{"id":252046,"date":"2025-07-08T13:24:11","date_gmt":"2025-07-08T13:24:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/252046\/"},"modified":"2025-07-08T13:24:11","modified_gmt":"2025-07-08T13:24:11","slug":"westfalen-ag-meldet-rekordgewinn-aber-investiert-weniger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/252046\/","title":{"rendered":"Westfalen AG meldet Rekordgewinn \u2013 aber investiert weniger"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>F\u00fcnf gro\u00dfe Gesch\u00e4ftsbereiche pr\u00e4sentierte Perkmann am Dienstag:\u00a0<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Technische Gase &amp; Services: <\/strong>Der Bereich habe einen leichten R\u00fcckgang verzeichnet. Jedoch steige die Wirtschaftlichkeit, weil die Westfalen AG mehr in dezentrale Abf\u00fcllwerke investiert und dadurch teure Transportwege reduziert. Elf solcher Abf\u00fcllwerke gibt es mittlerweile europaweit.\u00a0<\/li>\n<li><strong>Mobili\u00e4t: <\/strong>Absatz und Umsatz seien an den Tankstellen r\u00fcckl\u00e4ufig, doch habe der Bereich seine Erwartungen erf\u00fcllt. Es habe einige Positiveffekte gegeben, so Perkmann. So sei das Shopgesch\u00e4ft gewachsen. Er verwies auf Umbauten bestehender Shops \u2013 wo dies geschehe, steige anschlie\u00dfend der Umsatz. \u201eSo ein Umbau hat Nachzieheffekte f\u00fcr beispielsweise die Auto-W\u00e4sche, das sind Umsatz und Margenbringer.\u201c\u00a0<\/li>\n<li><strong>Energie: <\/strong>Das klassische Gesch\u00e4fts habe die Erwartungen \u201enicht erf\u00fcllt\u201c, wie Perkmann wertete. \u201e2024 war ein warmes Jahr, es wurde weniger Propan zum Heizen ben\u00f6tigt.\u201c Zudem h\u00e4tten viele Anbieter volle Lager, das dr\u00fccke den Preis zus\u00e4tzlich. \u201eNicht so toll\u201c sei das Gesch\u00e4ft also gelaufen. Dazu beigetragen h\u00e4tte auch die Unsicherheit bei Verbrauchern, wenn es um Heizungsanlagen gehe.\u00a0<\/li>\n<li><strong>Respiratory Homecare: <\/strong>Seit etwa f\u00fcnf Jahren engagiert sich die Westfalen AG st\u00e4rker im Bereich der Versorgung von Patienten mit Sauerstoff-, Schlaf- oder Beatmungstherapien. 18 Standorte gibt es in Deutschland, neun in den Niederlanden. Rund 500 Mitarbeitende z\u00e4hle dieser Unternehmensbereich mittlerweile. \u201eWir wachsen in diesem Bereich und sind sehr zufrieden mit der Entwicklung.\u201c\u00a0<\/li>\n<li><strong>Wasserstoff: <\/strong>Der Bereich, einst als Zukunftsthema identifiziert, ist aktuell eher ein Sorgenkind. Ein \u201eLowlight\u201c nannte Perkmann die j\u00fcngsten Entwicklungen. Noch immer komme der Markt nicht in Gang, trotz Investitionen in den Wasserstoffmarkt sei der Preis f\u00fcr gr\u00fcnen Wasserstoff bis zu sechsmal so hoch wie f\u00fcr andere Energiequellen. \u201eSelbst mit F\u00f6rderung ergibt das wirtschaftlich keinen Sinn\u201c, so Perkmann n\u00fcchtern. \u201eWir wollten bis 2030 zehn Gigawatt Leistung erzeugen, sind aber heute gerade einmal bei 200 Megawatt. So werden wir unsere Ziele nicht erreichen.\u201c Es sei schwer, mit dem bestehenden \u201eFramework\u201c Wasserstoffziele zu realisieren. Perkmann kritisierte eine \u201e\u00fcberbordende Regulatorik\u201c. Seine klare Formulierung: \u201eWir m\u00fcssen einen deutlich anderen Weg gehen, sonst kommt der Mark nicht in Bewegung.\u201c Perkmann warb daf\u00fcr, durch g\u00fcnstigere Kosten von \u201egr\u00fcnem\u201c Strom die Produktion von Wasserstoff anzusto\u00dfen. \u201eDas geht aber nur mit klaren Vorgaben des Gesetzgebers.