Dollar (rund 88 Euro) pro Tonne Kohlendioxid f\u00e4llig werden, die Schiffe aussto\u00dfen. Die Abgabe soll erhoben werden, wenn die verantwortlichen L\u00e4nder keine ausreichenden Beitr\u00e4ge zum Netto-null-Fonds der IMO geleistet haben und ihre Schiffe einen bestimmten CO2-Grenzwert nicht einhalten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBeobachter sprachen von der praktisch ersten globalen Steuer auf Treibhausgasemissionen \u00fcberhaupt. Die neuen Regeln sollen fr\u00fchestens 2028 in Kraft treten. In London kamen die IMO-Mitgliedstaaten auch \u00fcberein, Standards f\u00fcr das zum Antrieb von Schiffen ben\u00f6tigte Schwer\u00f6l mit dem Ziel festzusetzen, schrittweise sauberere Treibstoffe einzuf\u00fchren. Das Abkommen muss im Oktober noch rechtsverbindlich best\u00e4tigt werden.<\/p>\n<p>    IMO spricht von bedeutsamem Konsens<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEmissionen durch die internationale Schifffahrt sind im Laufe der vergangenen zehn Jahre gestiegen. Nach <a href=\"https:\/\/unctad.org\/news\/bold-global-action-needed-decarbonize-shipping-and-ensure-just-transition-unctad-report\" title=\"UNCTAD-Report zu Emissionen der globalen Schifffahrt\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">UN-Angaben<\/a> entsprechen sie inzwischen rund drei Prozent des globalen Gesamtaussto\u00dfes. Denn die Schiffe sind gr\u00f6\u00dfer geworden, bef\u00f6rdern pro Fahrt mehr Fracht und verbrauchen immense Mengen an Treibstoff.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIMO-Generalsekret\u00e4r Arsenio Dominguez erkl\u00e4rte zum Abschluss der Tagung, die Mitgliedsstaaten seien zu einem bedeutsamen Konsens angesichts komplexer Herausforderungen bei der Bek\u00e4mpfung des Klimawandels und der Modernisierung der Schifffahrt gelangt.<\/p>\n<p>    Lob und Kritik von Umweltorganisationen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEtliche Umweltaktivisten lobten die Steuer zwar als &#8222;historische Entscheidung&#8220;, monierten aber zugleich, dass mehr drin gewesen w\u00e4re. Denn die Abgabe decke nicht alle Emissionen ab. Zudem werde die Schadstoffreduzierung dadurch nicht in ausreichendem Ma\u00dfe forciert, kritisierte Emma Fenton, Direktorin f\u00fcr Klimadiplomatie bei der in Gro\u00dfbritannien ans\u00e4ssigen Klimaschutzorganisation Opportunity Green.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZudem generiere die Steuer nicht gen\u00fcgend Einnahmen, um Schwellenl\u00e4nder beim \u00dcbergang zu einer gr\u00fcneren Schifffahrt zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>    Umweltzone im Nordatlantik<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Umweltausschuss der IMO hatte seit Montag in der britischen Hauptstadt debattiert. Am Donnerstag billigten die Delegierten einen Vorschlag, laut dem ein Gebiet im Nordosten des\u00a0Atlantischen Ozeans als Sonderzone mit besonderen Richtlinien f\u00fcr die Emissionskontrolle festgelegt werden soll. Schiffe m\u00fcssen sich bei der Durchfahrt in diesem Areal an strengere Regeln bei\u00a0Treibstoffen und Motorennutzung halten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie IMO strebt eine klimaneutrale globale Schifffahrt bis 2050 an. Der gro\u00dfe Streitpunkt bei den Beratungen in London war die Frage, auf welche Weise die Steuer auf Emissionen erhoben werden soll. In die Verhandlungen gingen mehr als 60 L\u00e4nder mit der Forderung nach einer Pauschalsteuer, die pro CO2-Tonne f\u00e4llig werden solle. Daf\u00fcr machten sich vor allem Inselstaaten im\u00a0Pazifik stark, deren schiere Existenz durch den Klimawandel bedroht ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAndere L\u00e4nder mit gro\u00dfen Seeflotten &#8211; allen voran China, Brasilien, Saudi-Arabien und S\u00fcdafrika &#8211; wollten hingegen statt einer fixen Grundabgabe ein Modell, das im Sinne einer Art Gutschrift bereits geleistete Beitr\u00e4ge w\u00fcrdigt. Am Ende kam man zu einem\u00a0Kompromiss zwischen den beiden Ans\u00e4tzen.<\/p>\n<p>    USA lehnen Reduktion von Emission ab<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie USA\u00a0nahmen an der Tagung nicht teil. Stattdessen dr\u00e4ngte Washington andere Regierungen, sich gegen die Schritte zur Emissionsreduktion zu stellen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie USA\u00a0lehnten jegliche Initiativen ab, ihren Schiffen Ma\u00dfnahmen bei CO2-Aussto\u00df und Treibstoffwahl aufzuerlegen, die wirtschaftliche Folgen haben k\u00f6nnten, stellte das Wei\u00dfe Haus vorab klar. Denn dies w\u00fcrde den Sektor belasten und die Inflation anheizen. Sollten Steuern erhoben werden, w\u00fcrden die USA\u00a0Gegenma\u00dfnahmen ergreifen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 11.04.2025 20:42 Uhr Mitgliedsstaaten der UN-Organisation IMO haben eine Mindeststeuer auf die Emission von Treibhausgasen im globalen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":25102,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,14799,3364,29,30,13,952,14,15,5226,12],"class_list":{"0":"post-25101","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-co2-abgabe","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-klimawandel","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schifffahrt","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114322979112081973","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25101","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25101"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25101\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25102"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25101"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25101"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25101"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}