{"id":251193,"date":"2025-07-08T05:39:11","date_gmt":"2025-07-08T05:39:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/251193\/"},"modified":"2025-07-08T05:39:11","modified_gmt":"2025-07-08T05:39:11","slug":"spannungen-zwischen-der-eu-und-china-eskalieren-handel-fuer-medizinprodukte-eingeschraenkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/251193\/","title":{"rendered":"Spannungen zwischen der EU und China eskalieren: Handel f\u00fcr Medizinprodukte eingeschr\u00e4nkt"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>China will weniger medizinische Produkte aus Europa kaufen. Am Sonntag k\u00fcndigte Peking an, dass es die staatliche Beschaffung von Medizinprodukten aus der EU im Wert von mehr als 45 Millionen Yuan (ca. 5,3 Millionen Euro) einschr\u00e4nken wird. <\/p>\n<p>Zuvor hatte die Europ\u00e4ische Kommission beschlossen, den Zugang chinesischer Unternehmen zum \u00f6ffentlichen Beschaffungsmarkt der EU zu beschr\u00e4nken. Es handelt sich um eine direkte Reaktion.<\/p>\n<p>Handelsbegrenzungen f\u00fcr China in der EU<\/p>\n<p>Nach dem letzten Schritt der Kommission im vergangenen Monat ist es chinesischen Unternehmen untersagt, sich an \u00f6ffentlichen Ausschreibungen f\u00fcr Medizinprodukte im EU-Binnenmarkt zu beteiligen, die einen Wert von f\u00fcnf Millionen Euro \u00fcberschreiten. Au\u00dferdem d\u00fcrfen die Angebote, die wiederum den Zuschlag erhalten, nicht mehr als 50 Prozent Komponenten aus China enthalten.<\/p>\n<p>China erkl\u00e4rte daraufhin, es habe &#8222;keine andere Wahl als Gegenma\u00dfnahmen zu ergreifen&#8220;. Peking habe im Rahmen bilateraler Dialoge wiederholt seine Bereitschaft bekundet habe, Differenzen mit der EU durch Dialog, Konsultationen und bilaterale Beschaffungsvereinbarungen zu beseitigen, so ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums. <\/p>\n<p>&#8222;Leider hat die EU Chinas guten Willen und Aufrichtigkeit ignoriert und f\u00e4hrt fort, restriktive Ma\u00dfnahmen zu verh\u00e4ngen und neue protektionistische Barrieren aufzubauen&#8220;, hie\u00df es in der Erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>China: Hohe Z\u00f6lle f\u00fcr europ\u00e4ische Branntweinimporte<\/p>\n<p>Diese j\u00fcngste Eskalation folgt auf Pekings Ank\u00fcndigung von Antidumpingz\u00f6llen in H\u00f6he von bis zu 34,9 Prozente auf europ\u00e4ische Branntweinimporte f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre.<\/p>\n<p>Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und China sind nach wie vor von gegenseitigen Handelsma\u00dfnahmen gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>In den vergangenen Wochen verl\u00e4ngerte China seine Antidumpingz\u00f6lle gegen EU-Schweinefleischimporte um sechs Monate, w\u00e4hrend die EU Z\u00f6lle von bis zu 45 Prozent auf chinesische Elektrofahrzeuge verh\u00e4ngte.<\/p>\n<p>Die Handelsma\u00dfnahmen <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/business\/2025\/04\/03\/trump-kundigt-reziproke-zolle-fur-europa-und-die-ganze-welt-an\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>\u00e0 la Trump<\/strong><\/a> treffen China und EU bei der Neuausrichtung ihrer Beziehungen. Sie befinden sich an einem vorsichtigen diplomatischem Neuanfang. <\/p>\n<p>Ein wichtiger Meilenstein in dem sich entwickelnden Dialog wird der bevorstehende EU-China-Gipfel sein, der in der zweiten Julih\u00e4lfte 2025 in Peking stattfinden soll.<\/p>\n<p><strong>Verb\u00e4nde aus Europa \u00e4u\u00dfern Besorgnis<\/strong><\/p>\n<p>MedTech Europe, der EU-Verband der Medizinprodukteindustrie, bedauerte die j\u00fcngste Entscheidung Chinas. Der Zugang zum chinesischen Markt f\u00fcr \u00f6ffentliche Auftr\u00e4ge werde weiter eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>&#8222;Ma\u00dfnahmen dieser Art bergen die Gefahr, Handelsspannungen zu versch\u00e4rfen und letztlich den Patienten den rechtzeitigen Zugang zu unverzichtbaren medizinischen Technologien zu verwehren&#8220;, so die Gruppe in einer Erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>&#8222;Wir fordern sowohl die Europ\u00e4ische Union als auch China auf, in einen konstruktiven Dialog einzutreten, um die aktuellen Herausforderungen beim Marktzugang zu l\u00f6sen und faire, vorhersehbare und gegenseitige Handelsbedingungen aufrechtzuerhalten.&#8220;<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Handelskammer in China schloss sich diesen Bedenken an und warnte, dass die Ank\u00fcndigung die Unsicherheit f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen, die in China t\u00e4tig sind, erh\u00f6he.<\/p>\n<p>Insbesondere der Mangel an Spezifit\u00e4t in den neuen Beschr\u00e4nkungen birgt das Risiko, dass lokale Beh\u00f6rden, die \u00f6ffentliche Ausschreibungen verwalten, die Ma\u00dfnahmen in einer \u00fcberm\u00e4\u00dfig strengen Weise durchsetzen.<\/p>\n<p>Dadurch k\u00f6nnten selbst stark lokalisierte europ\u00e4ische Medizinproduktehersteller von der Teilnahme an Ausschreibungen ausgeschlossen werden, so die Kammer.<\/p>\n<p>Obwohl die chinesische Regierung angedeutet hat, dass europ\u00e4isch investierte Unternehmen in China von den Beschr\u00e4nkungen ausgenommen sind, wird in der Bekanntmachung nicht klargestellt, was als &#8222;europ\u00e4isch investiertes Unternehmen&#8220; zu verstehen ist.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Europ\u00e4ischen Kammer ist auch unklar, ob volumenbasierte Ausschreibungen, die h\u00e4ufig den Schwellenwert \u00fcberschreiten, unter die neuen Regeln fallen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WERBUNG China will weniger medizinische Produkte aus Europa kaufen. 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