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was sich im Wasserstoffmarkt zeige, sei zudem Teil eines gr\u00f6\u00dferen Problems in Deutschland, ordnete Perkmann an. Der deutsche Weg, auf bestehende Regeln noch immer weitere Spezialregeln zu setzen, erschwere das wirtschaftliche Handeln. Dass die Westfalen AG Elektrolyseure zur Erzeugung von Wasserstoff in Frankreich statt in Deutschland realisiere, sei Beleg daf\u00fcr.\u00a0<\/p>\n<p> Neue Ziele f\u00fcr CO2-Neutralit\u00e4t <\/p>\n<p>Intern sieht sich die Westfalen AG bereits deutlich weiter \u2013 und zwar auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t. Schon heute betreibe man ein zu fast 50 Prozent \u201epotenziell emissionsfreies\u201c Gesch\u00e4ft. Auch im eigenen Haus sei es gelungen, die CO2-Emissionen von 2019 um 67 Prozent zu reduzieren. Die Fortschritte h\u00e4tten dazu gef\u00fchrt, die eigenen Ziele anzupassen. Jetzt will die Westfalen AG bei den CO2-Emissionen bis 2030 \u201eauf Null\u201c sein, wie Perkmann betonte (gemeint sind hier Scope 1 und 2, also eigene Emissionen), im Scope 3, also den indirekten Treibhausgasemissionen, die entlang der Wertsch\u00f6pfungskette eines Unternehmens entstehen, aber nicht von diesem selbst verursacht oder kontrolliert werden, sollen die Werte halbiert werden bis 2030.\u00a0<\/p>\n<p>Perkmann verwies aber auch auf eine ver\u00e4nderte Stimmung. \u201eWir haben Gegenwind\u201c, formulierte er. Fr\u00fcher sei es nicht schnell genug gegangen, doch aktuell ginge es eher zwei, drei Schritte zur\u00fcck. Die Rahmenbedingungen f\u00fcr ein Engagement seien derzeit \u201enicht ideal\u201c.\u00a0<\/p>\n<p>Fairerweise, so Perkmann, m\u00fcsse man anerkennen, dass die politische Lage in Deutschland derzeit alle Versuche verkompliziere. \u201eDie Impulse der vergangenen Monate waren daher noch nicht durchschlagend.\u201c Perkmann warb in diesem Zusammenhang noch einmal daf\u00fcr, statt immer mehr Regulatorik etwas mehr Vertrauen in die Wirtschaft zu setzen. \u201eMir fehlt hier manchmal das Vertrauen, dass Unternehmen etwas Richtiges tun wollen.\u201c Der Versuch, alles zu reglementieren, sei \u201el\u00e4hmend\u201c.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcnf gro\u00dfe Gesch\u00e4ftsbereiche pr\u00e4sentierte Perkmann am Dienstag:\u00a0 Technische Gase &amp; Services: Der Bereich habe einen leichten R\u00fcckgang verzeichnet.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":252047,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[3364,29,30,8970,1209,77284,5702,77283],"class_list":{"0":"post-252046","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-muenster","12":"tag-nordrhein-westfalen","13":"tag-thomas-perkmann","14":"tag-wasserstoff","15":"tag-westfalen-ag"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114817837669593353","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/252046","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=252046"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/252046\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/252047"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=252046"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=252046"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=252046"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}